Die Masse der Bürger in unserem Land sind es Leid, sich über Probleme bei uns "den Kopf zu zerbrechen". Sie geben sich mit Informationen, der meist nicht unabhängigen sogenannten Qualitäts - Massenmedien zufrieden. Für mehr ist in unserem stressigen Alltagsbetrieb keine Zeit. In der wenigen Freizeit, will nur eine winzige Minderheit sich mit politischen Themen intensiv beschäftigen.
Theoretisch könnten wir über Wahlen, und unser Konsumverhalten etwas im Land ändern.
Aber wer hat schon Interesse / Zeit sich mit den Wahlprogrammen der einzelnen Parteien auseinanderzusetzen? Wenn nach jeder Wahl, die vorher gemachten Wahlversprechen sowieso nicht eingehalten werden.
Ein Beispiel:
Die CDU kündigte an, dass nach der Bundestagswahl 2005 die MWSt (damals 16%) um zwei Prozentpunkte erhöht werden soll. Die SPD versprach, mit uns gibt es so etwas nicht. Nach den Wahlen, in der großen Koalition wurde die MWSt um 3% Punkte auf 19% erhöht !!
http://www.focus.de/politik/deutsch...e-hoehere-mehrwertsteuer-aus_aid_1113165.html
Ich kenne keine Partei, die sich nicht von der Macht korrumpieren lässt.
Das klingt zwar unwirklich und hart, ist aber meiner Meinung nach so.
Für mich liegt daher das Hauptproblem in unserem politischen System.
Das einzige halbwegs funktionierende politische System, bei der auch der Bürger ein echtes Mitspracherecht hat, sehe ich in dem politischen System der Schweiz. Dies sollten wir uns zum Vorbild nehmen.
https://www.vimentis.ch/content/docs/Text_Politisches_System_Schweiz.pdf
Ich sehe aber keine Chance, dass sich unser "System" jemals ändern wird. Da würden sich die Parteien, mit ihren Pfründen, quasi selbst abschaffen.
Da wir auch noch keine vom Volk gewählte, Partei unabhängige Verfassungsgebende Versammlung hatten / wohl haben werden, kann es auch keine echte Änderung in unserem politischen System geben.
Dies habe ich vor Jahren erkannt. Also macht es für mich auch keinen besonderen Sinn, wie bestimmt viele von uns, sich dauernd intensiv mit diesem Problembereich auseinanderzusetzen. Maximal investieren ich am Tag 15-20 Minuten Zeit, meist in alternativen Medien, um mich auf dem Laufenden zu halten, und mir meine eigene Meinung zu bilden. Dies auch nur, um mein eigenes Verhalten, und meine Vorsorge daran anzupassen. Mehr Zeit zu investieren, würde mich in meiner Lebensqualität zu sehr einschränken. Leider ist das so.
Ich kann es daher auch verstehen, dass einige hier im Forum, über dieses Gesprächsthema, hier in ihrem Hobby Forum, genervt sind. Obwohl es natürlich Sinn macht einigen von uns "die Augen zu öffnen".
Gruss
Uwe