Ein Taschenlampen-Resümee (Spoiler-Alarm) das sich nicht ganz so ernst nimmt...
Hallo zusammen,
im Folgenden mal ein mehr oder weniger kleines Zwischen-Fazit, vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen wenn er auf diese Suche stösst... die Hoffnung auf ein Happy End endgültig zu begraben.
Dass sich meine Prioritäten in der Zwischenzeit zum Teil etwas geändert bzw. völlig verschoben haben, ich nun was ganz anderes suche, das mit dem ursprünglichen im Grunde nur noch wenig bis gar nichts zu tun hat, darauf gehe ich im einen oder anderen Punkt etwas näher ein, erklären kann ich es aber nicht. Vielleicht mag da jemand einspringen mit mehr als sechs Taschenlampen, Koffer und Vitrinen voll davon, vorzugsweise.
Schätze man könnte das als Kurzreview und Vergleich von ein paar (sehr) unterschiedlichen Taschenlampen betrachten, mit viel Wohlwollen jedenfalls. Ein bisschen stolz macht es mich schon wie kurz, knackig und leicht verständlich ich das Ganze dann doch gehalten habe. Ich bin sicher es gibt Menschen da draussen die weit mehr als nur 3.000 Worte dafür gebraucht hätten.
Meine Eindrücke und Schlussfolgerungen sind natürlich großenteils sehr subjektiv und könnten bei dem Einen oder Anderen völlig gegensätzlich ausfallen, je nach Geschmack, Anwendungszweck, Erfahrung. An allen dreien arbeite ich noch, daher alles ohne Gewehr, schiessen wir also los:
Astrolux EA01 SST40 5.000K
Ist schätzungsweise die Lampe die am ehesten die Kriterien meiner anfänglichen Suche erfüllt. Sie ist USB-ladbar, mit kurzem 26350-Akku einigermaßen kompakt, wenn auch nicht so federleicht wie ich mir das (unter anderem auch) gewünscht hatte (177g incl. 26350 Akku / kurzem Rohr). Wirklich Hosentaschen-tauglich sind die Maße freilich nicht, da würde ich letztlich auch zu etwas anderem greifen, der Hosentasche und Thronfolge zu Liebe. Ausserdem kann allein so ein Schlüsselbund schon absurde Ausmaße annehmen, wie passt da eigentlich noch eine TaLa dran bei manchen Leuten?
Meine „EDC” landet so gut wie nie länger in der Hosentasche, sondern meist im Rucksack oder in der Jacke, daher passt die Größe noch für mich. Manchmal nehme ich sie auch in die Hand und leuchte damit. „Alles Jacke wie Hose” kann ich demnach nicht unterschreiben.
Vor allem empfinde ich das Lichtbild der EA01 SST40 als ziemlich clever. Bemängeln könnte man sicherlich den etwas unruhigen Verlauf von Spot zu Spill, mit Ring und Tint Shift, an der weissen Wand sieht das nicht so schön aus. Draussen habe ich damit allerdings kaum Probleme, da verläuft sich das. Immerhin nicht ganz so grausam wie bei einer Acebeam TK16 oder TK18 Osram [was mich sofort wieder an die Taube in unserem Garten erinnert, nachdem sie von einem Raubvogel recht lieblos auf dem Rasen verteilt wurde... ein erkennbarer Spot um den herum sich wellenförmig so zerfledderte Artefakte ausbreiten, dass man sich kaum traut direkt hinzuschauen. Aber was weiss ich schon, ich halte mir auch bei Film oder Serie die Augen zu und luschere ängstlich so lange nur durch die Finger bis der böse Mensch aufgehört hat dem anderen *FSK18* anzutun, also wer bin ich das zu beurteilen].
Was die EA01 SST40 besonders gut macht in meinen Augen, deutlich besser als viele kleine Thrower („Blick durch’s Schlüsselloch”) oder auch Allrounder („kann weder weit noch breit”), sie hat einen im Nahfeld noch ausreichend großen Spot, der entsprechend auch in der Ferne mehr Übersicht bringt, wirft dabei aber -entgegen vieler Thrower- trotzdem noch ausreichend Licht vor die Füße, ohne aber gleich die Fernsicht -entgegen vieler Allrounder- wieder durch Eigenblendung zu reduzieren. Viel besser geht dieser Spagat in der Lichtverteilung nicht, wie ich finde.
Darüber hinaus war die EA01 meine erste Lampe mit Anduril (dem ersten). Einem UI dass ich keinem mir bekannten Durchschnitts-Verbraucher empfehlen würde. Ich sehe die komplett verständnislosen Gesichter direkt vor meinem geistigen Auge, wenn ich versuche zu erklären, beginnend mit den Worten „Ist eigentlich ganz einfach...”. Meine Frau bittet mich immer ihr genau diese Art Dinge zu erzählen wenn sie gerade nicht einschlafen kann aber muss. Ein UI das für mich perfekt funktioniert.
Einfache Dinge wie der schnelle Akku-Check, bis hin zur kompletten Individualisierung usw., wenn man sich darauf einlässt, respektive meinen Erläuterungen geduldig bis zum Ende folgen würde (hat noch niemand geschafft), dann entpuppt sich das final als ganz feine und überaus sinnvolle Sache.
Zugegeben, beim allerersten Blick auf dieses Kunstwerk von Anleitung hat mich schon eine Art lähmende Schockstarre befallen, aber es hat gar nicht so lang gedauert da hat es Klick gemacht, sieben Mal, oder auch zehn Mal, diverse Male. Deshalb, für alle die sich da nicht ran trauen: es ist wirklich simpler als... ach egal, hoffnungslos.
Weiterhin neu für mich war die TIR-Optik, bin augenblicklich ein großer Fan davon geworden, diesem sanft auslaufenden Spill (ja wo läuft er denn, wo läuft er denn hin?!). Dieser Tunnelblick enger abstrahlender Reflektoren, wer mag schon gern mit Scheuklappen? Meist hinterlässt diese scharfe Tunnelkante auch ein besonders tiefes, undurchdringliches Schwarz an genau der Stelle vor meinen Füßen an die ich so gern als nächstes treten wollen würde.
Etwas das ich ebenfalls nicht mehr missen möchte ist der beleuchtete Seitenschalter, keine Ahnung wie häufig ich an meinen Thrunites im Dunkeln nach dem Schalter gefummelt habe, eine Drehung nach der anderen, besonders mit Handschuhen... sehr oft. Zu oft. Höre ich da leise „Heckschalter, Heckschalter!!“ Rufe? …abwarten Freunde.
Ist die EA01 in meinen Augen perfekt? Ist sie nicht. Abgesehen von bereits erwähnten Schwächen liegt mein Augenmerk mittlerweile sehr auf High CRI, was bei meiner ursprünglichen Suche noch gar keine Rolle gespielt hat (da habe ich noch behauptet, Zitat: „Bei der Lichtfarbe bin ich offenbar nicht so empfindlich.” ...das ist gar nicht gut gealtert). Wenn ich die EA01 als einzige TaLa dabei hätte, oder für den Gebrauch als EDC, würde mir das nun wohl fehlen. Für diesen Einsatzzweck auch ein Tailcap Magnet, den nutze ich im Alltag gern und häufig, meine EDC darf gern etwas anhängliches, anziehendes an sich haben. Ob man High CRI unbedingt in einem Thrower haben muss, Antwort vielleicht weiter unten.
Fakt ist, dass ich weiterhin nach dieser Art Lichtbild und -Verteilung Ausschau halte, ich schätze bspw. die Noctigon DM11 dürfte in der ein oder anderen Ausführung das Potenzial dazu haben.
EA01 Fazit-Fazit: Möchte man einen Quasi-Thrower der trotzdem noch als Allrounder nutzbar ist (letzteres wohl Ansichtssache), dazu in zwei verschiedenen kompakten Größen und USB, dann bekommt die EA01 SST40 meine Empfehlung. Vergleichsweise günstig ist sie schliesslich auch noch.
Convoy S21B SFT40
Mit der S21B kann ich leider nicht viel anfangen, was wohl weniger an fehlenden Qualitäten der Lampe selbst als an meinem Nutzungsverhalten liegen mag, allem voran an zwei Merkmalen. Die S21B ist meine erste (und vermutlich letzte) TaLa mit Heckschalter... und sie hat ein wirklich kaltweisses Licht. Mit beidem werde ich einfach nicht warm (ja genau, ich finde kaltweisses Licht uncool).
Offenbar bin ich ein notorischer Seitenschalter-Nutzer, denn die Art wie ich die S21B halten muss beim ein- und umschalten fühlt sich jedesmal kompliziert und umständlich an. Ich halte meine Taschenlampen so gut wie nie „taktisch” über Schulterhöhe, was die einzige Art wäre in der mir der Heckschalter -mit dem Daumen bedient- logisch erscheint. Wie erwähnt rein subjektiv alles, mir ist vollkommen klar, dass der Tailswitch für jemand anderen die einzig korrekte Art und Weise darstellen muss, für den so ein Seitenschalter dann gleichsam völliger Quark und Käse sein wird.
Die Lichtfarbe ist die andere Geschichte, spätestens mit der S21B ist mir klar geworden, dass für mich bei 5.000K Schluss ist (wo wir wieder bei schlecht gealterten Feststellungen wären). Wie hat es jemand so anschaulich beschrieben, die SFT40 macht Licht, dass ich mir augenblicklich eine Wärmflasche holen möchte. Glasklare Sache, wieder eine komplett subjektive Wahrnehmung und ich kann jeden verstehen der mit dem warm-gelb-rosa Kram nichts am Hut haben möchte.
Zusätzlich bin ich mit dem UI auch nicht so recht zufrieden. Die 12 Gruppen klingen erst einmal nach einer guten Idee, aber im Prinzip ist keine dabei die perfekt für mich ist. Meine Wahl ist die Nr.2 mit allen 5 Stufen von niedrig zu hell, recht konventionell also. Was dann aber fehlt ist bspw. der Akku-Check, die S21B bietet ja auch sonst keine Möglichkeit einer Ladestands-Anzeige. Eine Gruppe wie Nr.2 plus Akku-Check wäre für mich noch halbwegs akzeptabel, wenn auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig in der Schaltreihenfolge. Dass man aber meist gleich sämtliche Spezi-Modi mit drin haben soll ist für mich eine unzumutbare Kata-Strobe.
Konzept-bedingt verfügt die S21B (Überraschung) auch über keinen Magneten in der Tailcap.
Dabei gäbe es auch viel Gutes zu berichten über die S21B. Das kaltweisse Lichtbild ist schön sauber, ohne Tint Shift im Spot und / oder Spill, nur ganz am Rand gibt es ein paar Artefakte, ich vermute ev. durch Reflexionen am Bezel. Der Spot ist relativ groß, ähnlich der EA01, dementsprechend gut nutzbar, aber stärker abgegrenzt vom Spill. Die 5 Modi sind gut aufgeteilt, Moon (0.1%) ist nicht gerade super-low aber mit Wohlwollen noch brauchbar für den Zweck. Auch dass man nicht immer komplett durch alle Stufen muss, sondern durch länger tippen in die niedrigste zurück kommt, passt. Kein Anduril, aber in Ordnung und eher dem zugeneigten Laien vermittelbar.
Auch gut, dass ich relativ simpel einen beleuchteten Heckschalter nachrüsten konnte und ausserdem, trotz Heckschalter, noch Tailstand möglich ist. Der Formfaktor ist schon praktisch, schön schlank und damit möglicherweise noch geeignet für die Hosentasche. Mit dem Schlüsselbund wird das aber aber keine enge Freundschaft werden, ich hab die S21B nur ein paar mal angeschaut, nicht sonderlich scharf, und schon war sie sichtlich angekratzt, eher von der zarten Natur, so scheint es. In der Mitte hat sie ein paar tiefe, griffige Rillen, so dass sie trotz Stab-Form nicht so schnell aus der Hand gleitet, passt auch. Mit dem Tipp einen geschützten USB-18650er zu nutzen wäre dann auch diese Lademöglichkeit inclusive.
Da wären wir dann wieder bei verschobenen Prioritäten, denn ja, auch ich habe mittlerweile ein Ladegerät (hat gar nicht weh getan) und würde dementsprechend für die S21B auch einen 21700er Akku (ohne USB) in Betracht ziehen. Was keinesfalls bedeutet, dass ich einen USB-Anschluss nicht nach wie vor enorm praktisch finde.
Und, nicht zuletzt, kaum etwas ist so günstig zu haben wie die S21B.
Gerade eben, nachdem ich das alles geschrieben und die Lampe noch einmal etwas ausprobiert habe, habe ich beschlossen sie erst einmal zu behalten, meine Argumente auf der Pro-Seite wirken auf mich im Moment wahnsinnig überzeugend. Schaden kann’s nich... hoffentlich.
Nachtrag: Was mir gar nichts gebracht hat (ausser befriedigte Neugier und ein paar neue Erkenntnisse, immerhin), war die extra georderte 10° TIR-Linse in der S21B. Der Spot wurde damit kleiner, ergo für mich weniger brauchbar, dazu kamen dann mehrere Ringe, in etwa wie ein Spot in einem Spot in einem Spot (quasi so, wie sich einen Blockbuster im privaten TV anzuschauen), bevor es in den Spill geht. Leider keine echte Alternative zum Reflector, ganz abgesehen davon dass auch noch Lumen dabei verlustig gehen sollen, nachgemessen habe ich das aber (noch) nicht. Ist nämlich eine ganz schöne Fummelei, der Wechsel mit der Dichtung, die quillt immer an einer Stelle hervor, die Optik mochte auch nicht hundertprozentig passen.
Emisar D1V2 SST20 4.000K
Zu Beginn meiner Suche gab es die D1 nicht mehr neu zu kaufen, mit der Verfügbarkeit der D1V2 hab ich dann mein Glück versucht... und es nicht bereut. Mal so rum, ist es die perfekte Taschenlampe? Nö. (Ist natürlich Frevel das über eine Emisar zu verlauten.) Aber in jedem Fall eine verdammt hübsche, eine die echt Spass macht beim benutzen. Im Vergleich zur EA01 ist sie nicht so wirklich nah dran an meiner ursprünglichen Suche. Tauglicher für die Hosentasche? Mit diesem Kopf? Naja. Größe und Brauchbarkeit vom Spot im Nahfeld mit der SST20? Pustekuchen. Wenigstens TIR? Fehlanzeige. USB-Anschluss? Kein Anschluss unter dieser Nummer.
Ja aber was kann sie denn dann? High CRI, zum ersten. Ich habe zwar auch die Manker ML03 mit Samsung LH351D, aber mein echtes Erweckungserlebnis Farbwiedergabe betreffend hatte ich mit der D1V2, danach habe ich alle anderen Taschenlampen eine ganze Zeit lang nur noch mit dem Allerwertesten angesehen, ich kam mir richtig gemein vor. Aber so ist es eben, die SST20 4.000K erweckt im nächtlichen Garten die Farben zum Leben, satt und saftig. Schwierig danach das gleiche mit der EA01, S21B oder TC20 zu versuchen. Ok, nur für High CRI muss es ja wohl keine D1 sein? Doch.
Denn die D1V2 liegt sehr schön in der Hand, ist vergleichsweise leicht, hat einen sehr hübschen, beleuchteten Seitenschalter, Anduril 2 mit all seinen Möglichkeiten (...wieder ein paar Leser verloren), einen Magneten in der Tailcap... und Throw. Ja, die D1V2 mit SST20 ist kein Lumen-Monster, laut Hank sollen es maximal 800lm sein bei 35kcd. Klingt bescheiden, macht aber Laune.
Im Nahfeld ist der Spot dafür so klein, dass man ihn in den unteren Stufen einfach ignorieren und dafür den Spill nutzen kann, der ist durchaus brauchbar.
Anduril (...noch jemand da?) macht manchmal komische Sachen, z.B. dass die niedrigsten Stufen hin und wieder nicht nutzbar sind weil sie gar nicht zünden wollen, vor allem wenn man kurz hoch schaltet und dann zurück möchte. Möchte ich im Moon starten muss ich schon loslassen bevor ich etwas sehe, dann dimmt sie ne Sekunde später rein, ansonsten lande ich sofort in einer höheren Stufe. Gewöhnungsbedürftig. Der mitgelieferte Clip ist quasi unbrauchbar weil damit Tailstand unmöglich wird. Im Stepped Ramping finde ich den Sprung von Stufe zwei zu drei zu groß, auch wenn ich viele Stufen programmiere. Die stufenlose Ramping-Geschwindigkeit dagegen finde ich viel zu schnell, wie soll man denn damit die feine Abstufung nutzen können?
Möglicherweise ist die D1V2 mit SST20 4.000K auch weder Fisch noch Fleisch, vegan schon gar nicht. Richtig Sinn als Thrower ergäbe sie mit ner anständigen LED wie der super-coolen SFT40, oder einer Osram W2 oder so. Und wenn schon High CRI, dann doch wenigstens ne B35AM oder FC-40 damit ein g’scheiter Allrounder draus wird... oder halt ne SBT90.2, wenn man hier schon über den Spass-Faktor fabuliert, als Taschenofen, aber doch nicht solche halbgaren Sachen, SST20, pfff.
Mir doch egal, so oder so, die Lampe is voll geil, musst’u ham.
Nachtrag: 18350er und 18500er Rohr gibt’s ja auch noch... aber will man das? Wie rum hält man die dann mit nem 18350er?
Ein Vergleich mit meinen anderen TaLas:
Manker ML03 4.000K
Die Manker ist eine absolut tadellose, perfekte Taschenlampe, an der ich rein gar nichts auszusetzen habe, Punkt. Ausser ein paar ganz winzigen Kleinigkeiten vielleicht. Fest verbauter Akku? Fehlkauf, Elektroschrott in absehbarer Zeit. Was ist denn das für eine Einteilung der Leuchtstufen? 160 - 360 - 800? Wer hat sich denn das ausgedacht? Und wo ist bitte der Throw? In den technischen Daten lese ich was von 25600cd (bei 160m Reichweite, äh). Humbug und Quatsch mit Soße, ist klar.
An meiner Eingangs-Aussage ändert das freilich alles praktisch nichts. Der Formfaktor ist genial. Hosentasche? Check. Der Seitenschalter ist ausnahmslos immer zu ertasten und bei Bedarf auch mit dem großen Zeh zu bedienen (ja, ich urteile nicht), trotzdem wird sie kaum von allein angehen in der Tasche, ich nutze trotzdem den vier-Klick Lockout. Die Sahne auf der Torte sind die fünf Moon-Modi, da ist für jeden was dabei. Laufzeiten passen auch. Magnet hat’se auch. USB-C laden? Jawoll. Zur Not als Powerbank? Aber Hallo. High CRI is auch inclu, auch wenn ich davon nicht so high werde wie bei der D1, das Licht mag ich sehr, vom ersten Moment an. Sie leuchtet genau so wie man das von einer Vernunfts-Alltags-Lampe erwartet, also ich jedenfalls. Flutig. Mit dem Magneten oder Lanyard hängt sie bei mir öfter im Keller, mangels alternativer Beleuchtung, zum Rad schrauben oder ähnlichem. Eine TaLa die ich bedenkenlos meiner Frau in die Hand drücken kann und dann tatsächlich von ihr benutzt wird, ein echter Überflieger die ML03. Brauchbarer, stabiler Clip, kein Tint Shift im Lichtbild, robust, hab ich noch was vergessen? Ok, wenn ich sie im Dunkeln auf dem Nachttisch suchen muss dann... gar kein Problem, die D1 ist nicht zu übersehen, und mit der die ML03 zu finden, Kinderspiel.
Fazit: Die ML03 hab ich immer dabei.
Nachtrag: Interessant vielleicht für denjenigen der Fotos machen möchte, mit der ML03 als Beleuchtung, mit ihren zwei Reflektoren wirft sie unter bestimmten Umständen unscharfe, doppelte Schatten. It’s not a bug...
Thrunite TC20 V2 NW
Sie war meine Allererste. Das war Begeisterung pur zu Beginn, eine Kerze die an beiden Enden... und so. Ohne sie gäbe es diesen Text gar nicht (mag jetzt jeder bewerten wie er möchte). Daher wird sie natürlich immer einen Platz in meiner Vitr… auf der Liste der Taschenlampen haben die ich mal gekauft habe. Denn wie das Leben so spielt gibt es bereits Pläne sie gegen ein jüngeres, schöneres Modell auszutauschen.
Kann man mit der TC20 was falsch machen? Natürlich, sich mit dem Turbo direkt in die Augen leuchten, beispielsweise. Aber sonst...
Wir haben uns auseinander gelebt, Anfangs konnte ich über dieses warmer-Kern und kühl-nach-aussen noch hinweg sehen, aber mittlerweile passt das nicht mehr so recht zusammen, das Bessere ist des Guten... blupp. Ich bin sicher, dass sie auch unseren Abschied gut geregelt bekommt, das ist so ihre Art.
Fazit: Als einzige Taschenlampe grundsolide. Ab Nummer zwei fingen dann die kritischen Fragen an, der Anfang vom Ende. Profi-Tipp: hast Du eine TC20, einfach benutzen, nicht drüber nachdenken, für immer zufrieden. Andernfalls: down the rabbit hole...
Technischer Appendix
Letzter Versuch damit das hier doch noch einer dieser wertvollen, aufwendigen Beiträge wird, deshalb werfe ich noch ein paar Luxe mit in den Ring, auch wenn die nur mit der iPhone-App „Belichtungsmesser LM-3000” eingefangen wurden. Nachdem ich mir aber die ganze Mühe gemacht und den enormen Aufwand betrieben habe, einen Meterstab ausgeklappt, alle fünf Taschenlampen ausgepackt, jeden Akku voll aufgeladen (wohlgemerkt in einem Ladegerät, ja genau, nicht in der Lampe), da müssen die Zahlen jetzt einfach mit rein, egal wie aussagekräftig die sein mögen, das wird der (mittlerweile nicht mehr ganz so) interessierte Leser jetzt auch noch aushalten können.
Wer es bis hierhin geschafft hat (Chapeau), wird das mit dem Zweifel an meiner Glaubwürdigkeit eh schon hinter sich haben, da ist der Rest auch Wurscht:
Gemessen aus 4m Entfernung (also x16)
Astrolux EA01 SST40 5000K - 4.300 Lux = 68.800 / 524m
Emisar D1V2 SST20 4000K - 2.200 Lux = 36.800 / 382m
Convoy S21B SFT40 zuvielK - 2.000 Lux = 32.000 / 356m
Thrunite TC20 V2 NW - 1.100 Lux = 17.600 / 264m
Manker ML03 4000K - 230 Lux = 3.680 / 120m
Fazit: aus 1m Entfernung fielen alle Messungen gleichmässig etwas niedriger aus (um die 10%), die Messungen der D1V2 stimmen ziemlich genau mit den Angaben von Hank Wang überein, die S21B könnte mit einem ungeschützten 21700er vielleicht noch mehr, die Ergebnisse meiner TC20 fallen vergleichsweise niedrig aus, egal ob mit Original-Akku oder dem Keeppower der eigentlich mehr als genug Saft liefern sollte. Das ML03 Ergebnis entspricht meinem Nutzungserlebnis, mehr als 40m gut nutzbare Reichweite ist da nicht drin...
(schwer) Gezeichnet, Lenz0815
- Bei den TIR-Versuchen sind keine Lebewesen zu Schaden gekommen -
Aufgrund der Länge des Textes, der Menge an Worten, könnte manch einer möglicherweise bei sich denken, der Lenz0815, der hat definitiv viel zu viel Zeit, aber ich kann versichern, dem ist nicht so, denn aufgrund der Länge des Textes, der Menge an Worten, war tagelang kaum etwas anderes zu schaffen. Essen, trinken, schlafen, fundierte Recherche um diese Zeilen mit nützlichem Inhalt zu füllen, all das musste hinten anstehen, geniale Gedankenblitze wurden mit dem edding an die Fensterscheiben der Wohnung gekritzelt und sind dort wieder in Vergessenheit geraten, daher hat es auch kein einziger davon in diesen kleinen, nur leicht übergewichtigen Forenbeitrag geschafft. Einem Beitrag über das Leben und seine einzige Konstante, die Veränderung, die Liebe, die Frage (und gut verborgene Antwort) nach dem Sinn des Lebens, und irgendwie auch Taschenlampen.