Mavolux Digital vs 5032C

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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Aalen/Ulm, um, und herum
Ich hatte zu der Zeit, als die TN32 rauskam, plötzlich ein Luxmeter-Problem. Mein Extech LT300 maß gelegentlich Unsinn (das hatte ich wohl zu robust behandelt), und dem DX LX1330B trau ich auch nicht recht über den Weg.

Zu einem neuen Mavolux, das man dann auch gelegentlich zum Kalibrieren einschicken kann, konnte ich mich (noch) nicht durchringen.

Auf ebay hatte ich dann letzten Sommer ein gebrauchtes Mavolux 5032C ersteigert. Das wollte ich ebenfalls zum Kalibrieren einschicken. Als ich klären wollte, ob sich das lohnt, stellte sich heraus, daß es wohl ein Vorserienmodell sein muß, es hatte gar keine Seriennummer. Die Frage, ob es vielversprechend ist, hat sich nie geklärt. Ich habe es dann selbst kalibriert. Photon war so nett, zur Maginot-Linie sein 5032B mitzubringen. Wir haben ein paar schnelle Versuche vor dem Heimfahren mit ein paar "verschiedenfarbigen" Leuchten samt Halogenscheinwerfern (Auto) gemacht und genialerweise wich meins höchstens um einige Prozent ab. Das ist für das Alter ziemlich anständig und ich bin nun ganz gut ausgerüstet.

Während ich nach einem 5032C(/B) suchte, fiel mir auf, daß ganz gelegentlich auch ein Mavolux "Digital" auftauchte, sozusagen der Vorgänger.

Das habe ich auf Dauer nicht ausgehalten.
Allein schon, weil ich es so hübsch fand.
Und vor kurzem habe ich nochmal eins gefunden und für akzeptable 58 Öre ersteigert.

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(da hat sich auch noch ein Sekonic i-346 reingemogelt, das ich günstig bekam, bevor ich das 5032 fand. Es zeigt etwas zu niedrige Werte an, werde ich auch noch korrigieren, ist aber extrem handlich, also konnte ich nicht widerstehen)


In der Verpackung ist niedlicherweise sogar ein Block samt Stift. Ich weiß noch gar nicht, in welchem Zeitraum das Modell überhaupt hergestellt wurde.

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So, nun aber zum Eingemachten. Die Sensoren sind sich recht ähnlich.

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Der grünliche V(λ) Filter ist einmal auf dem Sensor, einmal an der Streuscheibe verbaut, und beim älteren Modell ist das Kalibrier-Trimmpoti direkt hier im Sensor verbaut. Beim 5032 ist noch ein kleiner Schalter dabei, der automatisch auf Leuchtdichtemessung umschaltet, wenn man den dafür vorgesehenen Adapter aufschraubt. Das war's eigentlich schon.

Hier auch Bilder vom Innleben der Elektronik. Das Kalibrierpoti beim 5032 ist der schwarze Quader ganz links außen auf halber Höhe.

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EDIT: Hier Bilder der Platinen in Originalauflösung: Digital, 5032C. Und das Digital auch leicht seitlich von vorn und hinten.

Ich mußte das Mavolux Digital zwar stark nachregeln, ca. 15%, aber für ein paar verschiedene Quellen (XM-L2 ohne Dom 4900K, SBT90 7000K, und weiße (naja, fast bläuliche) 5mm LEDs (~12000K)) liege ich nur um 1-2 Prozent neben dem 5032C.

Mal schaun, ob's das erstmal war, oder ob ich auch noch einen Luxmeter-Fimmel entwickele.

PS: Wer ein gutes Luxmeter sucht und sehr abenteuerlustig ist (es gibt ganz gelegentlich eins auf ebay), könnte es also auch mit einem solchen Mavolux Digital versuchen :) Hm, grad ist auch eins gelistet, will aber niemand zu Unüberlegtheiten anstiften.
 
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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...Mavolux Digital ... In der Verpackung ist niedlicherweise sogar ein Block samt Stift. Ich weiß noch gar nicht, in welchem Zeitraum das Modell überhaupt hergestellt wurde.
Die entzifferbaren Datecodes auf den ICs sind von 1981/82. Die ICs kenne ich mit Vornamen, zu der Zeit hab' ich mit Elektronik angefangen...
Ist komplett µC-frei. Die HEF4030 (=CD4030, 4-fach XOR) steuern Messbereichsanzeige und/oder Dezimalpunkte im LCD, also alles, was keine Ziffern sind (die steuert der AD-Wandler ICL7116 direkt an). Der grüne Folienkondensator beim ICL7116 ist der Integrationskondensator des Dual-Slope-Wandlers, kritisches Bauteil bzgl. Linearität/Stabilität.
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Schöne Sache! Beim Sommereingrillen können wir dann also "korrekt" messen :thumbup:

Was würde denn jetzt passieren, wenn man mit einer beliebigen Lampe durch so einen Filter leuchtet? Perfekte weißes Licht?

Hab das Gerät bei Ebay direkt mal auf die Beobachtungsliste gepackt.... :D
 

hella

Flashaholic*
6 Februar 2014
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ich finde das toll, wie der sven ALLES auseinander nimmt, und uns an seinen erkenntnissen teilhaben lässt:thumbup:

weitermachen!

gruß, stefan
 

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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Die entzifferbaren Datecodes auf den ICs sind von 1981/82. Die ICs kenne ich mit Vornamen, zu der Zeit hab' ich mit Elektronik angefangen...

Oha, klasse. Und wenn ich geahnt hätte, daß jemand Muße hat, ganz genau hinzuschauen... Ich habe sicherheitshalber noch Bilder in Originalauflösungen ins Album gepackt. (Edit: oben, seitlich vorn, seitlich hinten, oben auch nachverlinkt)

Der grüne Folienkondensator beim ICL7116 ist der Integrationskondensator des Dual-Slope-Wandlers, kritisches Bauteil bzgl. Linearität/Stabilität.

Das heißt bei Verdacht auf Altersschwäche tauschen?

Was würde denn jetzt passieren, wenn man mit einer beliebigen Lampe durch so einen Filter leuchtet? Perfekte weißes Licht?

Nein, das ist nur ein ziemlich schräger Farbfilter - Photon hat mal Schott BG34 erwähnt - der ganz speziell in Kombination mit der Empfindlichkeitskurve der Silizium-Photodiode die Kurve des menschlichen Auges nachahmt. Denn die Photodiode hat eine völlig andere Kurve.

Mit dem Licht einer Lampe würde nur das gleiche wie auf meinem Photo passieren, es würde einfach grün :) Kein sonstiger interessanter Effekt.

Das erinnert mich daran, daß ich die Seite von Gossen mit Anleitungen für ältere Luxmeter verlinken wollte. Und da ist in der Anleitung für das Mavolux Digital auf S.21 zufällig auch eine Illustration drin.
 
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Flashaholic***²
14 September 2011
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Oha, klasse. Und wenn ich geahnt hätte, daß jemand Muße hat, ganz genau hinzuschauen... Ich habe sicherheitshalber noch Bilder in Originalauflösungen ins Album gepackt.

Ein OP hat Datecode 1983, Woche 7. Das ist das jüngste IC in der Schaltung.

Das heißt bei Verdacht auf Altersschwäche tauschen?
Die Kondensatoren altern eigentlich nicht. Und beim Löten macht man's eher schlimmer, Flussmittelreste, Kriechströme. Es wurde damals in allen Applikationsschriften zu den ICL7106/7107/7116 geschrieben, dass man bei der Kondensatorwahl aufpassen muss (möglichst geringe dielektrische Absorption). Das gilt für alle ADCs nach dem Dual-Slope-Prinzip.
 
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