Naja, die XHP50.2 hat wohl so 10% mehr Wirkungsgrad als der Vorgänger, drei solcher Entwicklungsschritte sind dann wieder deutlich spürbar ...
Natürlich, aber bei LEDs geht es noch um etwas mehr als nur Effizienz: Lichtqualität in Optiken. In aller Regel wird das Licht durch Optiken an die Applikation angepasst, und Lichtqualität ist je nach Anwendung ein äußerst wichtiges Kriterium.
Wenn ich so ein Hersteller wäre würde ich das zumindest so machen. Da werde ich als Händler diese Lampen gut los, und die Sparfüchse freuen sich.
Würde ich als Hersteller niemals machen. Zu groß die Gefahr, dass sich Kunden öffentlichkeitswirksam über diese Firmenpolitik beschweren bzw. dies sich in der Zielgruppe herumspricht - woraus ggf. sogar ein "Shitstorm" entstehen kann. Jedes Produkt sollte gleiche Qualität aufweisen, da muss man dann als Hersteller eher die Distribution und die Vertriebswege überdenken, um dem Preiskampf Herr zu werden. Auch spielt das Image und die Ausrichtung des Herstellers eine Rolle. Ein als "Premium" wahrgenommener Hersteller kann Lampen teurer verkaufen, und die Kunden sind eher bereit, höhere Preise zu zahlen.
Interessant, da könntest Du mal was drüber erzählen. ...
Namen nenne ich nicht, da ich mir nicht sicher bin, inwieweit das dann bereits als "Bashing" gilt. Es ist aber so, dass es Hersteller gibt, die in den letzten Monaten/Jahren "Optimierungen" an Konstruktion und Bauteilen vorgenommen haben.
Da wurden UCL-Frontgläser durch normale, in der Lichtdurchlässigkeit sichtbar schlechtere, Gläser ersetzt.
Oder Treiberelektroniken mitsamt der LED-Konfiguration werden immer und wieder recycelt, damit auf echte Neuentwicklung verzichtet werden kann - es wird quasi nur das Gehäuse neu designt und ein anderer Reflektor reingepackt.
Es wird an Aluminium im Lampenkopf gespart, da sitzen XHP70 LEDs bei 3000 lm schon mal auf 2,5 mm dicke Alubleche und es gibt weniger als 40 g an Material, welches diese Hitze aufnehmen soll.
Federn werden durch Push-pins ersetzt, damit sie vollautomatisch durch Bestückungsmaschinen gesetzt werden können (und nicht mehr per Hand, was deutlich Kosten spart). Federn sind auch bei hohen Strömen (≈ 10 A) durchaus nutzbar, wenn sie aus hochwertigem Material bestehen, daher gibt es für diese Optimierung keinen triftigen technischen Grund.
Einige dieser Anpassungen sind kontraproduktiv, da sie Auswirkungen auf Lichtleistung/-qualität und Alltagstauglichkeit haben.
LG, Dominik