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Review: Armytek Wizard C2 Pro, Warm Light

Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
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Raffnixhausen
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Seit kurzem ist die Wizard C2 Pro auf dem Markt, die 4. Version der bekanntesten Armytek Kopflampe. Die neue Bezeichnung C2 (2 x CR123 oder 1 x 18650) deutet darauf hin, dass es eine kleine Änderung im Katalog gibt: Tatsächlich, an die Stelle der kurzen Tiara Pro Kopflampe tritt nun nämlich die Wizard C1 (1 x CR123 oder 1 x 18350) Pro.

Auch die Wizard C2 gibt es als Warm Light und White Light, Pro und non-Pro. Alle Varianten haben einen Ladeport für einen magnetischen Pod, zudem kommt die Lampe im Gesamtpaket mit Akku.

Da ich seit Jahren mit der Wizard V3 laufe, bietet sich für dieses Review ein Vergleich zwischen den beiden Lampen an.

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Die aktuelle Wizard C2 Pro habe ich für dieses Review von Armytek kostenfrei bekommen. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Alex von Armytek, der keine Bedingungen an den Inhalt gestellt hat.

Mitgeliefertes Zubehör​

Nur kurz angerissen - wenn es Interesse an Details gibt, bitte im Thread melden, ich stelle die Zubehörteile dann vor. In diesem Review geht es in erster Linie um die Lampe an sich und den Vergleich zur alten V3 Wizard.

IMGP1901.jpg

Anleitung


Die ist inzwischen mehrsprachig, dafür inhaltlich abgespeckt. Es fehlen Infos, z.B. technische Daten. Die kann man sich nach wie vor von der Produktseite organisieren, auf der das ausgewachsene Manual zum Herunterladen bereitsteht. Oder eben diesem Review entnehmen.

Stirnband


Das Stirnband kommt im neuen Design, aber mit der bekannten Qualität. Das übliche Band fürs Handgelenk fehl diesmal. Die Lampe lässt sich gut in der Halterung drehen, mit einem Gummiring kann sie fixiert werden und hält dann einem Orkan bei Erdbeeben neben der havarierenden NCC-1701 Stand.
IMGP1917.jpg

Fahrradhalterung


Ich traue mich nicht wirklich, die Lampe da einzuklipsen. Die Anodisierung ist recht empfindlich, und die Lampe muss in einen sehr stramm sitzenden Halter gezwungen werden. Für den Lenkradhalter gibt es ein separates Gummistück.
IMGP1918.jpg

Klip und O-Ringe


Dürfen nicht fehlen. Ersteren werde ich nie benutzen, letztere muss ich hoffentlich nie benutzen. Wenn aber doch ein Ring reißt, stehen ersatzweise zwei weitere zur Verfügung. Das entspricht der Erstausrüstung, denn die Tailcap ist mit zwei Dichtringen versiegelt.

Der Ladepod


IMG_20211221_115759.jpg IMG_20211221_161910.jpg

Im neuen Design kommt der Padepod, der allerdings kompatibel mit der V3 Wizard ist. Ebenso kann die neue V4 an den alten Pod gedockt werden.


Die neue und die alte Wizard im Überblick​

Das hat sich geändert:
  • 2330 lm (2500 lm beim White Light)
  • 3 Turbo Modi
  • sparsamer eingesetzte Gravuren
  • größere TIR mit feineren Waben, größerer Schalter
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Abb. oben, v.l.n.r.: V3, V4

  • stärkere Feder :thumbup:
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Abb. oben, v.l.n.r.: V3, V4

  • Feder nun auch treiberseitig :thumbup:
  • 3500 mAh Akku :thumbup:
  • Zusätzlich UI der non-Pro
  • kein taktisches UI mehr
  • Temperaturregelung geändert 8|
Die höhere Leistung merkt man, aber natürlich ist sie bei einer kleinen Lampe nicht von Dauer. Armytek gibt für den ungekühlten Dauerbetrieb der V4 650 lm an, aus dem Turbo 3 geht es in 30 s im Sinkflug runter - es sei denn, man ist draußen bei -2 °C und macht Beamshots.

Gleich geblieben ist die LED: Die Warm Light Wizard leuchtet mit einer XHP50.2 bei knapp 4000K.

Äußere Werte​

Die Wizard ist mattschwarz anodisiert und fühlt sich an wie gummiert. Die Oberfläche ist empfindlich, was Abrieb angeht, d.h. die entwickelt an Reibungsstellen eine seidenmatte Oberfläche. Ein einmal aufgesteckter Clip hinterlässt Spuren.

Das Design ist so aufregend wie das eines alten Volvos, nämlich gar nicht. Es ist aber funktional. Ein paar Kühlrippen sind vorhanden, Ringe für die Einfassung in das Stirnband, eine Ausbeulung für den seitlich angebrachten Schalter, vermutlich, um Platz im Kopf zu schaffen. Die Tailcap trägt auf, die Abdichtung erfolgt durch zwei O-Ringe. Der Rest der Lampe ist vermutlich verklebt und verpresst. Die Summe der Maßnahmen macht sie bis zu 10 m wasserdicht.

Das gelbe Tastergummi ist dick und wird durch einen Stahl-Retainer eingefasst. Ein solcher hält auch die Packung aus Dichtung, vergütetem Glas und Honigwaben-TIR-Optik im Lampenkopf.

Die Ladekontakte an der Unterseite der Tailcap sind axial gegeneinander versetzt, um bei aufgedrehter Kappe den Ladekreis auf leitfähigen Flächen nicht zu schließen. Ist sie zugedreht, liegen beide Kontakte auf einem Potential.

Die Position des Tasters seitlich am Lampenkopf ist perfekt, wenn sie als Stirnlampe benutzt wird. In die Hand genommen hängt das Vergnügen beim Benutzen davon ab, ob der Träger Rechts- oder Linkshänder ist.

Das akkulose Gewicht ist mit 65,2 g unwesentlich höher als das der V3 (63,9 g).

Der Ladeport​

Die Wizard lässt sich tailcapseitig laden, kann aber im Gegensatz zu anderen Lampen mit diesem Feature auf einen speziellen Akku verzichten. Der Trick liegt darin, dass der Lampenkörper durch zwei unabhängige Kontakte mit der Tailcap verbunden ist. Löst man diese etwas, liegen die Ladekontakte außen an und die Wizard kann geladen werden. Schließt man die Tailcap, geht der Minuspol des Akkus direkt auf den Lampenkörper. Das ist übrigens auch der Grund dafür, dass das Gewinde nicht anodisiert ist: Es stellt einen der beiden Ladekontakt her. Natürlich funktioniert der Lockout dennoch, da der zweite Kontakt durch das Aufdrehen verlässlich trennt.

Die Ladeelektronik verteilt sich auf Pod und Treiber. Der Pod erkennt einen Kurzschluss, wenn die Tailcap beim Laden zugedreht ist und signalisiert den Fehler durch Blinken der roten LED. Ist alles ordnungsgemäß, leuchtet die LED des Pods während des Ladens konstant rot und nach Ladeschluss grün.

Der Treiber der Wiz übernimmt dabei die Ladekontrolle. Es gibt hierbei eine Hysterese, was das Aufladen betrifft. Der Akku wird nur geladen, wenn die Lampe unterhalb einer bestimmten Spannung entladen wurde (in einem Test wurde nicht geladen, als der Akku noch eine Spannung von 4,088 V hatte). Das vermindert den Akkuverschleiß signifikant, wenn die Lampe über längere Zeit am Ladepod verbleibt.

UI​

Die V4 Wizard behält das bewährte UI der Pro bei, allerdings unter dem Namen “Advanced Type”, und das muss man sich zunächst einstellen. Voreingestellt ist das “General Type” UI. Zwischen beiden Typen schalten man hin und her, indem man die Tailcap löst, den Seitenschalter drückt und gleichzeitig die Tailcap wieder festzieht. An dieser Stelle ist dem Adepten klar: “General Type” heißt nun “Advanced Type” und “Tactical Type” hat aufgehört zu existieren. Zumindest finde ich keinen Hinweis darauf in der Anleitung. Da wird der ein oder andere Nutzer ein Tränchen verdrücken. Ich allerdings nicht so sehr, denn ein Einsatzgebiet für Momentary On hatte ich mit der Wizard mangels Krisengebieten in der Nähe noch nicht.

Ok, fangen wir mit dem altbewährten UI an, dem “Advanced Type”.

Advanced Type

Die Wizard gehört nach Armytek-Nomenklatur zu den Multilights und hat deren charakteristisches Benutzerinterface. Vorweggenommen: Sie hat mehrere Modus-Ebenen, die jeweils über einen eigenen Modus-Speicher verfügen und zwischen denen durch Doppel-, Dreifach- und Vierfachklicken geschaltet werden kann. Was kompliziert klingt, macht die Benutzung als Kopflampe besonders einfach: In den Ebenen Firefly, Main,Turbo und Strobe können die gewünschten Stufen vorgewählt werden. Das Ansteuern der Modi erfolgt dann durch Mehrfachklicks. Das entspricht in gewisser Weise einer Programmierung. Mir gefällt das beim Laufen besser als das gedrückt Halten zum Durchschalten der Modi.

Auf der Ebene Strobe ist nur der erste Modus ein echtes Strobe, die beiden anderen sind eigentlich 1Hz-Beacons in unterschiedlichen Leistungen (Turbo 3 oder die zuletzt gewählte Stufe). Da auch diese Ebene einen eigenen Modus-Speicher hat, lässt sich der gewünschte Beacon (oder meinetwegen auch Strobe) voreinstellen und über den Vierfachklick sofort erreichen.

In gewisser Weise ist auch Firefly 1 speziell: Dieser Modus macht so wenig Licht, dass er nur für perfekt an die Dunkelheit adaptierte Augen geeignet ist. Das ist dann z.B. ein Nachtlicht in ansonsten vollkommen unbeleuchteten Räumen.

Modi

EbeneModusLeistung [lm]
1Firefly 10,15
1Firefly 21,5
1Firefly 36
2Main 145
2Main 2160
2Main 3370
3Turbo 1870
3Turbo 21750
3Turbo 32330
4Strobe 12330 / 10 Hz
4Strobe 22330 / 1 Hz
4Strobe 3160 / 1 Hz

UI im Überblick


Firefly EbeneMain EbeneTurbo EbeneStrobe EbeneAus
HaltenModi durchschaltenModi durchschaltenModi durchschaltenModi durchschaltenFirefly 1
KlickAus
Aus
Aus
Aus
Ein
DoppelklickEbene MainEbene FireflyEbene Main
Ebene Main
Ebene Main
DreifachklickEbene TurboEbene TurboEbene TurboEbene TurboEbene Turbo
VierfachklickEbene StrobeEbene StrobeEbene StrobeEbene StrobeEbene Strobe

Man muss sich merken, dass der Doppelklick zwischen Main und Firefly hin und her schaltet und aus den anderen Ebenen nach Main zurückführt. Alles andere ist konsistent. An meiner Lauflampe habe ich Turbo 2 und Main 3 eingestellt. Das ist sozusagen mein Fernlicht resp. mein normales Lauflicht. Mehr braucht’s nicht.

General Type

Das neue UI ist eigentlich das der non-Pro Multilights. Die Ebenen sind nicht mehr strikt voneinander getrennt, der Firefly geht nahtlos in die Main Modi über. Es gibt hier nur zwei Firefly-Modi und einen Turbo-Modus, nämlich der im Advanced Type gespeicherte. Die drei Main-Modi bleiben erhalten.

Braucht man den General Type? Wenn man non-Pro Armyteks gewohnt ist, ist das nett. Hat man sich aber an das UI der Pros gewöhnt, führt gedanklich kein Weg zurück, finde ich. Auch wenn ich ihn nie brauchte und nie brauchen werde, vermisse ich den taktischen Modus, der für den General Type gehen musste, doch ein wenig. Meine Bitte an Armytek: Gebt ihn uns wieder in der V5, die mit Sicherheit irgendwann kommen wird. Ich werde dann auch das Morsen lernen, versprochen.

Ladestandsanzeige


Die Pro signalisiert die Akkukapazität durch eine LED im Seitenschalter: Liegt die Kapazität unter 25 %, blinkt die Taster-LED alle zwei Sekunden orange. Unter 10 % blinkt sie einmal pro Sekunde rot. Eine frische Batterie lässt die Wizard alle fünf (Herstellerangabe - bei meiner sind es vier) Sekunden grün blinken, unter ¾ wird die LED orange. Das muss man sich zum Glück nicht merken, die Signalwirkung des zunehmend dringlicher wirkenden Blinkens ist deutlich genug.

Auf Wunsch signalisiert die Lampe den Ladezustand auch, wenn sie ausgeschaltet ist. Das macht sie dann nur auf der Firefly Mode-Ebene nicht, wo sie sich mit zwei Intervallen begnügt.

Temperaturindikator


Die Temperaturregelung arbeitet gut, dennoch zeigt die Lampe an, wenn sie eine kritische Temperatur erreicht. Das ist zunächst ein Doppel-Blinken alle zwei Sekunden in gelb, danach, dann ist die Wizard wirklich unangenehm und gewiss unphysiologisch warm, eine Sequenz pro Sekunde. Spätestens hier regelt sie aber bereits merklich ab.

Lichtfarbe

Armytek bringt die meisten seiner Lampen als Warm Light und White Light heraus. Das Warm Light liegt bei ca. 4000K. Hintergrund: Wärmeres Licht durchdringt Nebel mit kleinen Tröpfchengrößen deutlich besser als kälteres Licht (die Wellenlänge blauen Lichts passt in winzige Tröpfchen, so dass eine Streuung erfolgt). Insgesamt betrachtet bietet diese Ausführung ein sehr angenehmes Licht mit einen leicht rosigen (V3) bzw. neutralen (V4) Tint.

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Da wir im Norden Deutschlands in Moorgebieten leben, haben meine Lebensgefährtin und ich ausschließlich Warm Light Armyteks. Und die seien hiermit all jenen wärmstens ans Herz gelegt, die noch keine AT Warm Light gesehen haben und sich entscheiden müssen.


Whitewall​

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Abb. oben: Keine gravierenden Unterschiede zwischen der V4 (links) und der V3 (rechts). Der Spot auf der 50 cm entfernten Leinwand erscheint größer, allerdings ist der gezeigte Modus Firefly 3 bei der V4 minimal heller.

PWM​

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Kein PWM, lediglich normales, unsichtbares Ripple (Main 3).

Regelung​

Die V3 Wizards haben eine echte Leistungs- und eine intelligente Temperaturregelung. Das bedeutet im Grunde, dass die Lampen einerseits eine Leistungsstufe halten können, solange die Akkukapazität das hergibt, bei Bedarf andererseits die Leistung aber reduzieren (und wieder anheben) müssen, wenn sie nicht ausreichend gekühlt werden. In der Spitze habe ich am Kopf 64 °C gemessen. Diese Regelung macht die Vorhersage einer Laufzeit schwierig, denn eine abgeregelte Lampe wird länger leuchten können als eine, die aufgrund geeigneter Bedingungen (Luftströmung und -temperatur) eine hohe Leistung dauerhaft halten kann.

Die neue Wizard C2 hat eine entscheidende Änderung in der Temperaturregelung erfahren: Sie macht angepasste Stepdowns, wenn die Temperatur es erfordert, aber überlässt es dem Nutzer, die Helligkeit nach Bedarf wiederherzustellen. In der Anleitung ist das auch so kommuniziert, d.h. der Abschnitt über das automatische Anheben der Helligkeit ist entfallen.

Im folgenden Diagramm ist das Laufzeitverhalten der Wizard C2 als grüne Linie eingezeichnet. Die Lampe wurde sehr leicht gekühlt, ein Temperatursensor wurde nicht angebracht, um das System nicht zu stören. Umgebungstemperatur 18 °C, leichter Luftzug wie beim Jogging:


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Abb. oben: Da sie ähnlich sind, sind die Modi Turbo 2 der beiden Lampen miteinander verglichen worden. Die Kurven der alten Wizard basieren auf keiner (orange) und einer starken (braun) Kühlung, die neue Wizard C2 wurde “lebensnah” vermessen.

Das nächste Diagramm zeigt erneut den Turbo 2 Mode in drei Kühl-Phasen: Leichte Brise, Flaute, Sturm:

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Abb. oben: Der Einfluss der Temperaturregelung. Die Zacken in der Kurve rühren von meinem Eingriff her: Ich habe die Lichtquelle teilweise abgeschattet, um die Ventilator Stufe zu verändern. Wie man klar erkennt, wird die Leistung nicht, oder nur minimal angehoben, obwohl maximale Kühlung erzeugt wurde. “Number” gibt übrigens die Zeit in 10 Sekunden-Einheiten wieder. “120” sind also 20 Minuten.

Der Standby-Verbrauch der Wizards ist sehr gering: Ob mit oder ohne Akkustatus-Anzeige verbraucht die Wizard V3 ca. 7,4 µA und die V4 7,6 µA. Es kommt dann noch der Verbrauch der Taster-LED hinzu, den ich nicht messen kann. Armytek gibt 25 Jahre Laufzeit mit diesem aktivierten “Locator” an.

Einsatzbereiche​

Die große LED und die Wabenoptik machen die Wiz zu einem kompromisslosen Fluter. Das Nahfeld ist breit ausgeleuchtet, für etwas Reichweite wird schon einer der Turbo-Modi benötigt. Clip, Magnet, Stirnband und die neue Lenkerhalterung bieten genug Möglichkeiten, die Lampe stabil auszurichten. Das ist ideal für Jogger und als Arbeitslicht. Der Kriegseinsatz fällt leider flach mangels Momentary :vorsichtig: ;).

Beamshots​

18 mm auf APS-C, ISO 400, f3,5, 0,5 s, keine Nachbearbeitung.

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Abb. oben, v.o.n.u.: Wizard V3 (Turbo 2), Wizard C2 V4 (Turbo 3)

Bei -2 °C scheint sie (scheinbar) ewig. Die Wizard C2 schiebt eine Wall of Light vor sich her. Verwendet wurde die Weitwinkelperspektive, im Sichtfeld ist wirklich alles hell. Der Vergleich mit der alten oben zeigt, wie deutlich die neue zugelegt hat. Nicht an Gewicht, aaber an Leistung :thumbup:.

Fazit​

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Es hat sich einiges getan. Die Wizard hat in ihrer vierten Inkarnation ein gefälligeres Aussehen, wenn man die vielen Gravuren der V3 nicht mochte, und etwas mehr Spitzenleistung bekommen, und endlich gibt es eine dicke Feder in der Tailcap und überhaupt erstmalig eine auf dem Treiber (zum Schutz der Platine bei Stürzen). Der zusätzliche Turbo-Mode ist so willkommen wie auch die Halterung für den Fahrradlenker. Die neue leistet im Turbo 2 Modus deutlich mehr als die V3, das ist ein Quantensprung. 65 °C sind kein Pappenstiel, aber eine Dauerleistung von weit über 1000 lm (nagelt mich nicht drauf fest, aber es ist sehr viel mehr geworden) eben auch nicht. Ich finde das beeindruckend, auch wenn es nur mit leichter Kühlung funktioniert. Denn die Temperaturregelung greift gnadenlos, wenn es ihr zu bunt wird, und das leider nur noch in eine Richtung :S.
Einen mittelschweren Rüffel gibt’s für das Abschaffen des Tactical Type UI. Moment-Licht als Option ist sicher nicht uninteressant gewesen für die Outdoorfreunde. Ein etwas kleinerer Rüffel betrifft die Anleitung. Die deckt nämlich zum ersten mal nicht mehr alles ab und man muss sich das digital bei AT ansehen. Die Daten der Warm Light findet man jedoch nur auf der Produktseite.

Alles in allem ist die neue Wizard eine Empfehlung wie auch ihre Vorgängerin. Im Normalbetrieb ist sie stärker, in anderen Situationen wird man vielleicht die adaptive Temperaturregelung vermissen. In jedem Fall ist sie wieder Spitzenklasse unter den Kopflampen :thumbup:.

Danke fürs Lesen und ein frohes Weihnachtsfest euch allen,

Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:

Nicobrosi

Flashaholic**
24 Oktober 2018
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1.204
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Mir hat die c2 pro nicht zugesagt, das schnelle runterregeln im turbo ohne wieder herauf zu regeln fand ich schlecht gelöst, das hat der Vorgänger deutlich besser gemacht.....
 
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Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
3.274
1.921
113
Raffnixhausen
Mir hat die c2 pro nicht zugesagt, das schnelle runterregeln im turbo ohne wieder herauf zu regeln fand ich schlecht gelöst, das hat der Vorgänger deutlich besser gemacht.....
Ja, aber das ist im realen Betrieb nur ein theoretischer Nachteil. Das Problem entsteht, wenn man im Turbo losläuft und sich drauf verlässt, dass sich die Lampe selbst bei ihren ca. 600 lm fängt. Das macht sie nicht mehr, aber der Turbo ist eben auch nicht geeignet, so eingesetzt zu werden. Im Gegenzug bekommt man eine höhere Dauerleistung, wenn das Wetter passt. Ich habe sie probegelaufen und komme im Winter durchaus auf eine Stunde mit einer Helligkeit, die die V3 nicht schafft.

Das Optimum liegt dazwischen. Ich glaube, die Firmware hat das Potential, in einer V5 eine Regelung auf die Beine zu stellen, die vielseitiger ist. Bis dahin haben wir noch beide Optionen, da V3 und V4 im Angebot sind, aber abgesehen vom technisch ästhetischen Nachteil der Regelung ist das in der Praxis halb so schlimm.
 

Dr.Devil

Flashaholic***
24 Juli 2012
5.164
6.172
113
nördlich von Stuttgart
Nice Thomas, very nice :daumenhoch:

Ein review der besonderen Art

Der Ladeport​

Die Wizard lässt sich tailcapseitig laden, kann aber im Gegensatz zu anderen Lampen mit diesem Feature auf einen speziellen Akku verzichten. Der Trick liegt darin, dass der Lampenkörper durch zwei unabhängige Kontakte mit der Tailcap verbunden ist. Löst man diese etwas, liegen die Ladekontakte außen an und die Wizard kann geladen werden. Schließt man die Tailcap, geht der Minuspol des Akkus direkt auf den Lampenkörper. Das ist übrigens auch der Grund dafür, dass das Gewinde nicht anodisiert ist: Es stellt einen der beiden Ladekontakt her. Natürlich funktioniert der Lockout dennoch, da der zweite Kontakt durch das Aufdrehen verlässlich trennt.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich in einem review etwas lese und ich komplett nur Bahnhof verstehe :augenverdrehen:

Da muss ich darüber nach filosofieren :alk:

Die Wizard muss etwas mystisches haben :entsetzt:


Amüsierte Grüße
Jürgen
 
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Crowley

Flashaholic*
14 November 2018
669
403
63
Nähe Wien
Ich hätte nicht gedacht, dass ich in einem review etwas lese und ich komplett nur Bahnhof verstehe :augenverdrehen:

Da muss ich darüber nach filosofieren :alk:

Dann in einfach. Um die Lampe zu nutzen: Tailcap ganz zu. Wenn man dann den Ladepinöpl dran macht, blinkt der rot um zu signalisieren das da was nicht passt. Man muss die Tailcap eien 1/4 Drehung lösen, dann geht das blinken in dauerhaftes rot über und die Lampe wird geladen. Ich weiß jetz tadhoc nicht mehr ob das auch in der gekürzten Anleitung auf Papier steht...ich glaube fast nicht. Was ichd ann schon ein wenig doof finde :)

Aber für jeden mit Internet und der das Review hier findet, erübrigt sich der Blick auf die armytek Seite :D

mir wurde die LAmpe vor kurzem empfohlen und ich finde sie großartig, fetter Winkel, sanfte Übergänge, ordentlich wumms und Laufzeit. Im regelfall läuft die Lampe bei mir nicht im Turbo, wenn ich vernünftig übers Feld schwenken will, ziehe ich die IF22A aus der Tasche.

Eine Frage jedoch an Thomas, was genau verstehst du unter "laufen" ? Bei euch Deutschen ist damit ja auch oft das normale Gehen gemeint, ich würde die Lampe schon beim joggen als eher unangenehm empfinden, denke für flottere Gangarten ist die einfach zu schwer. zum Glück bin ich ja eher der gemächliche Typ, daher spielt das für mich keine Rolle
 
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Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
3.274
1.921
113
Raffnixhausen
Eine Frage jedoch an Thomas, was genau verstehst du unter "laufen" ? Bei euch Deutschen ist damit ja auch oft das normale Gehen gemeint, ich würde die Lampe schon beim joggen als eher unangenehm empfinden, denke für flottere Gangarten ist die einfach zu schwer. zum Glück bin ich ja eher der gemächliche Typ, daher spielt das für mich keine Rolle
Laufen heißt eigentlich Rennen. Das ist der Bewegungsablauf, bei dem zu einem Zeitpunkt beide Füße gleichzeitig vom Boden abheben. Man kann auch Joggen schreiben, aber das ist halt englisch. Und Rennen mag ich nicht schreiben, weil's so klingt, als wäre ich richtig schnell unterwegs :D.

Die Lampe stört nicht dabei, sie ist unter Läufern sogar ziemlich populär.
 
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Kabukimann

Flashaholic**
9 Oktober 2019
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Berlin
Schönes, ausführliches Review @Unheard

Mir ist etwas aufgefallen, dass ich bei der V4 doof finde: Die Lampe behält bei mir nicht das zuletzt eingestellte UI, sondern nach Entfernen, Laden, Einlegen des Akkus ist immer wieder das Non-Pro UI drin. Finde ich schlecht gelöst, wenn man das "Advanced UI" gewohnt ist oder standardmäßig nutzen will.

Natürlich kann ich das durch leichtes Aufschrauben, Schalter gedrückt halten und wieder zudrehen ändern.

Aber da ich den Akku immer extern lade, nervt es mich auf Dauer etwas, auch wenn ich sonst ein großer Freund der Wizard-Reihe allgemein bin.
 

Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
3.274
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Raffnixhausen
Mir ist etwas aufgefallen, dass ich bei der V4 doof finde: Die Lampe behält bei mir nicht das zuletzt eingestellte UI, sondern nach Entfernen, Laden, Einlegen des Akkus ist immer wieder das Non-Pro UI drin.
Das kann ich nicht bestätigen. Für das Review hab ich den Akku oft entleert und aus Zeitgründen extern geladen. Das Advanced UI blieb mir aber immer erhalten.

Vergisst deine Lampe die Einstellung für den Locator/Spannungsanzeige auch?
 

Kabukimann

Flashaholic**
9 Oktober 2019
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999
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Berlin
Das kann ich nicht bestätigen. Für das Review hab ich den Akku oft entleert und aus Zeitgründen extern geladen. Das Advanced UI blieb mir aber immer erhalten.

Vergisst deine Lampe die Einstellung für den Locator/Spannungsanzeige auch?
Das ist seltsam. Ich nutze die V4 nun seit zwei oder drei Monaten, in der Zeit habe ich den Akku mindestens 5x entnommen und geladen. Jedes Mal wieder back to non-pro, selbst wenn ich vorher das advanced UI eingestellt habe.

Von daher hielt ich das bis jetzt für normal.

Nein, an der Locatorlampe ändert sich nichts. Die Locatorlampe blinkt bei mir immer (grün, alle paar Sekunden).
Ich konnte sie bisher leider auch unter Zuhilfenahme der Anleitung nicht ausstellen.

Legst du denn immer gleich einen neuen Akku ein bzw. in absehbarer Zeit?

Ich nutze nämlich nur einen Akku, der ist dann halt immer ein paar Stunden außerhalb der Lampe, bevor ich ihn wieder reinpacke. Und in der Zwischenzeit bleibt die Tailcap meist ab.

Eventuell macht einer dieser Faktoren einen Unterschied (also die Dauer ohne Akku oder die Dauer der abgeschraubten Tailcap)?
 

Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
3.274
1.921
113
Raffnixhausen
Nein, an der Locatorlampe ändert sich nichts. Die Locatorlampe blinkt bei mir immer (grün, alle paar Sekunden).
Ich konnte sie bisher leider auch unter Zuhilfenahme der Anleitung nicht ausstellen.

Legst du denn immer gleich einen neuen Akku ein bzw. in absehbarer Zeit?

Ich nutze nämlich nur einen Akku, der ist dann halt immer ein paar Stunden außerhalb der Lampe, bevor ich ihn wieder reinpacke. Und in der Zwischenzeit bleibt die Tailcap meist ab.

Eventuell macht einer dieser Faktoren einen Unterschied (also die Dauer ohne Akku oder die Dauer der abgeschraubten Tailcap)?
Ich hatte die während des Ladens auch stromlos, teste das aber jetzt nochmal. Am frühen Nachmittag lege ich den Akku wieder ein und berichte.

Der Locator lässt sich abschalten, dann blinkt die Taster-LED nur noch, wenn die Lampe läuft. Das ist wie bei der V3. Dazu Tailcap aufschrauben, Taster gedrückt halten, zu- und gleich wieder aufschrauben. Dann loslassen, wieder zuschrauben und vorbei ist's mit dem Locator.
 
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Kabukimann

Flashaholic**
9 Oktober 2019
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Ich hatte die während des Ladens auch stromlos, teste das aber jetzt nochmal. Am frühen Nachmittag lege ich den Akku wieder ein und berichte.

Der Locator lässt sich abschalten, dann blinkt die Taster-LED nur noch, wenn die Lampe läuft. Das ist wie bei der V3. Dazu Tailcap aufschrauben, Taster gedrückt halten, zu- und gleich wieder aufschrauben. Dann loslassen, wieder zuschrauben und vorbei ist's mit dem Locator.
Mal sehen, vielleicht werde ich das später mal ausprobieren.

Bin eigentlich am Überlegen, mir eine andere Wizard zuzulegen. Hab mich nur noch nicht entschieden welche.
 

Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
3.274
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Raffnixhausen
So, @Kabukimann , Akku ist wieder drin und sowohl die Locator-Einstellung (hatte ich grade testhalber ausgemacht) als auch das Avanced UI sind mir erhalten geblieben. Deine Lampe ist ein Fall für den Service.
 

Kabukimann

Flashaholic**
9 Oktober 2019
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Berlin
Deine Lampe ist ein Fall für den Service.
Bist du sicher? Könnte es nicht sein, dass das so gewollt ist? Denn abgesehen von dieser (für mich unvorteilhaften) Eigenschaft ist sie ja wunderbar.

Nach deiner ersten Aussage, dass das UI gespeichert bleibt, bin ich eher davon ausgegangen, dass dieses Verhalten dann seitens Armytek so gewollt sei. Also, dass man diese Art Memory umgeht, wenn die Lampe lange genug vollständig ohne Energieversorgung ist.

Nun bin ich am Überlegen. Aber da meine bisherige (einmalige) Erfahrung mit dem Armytek-Kundenservice leider sehr bescheiden war, habe ich eigentlich gar keinen Bock auf noch so eine Erfahrung.

Beim ersten Mal wurde mir ein paar Tage nach dem Kauf/der Bezahlung zweier Lampen erklärt, dass eine der beiden bei Kauf vorrätigen Lampen nun doch nicht mehr vorrätig sei und ich stattdessen aber ja auch das nächst teurere Modell kaufen könnte...

Was wenig hilfreich ist, wenn man ein bestimmtes Modell/Lichtfarbe wollte.

Eine Erklärung gab es nicht, was mit der zunächst vorrätigen und dann nicht mehr vorrätigen Lampe passiert ist. Und auch keinerlei Einsicht oder Entgegenkommen in Form von Trost-Rabatt für die nächste Bestellung oder sowas. Nix.

Tendiere deshalb eher dazu, sie dann meinem Kumpel zu verkaufen. Der kann sich mit dem Advanced UI gar nicht anfreunden und ist ziemlich happy, dass es die Wizard jetzt auch mit "normalem" UI gibt (seine Worte).
 

Kabukimann

Flashaholic**
9 Oktober 2019
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Berlin
@Unheard

War wohl falscher Alarm. Habe es nach 1 Minute, 1 Stunde und nach 8 Stunden Unterbrechung probiert (Lampe offen, Akku draußen).

Sie hat die Einstellung beibehalten. :thumbup:

Kann mir sonst nur erklären, dass ich eventuell nach dem Wiedereinlegen des Akkus den Schalter unbeabsichtigt/unbemerkt gedrückt habe, als ich die Tailcap draufgedreht habe.

Andere Erklärung habe ich sonst nicht (außer, es wäre ein Fehler gewesen, der sich so jetzt nicht reproduzieren lässt bzw. noch von anderen Bedingungen abhängt.

Finde es grundsätzlich auch gut, dass es beide UIs gibt. So ist für ziemlich jeden was dabei.
 
  • Danke
Reaktionen: Unheard

Borris

Flashaholic
23 Dezember 2017
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Regensburg
Von der Wizard Pro V3 gibt es mehrere Versionen, über die Zeit wurden von Armytek stetig Verbesserungen vorgenommen. Vermutlich (offenbar) auch am Treiber. Meine beiden V3 verhalten sich nicht so, wie es die Kurve im Review hergibt. Die neueste V3 hat ein Freund erst letzte Woche gekauft (KW4 2022). Diese Wizard Pro V3 White Light hat denselben größeren und leichtgängigeren Taster, den veränderten Kopf/Kühler, die größere TIR und das Stirnband wie die V4 und leuchtet noch etwas kühler und heller als meine V3 White Light aus Januar 2018. Die etwa ein Jahr alte V3 White Light meines Vaters hat auch bereits die bessere LED (Armytek wirbt auf den neueren Verpackungen auch mit neuen Elektronikkomponenten aus USA und Japan), hat aber noch nicht die sonstigen Verbesserungen (außer einem besseren, da weniger weichen Stirnband als meine V3, das aber wiederum noch nicht ganz so gut ist wie das neueste, noch etwas straffere Band der neuesten V3 und der V4).

Meine V3 verhalten sich in der Praxis beim Waldlauf nicht so wie im Review die Kurve bei Kühlung. Ich starte grundsätzlich in Turbo 2. Nach 3 bis 5 Minuten (je nach Außentemperatur) regeln die Lampen (habe 1x White + 1x Warm) stufenlos runter, über einen Zeitraum von etwa 15 Minuten. Dann bleiben sie etwa 30 Minuten konstant auf einem Helligkeitsniveau, dass deutlich sichtbar über dem Niveau des Turbo 1 (900lm) liegt (heller, als wenn man eine Lampe mit frischem Akku auf Turbo 1 einschaltet). Erst nach etwa 45/50 Minuten Gesamtlaufzeit (bei neuen Akkus mit 3120 bzw. 3450 mAh) regeln die Lampen dann relativ schnell deutlich runter. Schon etwa 10 Minuten später zeigt dann der Blink-Indikator an, dass bald Schluss ist, was dann etwa weitere 5 Minuten später auch der Fall ist. Meine V3s verhalten sich in der Praxis eher wie die Kurve der leicht gekühlten V4 im Review. Anfangs einige Zeit heller, dafür hintenraus nicht so lange auf 1200lm. Laut Herstellerbeschreibung sollten sich die V3 aber doch auch exakt so verhalten, nämlich lange Zeit konstante Leistung liefern und nicht in einer Kurve abfallen.

Im Sommer fällt die Leistung meiner V3s schneller ab, regelt dann aber auch immer wieder mal rauf.

Danke für das ausführliche Review. Dachte erst, die V4 geht im Turbo 2 schnell runter auf nur noch 650lm. Das ist ja nun nicht der Fall. Dafür hält sie den Turbo 2 nur kürzer als die V3 und fällt dann ruckartig auf 1200lm ab, ist das richtig? Das geht bei der V3 fließend, man sieht die einzelnen Abstufungen kaum bis gar nicht, besonders im Winter nicht. Zumindest bei meinen V3 ist das so, laufe damit seit vier Jahren mindestens 4 bis 5x die Woche und immer vom Start weg auf höchster Stufe.

Wie alt ist die V3 aus dem Review bzw. wann wurde die gekauft?
 

Leetfighter

Flashaholic
12 Januar 2021
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Ein wirklich gutes und sehr ausführliches Review, vielen Dank dafür! Ich hoffe, es ist ok, wenn ich mich hier jetzt mal dranhänge, denn ich darf seit einiger Zeit die "White Light" Version mein Eigen nennen.;)

Auch meine Lampe wurde mir von Armytek kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle! Insbesondere, da ich eigentlich gar nicht für ein Review geplant war, sondern nur aufgrund einer Verwechselung von Armytek kontaktiert wurde.:grinsen:

Erster Eindruck
Ehrlicherweise hatte ich mich bis dahin eher wenig für Armytek interessiert. Dies hatte mehrere Gründe. Hauptsächlich hat mich der Preis abgeschreckt, und zusätzlich finde ich die Lampen nicht so ansehnlich. Sie erwecken bei mir immer den Anschein "billiges Plastik". Als ich dann meine Wizard C2 PRO (in kaltweiß) in den Händen hielt, war ich erleichtert, dass sie doch tatsächlich aus Metall besteht und sich auch recht wertig anfühlt.
Die Wizard ist mattschwarz anodisiert und fühlt sich an wie gummiert.
Das kann ich bestätigen. Ich hoffe die Anodisierung zersetzt sich nicht in ein paar Jahren, wie diese "Soft Gummierungen".;):p
Leider ist mir auch aufgefallen, dass die Anodisierung relativ kratzempfindlich ist und zusätzlich auch anfällig ist für Flecken und Staub, welcher sehr gut an der Anodisierung haftet...

Das Laden über Magnetstecker ist sehr bequem, durch das zuvor notwendige Lösen der Endkappe schwindet dieser Vorteil aber etwas... Eine USB C Buchse wäre hier universeller und wahrscheinlich nicht so viel langsamer zum einstecken. Bleibt allerdings die Frage, ob die Wasserdichtigkeit dann noch realisierbar wäre...


Das Zubehör

Das Zubehör hat mich positiv überrascht. Das Kopfband fühlt sich wertig an und lässt sich auch über längere Zeit problemlos tragen. Das Überkopfband lässt sich zerstörungsfrei entfernen (und auch wieder anbringen). Lediglich für die Sicherung der Lampe in der Halterung hätte ich mir eine andere Lösung anstatt des O-Rings gewünscht. Er erfüllt zwar seinen Zweck, aber gerade mit kaltem und nassem wetter oder mit Handschuhen ist das befestigen und lösen der Sicherung deutlich erschwert. Hier wäre eine Sicherung mit besserer Griffmöglichkeit besser gewesen.

Ich habe nicht erwartet, dass eine Fahrradhalterung mit dabei ist, entsprechend hat auch diese mich positiv überrascht, auch wenn sie qualitativ nicht ganz mit dem Kopfband mithalten kann. So hat sich bei mir beim testweisen Festschrauben leider mehrfach das "Handrad" von der Mutter gelöst. Außerdem teilt sie natürlich des Problem der "O-Ring Sicherung".

Der Clip trägt recht viel Größe auf, erfüllt aber seinen Zweck, insbesondere aufgrund der diversen Anbringungsmöglichkeiten sehr gut.


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So wird die Lampe geliefert. Alles recht chaotisch, die Lampe selbst ist aber gut geschützt.

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Der Lieferumfang.

Nutzung und Lichtbild

In diesem Punkt hat mich die Lampe wirklich überzeugt!
Der Schalter ist leicht zu finden und dank der seitlichen Position am Lampenkopf auch während des Tragens sehr gut zu bedienen. Der Druckpunkt ist knackig aber nicht zu fest.
Das Ein- und Ausclippen aus der Halterung funktioniert, mit Ausnahme der Sicherung, gut. Die Lampe sitzt stramm drin, lässt sich aber trotzdem noch gut neigen.

Die User Interfaces fand ich zu Beginn etwas verwirrend, insbesondere, da die Bedienung nur in Textform in der Anleitung zu finden ist. Meiner Meinung nach könnte man auch diese textliche Darstellung noch optimieren, teilweise lässt sie noch Raum für Missverständnisse.
Deswegen habe ich die Lampe bisher im "General Type" benutzt und bin damit auch zufrieden. In diesem tut die Lampe, was ich erwarte und gewohnt bin (1H -> Moon; 1C -> Memory; 2C -> Turbo). Die fehlenden Leuchtstufen habe ich bhisher auch nicht vermisst. Trotzdem freue ich mich über die Option eines zweiten UI. Rein von der Konzeption klingt dieses auch sehr Interessant, und ich habe mir vorgenommen es in Zukunft noch einmal auszuprobieren, allerdings nutze ich die Lampe wahrscheinlich zu unregelmäßig, um mich dauerhaft daran zu gewöhnen.

Das Lichtbild ist sehr flutig, was ich von meinen bisherigen Kopflampen nicht gewohnt bin. Das empfinde ich als sehr angenehm, gerade beim Arbeiten auf kurze Distanz. Die Farbtemperatur ist angenehm kalt. Es gibt keine Artefakte im Lichtbild, einen Tintshift gibt es nur minimal ins Gelbe am Rand und in den unteren Leuchtstufen.

Die Leistung, insbesondere in den Turbo Modi ist beeindruckend für eine Kopflampe. In diesen kann man einen kleinen bis mittleren Hof sehr hell erleuchten. Die Dauerleistung ist mehr als ausreichend, selbst auf mittlere Distanz. Aber macht euch davon selbst ein Bild:

IMG_20220918_041753 (Copy).jpgMid 1

IMG_20220918_041805 (Copy).jpgMid 2

IMG_20220918_041817 (Copy).jpg Mid 3

IMG_20220918_041828_1 (Copy).jpg
Turbo

Leider habe ich es nicht geschafft die Helligkeit wirklichkeitsnah einzufangen, es war immer am unteren Ende zu dunkel, oder am oberen komplett überbelichtet... Für mich würde Mid 1 schon reichen um mich sehr sicher selbst in unbekannten Räumen zu bewegen. Turbo macht den Raum heller als die Deckenbeleuchtung :grinsen:

Weitere Bilder im nächsten Beitrag.

Fazit

Insgesamt ist die Lampe für sich betrachtet wirklich gut, ich verstehe warum sie in diversen Kaufempfehlungen immer wieder genannt wird. Leistung, Qualität und (versprochener) Service suchen Ihresgleichen. Mein einziger Kritikpunkt, der nicht kosmetischer Natur ist, ist die Sicherung. Unddort hat man ja eine funktionierende bzw. kann sich diese in vielen Fällen vermutlich auch komplett sparen.

Einen Punkt darf man aber nicht übersehen, und das ist natürlich der Preis. Dieser liegt bei aktuell 105 € plus Versand, was ungefähr dem dreifachen einer ähnlichen Lampe anderer Hersteller entspricht. Mir ist natürlich klar, dass Dinge wie Qualität und Service Geld kosten, aber rechtfertigt das diesen Aufpreis? Das ist glaube ich ein Punkt, den jeder für sich selbst beantworten muss, je nachdem wofür man die Lampe braucht, wie oft man sie braucht und vor allem welche finanziellen Mittel man hat.

Bei entsprechendem Bedarf/ praktischem Nutzen und ausreichenden finanziellen Mitteln kann ich die Lampe sehr empfehlen.
 
28 Januar 2022
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Berlin
Und meinerseits danke für Dein ausführliches Update, @Leetfighter, zu dem Review des Threadstarters.
Das Laden über Magnetstecker ist sehr bequem, durch das zuvor notwendige Lösen der Endkappe schwindet dieser Vorteil aber etwas... Eine USB C Buchse wäre hier universeller und wahrscheinlich nicht so viel langsamer zum einstecken. Bleibt allerdings die Frage, ob die Wasserdichtigkeit dann noch realisierbar wäre...

Interessanterweise hat die günstigere Variante Armytek ELF (C1 und C2) eine Mikro-USB-Buchse mit Gumminubsi, von der Armytek aber sagt, dass sie auch ohne Abdeckung komplett wasserdicht sei. Ich würde Dir zustimmen, dass eine USB-Buchse zu bevorzugen wäre. Aber: immerhin kann man die Armyteks mit Akkus beliebiger Länge füttern, wenn man also mit Blick auf Redundanz auch eine immer-dabei-USB-C-Lösung haben will, kann man einen USB-C-ladbaren Akku verwenden. (Das Angebot ist da noch nicht so üppig, aber da kommt sicher noch was in naher Zukunft).

Ich habe mich trotzdem auch für eine Wizard Pro (die kleine, C1) entschieden, weil sie mehr und damit für mich besser gestaffelte Leuchtstufen hat als die ELF mit Ladebuchse, und gerade Firefly 3 ist bei bei der
Wizard C1 extrem nützlich als "Sparflammen"-Stufe, bei der man trotzdem schon ganz gut was sieht.
Die User Interfaces fand ich zu Beginn etwas verwirrend, insbesondere, da die Bedienung nur in Textform in der Anleitung zu finden ist. Meiner Meinung nach könnte man auch diese textliche Darstellung noch optimieren, teilweise lässt sie noch Raum für Missverständnisse.
Deswegen habe ich die Lampe bisher im "General Type" benutzt und bin damit auch zufrieden. In diesem tut die Lampe, was ich erwarte und gewohnt bin (1H -> Moon; 1C -> Memory; 2C -> Turbo). Die fehlenden Leuchtstufen habe ich bhisher auch nicht vermisst. Trotzdem freue ich mich über die Option eines zweiten UI. Rein von der Konzeption klingt dieses auch sehr Interessant, und ich habe mir vorgenommen es in Zukunft noch einmal auszuprobieren, allerdings nutze ich die Lampe wahrscheinlich zu unregelmäßig, um mich dauerhaft daran zu gewöhnen.

Kann ich nachvollziehen, aber man gewöhnt sich auch schnell. Ich bin gerade dabei, mich auch sehr an das Zebralight-UI zu gewöhnen (umprogrammierte mode groups 6 und 7) und fand anfangs die Armytek-UI besser, jetzt sehe ich auch Vorteile von Zebralight-UI... Mit beiden kann man gut arbeiten, und ich kann auch beide gut auseinanderhalten, im Augenblick ist Armytek meine Kopflampe und Zebralight meine (häufiger benutzte) Taschenlampe.
 

Leetfighter

Flashaholic
12 Januar 2021
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Mir wurde von Armytek noch ein Rabattcode für euch angeboten. Dieser lautet

leetfighter15

Ich erhalte, obwohl er meinen Namen trägt, kein Geld in irgendeiner Form für einen Kauf mit dem Code.
 
Trustfire Taschenlampen

Wubenlight Taschenlampen