Review: Armytek Prime C2 Pro, Warm Light, Modelljahr ‘22

Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
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Raffnixhausen

Review: Armytek Prime C2 Pro, Warm Light, Modelljahr ‘22​


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Alina von Armytek hat mir die neue Prime C2 Pro für ein Review zur Verfügung gestellt. Als absoluter Fan der Wizard Pro freut mich das besonders, da die Prime beinahe eine gerade Wizard ist.

Die Prime ist ein kleiner Fluter mit 18650er Akku, Seitentaster und voll geregeltem Treiber. Sie deckt Leistungen von 0,15 bis 2230 lm ohne PWM ab. Der Akku lässt sich über einen magnetischen Pod in der Lampe laden.

SammysHP hat ein sehr schönes Review der Prime C2 Pro White Light hier veröffentlicht:

https://www.taschenlampen-forum.de/threads/review-armytek-prime-c2-pro.87842/

Vielleicht können Interessierte die Lampen in beiden Reviews etwas vergleichen.

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Zu beziehen ist die Prime im deutschen Store:

https://www.armytekstore.de/taschenlampen/das-modell/prime/armytek-prime-c2-pro-magnet-usb-warm/

15% Rabatt gibt’s dort mit dem Code TLFT.

Die mitgelieferte Bedienungsanleitung ist eine Kurzfassung in mehreren Sprachen. Die volle Anleitung gibt’s zum Herunterladen hier:

https://www.armytekstore.de/index.php?dispatch=attachments.getfile&attachment_id=241

Aufbau​

Eine gewellte Edelstahlkrone hält die Wabenoptik vor der XHP50.2 fest. Im Gegensatz zur Wizard wird auf ein Glas verzichtet, wenn ich das richtig sehe.

Der Taster der neuen Prime entspricht dem der Wizard V4. Er ist damit etwas größer geworden, was ich sehr angenehm finde. Da die Lampe dort einen kleinen Buckel macht, ist der Taster jederzeit leicht zu finden.

Das Akkurohr hat keine Rändelung und braucht sie auch nicht. Mit der griffigen Anodisierung und der vom Umfang her größeren Endkappe liegt die Lampe immer sicher in der Hand.

Auf dem Treiber und in der Endkappe sind recht dicke Federn verbaut. Insbesondere die Treiberfeder ist extrem steif. Ich nehme an, auch bei 10 Metern Fallhöhe wird der Akku nicht auf die Platine durchschlagen.

Das Endkappengewinde ist nicht anodisiert. Dennoch ist der mechanische Lockout möglich, denn die Endkappe selbst enthält eine gegen sie isolierte Gewindebuchse. Dieser spezielle Aufbau ist Teil der Schaltlogik für das Laden: Zugedreht ist der Treiber versorgt, leicht geöffnet kann der Akku in der Lampe über den magnetischen Adapter geladen werden. Das ist genial, da so auf Spezialakkus verzichtet werden kann. Die genaue Schaltung habe ich hier im Abschnitt ‘Der Ladeport’ leicht verständlich beschrieben:

https://www.taschenlampen-forum.de/threads/review-armytek-wizard-c2-pro-warm-light.84463/

Mitgeliefert wird eine 3500 mAh 18650-Zelle. In der Lampe geladen, erreicht sie eine gesunde Leerlaufspannung von 4,147V.

Der Clip ist ein anderer als auf der Armytek-Website gezeigt. Die aktuelle Ausführung scheint endlich aus Federstahl gefertigt zu sein und dürfte identisch mit den Clips der ‘taktischen’ Lampen Viking, Dobermann und Predator sein. Da ich ihn nicht brauche und die Prime nicht verkratzen möchte, habe ich ihn nicht angesteckt.

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Das Licht​

Großen Wert legt man bei Armytek auf eine weitgehend farbstichfreie, über das Produktportfolio hinweg konstante Lichtfarbe. So ist es keine Überraschung, dass die beiden XHP50.2 meiner Prime C2 Pro und meiner Wizard C2 Pro ziemlich genau bei 4000K liegen.

Prime C2 Pro: 3980K

Wizard C2 Pro: 3933K

Im Rahmen der Messgenauigkeit meines Opple Lightmaster V3 beinahe eine Punktlandung.

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Abb. oben, v.l.n.r.: Wizard, Prime

Die Optiken sind leicht unterschiedlich, was sich aber im Profil kaum niederschlägt. Die Wizard öffnet den Lichtkegel etwas weiter als die Prime, was der Prime einen Hauch mehr Reichweite gibt.

TEST.png

Oben, v.l.n.r.: Wizard, Prime

Prime und WIzard zeigen ein sehr homogenes Lichtbild, was der Wabenoptik zu verdanken ist.

Die Farbtemperatur 4000K zählt man noch zu den neutralen Farben, aber tatsächlich wirken sie bei Armytek stets warm.

Die Prime ist mit ihrer Wabenoptik ein reines, sehr breit streuendes Flutlicht:

ModusReichweite nach ANSI FL1 [m]Helligkeit nach ANSI FL1 [cd]
Turbo31757698

Beamshots​

Ein Konkurrent der Prime im Hause Unheard ist die Acebeam E70 MINI (https://www.taschenlampen-forum.de/threads/review-acebeam-e70-mini.86425/). Sehen wir uns die beiden Lampen im Vergleich an:

Szene 1​

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Prime

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E70 MINI

Szene 2​

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Prime

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E70 MINI

Modi und UI​

Bei Armytek angegeben sind nur die Werte der ‘White Light’ Prime. Ausgetauscht habe ich in der untenstehenden Tabelle die Leistung für Turbo3, die in der ‘Warm Light’ Prime etwas niedriger liegt (2230 ggü. 2400 lm). Ob die übrigen Werte passen, weiß ich nicht.

Modi

ModusLeistung [lm]Laufzeit (h=Stunden, d=Tage)
Turbo3 22302 h 48 Min (610 lm nach 30 Sek)
Turbo2 1710 2 h 48 Min (610 lm nach 1 Min 30 Sek)
Turbo1815 2 h 44 Min (610 lm nach 22 Min)
Main3 3505 h 20 Min
Main2 150 12 h 30 Min
Main1 40 40 h 30 Min
Firefly3 512 d
Firefly2140 d
Firefly10,15200 d
Strobe3, 10 Hz22305 h 45 Min (610 lm nach 2 min)
Strobe2, 1 Hz223012 h (610 lm nach 10 Min)
Strobe1, 1 Hz15055 h

Nur im ‘Advanced Type’ Betrieb sind alle Modi erreichbar. Diese Betriebsart empfehle ich ausdrücklich.

Im Lieferzustand ist allerdings der ‘General Type’ eingestellt (das UI der non-Pro Armytek Lampen). Um auf den ‘Advanced Type’ zu wechseln, dreht man die Endkappe etwas auf und danach, unter Festhalten des Tasters, wieder zu.

UI im Überblick​


Firefly EbeneMain EbeneTurbo EbeneStrobe EbeneAus
HaltenModi durchschaltenModi durchschaltenModi durchschaltenModi durchschaltenFirefly 1
KlickAusAusAusAusEin
DoppelklickEbene MainEbene FireflyEbene MainEbene MainEbene Main
DreifachklickEbene TurboEbene TurboEbene TurboEbene TurboEbene Turbo
VierfachklickEbene StrobeEbene StrobeEbene StrobeEbene StrobeEbene Strobe

Das sieht kompliziert aus, ist es aber nicht: Man muss sich merken, dass der Doppelklick zwischen Main und Firefly hin und her schaltet und von den anderen Ebenen nach Main zurückführt. Alles andere ist konsistent. Von “Aus” kommt man überall hin.

Sinn und Zweck der Sache: Jede Modus-Ebene hat einen eigenen Speicher. So kann man überall einen favorisierten Modus einstellen und hat dann ein UI mit drei regulären und einem Strobe-Modus, zwischen denen man mit Mehrfachklicks wechseln kann. Dazu kann man das Licht in den Main-Stufen anpassen, ohne über niedrige oder sehr hohe Leistungen zappen zu müssen. Das ist und bleibt für mich die geniale Armytek-Eigenheit.

Daneben lässt sich die Taster-LED programmieren.

Regelverhalten​

Die Turbo 1-Stufe ist die höchste (800 lm) mit signifikanter Laufzeit. Die sehe ich mir unter den zwei Bedingungen ‘leicht gekühlt’ und ‘stark gekühlt’ (Konvektion) an.

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Ca. 110 Minuten hält die Lampe ihre Leistung von ca. 800 lm. Nach knapp zwei Stunden unterschreitet ihre Leistung 10% der Anfangsleistung, der Akku ist auf ca. 3,05 V Leerlaufspannung entleert und die Lampe leuchtet mit wenigen Lumen weiter.

Interessant ist, dass die Prime bei geringerer Kühlung eine niedrigere Leistung über einen leicht längeren Zeitraum hält. Anscheinend ist die Temperaturregelung etwas komplexer als nur ein einfacher step down.

Leichte Kühlung


Starke Kühlung:


Nun möchte ich wissen, ob sich der Turbo 1 Modus der freistehenden, ungekühlten Lampe reaktivieren lässt:

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Im Grunde funktioniert es, wobei die stark erwärmte Lampe sofort abzuregeln beginnt. Für ein kurzes Aufblenden reicht es aber allemal.

Ready for prime time​

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Es gibt nichts, was mir an der neuen Prime C2 Pro nicht gefällt. Sie hat eine sehr effiziente Elektronik für stabile Leistungen und maximale Laufzeiten, bietet einen extrem niedrigen Firefly-Modus und eine effiziente Bedienung über ein UI mit Modus-Ebenen.

Das Energiemanagement ist vorbildlich. Zum Ende der Laufzeit spart die Lampe Energie, um ihren Träger sicher nach Hause zu bringen. Auf Wunsch informiert die LED im Seitentaster über den Ladezustand.

Ca. 800 lm für knapp zwei Stunden ist bemerkenswert, über 40 s jenseits der 2000 lm ebenso. Fast zwei Tage leuchtet die Prime mit 40 lm. Ich war erstaunt, wie sehr sie leistungsmäßig meine Acebeam (immerhin angegebene 2000 lm) deklassiert. Die Reichweite nach 30 s (ANSI FL1 Norm) wird überschritten.

Daneben bietet sie das Lichtbild, das ich schon an meiner Wizard liebe: Der Spot ist nur angedeutet, der Lichtkegel sehr weit. Man schiebt sozusagen ein enormes Volumen an Licht vor sich her. Und das ist genau das, was ich als Spaziergänger und Hundeführer möchte. Den Sack macht dann das flexible UI zu.

Alles in allem ist das wieder eine typische Armytek Lampe. Ein behutsam weiterentwickeltes Arbeitstier, technisch auf Top-Niveau.

Wer einen kompakten, robusten, state-of-the-art Fluter möchte, den man auch mal etwas aufdrehen kann: Hier ist er. Bei den Unheards wird die Prime neben der Acebeam stehen. Ich weiß aber noch nicht, welche davon Frauchen für die Gassirunden mitnehmen darf.
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Tolles Review. :)

@Unheard welche Armytekmodelle waren jetzt mit Magnetlader, welche mot Magnet?
Ich komme so langsam durcheinander... Prime & Pro & Partner. :)
 
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Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
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Raffnixhausen
Ist bei Primes und Wizards ganz einfach: Die mit Magnetlader, und das sind inzwischen ja wohl alle, haben einen Magneten in der Tailcap. Ob die neuen Partner den haben, weiß ich nicht. Die besitze ich leider nicht.
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Ist bei Primes und Wizards ganz einfach: Die mit Magnetlader, und das sind inzwischen ja wohl alle, haben einen Magneten in der Tailcap. Ob die neuen Partner den haben, weiß ich nicht. Die besitze ich leider nicht.
Dank Dir.

Ich starte mal eine Kaufanfrage, ggf muss ich dann auf eine vom Sekundärmarkt zurückgreifen. :)
 

LightintheNight

Flashaholic**
30 Juli 2017
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Berlin
Vorsicht, die XP-L hat ein etwas anderes Lichtbild als die XHP50 oder XHP70 mit Wabenoptik und deutlich weniger Power als WizC2 oder PrimeC2 mit XHP-LED