Kombi Review XTAR VC4SL

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
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Nicht jede Taschenlampe hat eine interne Ladefunktion. Daher kann es nicht schaden, ein vernünftiges Kombiladegerät in der Nähe zu haben, mit dem alle Akkus geladen werden können.

XTAR hat mir freundlicherweise ihr neustes Ladegerät für ein Review zur Verfügung gestellt: Das XTAR VC4SL. Vielen Dank!

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Kurz: Ähnlich dem Vorgänger VC4S, aber länger, um auch geschützte 21700 Li-Ion Akkus zu unterstützen. Außerdem kann man den Ladestrom manuell einstellen und es verwendet USB-C.



Das Ladegerät kommt zusammen mit einem Beutel, einem USB A-C Kabel und einer übersichtlichen Anleitung in elf Sprachen. Das 18 W QuickCharge Ladegerät ist optional erhältlich (und wurde mir ebenfalls von XTAR zugeschickt).

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Mit 155 x 115 x 35 mm ist es recht groß, zumindest wenn man vorher nur Zweischachtladegeräte gewohnt war. Außerdem geht es nicht viel kleiner, wenn vier große Akkus gleichzeitig rein passen sollen.

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Der aktuelle Betriebsmodus, Spannung der Akkus und weitere Informationen werden auf dem zweifarbigen LCD-Display angezeigt. Darunter befinden sich zwei Tasten "Curr" und "Mode" für die Steuerung der Funktionen. Jeder Ladeschacht hat zudem noch eine – leider recht dunkle – rot/grüne Statusanzeige.

Nach 60 Sekunden ohne Tastendruck wird die Helligkeit des Displays reduziert. Es lässt sich über längeres Drücken der Curr-Taste auch komplett abschalten.

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Betrieben wird es über den USB-C Anschluss auf der Rückseite. Es funktioniert mit einem normalen 5 V USB-Netzteil (3 A empfohlen), das volle Potential kann aber nur mit einem 18 W QuickCharge Netzteil (9 V / 2 A) ausgeschöpft werden.



Das XTAR VC4SL kann grundsätzlich zwei Arten von Akkus laden: Li-Ion Akkus (3,6/3,7 V) und NiMH Akkus. Dabei sind alle Größen kompatibel, die in das Gerät passen und einen Ladestrom von mindestens 250 mA vertragen.

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Es passen Akkus mit einer Länge von 32,5 bis 77,5 mm und somit auch geschützte 21700 Li-Ion-Akkus! Kurze 18350 passen ebenfalls. Dickere Zellen (z.B. 26650 oder dicker) finden in den beiden äußeren Ladeschächten Platz. Zumindest bei 26650 ist in den beiden inneren Ladeschächten aber noch ausreichend Platz für kleinere Akkus.

XTAR gibt im Datenblatt explizit folgende Größen an:
Li-Ion: 10440, 14500, 14650, 16340, 17335, 17500, 17670, 18350, 18490, 18500, 18650, 18700, 20700, 21700, 22650, 25500, 26650, 32650
NiMH: AAAA, AAA, AA, A, SC, C, D

Ein kleines Problem bei dünnen Akkus wie AAA: Sie rutschen unter die hervorstehenden Nippel am Schlitten, wodurch kein Kontakt zustande kommt. Als Abhilfe kann man den Akku etwas anheben, wie im Foto zu sehen. Nicht schön, aber es funktioniert.

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Nach dem Einschalten und Einlegen der Akkus prüft das Ladegerät kurz den Innenwiderstand der Akkus, um daraus automatisch den Ladestrom zu bestimmen. Anschließend wird der Ladestrom und die derzeitige Akkuspannung in Schritten grafisch auf dem Display dargestellt.
Dabei ist mir aufgefallen, dass die angezeigte Spannung immer deutlich über der tatsächlichen Akkuspannung liegt. Die Anzeige wechselt bereits auf 4,2 V, wenn der Akku noch bei 3,9 V ist (im Ladegerät während des Ladevorgangs gemessen).

Unter der grafischen Anzeige befindet sich eine digitale Anzeige mit weiteren Informationen, welche sich über kurzes Drücken der Mode-Taste umschalten lässt:
  • Kapazität (Cap.): Bislang geladene Kapazität in mAh. Die letzte Stelle der Zahl blinkt.
  • Ladestrom (Cur.): Momentaner Ladestrom in mA. Für NiMH-Akkus kaum brauchbar, da dieser Akkutyp mit kurzen Aussetzern zur Spannungsmessung geladen wird und der Wert ständig springt.
  • Innenwiderstand (IR): Ungefährer Innenwiderstand des Akkus in mΩ.
Die Messung des Innenwiderstands ist natürlich nicht sehr präzise. Beispielsweise sorgt ein leichtes Bewegen des Akkus für einen besseren Kontakt, sodass eine Messung von zuvor 40 mΩ plötzlich nur noch 28 mΩ ergibt. Bei gutem Kontakt sind die Werte aber recht reproduzierbar und erlauben zumindest eine grobe Einschätzung des Akkuzustands.

Standardmäßig wird der Ladestrom automatisch von dem ermittelten Innenwiderstand abgeleitet, was durch die Messungenauigkeit zu einem geringeren Ladestrom führen kann. Allerdings war der Strom für meinen Geschmack immer etwas zu hoch, beispielsweise 2 A bei meinen etwas älteren Sanyo NCR18650GA oder ebenfalls 2 A für einen Eneloop AA.
Über die "Curr"-Taste lässt sich der Ladestrom manuell einstellen: 3 / 2 / 1 / 0,5 / 0,25 A – allerdings nur für alle Ladeschächte gemeinsam! So kann man immer nur Akkus mit ungefähr gleichen Eigenschaften sinnvoll gemeinsam laden, wenn man den Strom manuell einstellen möchte. Schade.
Bei NiMH-Akkus werden die ersten dreieinhalb Minuten mit nur 160 mA geladen (vermutlich, um tiefentladene Li-Ion Akkus zu erkennen). Danach geht es mit dem automatisch oder manuell eingestellten Strom weiter.

Nach abgeschlossenem Ladevorgang leuchtet die LED des jeweiligen Schachts grün und das Display zeigt "FULL" an. Die Li-Ion Akkus hatten dann immer rund 4,16 V.

Neben dem reinen Laden von Akkus bietet das VC4SL auch noch ein paar weitere Funktionen, die sich durch langes Drücken der Mode-Taste erreichen lassen:
  • Kapazitätsmessung (Grad.): Der Akku wird voll geladen, komplett entladen und wieder geladen. Im Anschluss wird die ermittelte Kapazität in mAh im Display angezeigt.
  • Lager-Modus (Store): Akkus entweder geladen oder entladen, um rund 3,7 V zu erreichen.
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Das XTAR VC4SL ist ein einfaches Ladegerät für bis zu vier Li-Ion/NiMH Akkus mit simpler Bedienung und Unterstützung für geschützte 21700 Akkus. Der Lager-Modus ist eine praktische Zusatzfunktion, die Innenwiderstandsmessung zur groben Einschätzung OK. Schön wäre eine digitale Spannungsanzeige, da die grafische Darstellung recht ungenau ist.

Die manuelle Einstellung des Ladestroms ist nur begrenzt hilfreich, da der Strom immer für alle Schächte gleichzeitig gilt. Der automatisch eingestellte Strom könnte nach meinem Geschmack etwas niedriger sein.

Insgesamt ein ordentliches Ladegerät für einen angemessenen Preis. Es kann hier bei AliExpress bestellt werden.
 

t-soung

Flashaholic*
8 Februar 2012
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Mir gefällt die „analoge“ Anzeige der VC-Reihe schon seit Jahren richtig gut und, dass es man die Daten für jeden Schacht gleichzeitig ablesen kann. Wenn jetzt noch die Ladeeigenschaften für NiMh gut funktionieren, dann wäre es quasi mein perfektes Ladegät.
 
  • Danke
Reaktionen: Foxfire

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
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Mir gefällt die „analoge“ Anzeige der VC-Reihe schon seit Jahren richtig gut und
Eine digitale Spannungsanzeige oder ein paar digitale Anzeigen übereinander wären meiner Meinung nach praktischer. Dieser Zeiger ist einfach viel zu ungenau.

Wenn jetzt noch die Ladeeigenschaften für NiMh gut funktionieren
Ich kann mir vorstellen, dass es sich nicht wirklich vom VC4S unterscheidet: https://lygte-info.dk/review/Review Charger Xtar VC4S UK.html
 
10 Januar 2022
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@SammysHP könntest du mal bitte kurz beschreiben wie bei dir der "Grad." Modus abläuft? Ich hab das Gefühl, dass der bei mir spinnt. Er läd auf bspw. 250mah und dann zeigt er nur noch das an. Der Entladen Vorgang wird nicht angezeigt? Das Display blinkt bzw. flackert bei mir, aber sonst verändert sich nichts. Die Lampe leuchtet Rot, das Gerät fiebt ein bisschen. Das wars. Dann irgendwann erscheint "done" und es leuchtet grün. Die Kapazität die er dann anzeigt kann aber niemals stimmen.?!
 

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
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Erst wird der Akku vollständig geladen, dann entladen, dann wieder geladen. Angezeigt wird die Kapazität vom Entladen. Vielleicht hat dein Akku schlechten Kontakt (was sagt die IR Messung?) oder es liegt ein Defekt beim Ladegerät vor.
 

Foxfire

Flashaholic*
20 Januar 2020
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MUC
Ich meine natürlich die Lithium- Ionen 1,5
Li-Zellen mit 1,5V sind keine Akkus, sondern Batterien. Die kannst Du nicht wieder aufladen. Li-Batterien (1,5V) haben den großen Vorteil, dass sie auch nach Jahren der (korrekten) Lagerung, noch immer fast ihre volle Kapazität haben. Daher sind diese 1,5V-Li-Batterien ideal geeignet für ein Bugout-Backpack.
 
10 Januar 2022
44
21
8
Ich habe einen AA Akku Nimh 1,2v eingelegt. Der Akku war voll (1,38V) und soll angeblich 3800mah haben. Dann kommt "Charg" bis 264 mah. Dann passiert nivhts und dann "done". Wie wird dann das Entladen angezeigt?

Wie lange dauert bei dir so ein Vorgang hast du ein Beispiel?
 

Foxfire

Flashaholic*
20 Januar 2020
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MUC
Hast Du mal ein Foto von dieser NiMH-Zelle der Baugröße AA (Mignon), die 3.800 mAh haben soll (wie z. B. ein 18650er Li-Ion)?
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
6.316
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Bielefeld, NRW
Ich habe einen AA Akku Nimh 1,2v eingelegt. Der Akku war voll (1,38V) und soll angeblich 3800mah haben.
So etwas gibt es nicht!
Es ist technisch nicht möglich einen AA-NiMH-Akku mit so hoher Kapazität zu bauen.
Wenn da schon solche realitätsfernen Blödsinns-Angaben drauf stehen, dann würde es mich nicht wundern, wenn die kompletter Müll sind. Das kommt bei irgendwelchen Noname-Akkus nicht selten vor.
 

Silvette

Flashaholic*
8 November 2021
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Deutsch-Wagram, Niederösterreich
Es kann durchaus sein, dass die rund 250mah der tatsächlichen Kapazität entsprechen, sofern es sich um billige No-Name-Akkus handelt.
Die „Erzeuger“ solcher Zellen packen oft kleinste Akkus in ein größeres Gehäuse um daraufhin aus den Käufen von gutgläubigen, aber ahnungslosen Leuten Profit zu schlagen.
 
28 Juli 2018
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Ich habe bei meinem neuen VC4SL beim Laden von NiMh deutlich unterschiedliche Anzeigen für die geladene Kapazität in den 4 Schächten, auch wenn identische Zellen gleichzeitig eingelegt werden.

Schacht 1 und 3 scheinen die geladene Kapazität halbwegs richtig anzuzeigen, abgeleitet von den angezeigten 10mAh, die während der 4 Minuten mit 160mAh eingeladen werden.

Schacht 2 und 4 zeigen zu diesem Zeitpunkt nur 7..8 mAh an und auch im folgenden Ladevorgang immer nur etwa 75% von Schacht 1 und 3 an.

Der Ladestrom ist dabei in allen Schächten in etwa gleich (gemessen).

Für LiIon habe ich das noch nicht getestet.

Kann das jemand nachvollziehen?
 
Zuletzt bearbeitet:

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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nochmal kurz zu dieser Frage oben ... :
könntest du mal bitte kurz beschreiben wie bei dir der "Grad." Modus abläuft? Ich hab das Gefühl, dass der bei mir spinnt. Er läd auf bspw. 250mah und dann zeigt er nur noch das an ... Die Kapazität die er dann anzeigt kann aber niemals stimmen.?!

aus dem HKJ-Test des direkten Vorläufers VC4S :

Grading NiMH ... the battery is charged, discharge, but then only partially charged (This must be a software bug).
 

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Ich hatte das auch im normalem Charge-Modus und bin wohl nicht alleine mit diesem Problem.

Das Teil ist außerdem extrem lahm in Grad.-Modus
 
28 Juli 2018
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Hast du die Zellen mal vertauscht?
Ja, habe ich. Mehrfach, weil ich es nicht glauben konnte. Auch andere Zellen verwendet. Gleiches Ergebnis. Schächte 2 und 4 laden mit dem selben Strom wie 1 und 3, zeigen aber nur 75% der geladenen Kapazität.

Außerdem werden nicht mehr ganz so neue AAA NiMh als Lipo erkannt und damit auch entsprechend geladen. Das Teil geht zurück.

Danke für die Infos!
 

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Jep, Zurückgabe ist die beste Option, zumindest wenn man NiMH laden will.

Frechheit, was Xtar hier abgeliefert hat.
 

SammysHP

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6 Oktober 2019
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Celle
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Schächte 2 und 4 laden mit dem selben Strom wie 1 und 3, zeigen aber nur 75% der geladenen Kapazität.
Das hatte ich immer auf irgendeine Kompensation des Innenwiderstands geschoben. Wenn die Akkus trotzdem nicht voll werden, ist das natürlich ärgerlich.

Außerdem werden nicht mehr ganz so neue AAA NiMh als Lipo erkannt und damit auch entsprechend geladen.
Dachte, das kann sowieso nur Li-Ion und NiMH. Die Spannung unterscheidet sich schon recht deutlich, wie soll da eine Verwechslung möglich sein?

Eine allgemein frühe Terminierung war mir allerdings ebenfalls aufgefallen. Ja, man hätte mehr aus dem Gerät machen können.
 

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Das mit der Falscherkennung hatte ich bzw. mein Exemplar wohl nicht, hab schon einige Akkus eingelegt um Einzelfälle auszuschließen.

Das Akkus mit 800mAh Kapazität nur mit um die 400mAh geladen werden würde ich nicht frühe Terminierung nennen sondern schlicht und einfach Fehlfunktion.