Ich babe im Herbst auch eine SC29 von Sofirn zum Test bekommen.
Ich weiß immernoch nicht so recht was ich von dieser Lampe halten soll.
Sehr angenehm überrascht bin ich von der Verarbeitung, die hat wirklich ein tolles Niveau erreicht. Von der Leistung bin ich allerdings nicht so sehr begeistert.
Aber der Reihe nach:
Lichtbild:
Im Grunde ist das Lichtbild aus dieser speziellen TIR super. Großer Spot mit weichem Übergang in einen sehr weiten Spill. Ich persönlich finde diesen sanften Übergang sehr angehm, ich mag TIR Lichtbilder. Nur leider bin ich persönlich doch etwas enttäuscht, denn ich hatte erwartet, dass der Spot etwas kleiner wäre und mehr Reichweite bieten würde. Ich stehe für Outdoor eher auf etwas spottigere Lampen. Ich habe die SC29 nun auch zu verschieden Dingen im Haus eingesetzt, dafür ist die Lichtveteilung recht gut geeignet.
Leider verlaufen sich die angegeben Lumen durch die Breite Ausleuchtung etwas. Die Lichtpower der SC29 wirkt auf mich nicht besonders beeindruckend.
Die Lichtfarbe in CW geht für mich in Ordnung auch wenn mir für den Indoor Gebrauch ein etwas wärmeres Licht lieber wäre.
Leistung:
Hier werde ich nicht ganz schlau aus der SC29. Ich habe Messungen von mehreren Reviewern gefunden, die sich teilweise deutlich unterscheiden, aber auch Prallelen zeigen. Das liegt vermutlich an der Temperaturregelung.
Schlussendlich ist mir die Abregelung zu stark. Die High Stufe ist (zumindest ohne Kühlung) bei weitem nicht dauerfest. Eine Abregelung auf die Hälfte und weniger finde ich persönlich relativ schwach.
Zunächst meine eigenen "Lumenschätzungen" / Laufzeitmessung auf der High Stufe, mit Hilfe einer selbstgebauten Lumenbox.

Für diese Laufzeitmessung habe ich ein Kühlpack um die Lampe gewickelt. Dies hatte anfänglich Raumtemperatur und soll in etwa die greifende Hand simulieren.

Im 2. Diagramm habe die ersten 45min incl einer alternativen Messung ohne Kühlpack/ohne Kühlung dargestellt. Der Unterschied ist deutlich. Bis zum Beginn der Abregelung dauert es mit Kühlpack etwa doppelt so lange und die Leistung liegt danach ca 150lm höher. Leider habe ich da nicht länger gemessen.
Hier die Messung von @Dachfalter zum Vergleich. Der Kurveverlauf ähnelt meiner Messung mit Kühlpack, knickt aber weniger ein. Soweit ich weiß wurde hier ein kleiner Ventilator zur Kühlung verwendet, was den Unterschied erklären kann. Ich bin mir nicht sicher, ob die Bewertung von Dachfalter, dass der Leistungsabfall der Entladekurve des Akkus folgt vollständig ist. Zumindest im vorderen Bereich sinkt der Output zu stark, da müsste der Akku noch deutlich mehr können. Ich gehe von einer Überlagerung von Temperaturregelung und sinkender Akkuspannung aus.
Diese zwei Laufzeitdiagramme stammen von Wolfgilreviews.com
Das Regelverhalten auf High entspricht hier genau meiner Messung ungekühlt, nur dass die angegeben Lumenwerte etwas höher sind. (mein Turbo Maximum lag bei 2500lm)
Aber auch Wolfgirl kommt hier auf eine Dauerleistung von lediglich ca 400lm, was mit der Leistung auf Mid deckungsgleich ist. Anscheinend ist Mid die geringste Leistung, auf die abgeregelt werden kann, so dass die Leistung dann mit der Akkuspannung weiter fällt. Eine reine Temperaturregelung kann das nicht sein, denn dann müsste nach Stabilisierung der Temperatur ein halbwegs konstanter Output zustande kommen.
Außerdem sollte bei den ca. 400lm (in meiner Schätzung sogar nur ca. 300) ja wirklich noch keine Temperaturabregelung nötig sein.
Die Temperaturregelung viel besser als bei älteren Sofirn Lampen, die wilden Schwingungen scheinen der Vergangenheit anzugehören. Außerdem gibt die Lampe mit gewisser Kühlung tatsächlich mehr Leistung ab.
Die ganz ungekühlt Leistung finde ich allerdings recht enttäuschend. Da hätte ich mehr erwartet, da die XHP50B ja schon eine recht effiziente LED ist und die SC29 zwar kompakt, aber jetzt auch nicht super klein daher kommt.
Haptik/Sonstiges:
Ein Lob an dieser Stelle, die SC29 liegt mir wirklich gut in der Hand, da stört kaum etwas. Wo ältere Sofirn Lampen noch eher grobe Klötze waren und die Anodisierung dünn wirkte, finde ich hier fast keinerlei störende Kante und das neue Knurling gefällt mir in Verbindung mit der matten Anodisierung sehr gut.
Es scheint mir bei Sofirn immer etwas durchwachsen zu sein. Die IF30 zum Vergleich - ja schon eines der Flaggschiffe im Sofirn Programm - hat schlecht entgratete Kanten an der Tailcap (meine jedenfalls), obwohl der Rest vom Gehäuse gut verarbeitet ist. Und auch dem dort neuartigen Drehradschalter fehlt es an Feinschliff. Anders bei der SC29. Obwohl der Schalter aus Gummi auf den ersten Blick nicht so hochwertig wirkt, kann ich mich dem Lob anderer Nutzer anschließen. Der Schalter ist von Funktion und Haptik sehr gut gelungen. Auch die USB Abdeckung ist sehr gut integriert und sitzt gut. Einzig die kleine Lasche zum öffnen steht minimal vor, so dass ich das immer wieder im Finger spüre. Ansonsten finde ich das haptisch Setup top.
Ob ich die SC29 preiswert finde, da ringe ich mit mir. Für den Preis aus China - ja, auf jeden Fall. Für den nicht reduzierten Preis von Amazon - OK für mich, besonders preiswert in meinen Augen dann aber nicht mehr. Dafür fehlt es mir an sehr guter Leistungsfähigkeit und Feinschliff der Regelung - eine Taschenlampe die mit 3000lm beworben wird sollte in der High Stufe nicht bis auf das Mid Niveau abfallen.
Ich habe einfach den Eindruck, daß die Lampe hier unter ihren Fähigkeiten bleibt. Um jemanden zu beeindrucken wäre sie nicht meine erste Wahl.
Was ich auch etwas seltsam finde ist, dass Sofirn die Lichtfarbe mit 5700 bis 6500K angibt. Ja was denn nu? Ich weiß, es ist 6500, aber das ist ja ein Unterschied, das sollte schon richtig abgegeben werden. Des Weiteren wird der LED Typ kaum beschrieben, ich meine in der Anleitung steht es gar nicht. Und die Angabe, die zu finden ist sagt XHP50B. Ist das jetzt eine original Cree LED? Die heißt doch dann eigentlich XHP50.2 (HD). Bei diesen Angaben scheint Sofirn allgemein etwas nachgelassen zu haben.
Die Aufmachung der Amazon Verkaufsbilder und der Beschreibungstexte mach grundsätzlich einen sehr guten Eindruck. Aber auch hier wird minimal Potential verschenkt. Warum investiert man da nicht ein paar, wenige Euro und lässt den Text mal von einem Muttersprachler gegenlesen, um da den letzten chinesischen Touch raus zu bringen. Das Vertrauen in die Marke wäre möglicherweise höher.
PS meine Messmethode:

Darf ich vorstellen meineKuchenLumenbox. Die Taschenlampe leuchtet in der inken Hälfte in den Karton, dieser ist von innen weiß. Auf der rechten Seite gibt es einen Schlitz am Boden durch den ich ein Smartphone einschiebe, das ich zu Luxmessung verwende, Sensor nach oben. In der Mitte des Kartons befindet sich ein Steg der einen direkten Lichteinfall zum Sensor verhindert.
Anhand von (bisher wenigen) Referenzlampen habe ich einen Umrechnungsfaktor Lux - - > Lumen ermittelt.
Hier steht die SC29 mit entspreche Schablone auf der Box. Das Kühlpack ist mit einem Gummiband befestigt.
Meine bisherigen Versuche zeigen eine gute Plausibilität. Dass ich für die SC29 nur 2500lm statt der versprochenen 3000 gemessen habe glaube ich daher. Die Breite Lichtabstrahlung könnte das Ergebnis beeinflusst haben, auch wenn ich das bei anderen TIR Lampen bisher nicht feststellen konnte.
Ich weiß immernoch nicht so recht was ich von dieser Lampe halten soll.
Sehr angenehm überrascht bin ich von der Verarbeitung, die hat wirklich ein tolles Niveau erreicht. Von der Leistung bin ich allerdings nicht so sehr begeistert.
Aber der Reihe nach:
Lichtbild:
Im Grunde ist das Lichtbild aus dieser speziellen TIR super. Großer Spot mit weichem Übergang in einen sehr weiten Spill. Ich persönlich finde diesen sanften Übergang sehr angehm, ich mag TIR Lichtbilder. Nur leider bin ich persönlich doch etwas enttäuscht, denn ich hatte erwartet, dass der Spot etwas kleiner wäre und mehr Reichweite bieten würde. Ich stehe für Outdoor eher auf etwas spottigere Lampen. Ich habe die SC29 nun auch zu verschieden Dingen im Haus eingesetzt, dafür ist die Lichtveteilung recht gut geeignet.
Leider verlaufen sich die angegeben Lumen durch die Breite Ausleuchtung etwas. Die Lichtpower der SC29 wirkt auf mich nicht besonders beeindruckend.
Die Lichtfarbe in CW geht für mich in Ordnung auch wenn mir für den Indoor Gebrauch ein etwas wärmeres Licht lieber wäre.
Leistung:
Hier werde ich nicht ganz schlau aus der SC29. Ich habe Messungen von mehreren Reviewern gefunden, die sich teilweise deutlich unterscheiden, aber auch Prallelen zeigen. Das liegt vermutlich an der Temperaturregelung.
Schlussendlich ist mir die Abregelung zu stark. Die High Stufe ist (zumindest ohne Kühlung) bei weitem nicht dauerfest. Eine Abregelung auf die Hälfte und weniger finde ich persönlich relativ schwach.
Zunächst meine eigenen "Lumenschätzungen" / Laufzeitmessung auf der High Stufe, mit Hilfe einer selbstgebauten Lumenbox.

Für diese Laufzeitmessung habe ich ein Kühlpack um die Lampe gewickelt. Dies hatte anfänglich Raumtemperatur und soll in etwa die greifende Hand simulieren.

Im 2. Diagramm habe die ersten 45min incl einer alternativen Messung ohne Kühlpack/ohne Kühlung dargestellt. Der Unterschied ist deutlich. Bis zum Beginn der Abregelung dauert es mit Kühlpack etwa doppelt so lange und die Leistung liegt danach ca 150lm höher. Leider habe ich da nicht länger gemessen.
Hier die Messung von @Dachfalter zum Vergleich. Der Kurveverlauf ähnelt meiner Messung mit Kühlpack, knickt aber weniger ein. Soweit ich weiß wurde hier ein kleiner Ventilator zur Kühlung verwendet, was den Unterschied erklären kann. Ich bin mir nicht sicher, ob die Bewertung von Dachfalter, dass der Leistungsabfall der Entladekurve des Akkus folgt vollständig ist. Zumindest im vorderen Bereich sinkt der Output zu stark, da müsste der Akku noch deutlich mehr können. Ich gehe von einer Überlagerung von Temperaturregelung und sinkender Akkuspannung aus.
Diese zwei Laufzeitdiagramme stammen von Wolfgilreviews.com
Das Regelverhalten auf High entspricht hier genau meiner Messung ungekühlt, nur dass die angegeben Lumenwerte etwas höher sind. (mein Turbo Maximum lag bei 2500lm)
Aber auch Wolfgirl kommt hier auf eine Dauerleistung von lediglich ca 400lm, was mit der Leistung auf Mid deckungsgleich ist. Anscheinend ist Mid die geringste Leistung, auf die abgeregelt werden kann, so dass die Leistung dann mit der Akkuspannung weiter fällt. Eine reine Temperaturregelung kann das nicht sein, denn dann müsste nach Stabilisierung der Temperatur ein halbwegs konstanter Output zustande kommen.
Außerdem sollte bei den ca. 400lm (in meiner Schätzung sogar nur ca. 300) ja wirklich noch keine Temperaturabregelung nötig sein.
Die Temperaturregelung viel besser als bei älteren Sofirn Lampen, die wilden Schwingungen scheinen der Vergangenheit anzugehören. Außerdem gibt die Lampe mit gewisser Kühlung tatsächlich mehr Leistung ab.
Die ganz ungekühlt Leistung finde ich allerdings recht enttäuschend. Da hätte ich mehr erwartet, da die XHP50B ja schon eine recht effiziente LED ist und die SC29 zwar kompakt, aber jetzt auch nicht super klein daher kommt.
Haptik/Sonstiges:
Ein Lob an dieser Stelle, die SC29 liegt mir wirklich gut in der Hand, da stört kaum etwas. Wo ältere Sofirn Lampen noch eher grobe Klötze waren und die Anodisierung dünn wirkte, finde ich hier fast keinerlei störende Kante und das neue Knurling gefällt mir in Verbindung mit der matten Anodisierung sehr gut.
Es scheint mir bei Sofirn immer etwas durchwachsen zu sein. Die IF30 zum Vergleich - ja schon eines der Flaggschiffe im Sofirn Programm - hat schlecht entgratete Kanten an der Tailcap (meine jedenfalls), obwohl der Rest vom Gehäuse gut verarbeitet ist. Und auch dem dort neuartigen Drehradschalter fehlt es an Feinschliff. Anders bei der SC29. Obwohl der Schalter aus Gummi auf den ersten Blick nicht so hochwertig wirkt, kann ich mich dem Lob anderer Nutzer anschließen. Der Schalter ist von Funktion und Haptik sehr gut gelungen. Auch die USB Abdeckung ist sehr gut integriert und sitzt gut. Einzig die kleine Lasche zum öffnen steht minimal vor, so dass ich das immer wieder im Finger spüre. Ansonsten finde ich das haptisch Setup top.
Ob ich die SC29 preiswert finde, da ringe ich mit mir. Für den Preis aus China - ja, auf jeden Fall. Für den nicht reduzierten Preis von Amazon - OK für mich, besonders preiswert in meinen Augen dann aber nicht mehr. Dafür fehlt es mir an sehr guter Leistungsfähigkeit und Feinschliff der Regelung - eine Taschenlampe die mit 3000lm beworben wird sollte in der High Stufe nicht bis auf das Mid Niveau abfallen.
Ich habe einfach den Eindruck, daß die Lampe hier unter ihren Fähigkeiten bleibt. Um jemanden zu beeindrucken wäre sie nicht meine erste Wahl.
Was ich auch etwas seltsam finde ist, dass Sofirn die Lichtfarbe mit 5700 bis 6500K angibt. Ja was denn nu? Ich weiß, es ist 6500, aber das ist ja ein Unterschied, das sollte schon richtig abgegeben werden. Des Weiteren wird der LED Typ kaum beschrieben, ich meine in der Anleitung steht es gar nicht. Und die Angabe, die zu finden ist sagt XHP50B. Ist das jetzt eine original Cree LED? Die heißt doch dann eigentlich XHP50.2 (HD). Bei diesen Angaben scheint Sofirn allgemein etwas nachgelassen zu haben.
Die Aufmachung der Amazon Verkaufsbilder und der Beschreibungstexte mach grundsätzlich einen sehr guten Eindruck. Aber auch hier wird minimal Potential verschenkt. Warum investiert man da nicht ein paar, wenige Euro und lässt den Text mal von einem Muttersprachler gegenlesen, um da den letzten chinesischen Touch raus zu bringen. Das Vertrauen in die Marke wäre möglicherweise höher.
PS meine Messmethode:

Darf ich vorstellen meine
Anhand von (bisher wenigen) Referenzlampen habe ich einen Umrechnungsfaktor Lux - - > Lumen ermittelt.
Hier steht die SC29 mit entspreche Schablone auf der Box. Das Kühlpack ist mit einem Gummiband befestigt.
Meine bisherigen Versuche zeigen eine gute Plausibilität. Dass ich für die SC29 nur 2500lm statt der versprochenen 3000 gemessen habe glaube ich daher. Die Breite Lichtabstrahlung könnte das Ergebnis beeinflusst haben, auch wenn ich das bei anderen TIR Lampen bisher nicht feststellen konnte.
Zuletzt bearbeitet:

