Hallo,
Ich habe meine Messung wiederholt.
Die vorherige Messung war eine
Fehlmessung! Ich habe dabei einen Satz defekter Standard-Messleitungen verwendet.
Bin also mal wieder daran erinnert worden, keine Messungen "auf die Schnelle" zu machen. Und vor allem defektes Material besser sofort zu entsorgen (die Leitungen waren mir schon mal vor Wochen aufgefallen, habs dann aber wieder vergessen).
So, hier die neuen Messergebnisse mit den gleichen Akkus wie beim ersten Mal.
Die Leerlaufspannung des Solarforce beträgt diesmal 3,79 V und die des Sony US26650VT Li-Mangan 4,21 V.
Peak im Moment des zusammenschaltens: 2,17 A
nach 3 Sekunden: 1,73 A
nach 1 Minute: 1,58 A
nach 3 Minuten: 1,33 A
nach 20 Minuten: 1,24 A
nach 45 Minuten: 0,69 A
nach 75 Minuten: 0,12 A
nach 90 Minuten: 0,06 A
Die Akkus haben sich bei diesem Vorgang nicht erwärmt (Temp.messung mit Kontaktsensor).
Der Innenwiderstand der Zellen beträgt:
Sony US26650VT Li-Mangan (2 Monate alt) 53 Milliohm, gemessen bei 4,21 V
Solarforce 18650 (ungeschützt, 1,5 Jahre alt), 112 Milliohm, gemessen bei 3,79 V.
Der Gesamtinnenwiderstand beträgt also 165 Milliohm. Damit ergibt sich ein theoretischer Peakstrom von 2,55 A.
Die Differenz zum real gemessenen Peakstrom bedeutet, daß in der Messchaltung noch zusätzliche 30 Milliohm vorhanden sind, die hauptsächlich durch das DMM verursacht werden.
Mein hier benutztes Multimeter hat im verwendeten Messbereich (10 A) einen Innenwiderstand von (Herstellerangabe) etwa 30 Milliohm.
Die Messleitungen hatten 4,0mm² bei 20 cm Länge und waren mit ihren Goldkontakten per Klemmzwinge direkt auf die Kontakte der Akkus gedrückt.
Da auch bei dieser Messung der Peakstrom nur 9/10 C des schwächeren Akkus erreichte und ab der ersten Sekunde stark fallend war, halte ich weiterhin eine Prallelschaltung von unterschiedlich geladenen Akkus für ungefährlich!
Allerdings sollte es trotzdem vermieden werden, denn dafür gibt es ja Ladegeräte!
