Acebeam Taschenlampen
Imalent Taschenlampen

Köf3's Modding-Ecke (LED-Tests, Umbauten, Beamshots)

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
2.376
113
Olight Taschenlampen
Trustfire
So langsam würde ich vermuten, dass LatticeBright dagegen ankämpft, dass die LEDs als Fälschungen erkannt werden und beim Design massiv nachgerüstet hat. LEDs in dieser Qualität kann ja auch nicht jeder Hinterhof-Hersteller bauen. Das muss schon eine größere Firma sein.
Das dachte ich auch am Anfang. Aber die Unterschiede zur LatticeBright XL sind schon recht deutlich sichtbar (Silikon um Dome, Bondingdrähte, Markierungen, Leuchtfläche), insofern bin ich mir da alles andere als sicher, dass es wirklich eine neuartige LatticeBright XL ist. Auf der LatticeBright-Webseite hat die dort gezeigte XL-LED jedenfalls noch die bekannten Merkmale zur Identifizierung.
Ich war schon am überlegen, diese Erkenntnisse im Fake-LED-Thread des BLF zu schreiben, aber mein schriftliches Englisch ist mittlerweile komplett eingerostet und somit eine völlige Katastrophe. Außerdem müsste ich mich erst einmal dort anmelden. Es steht also jedem TLF-User frei, diese Dinge bei Nennung des Urhebers in englischsprachigen Foren zu verkünden.

Nachher mache ich mal einen vergleichbaren Test der elektrischen Effizienz und der Lichtfarbe. Mal schauen, wie die LED gegen eine XM-L2 U2 abschneidet.

Zum Gruße, Dominik
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
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Ich habe den Test des recht akkuraten XM-L LED-Nachbaus erledigt. Mit erneut recht interessanten Ergebnissen.



Wie immer bei meinnen Diagrammen: für Lichtstromwerte ohne Taschenlampe bitte angegebene Werte mal 1,12 nehmen.

Interessant dabei: der Verlauf des Lichtstroms entspricht fast dem der neutralweißen Cree XM-L im Leistungsbin T4. Die Vorwärtsspannung ist minimal höher als bei der echten XM-L, aber auch hier entspricht der Verlauf dem des Originals.
Die Unbekannte LED ist bei 700 mA minimal effizienter als die XM-L. Am deutlichsten wird der Abstand zur XM-L im Bereich 1,6 bis 2,8 A.
Die XM-L2 läuft in diesem Diagramm natürlich außer Konkurrenz. Die Effizienz ist höher und sie lässt sich besser überbestromen.

Man sieht bei der Unbekannten LED, dass der Lichtstrom bei 5 A kaum noch ansteigt und dabei bereits fast das Maximum erreicht hat. Das entspricht dem Verhalten der LatticeBright XL. Die Unbekannte LED ist im Schnitt etwa 10-12 % effizienter als eine LatticeBright XL.

Die Lichtfarbe der Unbekannten LED überraschte mich. Es ist ein klares Weiß ohne Farbstiche. Die Farbtemperatur liegt bei ≈ 6000 K. Der CRI dürfte wie die meisten kaltweißen LEDs bei 65 liegen.

Diese LED könnte man so direkt in eine Lampe einbauen, ohne Abstriche bei der Lichtfarbe machen zu müssen. Durch die kleinere Leuchtfläche als bei der XM-L ist der Throw größer, wobei dieser Effekt nicht so extrem ausgeprägt ist.
Ich bin mir noch immer nicht sicher, ob das einfach nur eine LatticeBright XL ist. Dafür ist die Effizienz und vor allem aber die Lichtfarbe zu "perfekt".

Zum Gruße, Dominik
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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Acebeam
Endlich ist sie da, die Cree XP-G3. Ich habe sie sogleich einem Test unterzogen. Der hier getestete Bin ist S5, bei ≈ 5700 K Farbtemperatur (Farbgruppe E2).

Ich habe den Emitter bei Mouser gekauft. Dort gibt es diese XP-G3 im momentan besten Bin S5 in Farbgruppe E2 und E3 (≈ 5700 bzw. 5000 K) direkt auf Lager.



Erst einmal ein paar Worte zum Emitter selbst und erste Eindrücke. Er ist fast komplett in Gelb gehalten, Bondingdrähte sind nicht zu sehen. Die Leuchtfläche wirkt "rauer", ähnlich wie bei der Nichia 219C, Punkte oder andere Merkmale auf der Leuchtfläche sind nicht auszumachen. Die XP-G3 hat große Ähnlichkeiten mit der Cree XT-E, welche ebenfalls komplett in Gelb gehalten ist.



Das Substrat ist dunkelgrau bzw. schwarz, ebenfalls wie bei der XT-E.



So sieht die LED unter wenigen mA aus. Die Leuchtfläche ist fein granuliert und von gelben Flecken durchzogen, auch gibt es stellenweise blaue Flecken. Wohlgemerkt, es handelt sich hier um einen Emitter mit ≈ 5700 K Farbtemperatur. Bereits bei diesem Strom schimmert eine gelbe Fläche um den Die, und das wird noch Auswirkungen haben, aber dazu später mehr.

Nun wirds spannend:


Emittertemperatur: 25-35 °C. Bitte beachten, dass der Lichtstrom bei 85 °C Emittertemperatur um 9-12 % absinkt!

Hinweis: unter meiner normalen Messmethodik und dem bekannten Umrechungsfaktor (unter welchem die XM-L2 realistische Werte liefert) bringt die XP-G3 @ 350 mA abzüglich aller Faktoren lediglich ≈ 145 lm, vermutlich durch den deutlich höheren Abstrahlwinkel bedingt. Das kann bei einem Bin S5 (172 lm)-Emitter aber kaum sein. Ich musste also den Umrechnungsfaktor für die XP-G3 anpassen, damit die 172 lm (± 7%) bei 350 mA und 25 °C Emittertemperatur erreicht werden. Deswegen gilt: Lichtstromangaben ohne Gewähr!

Ich habe die XP-G3 mit dem Vorgänger, der XP-G2, und einer XM-L2 verglichen.
Es fällt sofort auf, dass die XP-G3 im Leistungsbin S5 im Gegensatz zur XP-G2 einen deutlich höheren Lichtstrom bei Strömen über 1 A liefern kann. Sie lässt sich außerdem deutlich besser überbestromen. In meinem Fall ist das Maximum der XP-G2 schon bei 5 A erreicht, während die XP-G3 noch deutlich Luft nach oben hat und mein Netzteil die maximale Überbestromung begrenzt. Ich denke, bei 6,5-7A wird das Maximum mit vielleicht grob geschätzten 1600-1650 lm erreicht. Der Sweet-Spot liegt also bei 4,5-5,5 A.
Die XP-G2 hat keine Chance. Bei ihr ist bereits bei 5 A die Luft raus, und mehr als 1000 lm sind da ebenfalls nicht drin.

Mit der XM-L2 U2 kann die XP-G3 trotz ihrer deutlich kleineren Leuchtfläche dagegen bis 2,2 A mithalten. Bei 5 A liefert die XM-L2 U2 einen ≈ 8 % höheren Lichtstrom. Dass sie schlussendlich der XP-G3 davonzieht, dürfte der größeren Leuchtfläche geschuldet sein.

Die Vf ist in der Tat geringer als zuletzt bei den XP-G2 S2. Sie entspricht bis 4 A so ziemlich genau der Vf der XM-L2, ehe bei dieser die Vf deutlich ansteigt. Die XP-G3 tut dies nicht.

Das Lichtbild in einem SMO-Reflektor ist dagegen gewöhnungsbedürftig, trotz perfekter Brennweite und Zentrierung. Der Spot erscheint in der gewählten Farbtemperatur/Lichtfarbe (in diesem Fall ein klares Weiß bei 5700 K und ohne Farbstiche), doch die Korona um den Spot ist vermutlich durch die Reflexionen von der gelben Fläche um den Dome gelblich und bedeutend wärmer.
Dieser Effekt ist auch im Alltag und auf unebenen Oberflächen sichtbar, nicht nur an der Whitewall. OP-Reflektoren habe ich noch nicht probiert, doch hier dürfte der gleiche Effekt auftreten, wenn auch weniger stark ausgeprägt. Bei der Cree XT-E tritt übrigens der gleiche Effekt auf, nur umgekehrt. Die Korona um den Spot herum ist deutlich kälter, der Spot dagegen wärmer.
Bei einer Zoomlampe fehlt eine homogene Lichtfarbe auf dem Die, denn es sind die blauen und gelben Flecken deutlich zu sehen, auch dabei sieht das Lichtbild nicht allzuschön aus.

Mir scheint, als wurde die XP-G3 wie die XT-E vorrangig für allgemeine Beleuchtungszwecke (Straßenlaternen, Indoor-Beleuchtung) entwickelt worden, nicht (mehr) auch für Taschenlampen. In einem Leuchtszenario ohne Optiken treten die Leuchteffekte nämlich nicht auf. Im Punkt Lichtbild ist die XP-G2 klar zu bevorzugen, auch wenn sie eine deutlich geringere Leistung hat.

Mein Fazit: Genau das Lichtbild mit seinen "Merkmalen" ist auch der Grund, warum mir die XP-G3 nur bedingt gefällt und ich sie vorerst nicht verwenden werde. Sie hat deutlich mehr Leistung und lässt sich ebenfalls deutlich besser überbestromen, aber das Dedomen soll durch die Art des Phosphors auf der Leuchtfläche deutlich schwieriger sein (noch nicht getestet), das Lichtbild gefällt mir zumindest in SMO-Reflektoren nicht und die Leuchtfläche ist noch immer so groß wie die der XP-G2 in ihren höchsten Bins.

Zum Gruße, Dominik
 

LED

Flashaholic**
19 März 2011
3.178
1.611
113
Hast du die Möglichkeit, mal einen Beamshot mit SMO und OP Reflektor zu machen?
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
2.376
113
Hast du die Möglichkeit, mal einen Beamshot mit SMO und OP Reflektor zu machen?
Aber sicher doch. :)
Allerdings stößt die Smartphone-Kamera hier eindeutig an seine Grenzen, wenn es um den Kontrast und Farben geht, trotz manueller Einstellung. Ich hoffe die "Beamshots" taugen was.

Beide Reflektoren stammen aus einer Convoy C8, der Betriebsstrom am Labornetzteil beträgt wegen der Handykamera nur 0,8 A (356 lm). Bei höherer Bestromung verringert sich der Effekt ein wenig (er bleibt aber gut sichtbar), aber das kann ich wegen den extremen Kontrasten kaum fotografisch dokumentieren. Der Weißabgleich der Kamera war fest auf 5800 K eingestellt.





Die gelben Ringe sind sichtbar und nerven. Beim OP-Reflektor ist der Effekt weniger stark ausgeprägt, aber noch immer sichtbar. Wenn, dann würde ich die XP-G3 nur mit einem OP-Reflektor nutzen.

Zum Gruße, Dominik
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.191
4.900
113
Essen
Wie sieht es mit der Größe der XP-G3 aus? Ist die XP-G2 bei den Luxwerten überlegen?
Dafür müsste er sie de-domen und möglichst genau die Kantenlänge bestimmen.
Die deutlich höheren Lumenwerte sprechen allerdings dafür, dass die Leuchtdichte auf ähnlichem Niveau geblieben ist.
 

Wieselflinkpro

Flashaholic***
1 Dezember 2014
5.161
2.760
113
Goslar
Wie sieht es mit der Größe der XP-G3 aus? Ist die XP-G2 bei den Luxwerten überlegen?
Unwahrscheinlich.
Die XP-G2 hatte anfangs 1,5x1,5mm = 2,25mm², später (mit höheren neueren Bins) dann 1,6x1,6mm = 2,56mm².
Die XP-G3 sollte auch 1,6mm Kantenlänge haben.
Bei 3A entnehme ich die Lumen mit 825 zu 1050. Das ergibt bei der XP-G2 (mit kleinem Die) 366lm/mm² und bei der XP-G3 410lm/mm²
Und da die neue bei hohen strömen weniger einknickt und eine niedrigere Vf hat, sehe ich hier den klaren Vorteil für die XP-G3. D.h. bei einem Thrower hat man einen weißen Spot und einen gelben Spill. Dedomen sollte mindestens per Rasierklinge möglich sein.
 
  • Danke
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.191
4.900
113
Essen
Unwahrscheinlich.
Die XP-G2 hatte anfangs 1,5x1,5mm = 2,25mm², später (mit höheren neueren Bins) dann 1,6x1,6mm = 2,56mm².
Die XP-G3 sollte auch 1,6mm Kantenlänge haben.
Bei 3A entnehme ich die Lumen mit 825 zu 1050. Das ergibt bei der XP-G2 (mit kleinem Die) 366lm/mm² und bei der XP-G3 410lm/mm²
Und da die neue bei hohen strömen weniger einknickt und eine niedrigere Vf hat, sehe ich hier den klaren Vorteil für die XP-G3. D.h. bei einem Thrower hat man einen weißen Spot und einen gelben Spill. Dedomen sollte mindestens per Rasierklinge möglich sein.
Deine Zahlen stimmen meines Wissens nach nicht ganz. Den Messungen von sma vertraue ich auf Grund seiner großen Sorgfalt am meisten. Auch weil seine aufwendigen Leuchtdichtemessungen immer wieder durch Luxmessungen von fertigen Lampen bestätigt werden.

Die alten XP-G2 LEDs (bis 2014) hatten eine Kantenlänge von 1,3mm, also eine Fläche von 1,69mm^2, abzgl. der Bondingdrähte 1,66mm^2 (siehe hier).

Die XP-G2 S4 von 2015 (zum ersten mal vergrößert) hat er hier vermessen. Sie haben eine Kantenlänge von 1,47-1,5mm, also 2,16mm^2 bis 2,25mm^2 (Bonddrähte noch berücksichtigen). Laut seinen Messungen waren diese XP-G2 S4 also sogar besser als die älteren LEDs mit kleinerem DIE.
 
Zuletzt bearbeitet:

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
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Olight Shop
Um ein wenig Klarheit in die Die-Größe zu schaffen, gibts ein Vergleichsbild. Die LEDs sind alle gleich groß abgebildet, das war mir besonders wichtig. Übrigens interessant: das Silikon der XP-G3 splittert an den Ecken deutlich schneller und einfacher ab als bei der XP-G2. Also Vorsicht, wenn Ihr damit hantieren müsst! Es zeigt aber auch, dass das Silikon oder die Beschichtung auf dem Substrat gelb gefärbt ist.



Bonus:

Vergleichsbilder der XP-G3 zu einer Cree XT-E (ebenfalls ≈ 5700 K):







Man sieht gut, dass sich XT-E und XP-G3 in vielen Punkten gleichen. Unbedarfte Taschenlampennutzer könnten die XT-E schnell mit der XP-G3 verwechseln. Am ehesten lässt sich neben der Leuchtfläche auch der dunkel gefärbte Rand der XP-G3 zur Bestimmung nutzen.

Zum Gruße, Dominik
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
2.376
113
Außerdem habe ich mal eine billige Meco-Zoomlampe mit einem 10 Cent-Stück für die bessere Wärmeübertragung und einem billigen 5*7135-1-Mode-Treiber ausgestattet und die XP-G3 darin eingebaut, um zu zeigen, wie die nicht dedomte XP-G3 in einer Zoomlampe aussieht.

Das ist das Ergebnis:





Keine Ahnung, ob das Euch gefällt, mir gefällt das überhaupt nicht. Das Gelb um den Spot/Die sieht in der Tat so stark aus und nervt selbst im defokussierten Zustand. Im fokussierten Zustand ist diese gelb-blaue Granulierung erkennbar. Ein homogenes Lichtbild sieht eindeutig anders aus. Ich bleibe dabei: die XP-G3 wurde nicht für Optiken entwickelt!

Übrigens: der Die ist ≈ 1000-1500 K kälter als die angegebene Farbtemperatur bzw. Farbgruppe. Wegen dem gelben Ring habe ich große Probleme, die Farbtemperatur von Ring und Die zu bestimmen. In diesem Fall leuchtet der Die wohl mit ≈ 6700-7200 K, vielleicht auch noch mehr. Die angegebene Farbtemperatur wird vermutlich nur zusammen mit dem Licht des "gelben Rings" erreicht...

Zum Gruße, Dominik
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
15.846
11.976
113
im Süden
Du hattest es ja bereits befürchtet:
Hoffentlich weist die Leuchtfläche nicht solche Anomalien wie bei der Cree XT-E und Luxeon Q auf, wo die Leuchtfläche am Rand deutlich kälter als in der Mitte ist, was bei SMO- und auch vielen OP-Reflektoren deutlichst sichtbar ist und nur durch eine Frosted Lens behoben werden kann.
Keine Ahnung, ob das Euch gefällt, mir gefällt das überhaupt nicht. Das Gelb um den Spot/Die sieht in der Tat so stark aus und nervt selbst im defokussierten Zustand. Im fokussierten Zustand ist diese gelb-blaue Granulierung erkennbar. Ein homogenes Lichtbild sieht eindeutig anders aus. Ich bleibe dabei: die XP-G3 wurde nicht für Optiken entwickelt!
CREE sieht das anders: "Optimized for directional, high-lumen applications ... " directional = gerichtet, das bedeutet mit Optik, sie es Spiegel oder Linse. Bei entsprechender Gestaltung derselben vielleicht.
Die Flecken sind doch irgendwie hübsch psychedlisch. Könnte man glatt als Feature vermarkten :)


Unbedarfte Taschenlampennutzer könnten die XT-E schnell mit der XP-G3 verwechseln. Am ehesten lässt sich neben der Leuchtfläche auch der dunkel gefärbte Rand der XP-G3 zur Bestimmung nutzen
Das sicherste Merkmal ist der "gebirgige" Chip der XT-E. Ich glaube, der ist einzigartig.
Sehr schön sieht man das hier ohne den Phosphor - aber auch mit ist es sehr gut sichtbar.

Das dürfte der DA1000 Chip sein (Direct-attach LED chips, keine Bonddrähte).
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
2.376
113
Die Flecken sind doch irgendwie hübsch psychedlisch. Könnte man glatt als Feature vermarkten :)
Ja. Milka hat angerufen, die wollen ihre Kuh LED zurück. :rofl: Cree XLamp MILKA-KUH. :augenverdrehen:
Ne ernsthaft, das Marketing-Gesülze kann sich Cree sparen. Das Lichtbild ist eine Zumutung und taugt bei Nutzung einer Optik höchstens für Hartgesottene, Lichtstrom- bzw. Helligkeitsfanatiker oder Anspruchslose. Klingt hart, aber ist einfach so.

Das sicherste Merkmal ist der "gebirgige" Chip der XT-E. Ich glaube, der ist einzigartig.
Stimmt. Wobei die LEDs sich dennoch auffallend ähneln. Ich frage mich auch, warum sie das Silikon gelb gefärbt haben. Vorher hat es doch so auch gut funktioniert, also warum jetzt krampfhaft irgendwas an der Färbung ändern?!

Zum Gruße, Dominik
 

LED

Flashaholic**
19 März 2011
3.178
1.611
113
Bin mal gespannt, wie das Lichtbild bei einem 20mm tripple aussieht. Sollte ja durch die drei Optiken etwas durchmischt werden.
 

cloudbounce

Flashaholic
14 Februar 2015
235
307
63
Erfurt
Danke für die Messungen Köf! Meine XP-G3 lassen leider noch auf sich warten:(

Kannst du noch die XP-G2 S4 Variante in das Diagramm einfügen? Sie ist ja quasi der direkte Vorgänger der XP-G2 S5. Davon gab es auch zwei Versionen.(http://budgetlightforum.com/node/45689) Beide wären zum Vergleichen interessant. Außerdem interessieren mich die tatsächlichen candela-Werte ohne Reflektor.
Und natürlch warte ich sehnsüchtig auf ein dedoming :thumbsup:
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
2.376
113
Kannst du noch die XP-G2 S4 Variante in das Diagramm einfügen?
Klar, wenn Du mir eine schickst, gerne. :p
Hab leider keine davon hier, könnte höchstens eine XP-G2 S3 der neueren Variante durchmessen (die habe ich auf Lager), aber das bringt dann auch nicht sehr viel.

Ja, ich möchte nachher mal eine XP-G3 - die, die ich hier getestet habe - in Nitroverdünnung schmeißen. Glaube zwar nicht, dass das zufriedenstellend klappt, aber eine LED werde ich mal opfern und mal schauen, was passiert. Wahrscheinlich wird sich bei der XP-G3 nur die Shaving-Methode eignen, wobei es dabei keine Veränderung der Lichtfarbe und Farbtemperatur (Tintshift) gibt.

Zum Gruße, Dominik
 

cloudbounce

Flashaholic
14 Februar 2015
235
307
63
Erfurt
Klar, wenn Du mir eine schickst, gerne. :p
Die, die ich habe sind leider verbaut oder Schrott. Und komplette Messreihen habe ich damit nicht gemacht.

, wobei es dabei keine Veränderung der Lichtfarbe und Farbtemperatur (Tintshift) gibt.
Tja und ich habe mir extra welche im 3A-Bin bestellt, in Hoffnung auf bessere Lichtfarbe nach dem dedomen. Aber wir werden sehen, danke für dein Opfer.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.191
4.900
113
Essen
KJa, ich möchte nachher mal eine XP-G3 - die, die ich hier getestet habe - in Nitroverdünnung schmeißen. Glaube zwar nicht, dass das zufriedenstellend klappt, aber eine LED werde ich mal opfern und mal schauen, was passiert. Wahrscheinlich wird sich bei der XP-G3 nur die Shaving-Methode eignen, wobei es dabei keine Veränderung der Lichtfarbe und Farbtemperatur (Tintshift) gibt.
Tip von mem im BLF dazu: http://budgetlightforum.com/comment/950770#comment-950770
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
2.376
113
So, ich habe Opfer gebracht und die bereits getestete XP-G3 in Nitroverdünnung ertränkt (also chemisches Dedomen).
Mit durchwachsenen Ergebnissen, wie bereits befürchtet. Vorweg: das Dedomen selber hat scheinbar funktioniert. Ein Tintshift hat ebenfalls stattgefunden.


Wenn eine LED in Nitroverdünnung liegt, erscheint der Die bereits so groß wie nach dem dedomen.



Nach zwei Stunden traten erste Erscheinungen auf. Aus irgendeinem Grund scheint es während dem Dedomen eine Art "Blase" auf der rechten unteren Ecke der Leuchtfläche zu geben.
Nach etwas mehr als dreieinhalb Stunden löste sich der Dome von allein ab und schwamm in der Verdünnung.

Und so sah die LED danach aus:





Man erkennt bereits, dass sich an einer Ecke Phosphor abgelöst hat. Diese Ecke klebt noch auf dem abgelösten Silikon-Dome. Die Fläche über dem Die ist unregelmäßig geformt. Es scheint zwei Schichten Silikon mit unterschiedlicher Lösungsmittelresistenz zu geben: einmal der Dome, der sich auch von allein abgelöst hat, und einmal die weitere gelbe Schicht, die auf dem Susbtrat liegt und die Leuchtfläche umschließt.
Die gelb gefärbte Schicht ließ sich auch mechanisch kaum bis gar nicht entfernen, ohne Gewalt anzuwenden. Wahrscheinlich ist sie sehr spröde und robust und würde das Phosphor mit von der Leuchtfläche entfernen.

Also fix die so Dedomte XP-G3 in die Zoomlampe eingebaut und los gings:



Oh weh, oh weh - das tut ja wirklich weh, das zu sehen. :(
Das fehlende Phosphor sorgt für eine tiefblaue Färbung, während sich der gelbe Ring noch deutlich intensiviert hat und noch viel mehr nervt als vorher schon. Der Die selber hat eine wärmere Farbtemperatur angenommen, bei etwa 4500 K. Das ist in etwa der Tintshift, den man auch bei anderen LEDs erwarten würde. Selbst wenn sich das Phosphor nicht von der Leuchtfläche abgelöst hätte, ist das Lichtbild ein schlechter Scherz.



Defokussiert bzw. ohne Einsatz einer Optik ist das Ergebnis wenigstens einigermaßen brauchbar. Der gelbe Ring um den defokussierten Spot hat sich ebenfalls verstärkt (hier auf dem Bild kaum zu sehen), und die Farbtemperatur ist auf neutralweiß heruntergegangen.

Beamshots in einer Reflektorlampe erspare ich mir, denn es man kann es sich bereits denken: noch gelberer und sichtbareren Ring.

Ich bleibe dabei: dedomen ja, aber nur per Rasierklinge (shaving). Das chemische Dedomen ist jedenfalls ein Flop. Shaving habe ich allerdings noch nie gemacht, insofern weiß ich nicht, ob ich noch eine LED dafür opfern soll... :S

Zum Gruße, Dominik
 

Wieselflinkpro

Flashaholic***
1 Dezember 2014
5.161
2.760
113
Goslar
Shaving habe ich allerdings noch nie gemacht, insofern weiß ich nicht, ob ich noch eine LED dafür opfern soll... :S
Dann wirds ja höchst Zeit :p

Ist wirklich nicht schwer. Einfach etwas mit einem Föhn erwärmen, oder warmlaufen lassen. Dann legst du eine Unterlegscheibe um die LED, die du bei Bedarf bzw. nach Augenmaß noch etwas dicker machen kannst mit diesen klebbaren Papier-"Zentrierhilfen".
Dann ziehst du einfach mit der Rasierklinge möglichst gleichmäßig durch. Ich habe häufig mehrere Schnitte gebraucht, besonders bei der letzten Ecke, die sonst meist noch etwas höher ist.
Erfolgreich war es bei mir bei den folgenden LEDs: XHP70, XHP50, mehrere XM-L2, 219C, XP-L, XP-G2.
Bei einer weiteren XP-L ist es schief gegangen. Hier ist der Die einfach zu groß im Verglich zur restlichen LED.
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
2.376
113
Dann wirds ja höchst Zeit :p
Ja, hast ja recht. :p Schon geschehen.

Ich habe allerdings dieses Mal einen 5000 K-Emitter gewählt (Bin S5, Farbgruppe E3 bei ≈ 5000 K), da ich kein kaltweiß mag und diese LED im Falle eines Erfolges eventuell in einer eigenen Lampe einsetzen möchte. Wahrscheinlich wird das dann aber eher eine Referenz- bzw. Test/Vergleichslampe, denn das Lichtbild tue ich mir nicht an.





Nicht sehr schön das Ergebnis, aber immerhin hat es irgendwie geklappt. Fürs erste Mal...

Interessanter ist dann das Lichtbild. Ich nehme wieder die bewährte Meco-Zoomlampe zur Hilfe:





In der Praxis nervt der gelbe Ring noch immer und dieser "Effekt" ist trotz des Shavens nicht besser geworden, im Gegenteil. Farben werden stark verfälscht, wie oben auf dem Bild zu sehen.



Defokussiert bzw. ohne Optik sieht es besser aus (auch wenn der Weißabgleich scheinbar mal meint, dass es keine 5000 K sind). Der gelbe Rand ist aber noch immer da. Shaven ist die einzige Methode, mit der sich die XP-G3 sicher dedomen lässt. Die eigenartigen Effekte im Lichtbild verschwinden dadurch allerdings nicht!

Bonus:

All blue! :ugly:




Da hat selbst die Handykamera kein Bock mehr (siehe das "krieseln" im letzten Bild). :D
Ohne Phosphor strahlt die LED ein blaues Licht aus, was eher schon ins violette abrutscht.

Zum Gruße, Dominik
 

Kenjii

Flashaholic**
21 Mai 2012
1.828
2.988
113
Niederkassel
Shaven ist die einzige Methode, mit der sich die XP-G3 sicher dedomen lässt.
Hallo,

das ist nicht korrekt. MEM hat im BLF gezeigt, dass sie auch chemisch dedomed werden kann. Da er das aber kommerziell betreibt, hat er sein Rezept nicht preis gegeben, um seinen Kunden diese Exklusivität bieten zu können :thumbdown:

Grüße

Kenjii
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
2.376
113
Da er das aber kommerziell betreibt, ...
Also liege ich doch irgendwie richtig. Was bringt uns im TLF das, dass irgendjemand aus kommerziellen Gründen die XP-G3 chemisch dedomen kann, für uns diese Technik aber nicht erreichbar ist? Auf uns Privatleute/Bastler bezogen liege ich gar nicht so falsch. ;)

Ich (und wahrscheinlich viele andere dieses Forums) werden die XP-G3 wohl nicht chemisch, sondern nur per Shaving sauber (!) dedomen können.

Zum Gruße, Dominik
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
2.376
113
Nein. Ich soll die Chemikalie irgendetwas verdünnen. Allgemeiner gehts kaum und deswegen habe ich dem schon keine Beachtung geschenkt.

Ne, auf solche Testreihen um erstmal herauszufinden, wie das chemische Dedomen am besten klappt, habe ich keine Lust und vor allem aber auch keinen Anreiz. Shaven geht schnell und hat bei mir direkt wunderbar geklappt. Mit ein wenig Feingefühl gehts wohl noch besser. Einziges Problem dabei ist der fehlende Tintshift, den ich gerne zum erreichen einer bestimmten Lichtfarbe (und bestimmter Leuchtdichte bei bestimmter Lichtfarbe) nutze.

Aber so schnell werde ich die XP-G3 wegen dem Lichtbild ohnehin nicht verbauen, insofern ist dieses Problem für mich eher keines. Frage mich ja immer noch, was Cree bei der gelben Beschichtung um den Dome geritten hat...

Zum Gruße, Dominik
 
  • Danke
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Kenjii

Flashaholic**
21 Mai 2012
1.828
2.988
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Niederkassel
Er kann es, weil er sich damit beschäftigt, nicht weil er es kommerziell betreibt. Du solltest andere Meinungen zulassen können, wie "wir" im TLF das auch tun ;)

Zum Gruße :rofl:
 
  • Danke
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Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
2.376
113
Gut. Dann haben wir das ja auch geklärt. :)
Morgen - oh naja, eher heute - mache ich mit der per Shaving dedomten XP-G3 mal ein paar Beamshots in Reflektoren (Convoy C8 OP/SMO), um mal ein wenig Klarheit über das Lichtbild in Reflektorlampen zu erlangen. Vielleicht ist das Lichtbild doch nicht so schlimm, wie ich befürchte...

Zum Gruße, Dominik
 
  • Danke
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Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
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113
Hmm, ich befürchte fast das die XP-G3 mit shaved Dom nicht die Luxwerte wie eine dedomte XP-G2 erreicht, somit wird es eventuell schwieriger Extremthrower zu bauen...
Doch ich denke schon, da der Lichtstrom im Gegensatz zur XP-G2 deutlich höher ist, vor allem ab 4-5 A.
Die Leuchtfläche ist zwar in der Tat größer, aber dieser Negativeffekt hebt sich durch den deutlich höheren Lichtstrom wieder auf, wobei da natürlich die Frage ist, ob es einen nennenswerten Gewinn an Helligkeit gibt, der den Einsatz der XP-G3 rechtfertigt. Dafür muss die Lampe sowieso sehr hoch (6-7 A) bestromt werden.

Zum Gruße, Dominik
 
  • Danke
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Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
2.376
113
Was für eine Lampe ist das? Wann gekauft? Welche Lichtfarbe?
Kannst Du ein Bild von schräg vorne machen bzw. die LED gar ausbauen und dann fotografieren?

Zum Gruße, Dominik
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
2.376
113
Ok, tu das. :)
Bei der bisherigen Fakten- und Fotolage kann ich jedenfalls nicht sagen, was das für eine LED ist.
Wenn Du ohnehin eine andere LED in diese Durapower-Lampe einbauen möchtest, kannst Du mir die unbekannte LED gerne zuschicken, damit ich diese mal ausführlich auf DTP-Kupferboard teste und fotografiere (falls Du Dein Sample überhaupt "modden" darfst).

Zum Gruße, Dominik
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
1.967
2.376
113
Im Nitecore HC30-Thread gibt es ein paar Berichte über ein Flackern, wenn man leicht auf die Tailcap klopft. Je kürzer der Akku ist, desto stärker ist der Effekt ausgeprägt. An sich ist die HC30 ja eine sehr tolle Lampe, kompakt, mit genug Leistung, als Stirnlampe nutzbar (so wurde sie ja auch vorgesehen), mit einem tollen UI und einer durchaus vorhandenen Modding-Freundlichkeit.

Wäre da nicht das Flackern - denn das hat mein Exemplar auch, welches ich bereits auf eine ≈ 2900 K warme XM-L2 umgebaut habe. Deswegen habe ich beschlossen, dem ein Ende zu setzen. Es sollen ungeschützte (mit Magnet für Button) und kurze geschützte Akkus perfekt hineinpassen, ohne dass die Lampe bei Erschütterungen flackert oder gar ganz ausgeht.

Die Mod ist simpel und ich beschreibe die Vorgehensweise ausführlicher als sonst, denn vielleicht kann dieser "Umbau" dem einen oder anderen HC30-Nutzer helfen, das lästige "Feature" zu beseitigen.

Ich benötigte folgende Teile:

10 Cent-Stück (meines war aus Münzprägestätte F, Jahr 2002)
Feile
originale Feder
kleine Kneifzange
Lötzinn und Lötkolben
einen Schraubstock zur optimalen Fixierung
sowie Nitroverdünnung zur Reinigung

Los geht's!

Alles fing bei mir letztendlich mit dem Bruch der serienmäßigen, leider zu dünnen Feder der Nitecore HC30 an:



Ich wollte sie erneut langziehen und da habe ich es dann wohl übertrieben. :D

Also habe ich mal wieder die europäische Währung bemüht. Ein 10 Cent-Stück besteht aus sogenanntem "Nordischen Gold", welches wegen der Zink- und Kupferanteile zu den Messinglegierungen zählt. Durch den mit 89 % sehr hohen Kupferanteil sollte es auch Lötzinn gut annehmen, doch das wusste ich zu dem Zeitpunkt (noch) nicht. Außerdem passt die Größe bereits recht gut, um sie in die Tailcap einzusetzen. Gute Voraussetzungen also:




Einfach die Prägung wegfeilen oder wegschleifen und die Münzen in den zur Tailcap der HC30 passenden Durchmesser bringen.

Kurzer Test, ob die modifizierte 10 Cent-Münze Lötzinn annimmt: Check!



Also habe ich dann direkt die originale Feder der HC30 auf die "Münze" gelötet. Dafür habe ich meinen Reflow-Lötkolben wie bei einem LED-Board unter die Münze gehalten und die Feder sozusagen "gereflowed". Aber auch klassisches Verlöten von der Seite an der Feder ist möglich.

Noch ein wenig mittels Nitroverdünnung und Taschentuch die Flussmittelreste beseitigt und et voilá - fertig ist die modifzierte Tailcap. :)



Die Münze hält von allein in der Tailcap. Um die genau passenden Maße zu treffen ist ein wenig Fingerspitzengefühl und vor allem Geduld angesagt. Die Tailcap lässt sich problemlos auf- und zuschrauben, die Münze verbleibt nach dem Aufschrauben in der Tailcap.

Kurzer Test:

Ungeschützte IMR 18650 (NCR18650PF, Vapcell IMR, Sony VTC5A) passen mit Magnet für Button-Top, allerdings treten bei starkem Klopfen noch immer Flackereffekte auf. Allerdings ist das schon ein deutlicher Fortschritt gegenüber vorher, wo bereits eine leichte Erschütterung genügt hat.
Perfekt wird es dann bei kurzen geschützten Akkus: Eagtac 3400 mAh und Soshine 3600 mAh passen wunderbar, und auch bei sehr starken Erschütterungen gibt es kein Flackern mehr! Meine Anforderungen wurden erfüllt - und als nettes Bonbon oben drauf gibt es auch kein nerviges Geklapper mehr im Batterierohr!

Wer auch bei ungschützten Akkus eine absolute Flackerfreiheit möchte, kann 50 Cent-Stücke probieren. Die sind um 0,3 mm dicker als die 1,93 mm dicken 10 Cent-Stücke und können den Kontakt auch bei ungeschützten und damit kürzeren Akkus sicherstellen. Zu 50 Cent-Stücken kann ich allerdings nichts sagen, da ich diese nicht ausprobiert habe.
Eventuell kann auch die Verwendung einer anderen, steiferen Feder zum gewünschten Erfolg führen.

Zum Gruße, Dominik
 

Sergakim

Flashaholic*
2 Januar 2014
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Meppen
Kannst du anhand des Bildes beurteilen um was für eine LED es sich handelt?
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Wenn ich ein Tipp abgeben müsste, würde ich sagen es ist eine XP-G2, weil diese Kontaktdrähtchen zu den Ecken verlaufen.
Das würde auch zu den Leistungsdaten passen.

Hier mal ein Bild, was ich mit einer MakroLinse, von einer Dedomten XP-G2 Led, gemacht habe.

(Übrigens, von Dominik Dedomt)

Bei eine XM-L2 würden sie ehr zur Mitte verlaufen. Und von der LED-Oberflächenstruktur kann es nur eine XM-L2 oder XP-G2 sein.

Aber ich kann mich auch täuschen.
 
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Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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Wenn ich ein Tipp abgeben müsste, würde ich sagen es ist eine XP-G2,
Auf dem ersten Blick ja, aber auf dem zweiten doch eher nicht, schon allein weil keine Markierungen unter dem Silikon (Anode!) zu sehen sind. Außerdem existiert ein schwarzer "Rahmen" um das Substrat der LED, welchen die XP-G2 ebenfalls nicht aufweist. Es ist keine Cree, und wenn, dann eine "Prototyp"- oder Vorserien-LED.
Da ich auch die Strukturierung der Leuchtfläche nicht sehen kann, kann ich eine LatticeBright XG(2) zumindest nicht ausschließen.

Mal schauen, vielleicht kann ich diese LED bald durch meinen Test-Parcour jagen, wenn RS.FREAK mir sie zuschickt. Dann kann ich auch einen Vergleich mit einer XP-G2 und XP-G3 liefern. :)

Zum Gruße, Dominik
 
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Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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Juhu, endlich ein neuer LED-Test! :)

Dieses Mal ist es eine unbekannte LED im XM-Format, welche stark an die Cree XM-L2 erinnert. Sie kann man insbesondere in sehr günstigen Taschenlampen finden, ist aber recht selten. Ich habe sie aus dieser Taschenlampe ausgebaut.



Es ist ein Emitter mit einer Größe von 5 x 5 mm, und entspricht damit der Cree XM-Serie. Darum nenne ich diesen Emitter auch folgend einfach "unbekannte XM-LED". Sie ist aufgrund verschiedener Merkmale jedenfalls keine LatticeBright XM, warum, dazu später mehr.
Generell weist diese LED recht viele Gemeinsamkeiten zur Cree XM-L2 auf, auf welche ich im folgenden kurz eingehen werde.

Hier erst einmal der optische Vergleich zu einer LatticeBright XL (Cree XM-L Pendant, in den Bildern rechts):




Die Unterschiede sind sehr deutlich und schnell erklärt. Andere Leuchtfläche, andersfarbiges Substrat und andere Farbe der Beschichtung unter dem Silikon, nur zwei statt drei Bondingdrähte.

Interessanter wird der Vergleich mit einer Cree XM-L2:




Hier sind die Unterschiede schon etwas geringer. (Nein, den schlechten Zustand der XM-L2 meine ich damit nicht. ;) )

Sofort fällt trotzdem die Leuchtfläche auf, die bei der XM-L2 deutlich sichtbar größer ist. Außerdem ist bei dieser auch der Rand der Leuchtfläche "ausgefranster" und die Kontakte für die Bondierungsdrähte sind rund statt wie bei dem unbekannten XM-Emitter eckig. Abgesehen davon fehlt bei der unbekannten LED eine dunkelgraue, viereckige Markierung, die bei einer LatticeBright XM vorhanden ist.
Auch ist gut zu sehen, wie bei der unbekannten LED das ESD-Schutzelement (von mir gerne als "dritter Draht" bezeichnet) neben der Leuchtfäche fehlt. Bei der XM-L2 und der LatticeBright XL sowie XM ist es vorhanden und auch auf Fotos neben der Leuchtfläche sichtbar.

Die Punkte sind auf dem unbekannten Emitter besser erkennbar, und entsprechen von der Anordnung her dem Muster auf der Cree XM-L2. Eine LatticeBright XM hat die Punkte in einem quadratischen Muster angeordnet.

Reine Leuchtfläche (also ohne Bondierungen):
  • unbekannte XM-LED: 6,73 mm²
  • XM-L2: 8,90 mm²
  • LatticeBright XL: 7,14 mm²

Die unbekannte XM-LED hat also zur XM-L2 eine um 24,4 % und eine zur LatticeBright XL um 5,8 % kleinere Leuchtfläche.




Wichtiger Hinweis: ich habe eine kleine, aber sehr wichtige Änderung in meinem Messverfahren vorgenommen. Die im Diagramm und meinen Texten angegeben Lichtstrom-Werte sind nunmehr LED Lumen. Heißt: der Lichtstrom, wie er direkt aus dem Emitter kommt, nicht wie vorher aus einer Taschenlampe. In Zukunft werde ich sämtliche LED-Test-Diagramme und Texte nach diesem Lichtstrom-Schema erstellen, was die Vergleichbarkeit zu anderen Testdiagrammen auch aus anderen Foren deutlich verbessert. Eventuell werde ich bald die bisherigen Diagramme ebenfalls auf die neue Messwerte-Darstellung umändern.



Man sieht im Diagramm schnell die geringere Effizienz der unbekannten XM-LED (in rot). Bis 0,6 A ist diese allerdings sogar um wenige Prozentpunkte höher als bei der XM-L2 U2, ehe die Lichtstromkurve abflacht. Und das hat Gründe: bereits bei etwa 4,6 A ist bei der LED die Luft raus. Der Lichtstrom steigt mit weiter erhöhtem Betriebsstrom nicht mehr, dafür verfärbt sich das Licht der LED hellblau, ein klares Zeichen für zu hohe Überbestromung.
Bei der bei diesem Emitter maximalen Bestromung von 4,4 A werden 1257 lm erreicht. Die Cree XM-L2 im Leistungsbin U2 erreicht bei gleichem Betriebsstrom 1519 lm, das sind 17,3 % mehr.
Durch die zur XM-L2 24,4 % kleineren Leuchtfläche hat dieser unbekannte Emitter eine etwas höhere Leuchtdichte.

Ab 3-3,4 A wird die Messung der unbekannten LED schwierig, was auch gut im Lichtstromdiagramm sichtbar ist. Trotz perfekter Lötung auf dem Noctigon-Board sinkt der Lichtstrom innerhalb weniger Sekunden schnell um einige Prozent ab, was genaue Messwerterfassung sehr schwierig macht. Offenbar ist der Wärmewiderstand der LED recht hoch.

Die Vorwärtsspannung der unbekannten XM-LED ist gering und entspricht fast genau der Kurve der LatticeBright XL. Sie ist mit 3,31 V bei 4,4 A deutlich geringer als bei der XM-L2 bei gleichem Betriebsstrom (3,84 V).

Das Lichtbild und die Lichtfarbe ist in Ordnung. Es gibt in einem Reflektor keine nervigen Artefakte wie verschiedenfarbige Ringe oder dunkle Punkte im Spot. In einer Zoomlampe sieht man lediglich einen "Abdruck" der Leuchtfläche mitsamt den kleinen Punkten, aber keine unangenehmen Reflexionen vom Substrat o.ä., wie es bei der XP-G3 der Fall ist. In diesem Szenario entspricht die unbekannte LED der XM-L2.

Die Farbtemperatur liegt bei etwa 7000-7200 K. Das Licht ist ein Weiß mit einem kaum ausgeprägten Blaustich. Sonst gibt es keine Farbabweichungen ins Grün oder Gelbe. Für Freunde des kaltweißen Lichts dürfte die Lichtfarbe als in Ordnung durchgehen. Die Farbwiedergabe entspricht der einer XM-L2, also 65-70.

Im Großen und Ganzen ist diese LED brauchbar und erfüllt ihren Zweck der Lichterzeugung ohne große Abstriche. Im unteren Leistungsbereich hat sie eine durchaus annehmbare Effizienz und eine kaltweiße, nicht zu blaue, Lichtfarbe.

Zum Gruße, Dominik
 
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