Dem Lampenmodell "Oclip" von Olight hatte ich bislang keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Diverse kleine Lampenmodelle gibt es ja auch von anderen Herstellern, wenn auch in seltensten Fällen mit einem so stabil integrierten Halteclip wie bei der Oclip, dem die Lampe auch ihren Namen verdankt.
Bedeutend interessanter finde ich jedoch die neue Oclip Pro, die der Olightstore für einen Test übersandt hat. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass die Oclip Pro (aus meiner Sicht) wegen der Summe ihrer Eigenschaften eine der derzeit attraktivsten Mini-EDC sein könnte. Die Lampe gibt es zum Zeitpunkt der Marktveröffentlichung im aktuellen Sale bei Olight mit 20% Rabatt für 38,36 € anstatt regulär 47,95 €.
Die Lampe kommt in einem für den Hersteller typischen Pappkarton mit einem (leider aus ökologischer Sicht ungünstigen) Plastik-Inlet. Ein Tipp: wenn man den Karton nicht oben sondern auf der Unterseite öffnet, kann die Verpackung unbeschädigt bleiben.
Im Lieferumfang: Oclip Pro Lampe, 25 cm Ladekabel und mehrsprachige Bedienungsanleitung
Hier zunächst eine Gegenüberstellung der Daten von Oclip und Oclip Pro:
Zusammengefasst kann man bei der Pro-Version festhalten:
größer, schwerer, höhere Lichtleistung und Leuchtweite, doppelte Akkukapazität, zusätzliches "Fernlicht"
zusätzliche Angaben zur Oclip Pro laut Hersteller
Einen prozentual nicht unwesentlichen Anteil der gesamten Gehäusegröße nimmt der (mit Torx) abschraubbare und in gleicher Farbe anodisierte Metallclip ein. Der Clip kann wie bei der Non-Pro bis zu 14 mm geöffnet werden. Er hat eine bemerkenswerte Materialstärke, eine kräftige Feder für sicheren Halt, eine beidseitige Gummierung (besserer Grip und Kratzervermeidung) sowie eine integrierte Lanyardöse mit üppigem Durchmesser (5 mm). In dem Bereich der Öse sind rückseitig zwei starke Neodymmagneten im Clip bündig eingelassen. Damit hält die Oclip sicher an Metallflächen (etwa bei einer Autopanne o.ä.). Ich hätte mir noch eine weitere dünne Gummierung an den beiden hervorstehenden Stellen auf der Außenseite des Clips gewünscht als Schutz vor Kratzern bei lackierten Metallflächen.
Die Lichteinheit umfasst je eine LED im eigenen Reflektor für Flut-, Spot- und Rotlicht, wobei dieser Teil der Lampe inklusive Bezelring gute 4 mm übersteht. Bei der Non-Pro kamen noch 4 rote LEDs zum Einsatz. Zu der Art der verwendeten LEDs macht Olight keine konkreten Angaben. Bei der Lampe gibt es außer bei der Befestigung des Clips keine Anzeichen, wie man das Gehäuse im Falle eines Defekts oder für einen Akkutausch aufbekommen könnte. Alles scheint verpresst oder/und verklebt zu sein.
An der Seite lassen sich über den Kombischalter alle Leuchtfunktionen bedienen. Ein/aus und Modi-Wechsel durch Drücken des Tasters, verstellen der Abstrahlung und Rotlicht durch Drehen des äußeren Ringes auf eine der drei Einstellungen. Im Zentrum des Schalters zeigt eine LED mit unterschiedlicher Farbe bei eingeschalteter Lampe dauerhaft den ungefähren Ladezustand an. Auch bei ausgeschalteter Lampe leuchtet die Indikator-LED für etwa 5 Sekunden, wenn man den Wahlring für die Leuchtcharakteristik dreht.
Auf der anderen Seite des Gehäuses finden wir die USB-C Buchse zum Aufladen des internen Akkus. Die Meinungen über fest verbaute Akkus gehen weit auseinander. Für manche ein No-Go, für andere die Ideallösung, es bleibt Ansichtssache. Ich bezweifle ohnehin, dass in der Lampe ein Standard-Rundakku verbaut ist und vermute eher eine quaderförmige Zelle. Bleibt allenfalls zu bemängeln, dass die Lampe mit Wechselakku sicherlich nachhaltiger wäre.
Besser als bei der Vorgängerlampe ist die USB-Abdeckung kein simpler Gummistopfen sondern ein gefedertes Metallstück. Trotzdem ist die Pro vor Strahlwasser geschützt, nicht aber vor Untertauchen im Wasser!. Die Klappe schließt bündig mit dem restlichen Gehäuse ab und lässt sich leicht mit dem Fingernagel oder der Fingerspitze öffnen. Gleichzeitig ist durch den Federmechanismus nahezu ausgeschlossen, dass die Klappe unabsichtlich geöffnet wird. Es lassen sich beliebige USB-C Kabel verwenden (auch USB-C zu USB-C), auch solche mit dicker Isolierung des Steckers.
Jede Pille bekommt ihren eigenen Trichter spendiert. Wer die LED-Typen an der Optik erkennt, bitte gerne Bescheid sagen. Ich kann nur bei der kleinen Spot-LED vermuten, dass es eine Luminus SFT-12 oder SFT-25 sein könnte?
Die Oclip Pro kann an einer 5V USB Energiequelle aufgeladen werden und zieht dabei max. 1A Strom. Während des Ladevorgangs leuchtet die Indikator-LED im Schalter rot, bei vollem Akku grün. Man kann die Lampe auch während des Ladens nutzen, allerdings nicht auf den hellsten Stufen.
Darüber hinaus eröffnet der Clip und die Lanyard-Öse noch andere Befestigungsmöglichkeiten.
Bedienung
Die Lampe wird über den seitlichen Kombischalter bedient. Mit dem äußeren Ring schaltet man zwischen Flood, Spot und Rotlicht.
in der Stellung Flood oder Spot:
1 C = an/aus (mit Memory, außer Turbo und Strobe)
1 H = wenn aus: Moonlight / wenn an: Ramping Low-Mid-High
2 C = Turbo
3 C = wenn aus: Strobe / wenn an: Beacon
in der Stellung Rotlicht:
1 C = an/aus (immer Low-Start)
2 C = High
1 H wenn aus = Low
1 H wenn an = Wechsel Low - Beacon (mittlere Stufe)
Einschaltsperre
Zum Aktivieren Schalter gedrückt halten bis Moonlight einschaltet und wieder erlischt, dann loslassen. Bei einfacher Betätigung des Schalters bei gesperrter Lampe leuchtet die Indikator LED rot auf. Zum Deaktivieren der Sperre Schalter gedrückt halten, bis Moonlight einschaltet.
Ladezustandsanzeige
Nach dem Einschalten oder bei ausgeschalteter Lampe durch Drehen des Selektorrings zeigt die Indikator-LED die restliche Akkukapazität an.
rot = unter 30 %
orange = 30 - 60 %
grün = 60 - 100 %
Aufladen
Das mitgelieferte USB-Kabel mit einer entsprechenden 5V-Energiequelle verbinden. Während des Ladevorgangs blinkt der Indikator rot, ab 95% grün.
Eigene Messungen
- PWM im Moonlight bei ~9.000 Hz (= für das Auge flimmerfrei)
- Strobe-Frequenz: 13 Hz
- Beacon-Frequenz: 0,3 Hz
Der DUV-Wert des Spots liegt erkennbar oberhalb der Schwarzkörperkurve, was sich in einem leicht grünlichen Tint äußern müsste. Spill und Flutlicht liegen ebenfalls darüber, jedoch zu einem geringeren Wert und sollten weniger Farbstichen zeigen. Die Messungen wurden in der Stufe High gemacht.
Laufzeitdiagramme kann ich mangels (verlegtem) Datenlogger momentan leider nicht bieten. Man kann jedoch aufgrund der geringen Akkukapazität von 580mAh jedoch ableiten, dass die Maximalleistung allenfalls sehr kurz zur Verfügung stehen kann, denn über den Daumen gepeilt sollte die Lampe dafür geschätzt 1,3 Ampere aus dem Akkulein ziehen. Sollte die Lampe voll geregelt sein, muss daher ein früher Stepdown nach vielleicht 30-60 Sekunden kommen, bei einer ungeregelten Lampe entsprechend ein allmählicher Abfall entsprechend der Akku-Entladung.
Leuchtergebnis
weißes Flutlicht
Ich habe zwar die Vorgängerversion nie in den Fingern gehabt, vermute aber nach einer Recherche im Netz, dass die alte Version einen deutlicheren Grünstich als die Pro-Version zeigt. Eigentlich stört mich bei der Pro kein Grünstich, obwohl die Lichtfarbe gern auch mehr ins Rötliche/Wärmere gehen dürfte. Über den gesamten Lichtkegel ist die Lichtfarbe einheitlich, nur am äußeren Rand ist ein gelblicher Saum auf einer weißen Wand und bei kurzer Leuchtdistanz erkennbar.
weißes Spotlicht
Der Spill ist sehr breit und gleichmäßig bei akzeptabler kaltweißer Lichtfarbe. Der Spot ist für den kleinen Reflektordurchmesser von nur 9 mm erstaunlich fokussiert und ermöglicht eine für die Lampengröße gute Leuchtweite. Die Farbe des Spots ist in den niedrigen Leuchtstufen leicht (aber noch erträglich) grünlich. Der Spill ist im unteren Bereich wegen des Bezelrings ein Stück abgeschnitten.
rotes Flutlicht
In der niedrigen Stufe reicht die Leistung für kurze Distanz unter 3-5 Metern oder um etwa blendfrei Dokumente lesen oder als Nachtlicht fungieren zu können. Das Blinklicht arbeitet übrigens auf mittlerer Leistungsstufe, auch wenn das nicht in der BDA erwähnt ist. Das finde ich auch sinnvoll, denn auf Low wäre der Signaleffekt der Blinkstufe (z.B. als Not-Rücklicht) vermutlich zu schwach. Die helle Stufe reicht zum Ausleuchten des Nahbereichs in den meisten Situationen. Wie auch beim weißen Flutlicht ist der Rand des Lichtkegels etwas quadratisch, was aber eher von nahem an der weißen Wand als draußen im Freien auffällt.
Der Lichtkegel des Spotlichts ist auf der Unterseite "abgeschnitten", sieht man aber nur aus direkter Nähe auf der Wand, draußen nicht.
Fazit
positiv
+ hervorragende Verarbeitungsqualität und Haptik
+ Umschaltmöglichkeit Flut-/Spot-/Rotlicht
+ sehr geringe Größe
+ einfache Bedienung
+ stabiler Trageclip
+ haftet magnetisch an Metallflächen
verbesserungswürdig
- kein Wechselakku
- minimal grünlicher Tint
Der knuffige und hochwertige Leuchtzwerg gefällt mir tatsächlich sehr. Bis auf eine noch neutralere Lichtfarbe mit einem DUV noch näher an der oder unter der Schwarzkörperkurve wüsste ich kaum etwas zu bemängeln. Der Knaller wäre vielleicht noch gewesen, wenn man mit einem leicht abgeänderten UI noch einen "Superturbo" vorsehen könnte, bei dem Flood- und Spot-LED gemeinsam auf höchster Stufe leuchten - und seien es nur 10 Sekunden. Prima ist die solide abgedeckte USB-C Buchse, die den Olight-üblichen Magnetlader obsolet und die Lampe kompatibler macht. Und wenn man das Haar in der Suppe sucht: ja, Wechselakku wäre auch gut, sei's drum.
Bedeutend interessanter finde ich jedoch die neue Oclip Pro, die der Olightstore für einen Test übersandt hat. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass die Oclip Pro (aus meiner Sicht) wegen der Summe ihrer Eigenschaften eine der derzeit attraktivsten Mini-EDC sein könnte. Die Lampe gibt es zum Zeitpunkt der Marktveröffentlichung im aktuellen Sale bei Olight mit 20% Rabatt für 38,36 € anstatt regulär 47,95 €.
Die Lampe kommt in einem für den Hersteller typischen Pappkarton mit einem (leider aus ökologischer Sicht ungünstigen) Plastik-Inlet. Ein Tipp: wenn man den Karton nicht oben sondern auf der Unterseite öffnet, kann die Verpackung unbeschädigt bleiben.
Im Lieferumfang: Oclip Pro Lampe, 25 cm Ladekabel und mehrsprachige Bedienungsanleitung
Hier zunächst eine Gegenüberstellung der Daten von Oclip und Oclip Pro:
. | Oclip | Oclip Pro |
|---|---|---|
| Maße inkl. Clip und Seitenschalter (L*B*T) | 48,5 * 22 * 20 mm | 57 * 26,5 * 25 mm |
| Gewicht | 28 g | 53 g |
| Leuchtcharakteristik | 1 LED Flutlicht + 4 LEDs Rotlicht | je 1 LED für Flutlicht + Spotlicht + Rotlicht |
| Leuchtstufen weißes Flutlicht | 300 - 100 - 10 - 1,5 lm | 500 - 300 - 100 - 10 - 1 lm |
| Leuchtstufen weißes Spotlicht | --- | 380 - 240 - 85 - 9 - 1 lm |
| Leuchtstufen rotes Licht | 4 lm | 4 - 40 lm |
| Optik | TIR-Linse | 2* OP-Reflektor + 1* SMO-Reflektor |
| max. Leuchtweite | 70 m (1.300 cd) | 120 m (3.600 cd) |
| max. Leuchtdauer (Moonlight) | 30 Std. | 6 Tage |
| Akku-Kapazität | 280 mAh | 580 mAh |
| IP-Schutzart | IPX5 (Strahlwasser) | IPX6 (starkes Strahlwasser) |
Zusammengefasst kann man bei der Pro-Version festhalten:
größer, schwerer, höhere Lichtleistung und Leuchtweite, doppelte Akkukapazität, zusätzliches "Fernlicht"
zusätzliche Angaben zur Oclip Pro laut Hersteller
- anodisiertes Alugehäuse mit magnetischer Klemmspange (Clip), Lanyardöse, vergütetem Frontglas
- fest verbauter Li-Io Akku
- interne Aufladung per USB-C 5V/1A
- Bedienung über Kombi-Schalter (Metall)
- Flutlicht 5700-6500K Cri70, Spotlicht 5700-7000K Cri 70 + Rotlicht/Warnlicht
- IPX6: geschützt vor Staub und starkem Strahlwasser
- übersteht Stürze bis 1,5 m Höhe
- UVP 47,95 €
Einen prozentual nicht unwesentlichen Anteil der gesamten Gehäusegröße nimmt der (mit Torx) abschraubbare und in gleicher Farbe anodisierte Metallclip ein. Der Clip kann wie bei der Non-Pro bis zu 14 mm geöffnet werden. Er hat eine bemerkenswerte Materialstärke, eine kräftige Feder für sicheren Halt, eine beidseitige Gummierung (besserer Grip und Kratzervermeidung) sowie eine integrierte Lanyardöse mit üppigem Durchmesser (5 mm). In dem Bereich der Öse sind rückseitig zwei starke Neodymmagneten im Clip bündig eingelassen. Damit hält die Oclip sicher an Metallflächen (etwa bei einer Autopanne o.ä.). Ich hätte mir noch eine weitere dünne Gummierung an den beiden hervorstehenden Stellen auf der Außenseite des Clips gewünscht als Schutz vor Kratzern bei lackierten Metallflächen.
Die Lichteinheit umfasst je eine LED im eigenen Reflektor für Flut-, Spot- und Rotlicht, wobei dieser Teil der Lampe inklusive Bezelring gute 4 mm übersteht. Bei der Non-Pro kamen noch 4 rote LEDs zum Einsatz. Zu der Art der verwendeten LEDs macht Olight keine konkreten Angaben. Bei der Lampe gibt es außer bei der Befestigung des Clips keine Anzeichen, wie man das Gehäuse im Falle eines Defekts oder für einen Akkutausch aufbekommen könnte. Alles scheint verpresst oder/und verklebt zu sein.
Auf der anderen Seite des Gehäuses finden wir die USB-C Buchse zum Aufladen des internen Akkus. Die Meinungen über fest verbaute Akkus gehen weit auseinander. Für manche ein No-Go, für andere die Ideallösung, es bleibt Ansichtssache. Ich bezweifle ohnehin, dass in der Lampe ein Standard-Rundakku verbaut ist und vermute eher eine quaderförmige Zelle. Bleibt allenfalls zu bemängeln, dass die Lampe mit Wechselakku sicherlich nachhaltiger wäre.
Bedienung
Die Lampe wird über den seitlichen Kombischalter bedient. Mit dem äußeren Ring schaltet man zwischen Flood, Spot und Rotlicht.
in der Stellung Flood oder Spot:
1 C = an/aus (mit Memory, außer Turbo und Strobe)
1 H = wenn aus: Moonlight / wenn an: Ramping Low-Mid-High
2 C = Turbo
3 C = wenn aus: Strobe / wenn an: Beacon
in der Stellung Rotlicht:
1 C = an/aus (immer Low-Start)
2 C = High
1 H wenn aus = Low
1 H wenn an = Wechsel Low - Beacon (mittlere Stufe)
Einschaltsperre
Zum Aktivieren Schalter gedrückt halten bis Moonlight einschaltet und wieder erlischt, dann loslassen. Bei einfacher Betätigung des Schalters bei gesperrter Lampe leuchtet die Indikator LED rot auf. Zum Deaktivieren der Sperre Schalter gedrückt halten, bis Moonlight einschaltet.
Ladezustandsanzeige
Nach dem Einschalten oder bei ausgeschalteter Lampe durch Drehen des Selektorrings zeigt die Indikator-LED die restliche Akkukapazität an.
rot = unter 30 %
orange = 30 - 60 %
grün = 60 - 100 %
Aufladen
Das mitgelieferte USB-Kabel mit einer entsprechenden 5V-Energiequelle verbinden. Während des Ladevorgangs blinkt der Indikator rot, ab 95% grün.
Eigene Messungen
Ich bin Laie mit Hobbyequipment, alle Messungen stellen nur Näherungswerte dar ohne Gewähr oder Anspruch auf Einhaltung irgendwelcher Messnormen.
Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.

Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.
- Lumenmessungen: Ceiling Bounce, mögliche Abweichung bei Flutern i.d.R. bis zu +/- 5-10%
- Luxmessungen: Messdistanz 5 m mit entsprechender Umrechung auf 1 m
- Laufzeitmessungen: mit Ventilatorkühlung
- Strommessungen: Kleinströme mit DMM, höhere Ströme mit Zangenampèremeter
- Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex und PWM mit Opple Lightmaster Pro

- Strobe-Frequenz: 13 Hz
- Beacon-Frequenz: 0,3 Hz
| Leistungsmessung | Moon | Low | Mid | High | Turbo |
|---|---|---|---|---|---|
| Flutlicht Lumen | <1 | 8 | 88 | 270 | 475 lm |
| Flutlicht Lux | 1 | 11 | 114 | 352 | 588 cd |
| Spotlicht Lumen | <1 | 8 | 86 | 260 | 440 lm |
| Spotlicht Lux | 11 | 91 | 898 | 2.750 | 4.600 cd |
Der DUV-Wert des Spots liegt erkennbar oberhalb der Schwarzkörperkurve, was sich in einem leicht grünlichen Tint äußern müsste. Spill und Flutlicht liegen ebenfalls darüber, jedoch zu einem geringeren Wert und sollten weniger Farbstichen zeigen. Die Messungen wurden in der Stufe High gemacht.
DUV Flood = 0,0048 / DUV Spot = 0,0114 / DUV Spill = 0,0053
Laufzeitdiagramme kann ich mangels (verlegtem) Datenlogger momentan leider nicht bieten. Man kann jedoch aufgrund der geringen Akkukapazität von 580mAh jedoch ableiten, dass die Maximalleistung allenfalls sehr kurz zur Verfügung stehen kann, denn über den Daumen gepeilt sollte die Lampe dafür geschätzt 1,3 Ampere aus dem Akkulein ziehen. Sollte die Lampe voll geregelt sein, muss daher ein früher Stepdown nach vielleicht 30-60 Sekunden kommen, bei einer ungeregelten Lampe entsprechend ein allmählicher Abfall entsprechend der Akku-Entladung.
Leuchtergebnis
Ich habe zwar die Vorgängerversion nie in den Fingern gehabt, vermute aber nach einer Recherche im Netz, dass die alte Version einen deutlicheren Grünstich als die Pro-Version zeigt. Eigentlich stört mich bei der Pro kein Grünstich, obwohl die Lichtfarbe gern auch mehr ins Rötliche/Wärmere gehen dürfte. Über den gesamten Lichtkegel ist die Lichtfarbe einheitlich, nur am äußeren Rand ist ein gelblicher Saum auf einer weißen Wand und bei kurzer Leuchtdistanz erkennbar.
weißes Spotlicht
Der Spill ist sehr breit und gleichmäßig bei akzeptabler kaltweißer Lichtfarbe. Der Spot ist für den kleinen Reflektordurchmesser von nur 9 mm erstaunlich fokussiert und ermöglicht eine für die Lampengröße gute Leuchtweite. Die Farbe des Spots ist in den niedrigen Leuchtstufen leicht (aber noch erträglich) grünlich. Der Spill ist im unteren Bereich wegen des Bezelrings ein Stück abgeschnitten.
rotes Flutlicht
In der niedrigen Stufe reicht die Leistung für kurze Distanz unter 3-5 Metern oder um etwa blendfrei Dokumente lesen oder als Nachtlicht fungieren zu können. Das Blinklicht arbeitet übrigens auf mittlerer Leistungsstufe, auch wenn das nicht in der BDA erwähnt ist. Das finde ich auch sinnvoll, denn auf Low wäre der Signaleffekt der Blinkstufe (z.B. als Not-Rücklicht) vermutlich zu schwach. Die helle Stufe reicht zum Ausleuchten des Nahbereichs in den meisten Situationen. Wie auch beim weißen Flutlicht ist der Rand des Lichtkegels etwas quadratisch, was aber eher von nahem an der weißen Wand als draußen im Freien auffällt.
Fazit
positiv
+ hervorragende Verarbeitungsqualität und Haptik
+ Umschaltmöglichkeit Flut-/Spot-/Rotlicht
+ sehr geringe Größe
+ einfache Bedienung
+ stabiler Trageclip
+ haftet magnetisch an Metallflächen
verbesserungswürdig
- kein Wechselakku
- minimal grünlicher Tint
Der knuffige und hochwertige Leuchtzwerg gefällt mir tatsächlich sehr. Bis auf eine noch neutralere Lichtfarbe mit einem DUV noch näher an der oder unter der Schwarzkörperkurve wüsste ich kaum etwas zu bemängeln. Der Knaller wäre vielleicht noch gewesen, wenn man mit einem leicht abgeänderten UI noch einen "Superturbo" vorsehen könnte, bei dem Flood- und Spot-LED gemeinsam auf höchster Stufe leuchten - und seien es nur 10 Sekunden. Prima ist die solide abgedeckte USB-C Buchse, die den Olight-üblichen Magnetlader obsolet und die Lampe kompatibler macht. Und wenn man das Haar in der Suppe sucht: ja, Wechselakku wäre auch gut, sei's drum.


Du hast Recht! Sorry, ich hatte Tomaten auf den Augen. Der namensgebende Clip ist hat hier schon sehr speziell. Manchmal muss man auf seien ersten Eindruck vertrauen.








