Der "Smart Home" Thread

angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
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Das Hauptargument gegen HA in der Praxis ist meiner Meinung nach das Kosten/Nutzen Verhältnis. Natürlich im Privatbereich.
Bei neuen Technologien besteht immer das Risiko, dass sich etwas anderes durchsetzt als das, worauf man baut.

Mit offenenen Standards wie ZigBee oder weltweit verbreiteten wie KNX ist ab 2017 wohl mehr Zukunftssicherheit gegeben.
de.wikipedia.org/wiki/KNX-Standard
de.wikipedia.org/wiki/Gebäudeautomation#Herstellerunabh.C3.A4ngigkeit_.2F_offene_Systeme
reichelt.de/magazin/how-to/hausautomation-mit-fhem-der-raspberry-als-starke-smart-home-zentrale/

Ein interessantes Thema ist es schon, was waren deine Erfahrungen mit FS20?
 
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gutti-g

Flashaholic*
10 September 2012
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www.gm-e.eu
FS20 war halt mehr so eine kleine Bastlerlösung.
KNX wird nicht so schnell vom Markt verschwinden. Da hängen die ganzen großen Hersteller ja mit drinnen.
 

Flummi

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26 Oktober 2015
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FS20 war das System mit den meisten Aktoren, Sensoren und Sendern. Es war dank Funktechnik sehr einfach in ein bestehendes Gebäude zu integrieren und das Preis/Leistungsverhältnis gefühlt "angemessen". Allerdings gab es da keine Produkte, die ein "hochwertiges Anfassgefühl" vermittelten.
Wenn ich etwas gar nicht leiden kann, dann ist das wenn ich auf meine geleisteten Ausgaben und Arbeitsstunden keinen "Bestandsschutz" habe.
Bei mir wird es vermutlich darauf hinauslaufen, dass ich Stück für Stück defekte Elemente durch konventionelle Technik (Schalter, Thermostatventile) ersetzen werde. Ich habe nur eingeschränkt Lust, auf ein nächstes Pferd zu setzen, um in 5 Jahren wieder da zu stehen, wo ich heute bin.
 

angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
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Formatkriege enden leider nicht immer mit der (für den Nutzer/Anwender) besseren Lösung.
Zumal die Definition von besser sich manchmal erst hinterher klar definieren lässt. Siehe etwa Elektroautomobile in den 1910er Jahren.
de.wikipedia.org/wiki/Formatkrieg

Solange bestimmte Bereiche der Hausautomatisation autark voneinander sind (unterschiedliche gängige Standards etwa bei Licht- und Heizungssteuerung), würde ich eher abwarten was sich durchsetzt oder nur Teilbereiche automatisieren.
de.wikipedia.org/wiki/Industriestandard
 

Flummi

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26 Oktober 2015
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Da hole ich mal diesen Thread wieder aus der Gruft.

Ich konnte die abgekündigten FS20 Geräte die letzten 3 Jahre gut durch Gebrauchtgeräte von eBay ersetzen. FS20 läuft bei mir also immer noch. Da die Gebrauchtpreise aber mittlerweile mit dem Goldpreis konkurrieren, habe ich mich etwas nach Alternativen umgeschaut.
Nun bin ich ziemlich von der Kombi Sonoff/Tasmota/MQTT angefixt. Ist da noch jemand unterwegs?
 

angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
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Ein wenig recherchiert und siehe da, das FS20-System (auf dem meine Hausautomation basiert), wurde schon vor einiger Zeit abgekündigt.
Das ist genau das, was Gegner der Hausautomation als Argument anbringen: kein einheitlicher Standard. Nun schlägt das auch bei mir zu und ich bin echt sauer! :devil:
Ein System, was nur in einem kleinem Markt (Deutschland) vertrieben wurde und seit 2006 nicht weiterentwickelt wurde, kann sich gegenüber internationalen offenen Standards nicht durchsetzen. Damals war es sicher innovativ, aber heute haben sich die technischen Möglichkeiten weiterentwickelt.
https://wiki.fhem.de/wiki/FS20_Allgemein#Links

Aktuell ist ja je nachdem welche Übertragungsart (Funk/Kabel) und Schwerpunkt (fest verbaute Haussteuerung/selbst nachrüstbare Technik) unterschiedlich geeignete Systeme.
Für Beleuchtung hat sich Philips Hue (ZigBee) durchgesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Funksysteme_zur_Gebäudeautomatisierung

Die zwei größten Vorteile von Hue sind:
Mesh-Struktur (jeder Aktor ist zugleich Repeater) und offener Standard (Bridge kann auch auf einem Raspberry Pi laufen),
 

Flummi

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26 Oktober 2015
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Ich habe mir einen Schwung unterschiedlicher Aktoren und Sensoren auf Sonoff-Basis besorgt, mit denen ich derzeit noch experimentiere. Zunächst hat mich der Bastel-/Know-How Aufwand abgeschreckt. Aber je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr begeistert mich der Ansatz.

Zunächst ist der Aufwand groß:
- Modul mit alternativer Firmware (Tasmota) flashen (ich will nicht (nur) via Smartphone und China-Cloud meine Stecker schalten)
- Modul konfigurieren (via Webserver auf den Modulen), ins eigene WLAN integrieren
- MQTT-Broker (Mosquitto) aufsetzen (recht einfach)
- In eigener Hausautomationssoftware MQTT integrieren

Danach hat man ein extrem gut erweiterbares System. MQTT scheint der Standard für die Kommunikation des IoT zu werden/sein.

Pluspunkte, die ich bislang ausgemacht habe:
- Rückkanal (man weiß also, ob ein Funkbefehl angekommen ist)
- Signalstärke (RSSI) kann ausgelesen werden - das hilft an abgelegenen Orten bei der Positionierung eines Aktors.
- Läuft bislang sehr stabil
- Fast jeder Aktor kann simpel und günstig um z.B. Temperatur-/Feuchte-Sensoren erweitert werden
(z.B.: Schaltsteckdose mit Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Leistungsmessung des angeschlossenen Verbrauchers. Da ist viel realisierbar vom Thermostaten über Luftentfeuchter bis zur Stromverbrauchsmessung).
- Die Senderate (Temperaturmesswerte alle x Sekunden senden) der Sensoren ist sekundengenau einstellbar (die ELV-Sensoren waren mir etwas zu träge)
- Große aktive Community - FHEM scheint auch auf MQTT zu setzen.
- Erhöhte Funkreichweite (ich habe mehrere Accesspoints im Haus und somit vollständige WLAN-Abdeckung)
- Sehr preiswerte Hardware
- Einige Module können zusätzlich über 433MHz-Funkfernbedienungen angesteuert werden
- Ist Tasmota einmal auf dem Modul, kann die Firmware über WLAN konfiguriert und neu geflashed werden.

Nachteile:
- Eingeschränkte Auswahl an Aktoren. Es gibt meines Wissens z.B. noch kein Thermostatventil-Antrieb.
- Erhöhter Bastelaufwand.

Bisheriges Fazit: Spannend, vielversprechend, aber nichts für "Out-Of-The-Box"-Betrieb.
 
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angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
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Nun ist bei mir auch Homematic IP eingezogen.
Die verdeckten Fenstersensoren haben mich "überzeugt", aber auch die vielen anderen Optionen in einem System vereint.
Etwa die Möglichkeiten zur Netzausfallüberwachung, Wassersensor, CO²-Sensor, Klingelsignalerkennung und Schalt-Mess-Aktor für USB in einem System vereint.

Die CCU3 lässt sich mittels dieser Idee auch im Rack einbauen:
homematic-forum.de/forum/viewtopic.php?t=45863
the-ginthers.net/projects/glab/GLAB Smart 19 CCU3 v1.0.htm

Für Philips Hue gibt es auch praktische Rackoptionen:
drei-d-w.de/product-category/19-rackmounts/philips-19-rackmounts/?orderby=price&paged=1
 

Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
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Metrolpolregion Nürnberg
Mit offenenen Standards wie ZigBee oder weltweit verbreiteten wie KNX ist ab 2017 wohl mehr Zukunftssicherheit gegeben.

Das große Problem welches man aktuell sehr deutlich sehen kann ist das jeder sein Stück vom Kuchen abhaben will. Es kommen ständig neue zueinander inkompatible (wannabe) Systeme raus. Würde man sich mal auf einen Standard einigen und alle am selben Strang ziehen...

KNX war ein Schritt in die richtige Richtung, krankt aber an den (für meinen Geschmack künstlich) viel zu hohen Preisen und der limitiertheit.
KNX ist für die Basisfunktionen super, will man mehr muss man wieder Gateways zu anderen Systemen einsetzen. Problematisch wird bei KNX aktuell das Thema Sicherheit. Verschlüsselung gibt es erst seit kurzem und die funktioniert Bus weit auch nur wenn alle Geräte damit klarkommen, was noch nicht einmal Ansatzweise der Fall ist. Daher ist KNX im Außenbereich ohne Linienkoppler und ggf. Sicherheitsmodul ein absolutes NoGo.

Ich persönlich nutze KNX an welches über eine HomeAutomatisierung Sachen wie der Lesekopf des Stromzählers, der IR Kopf des Wasserzählers, diverse Onewire Temperatursensoren, CAN Bus, Siemens S7, MQTT und seit neuestem testweise Matter etc. angebunden sind.

Die eingesetzte Automatisierungs-/Visualisierungslösung schwankt dabei. Aktuell teste ich HomeAssistant.

Hat für mich den Vorteil das Haus funktioniert auch wenn der Automatisierungsserver den Heldentod stirbt. Die Komfortfunktionen sind dann halt dahin,
 

Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
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Metrolpolregion Nürnberg
Ja, aber viele nutzen ihn schon.
Habe eve Geräte über Apple Home. Alexa und mein LG Fernseher sowie deren Apps, können die auch bedienen…

Ja aktuell etabliert sich das ganze ein wenig, ich sehe Matter aber nach wie vor nur als IoT Sache an. Da das ganze IP basiert ist, taugt es meiner Meinung nach nicht für eine "echte" Automatisierung. Zumindest wenn selbige robust sein soll.

So oder so bin ich gespannt wann die erstem anfangen auszusteigen, weil es eben doch nicht so durchzündet.
Wir werden sehen.
 

Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
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Metrolpolregion Nürnberg
Aber wer weiß, was noch von Olight kommt, schließlich steht der Hub in den Startlöcher…

Ich meine ja explizit nicht nur Olight, zumal gerade der Hub ja nun wieder offensichtlich irgendeinen Account beim Hersteller haben will.

Aber wie gesagt, die Diskussion würde zuweit führen.

Ich komme aus dem KRITIS Umfeld und da ist sowas ein NoGo.

Matter ist derzeit einfach das Nonplusultra.

Starke Aussage für einen so jungen "Standard". Wir werden sehen was die Zeit bringt.


Sie verarbeiten die Daten soweit es geht lokal und alles was zu deinen anderen Geräten geht, passiert über Sicherheitsverschlüsselung zusammen mit den Apple Sicherheitschips im Gerät…

Da fängts doch schon an, welche Daten müssen wirklich zwingend anfallen um z.B. Lichtszenen abhängig von diversen Triggern zu verarbeiten?! Richtig, eigentlich nur sehr wenige. Und, wie sieht es denn aus mit der Apple Verschlüsselung, wenn andere Hersteller dazu kommen. Am Ende ist ein System so sicher wie sein schwächster Teilnehmer.

ALLE Systeme die vom funktionieren externer Systeme abhängig sind um zu funktionieren, sind Schrott.

Und da gibt es einfach aktuell nichts was eben alles kann.

Ich würde z.b. einem Matter basierten System im Leben nicht die Kontrolle über den Fingerprint Reader oder das Motorschloss der Haustür in die Hand geben ...