Also, bevor ich schlafen gehe, lese ich den Blog – und wenn ich aufwache, kann ich es kaum erwarten, weiterzulesen. Besser als jedes Buch hier!
Ich versuche mal, die ganzen Themen abzudecken.
Unsere Taschen- und Stirnlampen sind mit der Idee entwickelt worden: „Lieber haben als brauchen.“ Das bedeutet: Die Lampen können viel, man muss es aber nicht immer nutzen. Wenn man Leistung braucht, dreht man hoch, wenn man normal unterwegs ist und sich nicht die Finger verbrennen möchte, reicht der mittlere Modus. Natürlich wollen wir im mittleren Modus konstanter laufen, aber Temperatur bleibt einfach das zentrale Thema. Falls jemand einen Tipp hat, wie man 1000 lm in 21700‑Größe (<250gr) unter 40 °C konstant laufen lassen kann – immer her damit! Innen einfach alles kochen lassen und nicht abführen ist keine Lösung, vor allem nicht, wenn die Lampe über 2000 Stunden und 5 Jahre halten soll.
Bald werde ich die ZB6T vorstellen – anbei ein Teaser!
Zur Info: Wir produzieren in China und haben dort eine Tochterfirma. Ich bin seit 1999 in China unterwegs und sehr glücklich über so großartige Kollegen, Freunde und Bekannte dort. Ohne sie wäre mein Neustart mit ZB sicher nicht so einfach gewesen. Umsätze und eventuelle Gewinne bleiben in der EU – das ist der Unterschied zu TEMU und Direktvertrieb aus China. Wertschöpfung und Kapitalabfluss darf man nicht verwechseln.
Eine Produktion in Europa kann ebenfalls funktionieren. Ich habe es damals bei LL angestoßen und mit der XP30R (teuer) geschafft. Auch die Idee, günstigere Lampen in der EU zu produzieren, lag damals auf dem Tisch.
Aus meiner Sicht gibt es nur zwei Firmen, die es wirklich sehr gut machen: Lupine (sehr exklusiv) und Petzl (durch exzellente Automatisierung und hohe Stückzahlen – mit dem „Nachteil“, dass sich die Produkte stark ähneln müssen).
Wie Frank1984 so schön sagte: „Ich lehne mich mal zurück und ihr macht schon.“
Trotzdem möchte ich aufklären: Portables Licht legal in die EU einzuführen und zu verkaufen, ist nicht günstig. Als Hersteller möchte ich nicht zu viel sagen, da es andere Marken vielleicht falsch verstehen. Aber viele Lampen kommen in kleinen Mengen in die EU, werden hier verkauft, und niemand fragt nach Dokumenten – besonders, wenn der Webshop außerhalb der EU sitzt und es keinen echten gesetzlichen Vertreter hier gibt. Ja, CE ist eine Selbsterklärung, aber keine Freikarte. Wer CE angibt, ohne je einen Test nachweisen zu können, handelt strafbar, und die Strafen sind hoch. Leider passiert das oft.
Die Kosten für eine einzige Lampe, die gesetzeskonform in China hergestellt, in die EU eingeführt und hier verkauft wird, sind enorm. Wer unter 1000 Stück produziert und vertreibt, wird schwerlich das nötige Geld investieren. Wir bei ZB – und ich als Geschäftsführer – werden nichts riskieren, nur um die billigsten Lampen mit der besten Leistung anzubieten. Wir achten auf den Wert unserer Lampen. Deshalb halten wir uns strikt an alle Vorschriften: EMC, IEC-Normen, IP, LVD, MSDS, PBS, POPS, REACH, RoHS, UN 38.3 usw.