Wenn man gerne selbst etwas basteln möchte, kann man es auch so machen,
wie's hier beschrieben wurde.
[Eigenbau einer Heizplatte mittels Heizelements eines Lötkolbens]
Noch ein weiterer Vorschlag, der in die gleiche Richtung geht, allerdings weitaus einfacher.
Für den ersten Einstieg in die Materie sollte es aber reichen:
Beim gut sortierten Chinesen mit arabischen Namen gibt es auch kleine Heizplatten, die optional über die Lötkolbenspitze geschoben werden oder aber gleich mittels Adapter eine passive Hakko Lötspitze ersetzen.
Wer zufälligerweise ohnehin einen digital geregelten Hakko (-Klon) Kolben mit passiven Spitzen hat, sei es als Station oder stand alone Kolben, der hat das große Los gezogen.
Gewindeadapter statt Lötspitze einbauen, platte aufschrauben – fertig.
Reflow mit Temperaturregelung für ‚nen Fünfer.
Alle anderen müssen ein klein wenig basteln.
Ich zeig mal was ich meine:
Wir reden hier von der rechten Platte, die anderen sind zu klein. Ich hab mal wieder den Maßstab vergessen dazu zu legen, die Kantenlänge beträgt 23mm. Es gibt übrigens auch noch ein ähnliches sechskantiges Teil von
Mechanic.
Rückseite:
Bei anderen Lötkolben eine normale Lötspitze in eine der Bohrungen zu stecken und mittels Madenschraube zu fixieren wird nur selten zu einem brauchbaren Ergebnis führen, zu unterschiedlich sind die Durchmesser. Einfache Lösung: Man weitet eine zu kleine Bohrung auf Maß auf.
Bessere Lösung: Man opfert eine möglichst zylindrische Lötspitze und schneidet ein Gewinde rein. Das gleiche Spiel bei der Platte, wobei man dann auch gleich zu einem beliebigen Reststück Alu/Kupfer/Messing greifen kann. Wer keine Gewindeschneider hat: Ein Repair Café kann sicherlich mit so trivialen Werkzeug aushelfen.
Das Ergebnis ist eine Kompakte spotbillige Lösung, bei der man die Temperaturregelung schon mal dem Kolben überlassen kann. Dann kann man sich auf den Rest konzentrieren. Das reicht, gerade am Anfang.
Was man noch braucht ist eine stabile Halterung für eine möglichst lotrechte Montage, z.B. ein kleiner Schraubstock oder ein Fotostativ mit Klemme.
Eigene Erfahrung damit hab ich nicht, aber ich hatte mal was Ähnliches gebastelt – und mit der Lösung bin ich eigentlich sehr zufrieden:
Ich war ewig auf der Suche nach einem winzigen Schmelztiegel, um Kleinserien von Litzen halbwegs effizient verzinnen zu können.
Dann ist mir so ein extrem grottiger Lötkolben (es gibt da übrigens auch ähnliche, recht passable für kleines Geld) zugelaufen. Der lag schon im Elektronik Schrott.
Daß er doch noch eine Chance bekommen hat, seht Ihr weiter unten.
