Liebe Flashies,
heute lag die W10 in meiner Packstation – und ich habe mich am Abend sofort darauf gestürzt. Wie gewünscht, schildere ich Euch meine ersten Eindrücke, gleichwohl ich um Verständnis bitten möchte, dass ich noch nie ein Review geschrieben habe. Ich verzichte daher auf semiprofessionelle Messungen und beschränke mich auf meine subjektiven Wahrnehmungen. Auch verzichte ich weitgehend auf technische Beschreibungen, die sowohl bei Acebeam, wie auch bei diversen Händlern und insbesondere bei Forenmitgliedern zu finden sind. Bspw. hat sich The_Driver im Forum bereits vielfach und tiefgründig zur Technologie der W10 geäußert. Zum Verständnis ist es hier nur wichtig, dass die Technik darauf beruht, mit einem Laser Phosphorplättchen zu bestrahlen, um daraus einen weißen Lichtstrahl gebündelt zu emittieren.
Beim Auspacken habe ich mich zuerst sehr darüber gefreut, dass mein Händler (outdoormesser.de) nicht nur ein Skonto gewährt hat, sondern als Dreingabe auch eine Acebeam M20 hinzugelegt hat. Positiv fiel mir in diesem Zusammenhang auch auf, dass eine deutschsprachige Gebrauchsanleitung beilag, die der Händler aus dem Englischen übersetzt hat. Da ich mit outdoormesser weder privat, noch geschäftlich zu tun habe, fand ich das schon sehr in Ordnung.
Die Ausstattung der Lampe enthält an bemerkenswerten Beigaben folgende Teile:
1 Akku Acebeam 21700 mit 5100 mAh
1 grüner Filter
1 roter Filter
1 englische und eine deutsche Gebrauchsanleitung
Nachdem zunächst unterschiedliche Leistungsangaben kursierten, steht nun auf der Verpackung der W10, dass wir es mit einer Lampe zu tun haben, die 250 Lumen hat und damit 1000 Meter weit kommen soll.
Der Akku hatte bei seiner Lieferung eine Spannung von ca. 3,9 V. Das erstmalige Aufladen dauerte mit dem mitgelieferten USB-Kabel ca. 2,5 h, dann habe ich den Stecker gezogen – der Akku hatte dann eine Ladung von 4,1V. Der Akku passt übrigens nicht in meine Ladegeräte. Acebeam verspricht, dass mit dem vorhandenen USB-C Charging Port eine bis zu 3-fache Ladegeschwindigkeit möglich sei (?), mich nervt außerdem, dass der USB-Stecker zumindest nicht meinen heutigen Standards entspricht… Wahrscheinlich werde ich über kurz oder lang auf qualitativ hochwertige 18650 Akkus umsteigen – in jedem Fall werde ich das mal testen.
Die Geister dürften sich auch über den mitgelieferten Bezel scheiden. Ich, als der Gruppe der friedliebenden Flashies zugehörig fühlend, brauche so einen so aggressiv anmutenden Aufsatz definitiv nicht, aber zum Glück kann man ihn ja um- oder runterdrehen.
Erste Eindrücke über das Lichtbild zeigen nachfolgende Bilder:
weiß:
grün:
rot:
Fazit: Die Zeit, die zwischen der Erstankündigung und dem Erscheinen der W10 vergangen ist, hat schon eine beachtliche Dauer. Die technischen Angaben änderten sich mehrfach. Der avisierte Preis auch. Ich kann nur mutmaßen, woran es liegt: Bekam man die Technik nicht in den Griff? Gab es rechtliche Probleme? Durften sich die Ingenieure mal so richtig austoben und ihrem Spieltrieb freien Lauf lassen? Gab es in der Entwicklung eine Kostenexplosion? Wer weiß?!?
Jedenfalls haben wir es hier mit einer für mich ziemlich neuen Technologie zu tun, deren Fortbestand und Weiterentwicklung nach meinem heutigen Ermessen rein spekulativer Natur ist. Auf der anderen Seite finde ich es wahnsinnig spannend, solche Versuche einmal mitzunehmen und auszuprobieren. Diese Lampe ist in ihrer heutigen Form für Spielkinder gemacht, die ständig ihre Grenzen verschieben müssen… Belustigend dabei ist, dass die W10 nur zwei Schaltstufen kennt: den Schalter durchdrücken: die Lampe ist an, den Schalter andrücken: Momentlicht. Und mehr geht nicht.
Und wie steht es mit der Leuchtleistung? Nun, ich bin jedenfalls überrascht. Dass wir es hier mit einem extremen Thrower zu tun bekommen, war klar. Aber eins muss ich schon sagen: In Anbetracht der annoncierten 250 Lumen ist das Ergebnis sehr beeindruckend. Das hat nichts mit den bisherigen LED-Lampen zu tun.
Die Qualität der Lampe ist – wie für Acebeam üblich – wieder einmal absolut bestechend. Da klappert nichts.
Grüßle
Wupperlight
