Nicht jede Taschenlampe hat eine interne Ladefunktion. Daher kann es nicht schaden, ein vernünftiges Kombiladegerät in der Nähe zu haben, mit dem alle Akkus geladen werden können.
XTAR hat mir freundlicherweise ihr neustes Ladegerät für ein Review zur Verfügung gestellt: Das XTAR VC4SL. Vielen Dank!
Kurz: Ähnlich dem Vorgänger VC4S, aber länger, um auch geschützte 21700 Li-Ion Akkus zu unterstützen. Außerdem kann man den Ladestrom manuell einstellen und es verwendet USB-C.
Das Ladegerät kommt zusammen mit einem Beutel, einem USB A-C Kabel und einer übersichtlichen Anleitung in elf Sprachen. Das 18 W QuickCharge Ladegerät ist optional erhältlich (und wurde mir ebenfalls von XTAR zugeschickt).
Mit 155 x 115 x 35 mm ist es recht groß, zumindest wenn man vorher nur Zweischachtladegeräte gewohnt war. Außerdem geht es nicht viel kleiner, wenn vier große Akkus gleichzeitig rein passen sollen.
Der aktuelle Betriebsmodus, Spannung der Akkus und weitere Informationen werden auf dem zweifarbigen LCD-Display angezeigt. Darunter befinden sich zwei Tasten "Curr" und "Mode" für die Steuerung der Funktionen. Jeder Ladeschacht hat zudem noch eine – leider recht dunkle – rot/grüne Statusanzeige.
Nach 60 Sekunden ohne Tastendruck wird die Helligkeit des Displays reduziert. Es lässt sich über längeres Drücken der Curr-Taste auch komplett abschalten.
Betrieben wird es über den USB-C Anschluss auf der Rückseite. Es funktioniert mit einem normalen 5 V USB-Netzteil (3 A empfohlen), das volle Potential kann aber nur mit einem 18 W QuickCharge Netzteil (9 V / 2 A) ausgeschöpft werden.
Das XTAR VC4SL kann grundsätzlich zwei Arten von Akkus laden: Li-Ion Akkus (3,6/3,7 V) und NiMH Akkus. Dabei sind alle Größen kompatibel, die in das Gerät passen und einen Ladestrom von mindestens 250 mA vertragen.
Es passen Akkus mit einer Länge von 32,5 bis 77,5 mm und somit auch geschützte 21700 Li-Ion-Akkus! Kurze 18350 passen ebenfalls. Dickere Zellen (z.B. 26650 oder dicker) finden in den beiden äußeren Ladeschächten Platz. Zumindest bei 26650 ist in den beiden inneren Ladeschächten aber noch ausreichend Platz für kleinere Akkus.
XTAR gibt im Datenblatt explizit folgende Größen an:
Li-Ion: 10440, 14500, 14650, 16340, 17335, 17500, 17670, 18350, 18490, 18500, 18650, 18700, 20700, 21700, 22650, 25500, 26650, 32650
NiMH: AAAA, AAA, AA, A, SC, C, D
Ein kleines Problem bei dünnen Akkus wie AAA: Sie rutschen unter die hervorstehenden Nippel am Schlitten, wodurch kein Kontakt zustande kommt. Als Abhilfe kann man den Akku etwas anheben, wie im Foto zu sehen. Nicht schön, aber es funktioniert.
Nach dem Einschalten und Einlegen der Akkus prüft das Ladegerät kurz den Innenwiderstand der Akkus, um daraus automatisch den Ladestrom zu bestimmen. Anschließend wird der Ladestrom und die derzeitige Akkuspannung in Schritten grafisch auf dem Display dargestellt.
Dabei ist mir aufgefallen, dass die angezeigte Spannung immer deutlich über der tatsächlichen Akkuspannung liegt. Die Anzeige wechselt bereits auf 4,2 V, wenn der Akku noch bei 3,9 V ist (im Ladegerät während des Ladevorgangs gemessen).
Unter der grafischen Anzeige befindet sich eine digitale Anzeige mit weiteren Informationen, welche sich über kurzes Drücken der Mode-Taste umschalten lässt:
Standardmäßig wird der Ladestrom automatisch von dem ermittelten Innenwiderstand abgeleitet, was durch die Messungenauigkeit zu einem geringeren Ladestrom führen kann. Allerdings war der Strom für meinen Geschmack immer etwas zu hoch, beispielsweise 2 A bei meinen etwas älteren Sanyo NCR18650GA oder ebenfalls 2 A für einen Eneloop AA.
Über die "Curr"-Taste lässt sich der Ladestrom manuell einstellen: 3 / 2 / 1 / 0,5 / 0,25 A – allerdings nur für alle Ladeschächte gemeinsam! So kann man immer nur Akkus mit ungefähr gleichen Eigenschaften sinnvoll gemeinsam laden, wenn man den Strom manuell einstellen möchte. Schade.
Bei NiMH-Akkus werden die ersten dreieinhalb Minuten mit nur 160 mA geladen (vermutlich, um tiefentladene Li-Ion Akkus zu erkennen). Danach geht es mit dem automatisch oder manuell eingestellten Strom weiter.
Nach abgeschlossenem Ladevorgang leuchtet die LED des jeweiligen Schachts grün und das Display zeigt "FULL" an. Die Li-Ion Akkus hatten dann immer rund 4,16 V.
Neben dem reinen Laden von Akkus bietet das VC4SL auch noch ein paar weitere Funktionen, die sich durch langes Drücken der Mode-Taste erreichen lassen:
Das XTAR VC4SL ist ein einfaches Ladegerät für bis zu vier Li-Ion/NiMH Akkus mit simpler Bedienung und Unterstützung für geschützte 21700 Akkus. Der Lager-Modus ist eine praktische Zusatzfunktion, die Innenwiderstandsmessung zur groben Einschätzung OK. Schön wäre eine digitale Spannungsanzeige, da die grafische Darstellung recht ungenau ist.
Die manuelle Einstellung des Ladestroms ist nur begrenzt hilfreich, da der Strom immer für alle Schächte gleichzeitig gilt. Der automatisch eingestellte Strom könnte nach meinem Geschmack etwas niedriger sein.
Insgesamt ein ordentliches Ladegerät für einen angemessenen Preis. Es kann hier bei AliExpress bestellt werden.
XTAR hat mir freundlicherweise ihr neustes Ladegerät für ein Review zur Verfügung gestellt: Das XTAR VC4SL. Vielen Dank!
Kurz: Ähnlich dem Vorgänger VC4S, aber länger, um auch geschützte 21700 Li-Ion Akkus zu unterstützen. Außerdem kann man den Ladestrom manuell einstellen und es verwendet USB-C.
Das Ladegerät kommt zusammen mit einem Beutel, einem USB A-C Kabel und einer übersichtlichen Anleitung in elf Sprachen. Das 18 W QuickCharge Ladegerät ist optional erhältlich (und wurde mir ebenfalls von XTAR zugeschickt).
Mit 155 x 115 x 35 mm ist es recht groß, zumindest wenn man vorher nur Zweischachtladegeräte gewohnt war. Außerdem geht es nicht viel kleiner, wenn vier große Akkus gleichzeitig rein passen sollen.
Der aktuelle Betriebsmodus, Spannung der Akkus und weitere Informationen werden auf dem zweifarbigen LCD-Display angezeigt. Darunter befinden sich zwei Tasten "Curr" und "Mode" für die Steuerung der Funktionen. Jeder Ladeschacht hat zudem noch eine – leider recht dunkle – rot/grüne Statusanzeige.
Nach 60 Sekunden ohne Tastendruck wird die Helligkeit des Displays reduziert. Es lässt sich über längeres Drücken der Curr-Taste auch komplett abschalten.
Betrieben wird es über den USB-C Anschluss auf der Rückseite. Es funktioniert mit einem normalen 5 V USB-Netzteil (3 A empfohlen), das volle Potential kann aber nur mit einem 18 W QuickCharge Netzteil (9 V / 2 A) ausgeschöpft werden.
Das XTAR VC4SL kann grundsätzlich zwei Arten von Akkus laden: Li-Ion Akkus (3,6/3,7 V) und NiMH Akkus. Dabei sind alle Größen kompatibel, die in das Gerät passen und einen Ladestrom von mindestens 250 mA vertragen.
Es passen Akkus mit einer Länge von 32,5 bis 77,5 mm und somit auch geschützte 21700 Li-Ion-Akkus! Kurze 18350 passen ebenfalls. Dickere Zellen (z.B. 26650 oder dicker) finden in den beiden äußeren Ladeschächten Platz. Zumindest bei 26650 ist in den beiden inneren Ladeschächten aber noch ausreichend Platz für kleinere Akkus.
XTAR gibt im Datenblatt explizit folgende Größen an:
Li-Ion: 10440, 14500, 14650, 16340, 17335, 17500, 17670, 18350, 18490, 18500, 18650, 18700, 20700, 21700, 22650, 25500, 26650, 32650
NiMH: AAAA, AAA, AA, A, SC, C, D
Ein kleines Problem bei dünnen Akkus wie AAA: Sie rutschen unter die hervorstehenden Nippel am Schlitten, wodurch kein Kontakt zustande kommt. Als Abhilfe kann man den Akku etwas anheben, wie im Foto zu sehen. Nicht schön, aber es funktioniert.
Nach dem Einschalten und Einlegen der Akkus prüft das Ladegerät kurz den Innenwiderstand der Akkus, um daraus automatisch den Ladestrom zu bestimmen. Anschließend wird der Ladestrom und die derzeitige Akkuspannung in Schritten grafisch auf dem Display dargestellt.
Dabei ist mir aufgefallen, dass die angezeigte Spannung immer deutlich über der tatsächlichen Akkuspannung liegt. Die Anzeige wechselt bereits auf 4,2 V, wenn der Akku noch bei 3,9 V ist (im Ladegerät während des Ladevorgangs gemessen).
Unter der grafischen Anzeige befindet sich eine digitale Anzeige mit weiteren Informationen, welche sich über kurzes Drücken der Mode-Taste umschalten lässt:
- Kapazität (Cap.): Bislang geladene Kapazität in mAh. Die letzte Stelle der Zahl blinkt.
- Ladestrom (Cur.): Momentaner Ladestrom in mA. Für NiMH-Akkus kaum brauchbar, da dieser Akkutyp mit kurzen Aussetzern zur Spannungsmessung geladen wird und der Wert ständig springt.
- Innenwiderstand (IR): Ungefährer Innenwiderstand des Akkus in mΩ.
Standardmäßig wird der Ladestrom automatisch von dem ermittelten Innenwiderstand abgeleitet, was durch die Messungenauigkeit zu einem geringeren Ladestrom führen kann. Allerdings war der Strom für meinen Geschmack immer etwas zu hoch, beispielsweise 2 A bei meinen etwas älteren Sanyo NCR18650GA oder ebenfalls 2 A für einen Eneloop AA.
Über die "Curr"-Taste lässt sich der Ladestrom manuell einstellen: 3 / 2 / 1 / 0,5 / 0,25 A – allerdings nur für alle Ladeschächte gemeinsam! So kann man immer nur Akkus mit ungefähr gleichen Eigenschaften sinnvoll gemeinsam laden, wenn man den Strom manuell einstellen möchte. Schade.
Bei NiMH-Akkus werden die ersten dreieinhalb Minuten mit nur 160 mA geladen (vermutlich, um tiefentladene Li-Ion Akkus zu erkennen). Danach geht es mit dem automatisch oder manuell eingestellten Strom weiter.
Nach abgeschlossenem Ladevorgang leuchtet die LED des jeweiligen Schachts grün und das Display zeigt "FULL" an. Die Li-Ion Akkus hatten dann immer rund 4,16 V.
Neben dem reinen Laden von Akkus bietet das VC4SL auch noch ein paar weitere Funktionen, die sich durch langes Drücken der Mode-Taste erreichen lassen:
- Kapazitätsmessung (Grad.): Der Akku wird voll geladen, komplett entladen und wieder geladen. Im Anschluss wird die ermittelte Kapazität in mAh im Display angezeigt.
- Lager-Modus (Store): Akkus entweder geladen oder entladen, um rund 3,7 V zu erreichen.
Das XTAR VC4SL ist ein einfaches Ladegerät für bis zu vier Li-Ion/NiMH Akkus mit simpler Bedienung und Unterstützung für geschützte 21700 Akkus. Der Lager-Modus ist eine praktische Zusatzfunktion, die Innenwiderstandsmessung zur groben Einschätzung OK. Schön wäre eine digitale Spannungsanzeige, da die grafische Darstellung recht ungenau ist.
Die manuelle Einstellung des Ladestroms ist nur begrenzt hilfreich, da der Strom immer für alle Schächte gleichzeitig gilt. Der automatisch eingestellte Strom könnte nach meinem Geschmack etwas niedriger sein.
Insgesamt ein ordentliches Ladegerät für einen angemessenen Preis. Es kann hier bei AliExpress bestellt werden.







