Bildimpressionen *Sammelthread*

Dieses Thema im Forum "Andere Hobbys" wurde erstellt von Mark, 2. April 2010.

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    so, jetzet...

    gruß, stefan
     
    Franky K., Ostwestfale und Rafunzel haben sich hierfür bedankt.
  2. Folomov
    Bonsoir TLF,

    der Urlaub ist vorbei, die Erinnerungen bleiben - Fotos auch.

    Frankreich ist ein Land, das nach fast jeder Kurve ein anderes Gesicht zeigen kann, so unfassbar vielfältig, schön und interessant ist es.
    Einige Eindrücke, auf Grund der Anzahl der Bilder aufgeteilt in mehreren Posts, möchte ich hier mit Euch teilen.

    Wie jedes Jahr auf dem Weg in den Süden Frankreichs bereisten wir für mehrere Tage eine Gegend, die wir zuvor meist auf der Autobahn durchquert hatten, und die uns abseits derer neugierig gemacht hat.
    Nachdem wir schon drei Mal auf jeweiligen Rückreisen die Städte Beaune, Nuits-St.-Georges und Dijon im Burgund kennen und lieben gelernt hatten, wollten wir heuer die ersten Tage im westlichen Teil der durch Wein und die gleichnamige Variante der Farbe Rot bekannten Region verbringen - gespannt darauf, was sie uns offeriert und ob sie Lust auf mehr macht.

    Tanlay, ein süßer kleiner Ort in der Region Chablis, östlich von Auxerre. Spontane Besichtigung des Schlosses dort und Station für die erste Nacht
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    Der Parc Naturel Régional du Morvan südlich von Avallon macht schon allein beim Betrachten auf der Landkarte Appetit - viele kleine und kleinste Straßen durchqueren malerische Orte, die scheinbar fernab heutiger Zeit ihr Tageswerk verrichten, winden sich auf Höhen bis an die 700m, führen vorbei an Seen, dichten Wäldern und durch kleine Schluchten.
    Ganz beiläufig findet man dann Hinweisschilder auf einen Gorges (Schlucht, Canyon) oder Cascade (Wasserfall), die zu einer Entdeckung einladen.
    Dann geht es gleich vom Parkplatz aus steil hinauf oder wie hier bergab, mit fast verwunschener Vegetation und Geländeformation
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    der Wasserfall
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    Was mich im Morvan sichtlich beeindruckt hat, sind die unendlich vielen Hecken in der Landschaft, mit denen Weideparzellen abgegrenzt/aufgeteilt werden. Über viele Dutzend Kilometer hinweg immer wieder das gleiche, wunderschöne und naturnahe Bild - ein Genuß :cool:
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    Nirgendwo anders habe ich eine elegantere Möglichkeit der Parzellen-Abgrenzung gesehen. Dazu hat auch das (für uns willkommene und geliebte) regnerische und stark bedeckte Wetter mit seinen satten Farben beigetragen.


    Nachdem wir den Morvan bei Bourbon-Lancy, unsere zweite Übernachtung, über die Loire in westliche Richtung fahrend verlassen hatten, bot sich uns ein völlig anderes Bild: keine Hecken mehr, weniger Grün, sehr flach, monotoner :traurig:. Es dauert dann noch etwas, bis die ersten Hügel und Berge der Auvergne weiter südlich die Strecke schöner und abwechslungsreicher machen.

    Die A75 durch das Zentralmassiv, erst 2005 vollendet und mit dem Viaduc de Millau ein architektonisches Jahrhundertbauwerk bietend, führt auf rund 350km durch Regionen mit klangvollem Namen: Auvergne, Cantal, Aubrac, Lozère, die Grand Causses. Sie halten, was sie versprechen - der Umweg, ab Lyon gerechnet gut 1 ½ Auto-Stunden, ist zwar nicht zu verachten, lohnt aber jedes Mal. Ich kann mich an den extrem schönen Landschaften bis hinauf auf 1121m nicht sattsehen. Hier hatten wir den Blick auf die schneebedeckten 1600er Puy Mary und Plomb duCantal (die Kuppen unmittelbar dazugehörend sind 1800er) frei. Wir genossen die für Frankreich im Mai ungewöhnlichen Temperaturen zwei Wochen lang :zufrieden: Nichts ist schlimmer, als bei +25°C nachts keinen Schlaf zu finden! So blieben die Tagestemperaturen bei knapp 20°C.

    Schon von unserem Ort nördlich von Narbonne und westlich von Béziers, am Canal du Midi gelegen, haben wir bei klarer Sicht immer einen tollen Blick auf die östlichen Pyrenäen mit dem Pic du Canigou (2784m) als höchste Erhebung dort. So schneebedeckt habe ich sie noch nie gesehen :) - i love it
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    Und das Canigou-Massiv vom Strand aus gesehen, süd-östlich von Narbonne bei Gruissan
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    bei heftigem Wind und etwas frisch ein herrlich menschenleerer Strand
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    Fahrten ins Hinterland, den Montagne Noir und südlichen Ausläufern des Zentralmassivs, stehen immer auf dem Programm. Hier wechseln sich Weinberge mit schroffen Felsen und tiefen Flusstälern ab - keine Fahrt gleicht der anderen.
    Wir sind eines Tages in Richtung der Gesteinsformation Cirque de Mourèze und dem Lac (See) du Salagou genau nördlich von uns bei Lodève aufgebrochen, als wir wunderschöne grüne und üppig mit blühendem Ginster, und anderen Blumen wie Mohn, bewachsene Hügel hinauf fuhren - Ausblicke Richtung Mittelmeer inbegriffen und genüsslich aufgesaugt. Im Ort Murèze angekommen erkannten wir die doch größeren Dimensionen, für die wir weder zeitlich noch technisch gerüstet waren. Das heben wir uns für einen andere Urlaub auf.
    Wenige Kurven hinter dem Ort - die Straßen in solchen Gegenden sind für zwei normale PKW nebeneinander gerade so ausreichend :pinch: - wähnten wir uns in einer andere Welt: fast heiß, trocken, staubig führte die Route durch eine durch Wind und Regen geformte und ausgespülte wüstenähnliche Landschaft. Das Areal, geschätzt maximal 200x200m groß, lud nicht nur zum Fotografieren, sondern auch zum Kraxeln ein. Franky in seinem Element.
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    Größen-Vergleich
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    Ringsherum war alles grün und bewaldet - nur diese Paar Quadratmeter erstaunen und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Nirgendwo ist das erwähnt, verzeichnet, benannt. Mitten in der so drastisch abweichenden Umgebung. Und Frankreich ist voll von solchen Überraschungen!

    Nur zwei Auto-Minuten weiter nördlich, wieder durchquerten wir einen dieser malerischen Orte, erneut eine andere Welt. Ich hatte schon von der Afrika ähnlichen Landschaft rund um den Lac du Salagou, einem künstlich angelegten Freizeit-See mit meist unbebautem Ufer, und ihrer roten Erde gelesen, konnte es mir aber nicht so recht vorstellen.
    Wir befinden uns also jetzt nur rund fünf Kilometer von der Mini-Wüste entfernt, und man hat ein afrikanisches Feeling
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    eingebettet der Lac du Salagou
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    Ein von mir so benanntes Vochelnest am Berg (rechst davon war die kleine Wüstenlandschaft, direkt hinter dem Berg der Cirque de Mourèze)
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    Pusteblume auf französisch - etwas anders dimensioniert :cool:
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    Hoffe, bis hier her nicht gelangweilt zu haben. Ich hätte gerne noch viel mehr Bilder gezeigt.
    In der nächsten beiden Folgen dann Katharer-Burgen und Gegend, viel Gegend :)


    Liebe Grüße

    Franky
     
    Nightscorpion, Dr.Devil, Lampi-on und 3 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  3. Das ist alles andere als Langweilig!
    Sehr schöne Bilder,von einer wunderschönen abwechslungsreichen Landschaft!
    Ich freu mich auf die Burgen!:thumbsup:
    Danke für den schönen Bericht.:)

    L.G.
    Ralf
     
    Franky K. hat sich hierfür bedankt.
  4. Acebeam
    Süd-Frankreich, Okzitanien, Land der Katharer - auch Albigenser genannt, nach ihrer Hauptstadt Albi.
    Das Netz ist voll von Informationen, da die Geschichte dieser Glaubensrichtung im damaligen Europa für Aufsehen sorgte und den Erz-konservativen Katholiken ein Dorn im Auge war. Unter dem damaligen Papst Innozenz III. wurde 1206 die Strategie der Denunzierung und die Versuche, die Anhänger zu bekehren, auf Grund des Misserfolges verworfen und zunächst ein weiteres Gespräch gesucht. Als dieses auch erfolglos blieb und der den Gesprächen entsandte und beiwohnende Zisterziensermönch Pierre de Castelnau zwei Jahre nach der Entsendung ermordet wurde, blies Innozenz III. noch im selben Jahr zum Kreuzzug, der 1209 begann und gleich mit dem Massaker von Béziers traurigen Höhepunkt erlangte.
    Als hier der Anführer der Kreuzzüge, Simon IV. de Montfort, von seinen Kriegern bei der Belagerung der Kathedrale St. Nazaire, in die sich die Einwohner geflüchtet hatten, gefragt wurde, woran man sie denn erkennen möge, soll er gesagt haben: "Tötet sie [alle], der Herr wird die Seinigen schon erkennen!"
    Es sollen in diesen Tagen 20.000 Menschen verbrannt oder niedergemetzelt worden sein - allein 7000 verbrannten mit und in der Kathedrale.

    Dies nur ein winziger Ausschnitt aus der Geschichte. Wer mehr erfahren möchte, folge bitte den Links oder nutzt eine Suchmaschine.

    Was geblieben ist und zum Glück teils liebevoll restauriert wurde, sind die vielen Burgen und Zufluchtsorte der Katharer während der Kreuzzüge. Wer sich schon etwas mit ihnen beschäftigt hat wird die klangvolle Namen kennen: Montségur, Quéribus, Peyrepertuse, Aguilar, Termes, Puilaurens, Lastours, um nur die bekanntesten zu nennen. Carcassonne, bis heute voll erhaltene und Europas größte Festungsstadt, nimmt als Ausnahme-Erscheinung in Pracht, Größe und Erhaltungszustand eine gesonderte Rolle ein.
    Jede dieser und auch anderer geschichtsträchtiger Orte ist absolut sehens-und empfehlenswert, keiner gleicht dem anderen.

    Wir haben nun das Glück, recht nahe zu allen genannten Burgruinen und der Festungsstadt Carcassonne unsere Urlaube verbringen zu können - keine ist weiter als 80km von unserer Unterkunft entfernt. Béziers gar umme Ecke - es dürften nur 16km sein.
    Nachdem wir uns in den vergangenen Jahren immer nur eine Burg für einen Besuch ausgesucht hatten (Quéribus und hier, Montségur):
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    ... hatte ich Lust auf mehr, bekam ich doch in diesen beiden Burgruinen den Geist der Geschichte irgendwie zu spüren. Der Gedanke dabei, wie man so friedfertige und harmlose Anhänger einer Glaubensrichtung einfach niedermetzeln kann, nur um die eigenen Machtposition zu festigen, erschüttert mich zu tiefst, auch bei aktuellen Ereignissen in der heutigen, nicht minder feindlichen Zeit.

    Durch einen schönen Bildband kannten wir zwar nun Bilder vieler Katharer-Zufluchtsorte, jedoch sind ihre Zweidimensionalität nur bei genauester Betrachtung aussagefähig - selbst das mehrfache Überfliegen der Seiten zeigte nicht die große Überraschung im diesjährigen Urlaub: Lastours.
    Der Hügel mit den vier einzelnen Burgen liegt in einem der schönen schmalen Flusstäler im nördlichen Hinterland von Carcassonne, zu Füßen der Montagne Noir.
    Nichtsahnend fährt man die schmale Straße entlang, zudem hatten wir nichts dolles erwartet, liegt Lastours doch nur eine halbe Stunde Autofahrt (nur Minèrve liegt noch näher) von unseren Lieblings-Wochenmarkt in Olonzac entfernt, den wir am selben Morgen besucht hatten. Danach ist immer ein weitere Ausflug mit, oder wie jetzt, ohne Picnic geplant.

    Sehr schön gemacht: der kostenlose Parkplatz am Beginn des Ortes lädt zu einem Spaziergang durch diesen ein - sehr schnuckelig wie fast jeder, der in einem engen Tal liegt. Durch Hinweisschilder wird man zum Empfangs-Gebäude direkt oberhalb des Flusses geleitet, das im Innern wirklich angenehm mit großer Info-und Zahl-Theke, sowie einem hochwertig bestücktem Shop gestaltet ist.
    Von hier aus beginnt man die Besichtigung, für die man sich insgesamt mindestens zwei Stunden Zeit nehmen sollte, und wird zunächst über eine Rampe, dann über eine Brücke über die dem Flusstal weiter folgenden Straße geführt.
    Jetzt beginnt der nicht wirklich anstrengende Aufstieg, der zunächst keinen Blick auf das Kommende freigibt .
    Doch nach ca. zwei Drittel der Strecke dies - hier erahnt man die Dimension des Hügels und der Anlage
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    die Zypressen lassen das Mittelmeer-Feeling auch hier vollends entfalten
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    Im Flyer, den man beim Bezahlen auch in Deutsch bekommt, erfährt man das Wichtigste, vor allem, daß sich die Hauptburg (hier rechts zu sehen)
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    zunächst einige Meter weiter unterhalb, näher am zugehörigen Dorf befand. Auch das Areal der Dorfreste ist durch einen neuartigen Rundweg (erkennbar rechts am Hang) erschlossen, der Rundweg "hinter" den Hügel unbedingt empfehlenswert :thumbup: Hierbei wurden die Stufen im Fels und im Gelände mit rostenden Eisenplatten gesichert, die optisch einfach passen und nichts verhunzen - hier zu sehen
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    und neue Blicke ermöglichen, bis man die oberste der vier Burgruinen erreicht
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    Weitere Eindrücke von den Chateaux de Lastours
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    Einige Tage später machten wir uns in südlicher Richtung auf in die Corbières, einem hügeligen bis bergigen und recht trockenen und wenig bewaldeten Landstrich voller Wein, Geschichte und mehr. Fast alle benannten Katharer-Burgen liegen hier direkt vor den östlichen Pyrenäen, auch daher imposant fürs Auge.
    Nutzt man auch hier kleine Straßen, die wiederum durch malerische Orte und kleinen Schluchten oder engen Flusstälern führen, ist schon die Anfahrt ein Genuss.
    Aguilar, eher unspektakulär, jedoch auch auf einem Hügel mitten in der Gegend daherkommend, bietet die bisher weitreichendste Möglichkeit, mit dem PKW heranzukommen.
    Nur wenige Meter unterhalb der Burgruine (aber durch eine extrem schmale Straße etwas abenteuerlich zu erreichen - hier hat kein Fahrrad mehr neben einem PKW Platz. Nicht auszudenken, wenn in der Hochsaison hier Heerscharen moderner Kreuzritter einfallen, und einer rauf, der andere runter möchte. 2km nur eine einzige Ausweich-Möglichkeit :pfeifen:) befindet sich der ansprechend gestaltete Parkplatz und das kleine Kassenhäuschen. Kein Museum, kein Shop - nur die Burg, die Gegend und Du.
    Vom Parkplatz aus gesehen
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    Pyrenäen, immer noch mit Schnee, mit ihrem Pic du Canigou
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    Burg und Gegend - die Corbières
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    Noch am gleichen Tag - es bot sich einfach an, da der Weg dorthin auch pittoresk sein sollte und die Richtung ins traute Heim stimmte - besichtigten wir eine weitere Katharer-Burg: Termes. Dazu im dritten Teil die Einzelheiten und Bilder.


    Liebe Grüße

    Franky
     
    #3084 Franky K., 30. Mai 2019
    Zuletzt bearbeitet: 30. Mai 2019
    nightwalk, hella, TheT und 4 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  5. Danke für die fantastischen Bilder und den tollen Bericht!:thumbsup:
    Geschichte pur!:)
     
    Franky K. hat sich hierfür bedankt.
  6. +1 :thumbup:

    Und aufkommende Urlaubsgefühle :zufrieden:

    Da bekommt man doch direkt Lust ein Fläschchen auf zu machen :augenrollen: [​IMG]

    Selige Grüße Jürgen
     
    Franky K. und Ostwestfale haben sich hierfür bedankt.
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Wir haben zu Spargel im Schinkenmantel, leicht kross angebraten, auch nen super Roten aus den Pays d'Oc aufgemacht :)
    Dein Minervois (ja, das ist die Weingegen Rund um Minèrve) wird sicher exzellent munden :thumbup:

    Apropos: die Katharer-Burgen Aguilar, Qéribus und Peyrepertuse stehen in Sichtweite zueinander, aber man sieht sie jeweils nur sehr, sehr klein und nur schemenhaft. Man muss es schon wissen, sonst übersieht man sie leicht.
    Hier auf dem Kegel erkennt man, von Aguilar aus gesehen, die Burg Quéribus - das ist ein Bild-Ausschnitt:
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    So sieht Quéribus von Nahem aus:
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    Und von dort blickt man auf den Felsgrat mit der kaum oder gar nicht erkennbaren Doppel-Burg Peyrepertuse:
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    Wie gesagt, man muss schon wissen, das da etwas ist.
     
    #3087 Franky K., 30. Mai 2019
    Zuletzt bearbeitet: 30. Mai 2019
    TheT, Ostwestfale, nightwalk und ein weiterer Flashy haben sich hierfür bedankt.
  8. Termes - die etwas weniger bekannte Katharer-Burg. Quéribus, Puilaurens, Peyrepertuse und Montségur bestechen durch ihre Lage auf einem hohen Felsen, Lastours durch die vier Einzelburgen und der schönen Umgebung.
    Aguilar befand sich im 13. Jahrhundert im Besitz der Lehnsherren von Termes, denen auch die Burg Termes gehörte.
    Termes hat zu seinen Füßen ein bezauberndes Dorf zu bieten.

    Allein der Weg durch den Gorges du Terminet, in dem Termes auf einem Felshügel liegt (hier der Blick von Süd-Osten kommend, noch oberhalb des Gorges)
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    ist fahrens-und sehenswert. Auf der Straßenkarte (Atlas Routier et Touristique, 1:200.000) eine kleine, grün hinterlegte weiße Straße - das heißt: eng, aber pittoresk und ein Augenschmaus. Wenn in nördliche Richtung gefahren, kommt man hinter der Burg durch einen in den Fels gehauenen Tunnel - Gegenverkehr so gut wie unmöglich. Einer müsste zurück :pop:
    Diese Stelle mit einem Felsbogen kann man von der Burg aus sehen - es ist die steile Nordwest-Flanke:
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    Kommt man in das Dorf Termes, wird man freundlich auf den kostenfreien Parkplatz hingewiesen. Dieser noch unscheinbar, verlässt man ihn Richtung Dorf und Burg über einen liebevoll mit Blumen und Steinmauer gestalteten und direkt an einem Flüsschen entlang führenden Weg. Schon hier entdeckt man die für den Süden Frankreichs so typischen Platanen-Allee, die hier jedoch einfach nur zauberhaft ist: Flüsschen, Platanen-Allee, Sträßchen, Häuser - mehr Platz ist da unten nicht. Schön schattig, das Flüsschen mit Steinmauern geleitet. Mittig im Dorf kann man über kleine Gassen zur sehenswerten Kirche schlendern. Hier befindet sich die zweite kleine Straße des Ortes.
    Selten so ein süßes und schönes Dorf in einem engen Flusstal gesehen - da macht der Spaziergang zum Empfang für die Besteigung der Burg schon riesige Freude. Auf dem Rückweg sollte dann ein an der öffentlichen Toilette stehendes Pferd keine Besonderheit darstellen - weit und breit niemand :grinsen:.

    Ebenso sehr nett und in die alte Bausubstanz integriert liegt das Empfangsgebäude, dessen Shop qualitativ nicht an den von Lastours herankommt, jedoch eine für uns Besonderheit aufwies: man kann wählen, ob man einen 12minütigen Film über die Geschichte der Burg Termes sehen möchte, und das entweder vor oder nach dem Besuch. Der kleine Raum mit Fernseher bietet um die acht bis Zehn Personen Platz und ist von einem Felsen flankiert, also an den Fels angebaut.
    Der Film wird in französischer Sprache angeboten, auch mit englischen Untertiteln. Diese zu lesen ist jedoch auf Grund der raschen Bildfolge (viele Informationen sehr interessant dargebracht, auch von der Restaurierung und dem Wiederaufbau einzelner Mauern in den 80er Jahren) kaum möglich, möchte man auch die Bilder sehen. Wir entschlossen uns, den Film nach der Erkundung zu schaun und wurden mit einer süßen Begleitung belohnt, die uns nicht nur schon am Eingang begrüßte, sondern auch auf meinem Schoß während der 12 Minuten Platz nahm - Miezekatze :)

    Der Aufstieg über einen sehr gut ausgebauten Weg ist länger als bei der Burg Aguilar, jedoch ebenso wenig anstrengend
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    Das Dorf wirkt von hier oben winzig, aber malerisch gelegen
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    Die Ruinen-Fragmente sind hier wesentlich mehr von Pflanzen besiedelt als auf allen bisherigen Burgen. Selbst Bäume stehen hier innerhalb der Anlage
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    Torbogen-Fragmente und (zerbrochenes) Becken(?)
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    weitere Impressionen der Burg von Termes
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    Wie alle bisher vorgestellten Katharerburgen gilt auch für Termes eine absolute Besuchs-Empfehlung :thumbup: Und zu dieser Jahreszeit so herrlich Menschenleer :zufrieden:


    Kurz hinter dem Gorges du Terminet und auf dem Weg zu einem der "schönsten Dörfer Frankreichs", Lagrasse, einfach so in der Landschaft: Steinfinger...
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    und Burgruine
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    Was mir besonders an diesem Urlaub in Frankreich gefallen hat, waren die unglaublich vielen kleinen und großen Stellen im gesamten Land, an denen (wilde?) Blumen in allen Farben das Herz und die Insekten erfreuten. Egal ob an der Autobahn, zwischen den Weinbergen oder rund um die Orte - gelb, weiß und lila in verschiedenen Nuancen, und das Rot des Mohns bildeten teils bunte Teppiche oder Flecken in der Landschaft :verliebt:
    Auch der Ginster blühte Mal in einzelnen Gruppen, Mal in riesigen Feldern überall (hier vor Aguilar mit Pic du Canigou im Hintergrund) - eine traumhafte Stimmung. Das ist Frühling :thumbsup:
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    Blümcher :sonnenbrille:
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    Auf dem Weg nach Thiers zur dortigen Messermesse, Teil des gesamten Rückweges, fuhren wir erneut von der Autobahn ab, hatten dir doch an diesem Tag nur etwa 400km zu fahren und ne Menge Zeit. Eine kleine Schlucht hatte ich mir ausgesucht, in der man wie fast überall in Frankreich Burgen und Burggruinen entdecken kann :cool:
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    Der weitere Verlauf östlich der A75 ist wiederum eine der schönsten Flecken in der Auvergne. Traumhaft führen hier die Straßen bis aus 1100m Höhe. Und alles satt grün, bewaldet, Wiesen mit Muhkuhs.
    Auvergne, meine Liebe :klatschen:


    Tja, das war's mit la France in diesem Jahr. Etwas ausführlicher, aber es gab ja auch viel zu entdecken.
    Hoffe, Ihr habt Euch gut unterhalten.


    Liebe Grüße, à bientôt

    Franck
     
    #3088 Franky K., 6. Juni 2019
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juni 2019
    nightwalk, Dr.Devil und Ostwestfale haben sich hierfür bedankt.
  9. Sehr schöner Bericht!
    Tolle Ruinen!
    Danke Franky,für zeigen!:thumbsup:

    P.S.
    Das Foto mit dem Chateau gefällt mir sehr!:)
     
    Franky K. hat sich hierfür bedankt.
  10. Danke Dir, Ralf :)
    Ich weiß genau, wo das Chateau steht - sollen wir es Mal belagern?
    Und nicht weit entfernt gibt es einen tollen Käse-Laden :thumbsup: und auch eines der "schönsten Dörfer Frankreichs"

    Die drei Berichte haben mich jetzt gesamt an die acht Stunden PC-Arbeit gekostet :pfeifen: Ich recherchiere halt viel (Internet, Straßenatlas, Infomaterial), musste aus 371 Fotos geeignete auswählen, zu ihnen formulieren und Formulierungen ändern, Bilder einfügen, gegenlesen und vieles mehr. Da es hier treue Leser gibt, habe ich das gerne in Kauf genommen.
    Freue mich, wenn Ihr Euch freut und gerne lest!
     
    nightwalk, manchmal, Ostwestfale und ein weiterer Flashy haben sich hierfür bedankt.
  11. All Zeit bereit!:)
     
    Franky K. hat sich hierfür bedankt.
  12. Wetzt die Lanzen, schärft die Käsemesser - wir reiten von dannen im Mondenschein :)
     
    Ostwestfale hat sich hierfür bedankt.
  13. war heute in Bad Friedrichshall im salzbergwerk.
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    gruß, stefan
     
    nightwalk, Dr.Devil, LED und ein weiterer Flashy haben sich hierfür bedankt.
  14. Ein paar Bilder der letzten sonnigen Wochentage :cool: aufgenommen mit Samsung Galaxy S10+

    Das versteckte Entchen :) (na wer findet Sie ) :)
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    Das Hoppelhäschen ( Na das ist schon einfacher zu finden )

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    Hohenstein im Süntel Nr1 :cool:
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    Und Hohenstein im Süntel Nr2

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    Meister Weinberg Schleimi :thumbsup: (lang keine mehr gesehen )

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    Sun behind the Cloud :eek:
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    Fichten Wald Deister
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    Fernmeldeturm Barsinghausen im Deister
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    Fernmeldeturm im Grinderwald
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    Gruß Perry
     
    nightwalk, Franky K., Ostwestfale und ein weiterer Flashy haben sich hierfür bedankt.
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