und ein paar Theorien (die manchen vielleicht überraschen)...
Überrascht hat mich vor allem die Aussage, dass man "nix" dafür kriegt. Wenn einer 5 "Rezensionen" am Tag schreibt, heißt das auch, er hat 5 Produkte geschenkt bekommen. Die kann er behalten oder weiterverkaufen. Ist das nix? Mag sein, dass der Spieltrieb auch eine Rolle spielt, aber diese ganzen "Geschenke" kann wohl nicht ganz als "nix" bezeichnen.
Übrigen muss ich fast alle Rezensionen von Top-Rezensenten als "nicht hilfreich" bewerten. Weil
1. ich weiß, dass die "gekauft" (äh, geschenkt) sind,
2. nur Geschwurbel drin steht (Hurra-Rezensionen),
3. mehr oder weniger nur die Feature-Liste runtergebetet wird,
4. kein einziges dieser Features aber wirklich getestet wurde, ob es funktioniert,
5. der Rezensent ganz offensichtlich nicht die geringste Ahnung von der Materie hat, die er rezensiert (besonders bei Technikprodukten).
Ich vermute auch, dass die "nicht hilfreich"-Bewertungen u.U. wieder gelöscht werden können, dito Rezensionskommentare.
Ich habe den Unsinn, den ein Rezensent zu einem Ladegerät verzapft hatte, und zwar wortgleich bei insgesamt 15 Angeboten, also 15 identische Rezensionen, einmal überall als "nicht hilfreich" bewertet und einen kurzen Rezensionskommentar dazu geschrieben, was an der Rezension falsch ist. Beim ersten Kommentar habe ich noch die Benachrichtigung bekommen, dass der Rezensent darauf geantwortet hat (samt seiner Antwort), am nächsten Tag war mein Kommentar aber verschwunden samt dem "nicht hilfreich". Auch die Kommentare bei allen anderen Rezensionen waren weg. Ich hab's immer wieder versucht, aber es ist mir nicht mehr gelungen, Kommentare oder Minuspunkte dort zu hinterlassen.
Ich vermute, der Kollege hat mich auf einen Art schwarze Liste bei amazon setzen lassen, so dass ich ihn nicht mehr bewerten kann.
Der Unsinn in seinen Rezensionen steht übrigens heute noch unverändert drin.
In diesen Frühjahr (ab Februar) ist z.B. eine regelrechte Welle an Li-Ion-Ladegeräten und -Akkus durch die Top-Rezensenten gerauscht. Da gab es Lader mit 15 Bewertungen, davon 13 von Top-50-Rezensenten, natürlich alle 5 Sterne. Von diesen 13 hatte genau einer Ahnung von dem was er schrieb, der Rest war "nicht hilfreich", da hatte kein einziger z.B. die Ladeschlussspannung am Akku gemessen, was ja nun wirklich das Allermindeste wäre. Stattdessen wird einfach ein Akku eingelegt, nach einiger Zeit sagt das Gerät "Akku voll" und zeigt ein paar Zahlen an, also: 5 Punkte, super Ladegerät, funktioniert, fertig ist der Produkttest. Das schreit geradezu nach "nicht hilfreich".