Nitecore hat kostenfrei die MH12SE zur Verfügung gestellt. Die MH12S durfte ich bereits in einem anderen Test kennenlernen. Diese ist aus meiner Sicht eine ganz hervorragende Lampe in Form einer dicken Zigarre mit einem weiten Einsatzbereich. Selbst für den professionellen Bereich (BOS) sollte sie sich sehr gut eignen.
Die MH12SE ist nun kein komplett anderes Modell sondern eher eine alternative Version der MH12. Der Unterschied liegt in einer dezenten Gehäuseüberarbeitung sowie in einer anderen LED-Bestückung.
Der VK-Preis in Deutschland liegt bei stolzen ~125€, Bezugsquelle z. B. hier.

Daten und Eigenschaften:
- Emitter: Luminus SFT40-W (MH12S: SST40)
- max. Lichtstrom 1800 Lumen
- Leuchtweite 405 m (MH12S: 294 m)
- Bedienung über Heckschalter, Auswahl der Leuchtstufen über Seitenschalter
- 2 Benutzer-Modi (Taktisch / Alltag=Standardeinstellung)
- 5 Leuchtstufen + 3 versteckte Blinkmodi (Strobe, Beacon, S.O.S), morsefähig, Memory für alle Modi
- temperaturgesteuerte Helligkeitsregelung
- intern per USB-Kabel aufladbar
- zehntelgenaue Spannungsanzeige
- Energieversorgung 1x 21700* >8A / 1x 18650 >8A / 2x CR123A / 2x RCR123 (16340) (*= empfohlen)
- elektronischer Verpolungsschutz
- Tailstand: nein
- Größe: 140 * 25,5-29,6 mm (L * D)
- Gewicht: 158 g (inkl. Akku + Clip)
Leuchtstufen und -dauer:

Lieferumfang:
- Nitecore MH12SE Taschenlampe
- NL2150 hochstromfähiger 21700 Li-Io-Akku mit Schutzschaltung, 5000 mAh
- NTH10 taktisches Gürtelholster
- Reduzierhülse für 18650/CR123/16340
- USB-Ladekabel
- Trageclip, Fangschnur
- Ersatzdichtung
- mehrsprachige Bedienungsanleitung

Die Testlampe steht der vormals getesteten MH12S in Bezug auf deren sehr guter Verarbeitungsqualität in keiner Hinsicht nach. Am ehesten fällt auf, dass es bei der MH12SE weniger feines Gitter-Knurling gibt und die Tailcap etwas anders aussieht.


Den mitgelieferten Trageclip zu montieren, macht durchaus Sinn. Er stört im Handling kaum und hat Vorteile:
- Wegrollbremse: nach meinem Eindruck rollt die MH12SE noch leichter ohne Clip weg als die MH12S
- bei entsprechender Ausrichtung ist der Seitenschalter leicht zu finden

Die Luminus SFT40-LED hat keinen Dome und vermeidet so einen Tintshift. Sie ist exakt im glatten Alu-Reflektor zentriert.

Die Abdeckung für die USB-Ladebuchse


Selbst mit dicken Handschuhen ist der weit hervorstehende und knackig zu betätigende Klickschalter (forward clicky) optimal erreichbar und auffindbar. Aus meiner Sicht ein Vorteil gegenüber vielen aktuell beliebten Lampen mit flachem versenktem Seitenschalter.
Nachteil: ein Tailstand ist dadurch natürlich nicht möglich. Hier muss der Käufer entscheiden, was ihm wichtiger ist.


Federkontakte sowohl in der Tailcap als auch im Lampengehäuse stellen sicher, dass auch bei Erschütterungen die Lampe keine Aussetzer hat. Ein mechanischer Verpolungsschutz ist nicht vorhanden und nicht nötig, da elektronisch umgesetzt.


Derzeit die wohl potenteste Energieversorgung bei schmalen und kompakten Taschenlampen: 21700er Li-Io mit PCB und großer Kapazität für lange Leuchtdauer und hohe Ströme. Es ist der gleiche Akku wie bei der MH12S. Abmessungen circa 75,5 * 21,5 mm bei 72 g.

Variabel: mit dem beiliegenden Adapter können auch 18650er, 16340 und sogar CR123 Li-Batterien verwendet werden. Die optimale Stromversorgung ist allerdings ein 21700 mit mindestens 8A Stromlieferfähigkeit. Eine Aufladung von CR123-Batterien ist nicht zulässig!

So sieht ein 18650er in der Lampe aus:

Für professionellen Einsatz: das mitgelieferte "taktische" NTH10-Holster für den Gürtel bzw. Gurt oder das Molle-System


Änderungen bei der MH12SE:
kleinere LED ohne Dome und weiter hervorstehender Seitenschalter


Größenvergleich zu anderen Lampen mit SFT40 (außer MH12S):


Bedienung:
Zum Aufladen des Akkus den dichtenden Gummistöpsel anheben und ein handelsübliches (oder das mitgelieferte) USB-C-Kabel mit der Lampe und einer geeigneten Stromquelle verbinden. Es können auch PD-Netzteile (z.B. von schnellladefähigen Handys) verwendet werden.
Beim Aufladen blinkt die Indikator-LED im Seitenschalter, bei vollem Akku leuchtet sie dauerhaft.
Während des Ladevorgangs kann man nicht leuchten.
User Interface
Tailcap-Clicky: ein und aus. Ganz durchdrücken für Dauerlicht oder halb drücken für Momentlicht.
Seitenschalter: Auswahl der Helligkeits- und Blinkstufen
- kurz drücken = Sprung zur nächsten Leuchtstufe
- gedrückt halten = Wechsel in Blinkmodi, beim gewünschten Modus loslassen
Die MH12SE bietet 2 Betriebsmodi (Alltagsmodus und taktischen Modus):
Alltagsmodus (Werkseinstellung)
Akku-Ladezustandsanzeige:
Vor dem Einschalten mit dem Heckschalter den Seitenschalter gedrückt halten und nach dem Einschalten loslassen. Die Indikator-LED blinkt in 2 Abfolgen. Die erste zeigt ganzzahlige Volt an, die zweite Zehntelvolt.
Beispiel: erst 3x blinken gefolgt von 5x blinken = 3,5 V Restspannung
Nach dem Ladezustandshinweis schaltet die Lampe ein.
Akkuwarnung:
Bei weniger als 3,2 V Restspannung blinkt die Indikator-LED alle 2 Sekunden. Wenn die LED sehr schnell blinkt, liegt die Spannung unter 3 V.
Bei ca. 2,7-2,8 V schaltet die Lampe ganz ab. Man muss keine Angst haben, plötzlich im Dunkeln zu stehen. Rechtzeitig vor der Abschaltung regelt die Lampe die Leistung bis auf Moonlight herunter (siehe Laufzeittest). Spätestens dann ist es höchste Zeit nachzuladen.
Die Bedienungsanleitung komplett als pdf-Download:
https://flashlight.nitecore.com/Uploads/FLASHLIGHTS/download/mh12se.pdf
Handhabung / Haptik:
Den Tailcapschalter finde ich noch einen Hauch besser gelungen als bei der MH12S, allerdings könnte das auch an einer Serienstreuung liegen. Das Druckgefühl ist straff, Morsen/kurzes Signalisieren geht problemlos. Zum Einrasten für Dauerlicht muss etwas mehr Kraft aufgewendet werden. Ein mechanischer Lockout ist durch Lösen der Tailcap möglich.
Gut:
Der Seitenschalter steht nun weiter hervor als bei der MH12S, dadurch kann man den Schalter im Dunkeln besser ertasten und die Bedienung fällt leichter.
Eigene Messungen
Reichweitenvergleich (Luxmessung) zu anderen Lampen mit SFT40
Ladestrom: max. 2 A
Ladeschluss-Spannung: 4,2 V
Stromverbrauch 5,5 A mit Nitecore-21700 (MH12S: 6,5 A)
PWM: nicht sichtbar (>30 kHz mit geringer Amplitude im Moonlight-Modus)


Laufzeittest auf hellster Stufe (Turbo) mit Ventilatorkühlung. Der Akku hatte nach Testende knapp unter 3V Restspannung. Erst nach etwa einer Stunde reicht die Akkuspannung für die volle Leistung nicht mehr aus und die Lampe macht mehrere Stepdowns.

Laufzeittest auf zweithellster Stufe (High), der Akku hatte nach Testende etwa 3,0 V. Etwa 110 Minuten hält die MH12SE die Helligkeit konstant, dann noch einmal eine Dreiviertelstunde auf einem Drittel der Anfangshelligkeit. In dieser Phase sollte der Akku nachgeladen werden, bevor die Lampe einen weiteren Stepdown macht, der nur noch ein Moonlight übrig lässt. Insgesamt eine sehr gute Leistungsregelung.

Leuchtergebnis:
Vergleich MH12S zu MH12SE



animierte Beamshots



Fazit (subjektive Testermeinung):
Nicht perfekt, aber ziemlich nahe dran. Beim UI ist noch Luft nach oben, eine Programmierfähigkeit wie bei Andruil wäre der Traum. Zwischen MH12S und MH12SE gibt es nennenswerte Unterschiede hauptsächlich in der Leuchtweite und der Lichtfarbe. Welche Lampe man favorisiert, dürfte eine Frage des persönlichen Geschmacks sein. Etwas wärmeres Licht mit einer breiteren Ausleuchtung hat die MH12S, deren maximale Helligkeit auch geringfügig größer ist. Das hatte mich zunächst gewundert, erklärte sich dann aber beim Messen des Stroms auf Turbo. Die MH12SE zieht ein ganzes Ampère weniger aus dem gleichen Akku und liegt damit geschätzt 320 Lumen hinter der MH12S, die die Herstellerangaben um diesen Wert übertrifft. 1 Ampère weniger Strom bedeutet geringere Hitze und längere Leuchtdauer für die SE. Diese hat fast den doppelten Luxwert (damit ca. 100 m höhere Leuchtweite) sowie die gleichmäßigere Lichtfarbe. Vor allem ist bei ihr anders als bei der Schwester quasi kaum Tintshift vorhanden. Der nun etwas hervorstehende Seitenschalter ist besser zu finden als bei der MH12S. Insgesamt gehören die MH12S und -SE derzeit zu Taschenlampen mit dem zuverlässigsten und professionellsten Gesamteindruck, die ich momentan ausprobieren durfte. Der hohe VK-Preis ist allerdings ein Wermutstropfen.
Pro
+ gute Verarbeitungsqualität und professionelle Haptik
+ gute Lichtleistung und Leuchtweite
+ gute Konstantregelung
+ flimmerfreies Licht
+ interne Auflademöglichkeit über USB-C
+ flexible Energieversorgung, kein Spezialakku nötig
+ Ladezustandsanzeige und Akkuwarnung
+ Blinkmodi versteckt
+ 21700 im Lieferumfang
+ Moonlightmodus
Contra
- im Alltagsmodus kein Sofortzugriff auf niedrigste oder höchste Leuchtstufe (nur über Memory)
- hoher Preis
Neutral
o nur mit Clip wegrollgeschützt
Verbesserungsvorschläge:
- LED-Indikator im Seitenschalter bei eingeschalteter Lampe dauerhaft an
- Low-Start nach der Akkuanzeige (Seitenschalter gedrückt halten + Tailcapschalter betätigen)
Die MH12SE ist nun kein komplett anderes Modell sondern eher eine alternative Version der MH12. Der Unterschied liegt in einer dezenten Gehäuseüberarbeitung sowie in einer anderen LED-Bestückung.
Der VK-Preis in Deutschland liegt bei stolzen ~125€, Bezugsquelle z. B. hier.

Daten und Eigenschaften:
- Emitter: Luminus SFT40-W (MH12S: SST40)
- max. Lichtstrom 1800 Lumen
- Leuchtweite 405 m (MH12S: 294 m)
- Bedienung über Heckschalter, Auswahl der Leuchtstufen über Seitenschalter
- 2 Benutzer-Modi (Taktisch / Alltag=Standardeinstellung)
- 5 Leuchtstufen + 3 versteckte Blinkmodi (Strobe, Beacon, S.O.S), morsefähig, Memory für alle Modi
- temperaturgesteuerte Helligkeitsregelung
- intern per USB-Kabel aufladbar
- zehntelgenaue Spannungsanzeige
- Energieversorgung 1x 21700* >8A / 1x 18650 >8A / 2x CR123A / 2x RCR123 (16340) (*= empfohlen)
- elektronischer Verpolungsschutz
- Tailstand: nein
- Größe: 140 * 25,5-29,6 mm (L * D)
- Gewicht: 158 g (inkl. Akku + Clip)
Leuchtstufen und -dauer:

Lieferumfang:
- Nitecore MH12SE Taschenlampe
- NL2150 hochstromfähiger 21700 Li-Io-Akku mit Schutzschaltung, 5000 mAh
- NTH10 taktisches Gürtelholster
- Reduzierhülse für 18650/CR123/16340
- USB-Ladekabel
- Trageclip, Fangschnur
- Ersatzdichtung
- mehrsprachige Bedienungsanleitung

Die Testlampe steht der vormals getesteten MH12S in Bezug auf deren sehr guter Verarbeitungsqualität in keiner Hinsicht nach. Am ehesten fällt auf, dass es bei der MH12SE weniger feines Gitter-Knurling gibt und die Tailcap etwas anders aussieht.


Den mitgelieferten Trageclip zu montieren, macht durchaus Sinn. Er stört im Handling kaum und hat Vorteile:
- Wegrollbremse: nach meinem Eindruck rollt die MH12SE noch leichter ohne Clip weg als die MH12S
- bei entsprechender Ausrichtung ist der Seitenschalter leicht zu finden

Die Luminus SFT40-LED hat keinen Dome und vermeidet so einen Tintshift. Sie ist exakt im glatten Alu-Reflektor zentriert.

Die Abdeckung für die USB-Ladebuchse


Selbst mit dicken Handschuhen ist der weit hervorstehende und knackig zu betätigende Klickschalter (forward clicky) optimal erreichbar und auffindbar. Aus meiner Sicht ein Vorteil gegenüber vielen aktuell beliebten Lampen mit flachem versenktem Seitenschalter.
Nachteil: ein Tailstand ist dadurch natürlich nicht möglich. Hier muss der Käufer entscheiden, was ihm wichtiger ist.


Federkontakte sowohl in der Tailcap als auch im Lampengehäuse stellen sicher, dass auch bei Erschütterungen die Lampe keine Aussetzer hat. Ein mechanischer Verpolungsschutz ist nicht vorhanden und nicht nötig, da elektronisch umgesetzt.


Derzeit die wohl potenteste Energieversorgung bei schmalen und kompakten Taschenlampen: 21700er Li-Io mit PCB und großer Kapazität für lange Leuchtdauer und hohe Ströme. Es ist der gleiche Akku wie bei der MH12S. Abmessungen circa 75,5 * 21,5 mm bei 72 g.

Variabel: mit dem beiliegenden Adapter können auch 18650er, 16340 und sogar CR123 Li-Batterien verwendet werden. Die optimale Stromversorgung ist allerdings ein 21700 mit mindestens 8A Stromlieferfähigkeit. Eine Aufladung von CR123-Batterien ist nicht zulässig!

So sieht ein 18650er in der Lampe aus:

Für professionellen Einsatz: das mitgelieferte "taktische" NTH10-Holster für den Gürtel bzw. Gurt oder das Molle-System


Änderungen bei der MH12SE:
kleinere LED ohne Dome und weiter hervorstehender Seitenschalter


Größenvergleich zu anderen Lampen mit SFT40 (außer MH12S):


Bedienung:
Zum Aufladen des Akkus den dichtenden Gummistöpsel anheben und ein handelsübliches (oder das mitgelieferte) USB-C-Kabel mit der Lampe und einer geeigneten Stromquelle verbinden. Es können auch PD-Netzteile (z.B. von schnellladefähigen Handys) verwendet werden.
Beim Aufladen blinkt die Indikator-LED im Seitenschalter, bei vollem Akku leuchtet sie dauerhaft.
Während des Ladevorgangs kann man nicht leuchten.
User Interface
Tailcap-Clicky: ein und aus. Ganz durchdrücken für Dauerlicht oder halb drücken für Momentlicht.
Seitenschalter: Auswahl der Helligkeits- und Blinkstufen
- kurz drücken = Sprung zur nächsten Leuchtstufe
- gedrückt halten = Wechsel in Blinkmodi, beim gewünschten Modus loslassen
Die MH12SE bietet 2 Betriebsmodi (Alltagsmodus und taktischen Modus):
Alltagsmodus (Werkseinstellung)
- 1 - 45 - 260 - 1050 - 1800 Lumen (Memory, Lampe startet in zuletzt benutzter Stufe, inklusive Sonderblinkmodi)
- Blinkmodi Stroboskop - Beacon - SOS
- 1800 - 1050 - 260 - 45 - 1 Lumen (Start immer auf 1800 Lumen oder auf Stroboskop)
- Stroboskop
Akku-Ladezustandsanzeige:
Vor dem Einschalten mit dem Heckschalter den Seitenschalter gedrückt halten und nach dem Einschalten loslassen. Die Indikator-LED blinkt in 2 Abfolgen. Die erste zeigt ganzzahlige Volt an, die zweite Zehntelvolt.
Beispiel: erst 3x blinken gefolgt von 5x blinken = 3,5 V Restspannung
Nach dem Ladezustandshinweis schaltet die Lampe ein.
Akkuwarnung:
Bei weniger als 3,2 V Restspannung blinkt die Indikator-LED alle 2 Sekunden. Wenn die LED sehr schnell blinkt, liegt die Spannung unter 3 V.
Bei ca. 2,7-2,8 V schaltet die Lampe ganz ab. Man muss keine Angst haben, plötzlich im Dunkeln zu stehen. Rechtzeitig vor der Abschaltung regelt die Lampe die Leistung bis auf Moonlight herunter (siehe Laufzeittest). Spätestens dann ist es höchste Zeit nachzuladen.
Die Bedienungsanleitung komplett als pdf-Download:
https://flashlight.nitecore.com/Uploads/FLASHLIGHTS/download/mh12se.pdf
Handhabung / Haptik:
Den Tailcapschalter finde ich noch einen Hauch besser gelungen als bei der MH12S, allerdings könnte das auch an einer Serienstreuung liegen. Das Druckgefühl ist straff, Morsen/kurzes Signalisieren geht problemlos. Zum Einrasten für Dauerlicht muss etwas mehr Kraft aufgewendet werden. Ein mechanischer Lockout ist durch Lösen der Tailcap möglich.
Gut:
Der Seitenschalter steht nun weiter hervor als bei der MH12S, dadurch kann man den Schalter im Dunkeln besser ertasten und die Bedienung fällt leichter.
Eigene Messungen
Ich bin Laie mit Hobbyequipment, alle Messungen stellen nur Näherungswerte dar ohne Gewähr oder Anspruch auf Einhaltung irgendwelcher Messnormen.
Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.

Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.
- Lumenmessungen: Ceiling Bounce, mögliche Abweichung bei Flutern i.d.R. bis zu +/- 5-10%
- Luxmessungen: Messdistanz 5 m mit entsprechender Umrechung auf 1 m
- Laufzeitmessungen: mit Ventilatorkühlung
- Strommessungen: Kleinströme mit DMM, höhere Ströme mit Zangenampèremeter
- Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex und PWM mit Opple Lightmaster Pro

| MH12SE | Moon | Low | Mid | High | Turbo | MH12S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lichtintensität | 23 | 1.250 | 7.500 | 25.000 | 50.000 Lux | 27.500 Lux |
| Lichtstrom | ? | 47 lm | 265 lm | 890 lm | 1.780 Lumen | 2.100 Lumen |
Reichweitenvergleich (Luxmessung) zu anderen Lampen mit SFT40
| Modell | Turbo | High (im Regelfall dauerfest) |
|---|---|---|
| Nitecore MH12SE | ~50.000 | 25.000 |
| Thrunite TN12 Pro | ~44.500 | 12.750 |
| Convoy S21E | ~42.750 | -- |
| Wurkkos FC12 | ~37.000 | 15.750 |
| Nitecore MH12S (SST40) | ~27.750 | 16.500 |
Ladestrom: max. 2 A
Ladeschluss-Spannung: 4,2 V
Stromverbrauch 5,5 A mit Nitecore-21700 (MH12S: 6,5 A)
PWM: nicht sichtbar (>30 kHz mit geringer Amplitude im Moonlight-Modus)


Laufzeittest auf hellster Stufe (Turbo) mit Ventilatorkühlung. Der Akku hatte nach Testende knapp unter 3V Restspannung. Erst nach etwa einer Stunde reicht die Akkuspannung für die volle Leistung nicht mehr aus und die Lampe macht mehrere Stepdowns.

Laufzeittest auf zweithellster Stufe (High), der Akku hatte nach Testende etwa 3,0 V. Etwa 110 Minuten hält die MH12SE die Helligkeit konstant, dann noch einmal eine Dreiviertelstunde auf einem Drittel der Anfangshelligkeit. In dieser Phase sollte der Akku nachgeladen werden, bevor die Lampe einen weiteren Stepdown macht, der nur noch ein Moonlight übrig lässt. Insgesamt eine sehr gute Leistungsregelung.

Leuchtergebnis:
Vergleich MH12S zu MH12SE



animierte Beamshots



Fazit (subjektive Testermeinung):
Nicht perfekt, aber ziemlich nahe dran. Beim UI ist noch Luft nach oben, eine Programmierfähigkeit wie bei Andruil wäre der Traum. Zwischen MH12S und MH12SE gibt es nennenswerte Unterschiede hauptsächlich in der Leuchtweite und der Lichtfarbe. Welche Lampe man favorisiert, dürfte eine Frage des persönlichen Geschmacks sein. Etwas wärmeres Licht mit einer breiteren Ausleuchtung hat die MH12S, deren maximale Helligkeit auch geringfügig größer ist. Das hatte mich zunächst gewundert, erklärte sich dann aber beim Messen des Stroms auf Turbo. Die MH12SE zieht ein ganzes Ampère weniger aus dem gleichen Akku und liegt damit geschätzt 320 Lumen hinter der MH12S, die die Herstellerangaben um diesen Wert übertrifft. 1 Ampère weniger Strom bedeutet geringere Hitze und längere Leuchtdauer für die SE. Diese hat fast den doppelten Luxwert (damit ca. 100 m höhere Leuchtweite) sowie die gleichmäßigere Lichtfarbe. Vor allem ist bei ihr anders als bei der Schwester quasi kaum Tintshift vorhanden. Der nun etwas hervorstehende Seitenschalter ist besser zu finden als bei der MH12S. Insgesamt gehören die MH12S und -SE derzeit zu Taschenlampen mit dem zuverlässigsten und professionellsten Gesamteindruck, die ich momentan ausprobieren durfte. Der hohe VK-Preis ist allerdings ein Wermutstropfen.
Pro
+ gute Verarbeitungsqualität und professionelle Haptik
+ gute Lichtleistung und Leuchtweite
+ gute Konstantregelung
+ flimmerfreies Licht
+ interne Auflademöglichkeit über USB-C
+ flexible Energieversorgung, kein Spezialakku nötig
+ Ladezustandsanzeige und Akkuwarnung
+ Blinkmodi versteckt
+ 21700 im Lieferumfang
+ Moonlightmodus
Contra
- im Alltagsmodus kein Sofortzugriff auf niedrigste oder höchste Leuchtstufe (nur über Memory)
- hoher Preis
Neutral
o nur mit Clip wegrollgeschützt
Verbesserungsvorschläge:
- LED-Indikator im Seitenschalter bei eingeschalteter Lampe dauerhaft an
- Low-Start nach der Akkuanzeige (Seitenschalter gedrückt halten + Tailcapschalter betätigen)
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