Lithium Eigenbau-Mini-Notfalllader

Banane

Flashaholic**
3 August 2016
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Stuttgart
Hallo Leute,

inspiriert von einem Bericht über einen Notfall-Lader für Geräte, welche über USB geladen werden (Smartphones u.Ä.), habe ich mir leichte Notfall- bzw. Backup-Lader für Li-Ion-Akkus gebastelt, welche ich Euch vorstellen möchte:

Bei vielen (chinesischen) Anbietern (z.B. Fasttech) gibt es Kits zum Selberbauen von Powerbanks. Hier habe ich mich mit zwei Modellen eingedeckt. Hiermit lassen sich Li-Ion-Zellen sowohl laden (mit 0.5A) als auch entladen (mit 1A, zum Laden vom Handy etc.). Die Kontaktierung erfolgt jeweils mit Neodym-Magneten. Diese halten an der Kathode von geschützten Akkus manchmal schlecht (je nach Material des PCB), hier hilft dann ein zweiter Magnet.

Variante 1 habe ich direkt in ein gekürztes Powerbank-Gehäuse eingepackt, das Gewicht beträgt 17g:
PENA4394.JPG


Variante 1 beim Laden eines 18650-Akkus mit ca. 0.5A. Es ist ein einfacher Abwärtswandler verbaut, so dass auch am Akku 0.5A ankommen (gemessen). Das Ladeverfahren zeigt eine typische CC/CV-Kurve, die Ladeendspannung liegt bei 4.21V, die anschließende Ruhespannung des Akkus liegt bei 4.18V:
PENA4401.JPG


Variante 1 beim entladen des 18650er (angeschlossene Powerbank wird mit ca. 1A geladen, der Strom bricht bei abnehmender Zellenspannung auf ca. 0.8A ab). Die Zelle wird etwas tief bis ca. 2.6V entladen, die anschleißende Ruhespannung beträgt danach ca. 3V. Mit der Panasonic-Zelle geht das aber in Ordnung, und man muss ja nicht komplett entladen. Bei unter 3.3V wird die blaue Kontrollleuchte sichtbar dunkler:
PENA4402.JPG


Variante 2 ist noch kompakter und leichter, hier ist einfach die Elektronik in einem Schrumpfschlauch eingepackt und die Kontaktierung nach außen geführt:
PENA4398.JPG


Das Laden des 18650ers erfolgt wie bei Variante 1 mit 0.5A mit CC/CV bis 4.22V, Ruhespannung anschließend 4.19V:
PENA4400.JPG


Das Entladen erfolgt mit etwas geringerem Strom als bei Variante 1. Entladeendspannung liegt wie bei Variante 1 bei ca. 2.7...2.6V, mit anschließender Ruhespannung bei 3V:
PENA4399.JPG


Einer dieser Notfalllader darf mich künftig bei meinen Mehrtages-Bergtouren begleiten, bei denen ich bei meiner Ausrüstung aufs Gewicht achten muss. Zusammen mit einem USB-Steckernetzteil und einem 18650er kann ich mich so problemlos stromtechnisch (für GPS und Handy) über Wasser halten, und die Zebralight hat auch Saft...

Bei Bedarf kann ich noch die Teilenummern der Bestellung bei Fasttech heraussuchen.

Gruß, Konrad
 
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Banane

Flashaholic**
3 August 2016
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update:

nach einigen Touren kam der Lader nun öfters zum Einsatz und funktioniert noch problemlos. Mein Favorit ist der mit dem gelben Gehäuse geworden, er ist doch noch etwas robuster, und die 4 gramm Mehrgewicht schleppe ich halt mit... :grinsen:
Als Standard-Ausrüstung hat sich folgendes Eqiupment bewährt:

- ZL H600w mk2 (39g)
- 18650er mit 3400mAh (45g)
- Minilader (17g)
- Samsung Steckernetzteil USB (32g)
- GPS-Handheld eTrex30 (180g mit Akkus)
- Zweit- (Reserve-) Lampe für die bessere Hälfte Lumintop worm mit Lithium-Batterie (21g)
- Micro-USB-Kabel (7g)

Bei Touren länger als 3 Tage muss noch ein AA-Lader fürs eTrex mit :( (das hält 3 Tage durch in Spareinstellung mit eneloop XX), hier nehme ich den Ansmann Photocam Vario (110g) (mit USB-Eingang, kann also zur Not auch über den 18650er am Minilader die Akkus laden...), der macht dann auch den Photo-Akku wieder voll. Da brauche ich dann dafür nur einen statt drei (-50g)

Damit komme ich (wir) inkl GPS auf 341g (bzw. 401g ab 4 Tage), und sind komplett gerüstet auch falls die Tour mal in die Nacht gehen sollte, und für die Übernachtung auf der Hütte (z.Z. Selbstversorger)... Foto kommt halt noch dazu, je nach Bedarf die große Nikon D700 oder die kleine Pentax MX-1, man will ja schließich schöne Bilder haben ;)
Ach ja, und mein Handy (!) Samsung GT-C3780 wiegt auch kaum was und hält normalerweise 2-3 Wochen mit einer Akkuladung durch :p
 
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Flashaholic***²
14 September 2011
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Banane

Flashaholic**
3 August 2016
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Ja, kenne ich, kann aber leider nur laden, ist aber trotzdem cool, ich glaube der muss auch noch zu mir kommen :thumbsup: Irgendjemand hier bemerkte einmal, dass ein Flashy auch automatisch irgendwie ein Chargy sein müsste - da ist wohl was dran :D
Das es auch NiMH kann, wusste ich aber nicht!

Mittlerweile habe ich auch ein Nitecore F1 im Einsatz, das kann eigentlich das selbe wie der Minilader, wiegt nur ein bisschen mehr. Dafür ist es in der Handhabung komfortabler, und schleift sogar einen USB-Anschluss durch. Man kann also mit dem F1 laden und noch ein zusätzliches Gerät dranhängen - das ist ein gutes Argument, wenn auf der Hütte alle Steckdosen belegt sind (Smartphone-GPSer müssen halt jeden Tag bzw. Nacht laden :entsetzt:...)! Wenn das F1 jetzt auch noch NiMH könnte *träum*...
Dann müsste ich mir halt noch einen Adapter für die Photobatterie basteln. Sollte aber auch machbar sein...
 
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Nuss

Flashaholic**
5 November 2016
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Am Rhein
Das F1 Habe ich auch. Kann man zur Not auch als Powerbank verwenden.

Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das der die Akkus nicht richtig voll lädt.
 

Banane

Flashaholic**
3 August 2016
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Stuttgart
Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das der die Akkus nicht richtig voll lädt.

Das review bei lygte hat ja auch bemängelt, dass der Terminierungsstrom etwas hoch liegt, so dass relativ früh der Akku als voll erkannt wird - dürften jedoch nur ein paar dutzend mAh sein...

Eine Alternative ist ja auch die neue Thrunite C2 Powerbank - die kämpft aber mit dem Problem, dass sie min. 350mA Output haben muss. Damit kann ich z.B. das eTrex über USB nicht betreiben, falls die AA-Batterien alle sind - ach, irgenwas ist halt immer :(
 

Tombstone

Flashaholic**
27 November 2016
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nahe Würzburg
Da würde ich dann einfach warten. Zum einen sind es gar nicht 350 mA, bei meinen beiden ist es etwas unter und etwas über 200 mA, zum anderen soll ja jetzt ein neuer kommen...