Von Thrunite haben wir kostenlos eine TH01 Kopflampe für eine Vorstellung gestellt bekommen. Das Modell gibt es schon einige Zeit und es liegt auch schon länger bei mir, ich habe den Test immer vor mir hergeschoben.
Folgende Kopflampen gibt es derzeit bei Thrunite:
- 5 Helligkeitsstufen + S.O.S Blinkmodus
- Mode-Memory
- Gehäuse komplett aus anodisiertem Alu
- strukturierter Reflektor
- interne USB-Aufladung, Ladestrom 0,5 A
- mechanischer Verpolungsschutz
- Tiefentladeschutz und Akkuwarnung
- zweifarbige Ladezustandsanzeige
- wasserdicht nach IPX-8 (2 m)
- stossfest 1,5 m
- Maße 64 x 33,6 x 28,5 mm

Lieferumfang:
- TH01 Kopflampe
- Stirn- mit Überkopfband
- 2x Lampenhalterung aus Gummi
- 1x 18350 Akku mit PCB, 1100mAH Kapazität
- Micro-USB-Ladekabel
- 2 Ersatz-Dichtungsringe
- 1 Ersatzdichtung für USB-Ladeport
- mehrsprachige Bedienungsanleitung

Das Kopfband kennen wir bereits von anderen Thrunite-Kopflampen. Die Lampe sitzt sehr stramm in dem Gummi und lässt sich nur mit Kraft verdrehen. Insofern ist es gut, dass noch eine Ersatz-Gummihalterung beiliegt.


Hier noch mal ohne Animation zum Anklicken, wer die Einzelperspektiven in Ruhe anschauen möchte:










Die XHP50 LED sitzt perfekt zentriert im strukturierten Reflektor. Die Struktur soll helfen, kleinere Unregelmäßigkeiten im Lichtkegel auszugleichen.
Dennoch reicht dies leider nicht dazu, unterschiedliche Lichtfarben im Lichtkegel (tint shift) zu verhindern, dazu später mehr. Ansonsten finde ich die Verarbeitungsqualität o.k. wenn auch nicht auf dem Niveau der "Premium-"Hersteller. Der Bezelring ließ sich nicht ohne Gewalt aufdrehen, ich habe daher weitere Versuche der Demontage unterlassen. Mich hätte der Versuch gereizt, die Lampe ohne Reflektor auszuprobieren.

LED auf niedrigster Stufe (Moonlight)

Nur eine Seite der Lampe lässt sich abschrauben. Vor dem ersten Gebrauch muss die Transportsicherung vom Akku (isolierendes Plastestück) entfernt werden. Gewinde und Dichtring sind trocken, das sollte man nachfetten. Die abgeschraubte Tailcap hat ein griffiges Knurling und eine vergoldete Kontaktfeder.

Der 18350er Akku hat reichlich Platz. Ich habe andere (auch ungeschützte) Akkus testen wollen, aber das machte die Lampe nicht mit. Sie ging nach einem kurzen Blitz aus. Vielleicht braucht die TH01 den Innenwiderstand des Thrunite-Akkus?

Der hochstromfähige 18350er Akku ist im Lieferumfang enthalten. Seine 1100mAh reichen nur für kürzere Leuchtzeiten. Der Pluspol ist nur leicht erhöht.

Blick ins Rohr aus verschiedenen Perspektiven. Zu sehen ist ein mechanischer Verpolungsschutz, der einen leicht erhöhten Pluspol am Akku notwendig macht.


Auf der gegenüberliegenden Seite der Tailcap liegt der Schalter, genau gesagt ein elektronischer Taster, und die USB-Ladebuchse. Sie ist mit einem Gummistopfen wasserdicht verschlossen.

Als Ladebuchse ist ein älterer Micro-USB-Typ verbaut.

Bedienung / User Interface
von aus:
kurzer Druck = ein
langer Druck = Moonlight
Doppelklick = Turbo
Tripleklick = S.O.S.
wenn an:
kurzer Druck = aus
gedrückt halten = Wechsel low - mid - high
Doppelklick = Turbo
Tripleklick = S.O.S.
Das UI ist simpel und bewährt. Die festen Leuchtstufen finde ich persönlich besser als das stufenlose Ramping der bauähnlichen TH20. Ich denke auch, 5 Leuchtstufen müssen genug sein, da braucht es kein stufenloses Ramping. Der S-O-S-Mode ist versteckt und stört nicht in der Schaltreihenfolge. Die TH01 hat Memory, d.h. sie startet in der zuletzt verwendeten Leuchtstufe (gilt nur für low, mid, high). Die Haptik des Tasters ist prima und gibt ein gutes Feedback. Zudem steht er weit genug über, so dass man ihn sofort ertasten kann.
Zum Laden stöpselt man das mitgelieferte Micro-USB-Kabel in die Lampe und in eine geeignete Energiequelle wie PC oder Powerbank.
Der Gummi des Schalters ist hinterleuchtet und informiert über den Ladeprozess.

Darüber hinaus zeigt die LED auch während des Leuchtens an, ob der Akku nachgeladen werden muss:
Akku bei 100 - 21 % (4,2 - 3 V)
Akku bei 20 - 11 % (3 - 2,8 V)
Akku 10 - 1 % (< 2,8 V)
Eigene Messungen
(mit Hobbyequipment, daher ohne Gewähr)
Lichtleistung: 1280 / 460 Lumen (ceilingbounce)
Luxwert: 4.375 max.
Stromverbrauch: 4,5 / 1 / 0,35 / 0,25 A (Turbo/High/Mid/Low)
PWM: nicht messbar, die TH01 leuchtet flimmerfrei
Ladeschluss-Spannung: 4,19 V
Endabschaltung bei ca. 2,6-2,8 V
Oberflächentemperatur: 45 Grad max.
Den Laufzeittest habe ich diesmal nicht mit voller Lüfterstufe gemacht, das wäre bei einer Kopflampe nicht realistisch. Der Lüfter lief auf kleinster Stufe und stand weit weg, so dass nur ein ganz laues Lüftchen ankam.


Im Turbo gibt es nach 3-4 Minuten einen ersten Stepdown, weitere bei etwa 25', 30', 34' und nach knapp 40 Minuten herrscht Dunkelheit, d.h. die TH01 schaltet ab 2,8 V Akkuspannung komplett ab.
Auf High, der zweithöchsten Stufe, sehen wir ein ungewöhnliches Verhalten. Die Leistung steigt an. Dann macht sie einen Step herunter (quasi als Warnung) um dann 3 Minuten später bis Minute 80 komplett in die Knie zu gehen. Das Gezappele am Ende der Kurve ist die zusätzliche Akku-Leer-Warnung in Form eines dreimaligen Blinkens.
Leuchtstufen und Leuchtdauer (Herstellerangabe)
Leuchtergebnis
Das Leuchtbild ist frei von Ringen oder anderen Störungen. Die Abstrahlung ist allroundig bis breit, der Spot sorgt für etwas Reichweite. Leider ist die Farbverteilung im Lichtkegel nicht gleichmäßig. Der Spot ist gelblich mit einem Hauch Grün, der Spill direkt um den Spot ist eher bläulich/violett und ganz außen ist der Lichtkegel wieder neutralweiß. Dies gilt für die neutralweiße LED der Testlampe. Bei der kaltweißen dürfte es anders sein, aber ich befürchte auch dort einen tint shift. Mittlerweile regiere ich ziemlich empfindlich auf solche Farbverschiebungen, die mir eine Lampe komplett vermiesen können, egal wie gut ihre restlichen Eigenschaften sind. Meine Vermutung ist, dass der Reflektor nicht zur LED passt?

hier kann man den Tint-shift noch deutlicher sehen:

Kurzfazit
+ genug Power
+ interne Akkuladung über USB
+ guter Lieferumfang mit Akku
+ geregelte Lichtleistung
+ kein PWM
+ bewährtes UI
+ Akku-Ladezustands-Anzeige und Endabschaltung
- geringe Leuchtdauer wegen kleinem Akku
- ungleichmäßige Farbverteilung im Lichtkegel
Die Thrunite TH01 hat viel Potential, mehr positive Eigenschaften und nur wenige Nachteile. Sie ist die Leichteste unter den Thrunite-Kopflampen und daher auch für den Laufsport geeignet. Die Power ist gut, aber die unterschiedliche Lichtfarbe im Lichtkegel ist mir persönlich ein Dorn im Auge und nimmt mir den Spaß an der Lampe. Das Problem habe ich aber auch bei anderen Lampen. Den Preis von knapp 50€ würde ich noch als fair bezeichnen.
Wenn ihr die Lampe ausprobieren möchtet, bitte Bescheid geben, dann starten wir einen Passaround.
Folgende Kopflampen gibt es derzeit bei Thrunite:
- TH30: 3350 Lm, 155 m Leuchtweite, 6650 cd, Cree XHP70 LED, 18650 Akku, 107 x 28.5 mm, 123 g
- TH20: 520 Lm, 67 m Leuchtweite, 1120 cd, Cree XP-L V6 LED, 14500 Akku, 70 x 24.5 mm, 96 g
- TH10 v2: 2100 Lm, 307 m Leuchtw., 23600 cd, Cree XHP35 HI LED, 18650 Akku, 107 x 28.5 mm, 71 g
- TH01: 1500 Lm, 126 m Leuchtweite, 4000 cd, Cree XHP50 LED, 18350 Akku, 64 x 33.6 mm, 52 g
- 5 Helligkeitsstufen + S.O.S Blinkmodus
- Mode-Memory
- Gehäuse komplett aus anodisiertem Alu
- strukturierter Reflektor
- interne USB-Aufladung, Ladestrom 0,5 A
- mechanischer Verpolungsschutz
- Tiefentladeschutz und Akkuwarnung
- zweifarbige Ladezustandsanzeige
- wasserdicht nach IPX-8 (2 m)
- stossfest 1,5 m
- Maße 64 x 33,6 x 28,5 mm

Lieferumfang:
- TH01 Kopflampe
- Stirn- mit Überkopfband
- 2x Lampenhalterung aus Gummi
- 1x 18350 Akku mit PCB, 1100mAH Kapazität
- Micro-USB-Ladekabel
- 2 Ersatz-Dichtungsringe
- 1 Ersatzdichtung für USB-Ladeport
- mehrsprachige Bedienungsanleitung

Das Kopfband kennen wir bereits von anderen Thrunite-Kopflampen. Die Lampe sitzt sehr stramm in dem Gummi und lässt sich nur mit Kraft verdrehen. Insofern ist es gut, dass noch eine Ersatz-Gummihalterung beiliegt.


Hier noch mal ohne Animation zum Anklicken, wer die Einzelperspektiven in Ruhe anschauen möchte:










Die XHP50 LED sitzt perfekt zentriert im strukturierten Reflektor. Die Struktur soll helfen, kleinere Unregelmäßigkeiten im Lichtkegel auszugleichen.
Dennoch reicht dies leider nicht dazu, unterschiedliche Lichtfarben im Lichtkegel (tint shift) zu verhindern, dazu später mehr. Ansonsten finde ich die Verarbeitungsqualität o.k. wenn auch nicht auf dem Niveau der "Premium-"Hersteller. Der Bezelring ließ sich nicht ohne Gewalt aufdrehen, ich habe daher weitere Versuche der Demontage unterlassen. Mich hätte der Versuch gereizt, die Lampe ohne Reflektor auszuprobieren.

LED auf niedrigster Stufe (Moonlight)

Nur eine Seite der Lampe lässt sich abschrauben. Vor dem ersten Gebrauch muss die Transportsicherung vom Akku (isolierendes Plastestück) entfernt werden. Gewinde und Dichtring sind trocken, das sollte man nachfetten. Die abgeschraubte Tailcap hat ein griffiges Knurling und eine vergoldete Kontaktfeder.

Der 18350er Akku hat reichlich Platz. Ich habe andere (auch ungeschützte) Akkus testen wollen, aber das machte die Lampe nicht mit. Sie ging nach einem kurzen Blitz aus. Vielleicht braucht die TH01 den Innenwiderstand des Thrunite-Akkus?

Der hochstromfähige 18350er Akku ist im Lieferumfang enthalten. Seine 1100mAh reichen nur für kürzere Leuchtzeiten. Der Pluspol ist nur leicht erhöht.

Blick ins Rohr aus verschiedenen Perspektiven. Zu sehen ist ein mechanischer Verpolungsschutz, der einen leicht erhöhten Pluspol am Akku notwendig macht.


Auf der gegenüberliegenden Seite der Tailcap liegt der Schalter, genau gesagt ein elektronischer Taster, und die USB-Ladebuchse. Sie ist mit einem Gummistopfen wasserdicht verschlossen.

Als Ladebuchse ist ein älterer Micro-USB-Typ verbaut.

Bedienung / User Interface
von aus:
kurzer Druck = ein
langer Druck = Moonlight
Doppelklick = Turbo
Tripleklick = S.O.S.
wenn an:
kurzer Druck = aus
gedrückt halten = Wechsel low - mid - high
Doppelklick = Turbo
Tripleklick = S.O.S.
Das UI ist simpel und bewährt. Die festen Leuchtstufen finde ich persönlich besser als das stufenlose Ramping der bauähnlichen TH20. Ich denke auch, 5 Leuchtstufen müssen genug sein, da braucht es kein stufenloses Ramping. Der S-O-S-Mode ist versteckt und stört nicht in der Schaltreihenfolge. Die TH01 hat Memory, d.h. sie startet in der zuletzt verwendeten Leuchtstufe (gilt nur für low, mid, high). Die Haptik des Tasters ist prima und gibt ein gutes Feedback. Zudem steht er weit genug über, so dass man ihn sofort ertasten kann.
Zum Laden stöpselt man das mitgelieferte Micro-USB-Kabel in die Lampe und in eine geeignete Energiequelle wie PC oder Powerbank.
Der Gummi des Schalters ist hinterleuchtet und informiert über den Ladeprozess.

Darüber hinaus zeigt die LED auch während des Leuchtens an, ob der Akku nachgeladen werden muss:
Akku bei 100 - 21 % (4,2 - 3 V)
Akku bei 20 - 11 % (3 - 2,8 V)
Akku 10 - 1 % (< 2,8 V)Eigene Messungen
(mit Hobbyequipment, daher ohne Gewähr)
Lichtleistung: 1280 / 460 Lumen (ceilingbounce)
Luxwert: 4.375 max.
Stromverbrauch: 4,5 / 1 / 0,35 / 0,25 A (Turbo/High/Mid/Low)
PWM: nicht messbar, die TH01 leuchtet flimmerfrei
Ladeschluss-Spannung: 4,19 V
Endabschaltung bei ca. 2,6-2,8 V
Oberflächentemperatur: 45 Grad max.
Den Laufzeittest habe ich diesmal nicht mit voller Lüfterstufe gemacht, das wäre bei einer Kopflampe nicht realistisch. Der Lüfter lief auf kleinster Stufe und stand weit weg, so dass nur ein ganz laues Lüftchen ankam.


Im Turbo gibt es nach 3-4 Minuten einen ersten Stepdown, weitere bei etwa 25', 30', 34' und nach knapp 40 Minuten herrscht Dunkelheit, d.h. die TH01 schaltet ab 2,8 V Akkuspannung komplett ab.
Auf High, der zweithöchsten Stufe, sehen wir ein ungewöhnliches Verhalten. Die Leistung steigt an. Dann macht sie einen Step herunter (quasi als Warnung) um dann 3 Minuten später bis Minute 80 komplett in die Knie zu gehen. Das Gezappele am Ende der Kurve ist die zusätzliche Akku-Leer-Warnung in Form eines dreimaligen Blinkens.
Leuchtstufen und Leuchtdauer (Herstellerangabe)
- Turbo 1500 Lm (5 Min.) + 430 Lm (80 Min.)
- High 450 Lm ( 180 Min.)
- Mid 85 Lm (6,5 Std.)
- Low 9 Lm (44 Std.)
- Firefly/Moonlight 0,6 Lm (20 Tage)
Leuchtergebnis
Das Leuchtbild ist frei von Ringen oder anderen Störungen. Die Abstrahlung ist allroundig bis breit, der Spot sorgt für etwas Reichweite. Leider ist die Farbverteilung im Lichtkegel nicht gleichmäßig. Der Spot ist gelblich mit einem Hauch Grün, der Spill direkt um den Spot ist eher bläulich/violett und ganz außen ist der Lichtkegel wieder neutralweiß. Dies gilt für die neutralweiße LED der Testlampe. Bei der kaltweißen dürfte es anders sein, aber ich befürchte auch dort einen tint shift. Mittlerweile regiere ich ziemlich empfindlich auf solche Farbverschiebungen, die mir eine Lampe komplett vermiesen können, egal wie gut ihre restlichen Eigenschaften sind. Meine Vermutung ist, dass der Reflektor nicht zur LED passt?

hier kann man den Tint-shift noch deutlicher sehen:

Kurzfazit
+ genug Power
+ interne Akkuladung über USB
+ guter Lieferumfang mit Akku
+ geregelte Lichtleistung
+ kein PWM
+ bewährtes UI
+ Akku-Ladezustands-Anzeige und Endabschaltung
- geringe Leuchtdauer wegen kleinem Akku
- ungleichmäßige Farbverteilung im Lichtkegel
Die Thrunite TH01 hat viel Potential, mehr positive Eigenschaften und nur wenige Nachteile. Sie ist die Leichteste unter den Thrunite-Kopflampen und daher auch für den Laufsport geeignet. Die Power ist gut, aber die unterschiedliche Lichtfarbe im Lichtkegel ist mir persönlich ein Dorn im Auge und nimmt mir den Spaß an der Lampe. Das Problem habe ich aber auch bei anderen Lampen. Den Preis von knapp 50€ würde ich noch als fair bezeichnen.
Wenn ihr die Lampe ausprobieren möchtet, bitte Bescheid geben, dann starten wir einen Passaround.
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