Kombi Ladegerät für NiMh und 18650 gesucht, mit Entlade-Kapazitätsmessung.

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Hallo erstmal,

Grüße aus Unterfranken :)

Ich such ein Ladegerät, mein AccuPower IQ338XL hat vor ein paar Tagen aufgegeben, den Fehler hatten wohl auch andere User, das habe ich zumindest manchen Bewertungen entnommen. Das Gerät hat mir zwar gefallen von dem was es konnte, aber von diesem Hersteller (oder baugleiche) möchte ich erstmal nichts mehr. Ebenfalls schlechte Erfahrungen habe ich mit dem Technoline BC700 gemacht, auch dieses oder ähnliche Geräte möchte ich ausschließen.

Fragebogen Ladegeräte:


Warum möchtest Du ein neues Ladegerät erwerben?
[ ] Ich besitze schon ein gutes Ladegerät, bin aber nicht zufrieden weil....
(Begründung hilft uns bei der Suche)

Ich habe noch ein Voltcraft Charge Manager 410, aber ein zweites Gerät wäre gut weil ich zwischen mehreren Wohnungen pendle. Zudem kann der CM410 keine 18650. Dazu sind die Ladeströme etwas grob, minimal ist 500mA.

Welche Akkutypen sollen geladen werden?

[ ] Li-Ionen Akkus (3,7V Nennspannung)
[ ] NiMH / NiCd (1,2V Nennspannung)
[ ] NiZn (wäre nett, aber kein Muß)



Welche Akkugrößen soll das Gerät aufnehmen können?

[ ] 18650

[ ] AAA Zellen (Mikro)
[ ] AA Zellen (Mignon)



Anzahl der Ladeschächte:
[ ] 4
[ ] mehr als 4



Welche Ladeströme soll das Gerät je Ladeschacht liefern können?

[ ] 1,0A

Wie soll das Ladegerät betrieben werden ?
[ ] mit eigenem Netzteil (hier können oft höhere Ladeströme erzielt werden)

Welches Bedienkonzept stellst Du dir vor?

[ ] komplex (sämtliche Ladeparameter können individuell angepasst werden ( Lade- und Entladeschlußspannung, einstellbare Terminierung,...) und das Gerät verfügt zusätzlich über verschiedenen Cycle- und Refreshmodi)

Sonstige Eigenschaften:

[ ] Entladefunktion zur Kapazitätsmessung (schränkt die Auswahl stark ein)
[ ] Sonderwünsche:

Möglichst kein Lüfter


Wie teuer darf das Ladegerät sein?


[ ] bis zu 70€


[ ] Bezugsquelle nur innerhalb von Deutschland

Wie viele Ladegeräte sollen Dir empfohlen werden?
[ ] Bitte nur 2-3 ziemlich genau passende Ladegeräte empfehlen


Wichtig wäre mir eine Entlade-Kapazitätsmessung und mögliche Ladeströme unterhalb 500mA. Und eine bessere Bedienung als beim BC700, einstellen des Ladestroms scheint reine Glückssache zu sein. Dazu erkennt das BC700 manche Akkus nicht mit denen der CM410 keine Probleme hat.

In einem anderen Beitrag habe ich das Vapcell S4 plus gefunden, das käme meinen Ansprüchen doch recht nahe?

Bei Conrad habe ich das Voltcraft IPC 3 entdeckt, das aber leider einen Lüfter hat. Leider weiß ich nicht ob, wenn ich höchstens mit 4x 1A lade der Lüfter überhaupt anspringt.

Dann habe ich noch das Dlyfull T5 entdeckt, der wohl auch ungefähr meine Anforderungen erfüllt.

Persönliche Erfahrungen mit diesen Geräten sind willkommen :)

Gruß
LarryB
 

Nicobrosi

Flashaholic**
24 Oktober 2018
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Das vapcell empfehle ich immer wieder gern, mit mehr Funktionsumfang ist dann nur noch das mc3000 zu empfehlen....größter Kritikpunkt ist hier eigentlich nur der Preis und mangelhafte lademöglichkeit für 21700er, zumindest in den aktuellen Modellen sollen diese wohl passen?!...
 

Silvette

Flashaholic*
8 November 2021
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Deutsch-Wagram, Niederösterreich
Ja die ungeschützten 21700 passen im aktuellen MC3000, aber mehr schlecht als recht.
Die Klammer ist dabei absolut am Anschlag und wird zusätzlich sogar leicht gebogen.
Von „passen“ würde ich dabei nicht reden, aber ja man kann sie hinein quetschen…

Aufpassen muss man dabei, dass man sie hinten zuerst einlegt und dann vorne nach unten hineindrückt/schiebt. Macht man es umgekehrt, beschädigt man schnell den hinteren Akku-Mantel rund um den Minuspol.

Mich nervt das so sehr, dass ich das MC3000 für 21700er nur verwende um diese auf Lagerspannung zu bringen.
In meinem alten Miboxer C8 passen die 21700er deutlich besser und das, obwohl das Ladegerät schon einige Jahre am Buckel hat. Daher lade ich die 21700er fast mur mit dem C8.

Aber vom Funtionsumfang ist das MC3000 wirklich sehr gut.

lg
 
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LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Ich glaub das Vapcell erfüllt meine Anforderungen so ziemlich und ist auch preislich interessant.

Das MC3000 habe ich mir auch mal angeschaut, kann bestimmt mehr, sogar NiZn, aber ansonsten tue ich mir schwer damit. Handyapp brauche ich nicht für sowas, dazu hat es einen Lüfter.

Die Mechanik scheint wirklich etwas kritisch zu sein, hab ich in Produktbewertungen gelesen.

Insgesamt habe ich auf mehr Auswahl gehofft, gibt ja einige Teile mit Display, aber doch recht weniger mit Entlade-Kapazitätsanzeige
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
Ich glaub das Vapcell erfüllt meine Anforderungen so ziemlich und ist auch preislich interessant.
Ich halte das Vapcell S4 Plus für ein rundum gutes Ladegerät, allerdings ist auch dort die Auswahl an Ladeströmen unterhalb von 1.0 A eher mager, es stehen nur 0.5 A und 0.25 A zur Verfügung.

Dennoch würde ich das Gerät empfehlen, wenn dir die Ladeströme ausreichen, laden tut es wirklich gut.
Insgesamt habe ich auf mehr Auswahl gehofft, gibt ja einige Teile mit Display, aber doch recht weniger mit Entlade-Kapazitätsanzeige
Dein "Problem" ist, dass du ein Gerät suchst, dass sowohl Lithium- als auch NiMH-Akkus ordentlich lädt und auch noch eine automatische Entladefunktion mit Kapazitätsbestimmung bietet.

Es gibt viele Ladegeräte und fast alle behaupten, dass sie sowohl Lithium- als auch NiMH-Akkus laden können und das stimmt auch.
Nur lädt die Mehrzahl der Geräte NiMH-Akkus mehr schlecht als recht, die Ladefunktion für NiMH-Akkus wird oft nur lieblos implementiert und die Akkus werden entweder nicht richtig voll geladen (seltener) oder regelmäßig überladen (häufig).

Das Vapcell S4 Plus ist eines der ganz wenigen Geräte, das sowohl Lithium- als auch NiMH-Akkus wirklich gut lädt und dazu auch noch über eine automatische Entladefunktion mit Kapazitätsbestimmung verfügt.
 

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Das klingt für mich gut, denn derzeit steht NiMh im Vordergrund. Von den 18650 habe ich nur 4 Stück, die waren bei einem Doppelpack Taschenlampen dabei, da lag sogar ein simples Ladegerät mit USB-Kabel dabei.

Ist Überladen so häufig der Fall? Ich habe in irgendwelchen Produktrezensionen gelesen dass es Ladegeräte gibt die nur bis 80% laden und manche würden Akku voll anzeigen, legt man sie erneut an würden sie dann fast nochmal so lange laden bis der Akku wirklich voll ist.

Da habe ich bisher wohl Glück gehabt, Akkuausfälle habe ich nur bei NiZn gehabt, wobei das Ladegerät auch Schuld sein könnte.
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
Ist Überladen so häufig der Fall?
Bei Universal-Ladegeräten für Lithium- und NiMH-Akkus ja, bei reinen NiMH-Ladegeräten nicht unbedingt, da kommt es auf andere Dinge an.
Oft ist aber auch die Unkenntnis vieler Anwender zumindest z.T. Schuld an Überladungen, siehe unten.
Ich habe in irgendwelchen Produktrezensionen gelesen dass es Ladegeräte gibt die nur bis 80% laden und manche würden Akku voll anzeigen, legt man sie erneut an würden sie dann fast nochmal so lange laden bis der Akku wirklich voll ist.
Nein, das stimmt fast nie.
Kein NiMH-Ladegerät kann den Ladezustand eines NiMH-Akkus nachträglich (nach abgeschlossenem Ladevorgang) noch korrekt bestimmen, auch nicht das Vapcell S4 Plus oder das SkyRC MC3000, das liegt an den spezifischen zellchemischen Eigenschaften von NiMH-Akkus.

Entsprechend "denkt" jedes Ladegerät, wenn man einen Akku einlegt, dass dieser zu laden ist, auch wenn der Akku bereits randvoll ist. Der Akku wird damit zwangsläufig überladen und entsprechend geschädigt, je nach Qualität des Ladegerät mehr oder weniger lange und intensiv, es dauert geraume Zeit, bis das Ladegerät "erkennen" kann, dass der Akku schon voll war, falls es das überhaupt "erkennen" kann.
Das ist nicht die "Schuld" des Ladegeräts! Das liegt an den Eigenschaften der Zellchemie von NiMH-Akkus.

An den dümmlichen Aussagen in einigen Rezensionen sind auch die Anwender/Produktrezensenten mit Schuld.
Sie verfügen nicht über ausreichende Fachkenntnisse und begreifen gar nicht, dass der Akku bereits beim ersten Durchgang korrekt vollgeladen wurde, maßen sich aber entsprechende andere Einschätzungen an.

Sie legen den Akku nach korrektem ersten Ladevorgang erneut ein, um zu "überprüfen", ob das Ladegerät seinen Job auch richtig gemacht hat, wozu es aus den erwähnten Gründen grundsätzlich gar nicht in der Lage ist.
Aus den zuvor erläuterten Gründen wird dann der Akku erneut "geladen" (tatsächlich aber überladen) und der fachlich inkompetente Rezensent schreibt dann irgendwelchen Unsinn darüber, dass das Ladegerät beim ersten Mal den Akku nicht vollgeladen habe und ähnlichen Quatsch.

Nicht nur bei Lithium-Akkus, auch bei NiMH-Akkus muss man als Anwender mitdenken und sich etwas mit das Materie beschäftigen, das kann ein Ladegerät - egal wie gut/teuer es auch sei - nicht immer alles alleine machen.
- NiMH-Akkus sollte man nur laden, wenn sie zuvor auch ausreichend leer waren (Faustregel mind. halb leer).
- Nach einem vom Ladegerät beendeten Ladevorgang den Akku nicht erneut einlegen. Das führt nur zur Überladung und Akkuschäden = geringerer Lebensdauer.
- Die nachträgliche ungefähre Bestimmung des Ladezustands eines NiMH-Akkus ist überwiegend nicht möglich, abgesehen von Grenzzuständen (z.B. ganz leer).
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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Ich muss Dir sagen, dass ich eigentlich mit keinem NiMh-Ladegerät zufrieden bin bzw. war, das ich bisher besessen habe ...

früher hatte ich u.a. Energizer und Ansmann - Steckerladegeräte, die sich vor allem als "Akku-Grillstationen" bewährt haben ... o_O

ein Varta, was ich habe, hat mich auch nicht überzeugt, ein Aldi macht die Akkus zwar (meist) nicht "heiß", lädt sie dafür aber auch überhaupt nicht "voll" ... ein anderes, älteres Aldi hat deutlich zuviel Stromstärke verwendet ...

ein Panasonic - gerade erst wieder bei Mignons erlebt - ist für mich auch nicht i.O. ... (Einzelheiten lass ich hier gerade mal weg ...)

das Miboxer C4-12, wo ich gedacht hatte, DAS ist das optimale Gerät (incl. Temperatursensoren !!) war's dann für NiMH leider doch gar nicht - Problematik Kombigeräte ...

ich werde mir wahrscheinlich demnächst mal ein Opus BT-C700 mitbestellen, ich geh mal davon aus (oder besser gesagt, ich hoffe ...), dass ich dann endlich mal was vernünftiges für NiMH habe !

obwohl NiMH-Akkus ja sozusagen die verbreitete "Massenware" auch in vielen Haushalten sind, und viel weniger leistungsfähig als Lithium-Ionen-Akkus sind, sind sie technisch gesehen eigentlich anspruchsvoller zu laden ...

denn im Gegensatz zu den Li-Ion ist ihre Lade- / Entladekurve leider gar nicht schön linear ... so dass das Ladegerät daran praktisch nicht ablesen kann, "wie voll" der Akku gerade ist ... deshalb muss dann erstmal "drauf los geladen" werden, bis sich quasi die ersten "Überladungssymptome" einstellen (Erwärmung u. leichter Spannungsabfall -dU)

(bei der verlinkten Entladekurve von NiMHs heißt "Lithium" in dem Fall Lithium-Batterien, also nicht Li-Ion-Akku ...)

Li-Ion sind technisch eigentlich wesentlich anspruchsloser zu laden ... deshalb gibt es auch so einfache Dinger, wie Du eins mit den Taschenlampen bekommen hattest ...
 
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Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Das MC3000 habe ich mir auch mal angeschaut, ... , dazu hat es einen Lüfter.
Die Energie beim Entladen von Akkus muss irgendwo hin. Da Netzrückspeisung hier nicht in Frage kommt, bleibt nur die Umwandlung in Wärme. Die Lüfter führen diese ab, geht nicht anders.

PS: Theoretisch könnte man die entladene Energie auch zum gleichzeitigen Laden eines Akkus in einem anderen Schacht verwenden. Setzt aber voraus, dass man dort einen leeren Akku hat, der die Energie auch aufnehmen kann. Kenne keinen Lader, das das so macht.
 
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LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
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Der Transfer von einer Zelle zur anderen Ist vielleicht technisch etwas aufwändiger, vielleicht gibt es dann auch ein Problem mit einer konstanten Entlade-/Ladespannung.

Gerade beim Entladen finde ich Produktbeschreibungen verschiedener Ladegräte wenig aussagekräftig. Bei meinem CM410 kann ich zwar für alle Zellen 250mA wählen, in der Anleitung steht aber max. 365mA. Also teilen sich die Batterien die Bandbreite, allerdings wenn ich Entladen für alle Slots aktiviere könnte es auch sein dass nur 2 Zellen gleichzeitig entladen werden und nach Ende die anderen Slots dran sind.

Beim S4 Plus lese ich bis 1A im 1. und 4. Slot, 0,25 und 0,5A im 2. und 3. Slot, aber nicht ob ich da insgesamt 3A gleichzeitig entladen kann. Weiß da jemand Genaueres?


Puh, dachte schon bei der Bezeichnung dass es ein Klon des Technoline BC700 sein könnte, aber ist wohl nicht der Fall, schon allein wegen des anderen Displays.

Sie legen den Akku nach korrektem ersten Ladevorgang erneut ein, um zu "überprüfen", ob das Ladegerät seinen Job auch richtig gemacht hat, wozu es aus den erwähnten Gründen grundsätzlich gar nicht in der Lage ist.

Hab das spaßeshalber bei mir auch mal probiert ;)

Geladen im Technoline BC700, danach ins CM410: Hat bei meinem Test-Akku, eine AAA-Zelle mit Nennkapazität 800mAh noch ca. 70mAh geladen.

Geladen im Technoline BC700 oder CM410, danach ins BC700: Zeigt sofort Full an.

Vor einiger Zeit ist mir aufgefallen dass mein DECT-Telefon von Gigaset die Akkus scheinbar voller lädt als jedes Standardladegerät. Mit normalen Ladegeräten geladene Akkus erreichen in der Telefonanzeige knapp halbvoll, im Telefon geladene Akkus schlagen auch mehr aus im Batterietester, zumindest direkt nach Vollladung.

Mein altes Aldi-Tevion lädt langsam, scheint aber nie wirklich abzuschalten, auch da schlägt der Batterietester bei manchen Akkus mehr aus als wenn ich mit anderen Ladegeräten lade. Ein grundsätzliches Problem ist da aber auch dass wohl immer paarweise geladen wird.
 

stefle

Flashaholic*
24 Juli 2018
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Ich habe in irgendwelchen Produktrezensionen gelesen dass es Ladegeräte gibt die nur bis 80% laden und manche würden Akku voll anzeigen, legt man sie erneut an würden sie dann fast nochmal so lange laden bis der Akku wirklich voll ist.
An den dümmlichen Aussagen in einigen Rezensionen sind auch die Anwender/Produktrezensenten mit Schuld.
auch bei NiMH-Akkus muss man als Anwender mitdenken und sich etwas mit das Materie beschäftigen

Ich sehe da eher die Hersteller in der Pflicht. Warum sollte man sich für den Gebrauch eines normalen Haushaltsgeräts tiefer mit der Materie beschäftigen?

Ich hatte mich früher auch schon gewundert, warum ein Ladegerät z.B. bei eigentlich frisch geladen Zellen nicht sofort "voll" anzeigt. Darauf muss man erstmal kommen, dass die Füllstandserkennung eine Zeit braucht bzw. gar nicht zuverlässig funktioniert. Mag sein, dass in der Bedienungsanleitung irgendwo ein Hinweis ist, geladene Akkus nicht erneut zu laden. Aber es wird eben nicht verständlich erklärt.

Im Grunde braucht man auch ein sorgfältiges Akkumanagement. Man muss sich nämlich vergewissern, welche Akkus der eigenen Sammlung bereits geladen wurden. Und man muss abschätzen können, wie voll ein Akku noch ist, wenn man ihn vorzeitig einem Verbraucher entnimmt.

Welcher Hersteller erklärt einem das denn?

Und jetzt sollen die Kunden bzw. Rezensenten schuld sein? Weil sie es unterlassen haben, ins TLF zu schauen?!?
 
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TauRox

Flashaholic**
10 September 2020
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Und jetzt sollen die Kunden bzw. Rezensenten schuld sein? Weil sie es unterlassen haben, ins TLF zu schauen?!?
Nein, sondern weil sie aus Unwissen mit einer völlig ungeeigneten Methode überprüfen wollen, ob ihr Ladegerät sie nicht "betrügt". Man nimmt ja auch kein Streichholz zur Hand um zu prüfen ob die Abschaltung an der Zapfsäule nicht vielleicht zu früh erfolgt ist und in den Tank noch ein paar Liter reinpassen würden oder lässt den Kühlschrank mit offener Tür laufen um zu prüfen ob auch die eingestellte Temperatur erreicht wird. Wenn ich technische Vorgänge "prüfen" will, muss ich verstehen, wie sie funktionieren..

Du schreibst ja selbst, dass du darauf achtest, welche deiner Akkus schon geladen sind bzw. wann ein Akku nachgeladen werden muss. Das machen halt nicht alle so.

Klar wäre es schön, wenn sowas "fail safe", fehlertoleranter oder sogar idiotensicher designed werden könnte/würde. Das ist aber (a) nicht immer möglich und (b) mitunter teurer, dass es keiner mehr kauft. Ein bisschen Eigenverantwortung schadet nie. Wer an seinen NiMH-Akkus viel Freude haben will, muss ein bisschen aufpassen. Das gilt für ganz viele Bereiche des Lebens ebenso. Wer unsinnige Dinge mit den Akkus tut, hat nicht so lange Spaß daran.
 

stefle

Flashaholic*
24 Juli 2018
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Ich würde gern antworten, aber da es sich um einen Kaufberatungsthread handelt, lass ich es lieber.
 
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budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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also ich finde, es kann einem schon durchaus so vorkommen, als habe das doch ein kleines bißchen "System", die Kunden zwar mit enormen Ladezyklen-Zahlen auf der Packung zu ködern, aber ihnen nicht wirklich näher zu sagen, wie sie diese - auch nur annähernd - erreichen würden ... (ein Schelm, wer ... ;))

es gibt ja eine Reihe von Punkten, die in der Hand der Endanwender zu den viel kürzeren Zyklenzahlen führen, aber was jetzt ganz speziell das Aufladen eines bereits vollen NiMH-Akkus angeht, habe ich eigentlich schon oft bei HKJ gelesen, dass dort getestete Geräte es recht gut hinbekommen haben, vor ein paar Tagen erst bei einem Opus BT-C2000 dort gelesen von 6 Minuten, die er zur Erkennung eines vollen Akkus brauchte, das waren dann unter 100 mAh, die das Gerät noch dazu aufgewendet hat ... gut, das ist zwar aus Sicht eines Technikers ebenfalls nicht "schön", allerdings auch noch nicht wirklich "dramatisch" ... das Problem ist aber natürlich, dass die Ladegeräte, die sich in den Haushalten der Anwender real befinden (!!), es zu einem bedeutenden Teil so gut eben nicht hinbekommen ...
 
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steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
6.316
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Bielefeld, NRW
Und jetzt sollen die Kunden bzw. Rezensenten schuld sein?
Nein, ich schrieb "mit Schuld", also, dass sie eine Teilschuld tragen, und bezog mich dabei ganz klar auf die typischen unzureichenden "Kundenrezensionen", in denen bar jedweden Fachwissens Käufer "Produktbewertungen" schreiben, ohne die Funktionsweise der Produkte überhaupt ausreichend verstanden zu haben.
Viele haben nicht einmal die BDA durchgelesen...

Und offenbar hat @LarryB als TE das ja auch verstanden.

Und da es ja um eine Teilschuld der Anwender ging, jetzt meine Meinung zu den Herstellern:
Ja, ich teile deine Einschätzung, dass BDAs oft unzureichend sind und nicht gut genug die Funktionsweise erläutern. Auf den anderen Seite werden die BDAs ja heute schon nicht gelesen, wie soll das erst werden, wenn diese noch umfangreicher und komplexer würden?
Welcher Hersteller erklärt einem das denn?
Das ist ein zweischneidiges Schwert...
Vermutlich ist ein bedeutender Aspekt, dass kein unmittelbarer Schaden eintritt, die Akkus also nicht explodieren oder Feuer fangen oder so. Die eingeschränkte Lebensdauer der Akkus fällt erst lange später auf und die meisten Anwender können keinen Bezug zur vorherigen Behandlung herstellen.
Warum also Kunden mit etwas belasten, was einem selbst nicht schadet?
Mag sein, dass in der Bedienungsanleitung irgendwo ein Hinweis ist, geladene Akkus nicht erneut zu laden. Aber es wird eben nicht verständlich erklärt.
Was würden solche Erklärungen nützen, wenn die Kunden sie nicht lesen?
"Selbstvorlesende" BDAs gibt es nicht.

Allerdings wären ein paar plakative und deutliche Hinweise im Stil von "Achtung, keine frisch geladenen Akkus erneut einlegen" oder so nützlich.
Ansonsten kann ich mich @TauRox anschließen.
 

LarryB

Flashaholic**
26 Januar 2022
1.085
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Ich hätte auch nix gegen bessere BDAs, da sehe ich bei Ladegeräten viel Luft. Für mich sind manche Formulieren auch unverständlich, das kommt schon bei eigentlich simplen Funktionen vor, z.B. was macht die Discharge-Funktion genau. Könnte allerdings auch manchmal einfach an einer schlechten Übersetzung liegen. Das nächste Problem sind die unterschiedlichen Bezeichnungen. Während die Charge-Funktion überall gleich ist sieht es mit der Kapazitätsmessung schon anders aus. Beim Vapcell heißt es "Cap Test", beim BC700 "Test", beim IQ338XL "Discharge-Test", beim CM420 "Cycle", beim IPC-3 "Charge Test".

Ich denke auch dass Leute, die Akkus benutzen, durchaus etwas mehr technikinteressiert sind, alle anderen kaufen die riesigen Alkaline-Packs im Discounter :)

Zu der 80%-Diskussion muß ich aber auch mal eigene Erfahrungen schildern. Ich habe einen älteren Batterietester von Ansmann, den Energy Check mit 8 Leuchtdioden, der leider nicht mehr erhältlich ist. Wenn ich einen NiMH-Akku nach dem Ladevorgang direkt damit getestet habe haben immer 7 LEDs aufgeleuchtet. Wenn ich mit dem Voltcraft P600 geladen habe war der Meßwert aber konstant bei 6 LEDs.

Von daher kann ich wirklich nicht ausschließen dass manche Ladegeräte etwas zu früh abschalten. Nur die "Meßmethode" mit Akku raus-rein und wieder Ladevorgang starten paßt eben nicht.

Wie ihr dem Text wahrscheinlich entnommen habt habe ich mittlerweile das Vapcell S4 Plus :)

Wirkt recht stabil, bleibt beim Laden mit 4x 1000mA kühl, wahrscheinlich auch dank des externen Netzteils (welches sich in diesem Szenario aber kaum erwärmt. Display ist super ablesbar, Bedienung einfach, die der Akkusitz für AAA/AA sieht zwar etwas wackelig aus (wie bei anderen mit Lademöglichkeit für größere Akkus), aber verursacht keine Probleme.

Den einzig negativen Punkt den ich bisher entdeckt habe ist der Kapazitätstest. Da hab ich ein paar Ergebnisse gehabt die sich sehr deutlich von der Kapazitätsangabe des Akkuherstellers und auch von den Messungen mit dem CM420 und IQ338XL unterscheiden, die des S4 sind manchmal um über 20% geringer. Klar, ich weiß dass da die Mehrheit nicht unbedingt bedeutet dass es genauer ist, aber ist mir halt aufgefallen