Erfahrungen mit dem "unsauberen" Strom

8 April 2022
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Hallo Zusammen!

hat jemand von den Forenmitgliedern die Erfahrung gemacht, ob und wie die Ladegeräte (speziell für die Li-Ion Akkus) den "unsauberen" Strom vertragen?
Unter "unsauber" meine ich z.B. den Strom von dem Diesel-Generatoren und den sonstigen Notstromerzeugern ohne den Inverter, wo es Schwankunden in Bezug auf Volt-/Frequenz-Werte geben kann.

Es ist ja bekannt, dass man an solche Geräte keine empfindliche Elektronik direkt anschließen sollte. Die Frage ist: Zählen die Ladegeräte, insbesondere intelligenterer Art (i.e. Nitecore UMS4 und Vapcell S4 plus), dazu?

Das gleiche würde mich auch für die Taschenlampen interessieren, die direkt über einen USB Port geladen werden können.

Vielen Dank im Voraus!
 
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KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
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Ein Generator sollte erst einmal
hat jemand von den Forenmitgliedern die Erfahrung gemacht, ob und wie die Ladegeräte (speziell für die Li-Ion Akkus) den "unsauberen" Strom vertragen?
Unter "unsauber" meine ich z.B. den Strom von dem Diesel-Generatoren und den sonstigen Notstromerzeugern ohne den Inverter, wo es Schwankunden in Bezug auf Volt-/Frequenz-Werte geben kann.
Also die "üblichen Notstomversorgungen" sind in der Regel geregelt, und es kommt ca. 230V mit 50Hz. Es ist nur oft eben kein reiner Sinus, und die 50Hz sind vielleicht nicht so genau, wie am Netz und weichen vielleicht etwas ab. Aber bei solcher Art Quellen sollte es kein Problem geben.

Was für Notstromerzeuger meinst Du denn? Kannst ja mal was verlinken. Ich lerne auch gerne was dazu.
 
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Lokführer i. R.

Flashaholic
1 Dezember 2021
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Eichsfeld
Auf unseren E-Loks gab es zwei Steckdosen 230 V und einmal 50 und 60 Hz. Mit der 60 Hz Dose sollte man keine Telefone, Notebooks u.ä. betreiben. Wir haben es aber trotzdem gemacht, negative Auswirkungen haben wir nicht bemerkt.
 
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8 April 2022
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Also die "üblichen Notstomversorgungen" sind in der Regel geregelt, und es kommt ca. 230V mit 50Hz. Es ist nur oft eben kein reiner Sinus, und die 50Hz sind vielleicht nicht so genau, wie am Netz und weichen vielleicht etwas ab. Aber bei solcher Art Quellen sollte es kein Problem geben.

Was für Notstromerzeuger meinst Du denn? Kannst ja mal was verlinken. Ich lerne auch gerne was dazu.
Das ist nichts aus der eigenen Nutzung.
Ab und zu finden man sich jedoch in den K-Gebieten, wo der Strom am einfachsten nur von einem Diesel-Generator zu bekommen ist. In einigen weniger entwickelten Ländern hat das Stromnetz in den Unterkünften auch keinen guten Eindruck gemacht, z.B. wenn die Beleuchtung regelmäßig flackert oder die Helligkeit ändert.
Normalerweise gibt es schon die Möglichkeiten an den DC Strom zu kommen (z.B. 12V DC in den Fahrzeugen), aber ich wollte lieber nachfragen, anstatt blind "trial&error" mit einem Ladegerät oder einer Lampe zu spielen. Leider habe ich bisher keine Erfahrung mit den Li-Ion Akkus, Ladegeräten und Taschenlampen (und deren Verhalten in sochen Umständen) machen können. Inzwischen wünscht man sich aber etwas mehr Leistung/Ausdauer und da führt wohl kein Weg an Li-Ion vorbei.

Die Antworten von Dir und @Lokführer scheinen erstmals darauf hinzudeuten, dass die geringfügigen Abweichungen kein Problem darstellen sollten.
 
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KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
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Auf unseren E-Loks gab es zwei Steckdosen 230 V und einmal 50 und 60 Hz. Mit der 60 Hz Dose sollte man keine Telefone, Notebooks u.ä. betreiben. Wir haben es aber trotzdem gemacht, negative Auswirkungen haben wir nicht bemerkt.
Guter Hinweis. :thumbup:
Moderne Schaltnetzteile haben in der Regel einen Spannungsbereich zwischen 110-230V bei 50-60Hz. Bei allen USB Netzteilen die ich besitze ist das auch so...
 
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Guter Hinweis. :thumbup:
Moderne Schaltnetzteile haben in der Regel einen Spannungsbereich zwischen 110-230V bei 50-60Hz. Bei allen USB Netzteilen die ich besitze ist das auch so...
Ja, das macht definitiv Sinn.
Ich würde dann sicherheitshalber vielleicht die Akkus nicht in der Taschenlampe laden, sondern nur über das Ladegerät, und noch schauen, dass es ein einfaches Ersatz-Ladegerät (oder zwei) in den Fahrzeigen liegt. Und natürlich paar Extra-Akkus mitnehmen.
 

KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
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Ja, das macht definitiv Sinn.
Ich würde dann sicherheitshalber vielleicht die Akkus nicht in der Taschenlampe laden, sondern nur über das Ladegerät, und noch schauen, dass es ein einfaches Ersatz-Ladegerät (oder zwei) in den Fahrzeigen liegt. Und natürlich paar Extra-Akkus mitnehmen.
Nun es kann aber durchaus sein, dass die Spannung nicht in dem Bereich liegt. Ich könnte mir vorstellen in entlegenen Gebieten z.B. Afrikas oder sonsigen Gebieten mit gebastelter Notversorgung, das die Spannung da hin und her wackelt. Wenn möglich würde ich eher eine reine Gleichspannungsversorgung bevorzugen. Ich würde aber kein normalen LiIon Lader dort betreiben.
Üblicherweise schwankt die Spannung bei uns nicht so stark, 110V wäre z.B. grosse Teile von Amerika, 230V im Prinzip Europa.... Alternativ wäre auch bei begrenztem Aufenthalt die Nutzung von Lithium Batterien eine Option.
 
8 April 2022
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Nun es kann aber durchaus sein, dass die Spannung nicht in dem Bereich liegt. Ich könnte mir vorstellen in entlegenen Gebieten z.B. Afrikas oder sonsigen Gebieten mit gebastelter Notversorgung, das die Spannung da hin und her wackelt. Wenn möglich würde ich eher eine reine Gleichspannungsversorgung bevorzugen. Ich würde aber kein normalen LiIon Lader dort betreiben.
Üblicherweise schwankt die Spannung bei uns nicht so stark, 110V wäre z.B. grosse Teile von Amerika, 230V im Prinzip Europa.... Alternativ wäre auch bei begrenztem Aufenthalt die Nutzung von Lithium Batterien eine Option.
Es muss gar nicht so entlegen sein, habe ich feststellen müssen...

Klar, wenn das Stromnetz eindeutige Probleme aufweist, wird da nichts empfindliches/wichtiges eingesteckt. Dann lieber 12V DC an den FZs oder den Generator.
Ich werde auch den Vorschlag machen, dass die 12V DC Splitter standardmäßig der FZ-Ausrüstung zwecks Flexibilität hinzugegügt werden. Die gibt es inzwischen mit den zusätzlichen USB Ports.
 

Faschma

Flashaholic*
30 Oktober 2019
809
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Berlin
Für solche Fälle habe ich mir einen Solargenerator mit Solarzelle gekauft. Die Leistung beträgt bei mir 300W, was für viele Anwendungen reicht.
Kann auch mit "normalem" Strom nachgeladen werden. Der integrierte Umwandler erzeugt reinen Sinus.
Es gibt da viele Angebote im I-Net, ich bevorzuge Allpowers (auch bei Amazon erhältlich).
 
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steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
6.316
5.439
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Bielefeld, NRW
... ob und wie die Ladegeräte (speziell für die Li-Ion Akkus) den "unsauberen" Strom vertragen?
Solche Ladegeräte haben immer ein Netzteil, egal ob als externes NT (Vapcell S4 Plus) oder fest eingebaut oder in Form eines USB-Netzteils. Das ist in allen mir bekannten Fällen ein so genanntes Schaltnetzteil.

Prinzipbedingt arbeiten Schaltnetzteile intern gar nicht mit klassischer Sinus-Wechselspannung, sondern mit gleichgerichteter und anschließend getaktet geschalteter Gleichspannung.
Die aus dem Netzanschluss zugeführte Wechselspannung wird zuerst durch einen Vollweg-Gleichrichter (Brückengleichrichter, Graetz-Brücke) gleichgerichtet und dann mit Hilfe von Glättungskondensatoren noch geglättet.
Diese Hochvolt-Gleichspannung wird danach durch einen MOSFET hochfreqent getaktet ("zerhackt") in einen (kleinen) Transformator eingespeist und dort auf die erforderlichen Werte herunter transformiert, durch LC-Glieder gefiltert und wiederum noch durch Kondensatoren geglättet, so dass eine saubere Niedervolt-Gleichspannung am sekundärseitigen Ausgang anliegt.
Dazu gibt es dann noch eine Feedback-Schaltung mit Regelung usw., alles ziemlich aufwändig.

Nach dem ersten Schritt (Gleichrichtung und Glättung der Netz-Wechselspannung) ist von der ursprünglichen Wechselspannungswellenform ohnehin nichts mehr übrig, weshalb Schaltnetzteile problemlos sowohl mit Sinus-Wechselspannung als auch Rechteck-Wechselspannung oder Trapezformen oder so etwas zurecht kommen.

Außerdem sind heutige Schaltnetzteile als so genannte Weitbereichs-Schaltnetzteile ausgelegt und vertragen oft einen Eingangsspannungsbereich von z.B. 90 - 240 V AC.
Das nützt auch dem Hersteller, denn so kann er stets das gleiche NT verwenden, egal ob in Europa mit 230V/50 Hz oder den USA mit 120V/60Hz oder Ost-Japan mit 100 V/50Hz oder West-Japan mit 100V/60Hz.
Lediglich das Anschlusskabel/der Anschlussstecker muss angepasst werden, das Innenleben solcher Netzteile bleibt gleich.

Man kann vereinfacht ausgedrückt sagen, dass die komplexe Umformung der Eingangs-Wechselspannung im Schaltnetzteil auch wie eine Art Filter wirkt.
Die Frage ist: Zählen die Ladegeräte, insbesondere intelligenterer Art (i.e. Nitecore UMS4 und Vapcell S4 plus), dazu?
Nein, Ladegeräte mit Schaltnetzteil (auch konkret Vapcell S4 Plus & Nitecore UMS4) gehören nicht zu den "empfindlichen" Geräten, ihr vorgelagertes Schaltnetzteil sorgt für eine entsprechende Filterung.
Das gleiche würde mich auch für die Taschenlampen interessieren, die direkt über einen USB Port geladen werden können.
Auch hier: USB-Netzteile sind Schaltnetzteile (sonst wären die nicht so klein und leicht) und sind als Weitbereichs-Schaltnetzteile ausgelegt.
Man muss sich keine Sorgen machen, die vertragen eine große Spanne an Eingangsspannungen und Wellenformen und sorgen für eine stabile Ausgangs-Gleichspannung.
 
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8 April 2022
20
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Für solche Fälle habe ich mir einen Solargenerator mit Solarzelle gekauft.
Interessante Idee. Ich sehe da aber ein paar Regelungshürden.
Es wird auch nötig sein, sich etwas ausführlicher darüber zu informieren, speziell zu den Themen Robustheit, Zuverlässigkeit, Schutz etc.
Vielleicht kann man das als eine Art Mannschaftsstromspeicherzelle in der Zukunft einsetzen.
Auch hier: USB-Netzteile sind Schaltnetzteile (sonst wären die nicht so klein und leicht) und sind als Weitbereichs-Schaltnetzteile ausgelegt.
Man muss sich keine Sorgen machen, die vertragen eine große Spanne an Eingangsspannungen und Wellenformen und sorgen für eine stabile Ausgangs-Gleichspannung.
Das ist sehr ausführlich gewesen. Herzlichen Dank!
Damit sollten die Fragen beantwortet sein.