Welches Luxmeter bis 100 €

1 Dezember 2010
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Hallo zusammen !

Ich suche ein brauchbares Luxmeter. Entscheidend sind für mich Zuverlässigkeit
und Genauigkeit.

Bis 40.000 Lux ist ausreichend. Bei helleren Lampen kann man den Abstand
erhöhen und die Werte auf 1 m extrapolieren, das sollte funktionieren.

Ich habe dieses hier bei eBay gesehen. Kennt jemand das Gerät ? Gibt es bessere unter 100 € ?

Vielen Dank für alle Antworten !

Gruss Jürgen
 
1 Dezember 2010
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Ich habe mal Informationen eingeholt bei den Firmen Testo, Beha-Amprobe und
LMT Lichtmesstechnik.

LMT stellt hochwertige Geräte her zu einem Preis ab 1.000 €. Die Abweichung
des Meßwerts beträgt 1 bis 3 % je nach Lichtquelle. Die Farbtemperatur hat fast
keinen Einfluß auf die Genauigkeit der Messung. Das gesamte Spektrum im
sichtbaren Bereich ist mit dieser Genauigkeit meßbar.

Die anderen Geräte, insbesondere von Testo und Beha-Amprobe sind ungeeignet
für Messungen an LED-Lampen. Insbesondere bei PWM-gedimmten Lampen sind
die Ergebnisse unbrauchbar. Fehler um 30 % sind normal.

Das Problem ist, dass die Sensoren unterschiedlich empfindlich bei verschiedenen
Farbtemperaturen sind. Man versucht das mit Filtern irgendwie hinzubiegen, aber
das ist nicht so einfach, so dass bei den billigen Geräten nur bei bestimmten
Lichtquellen halbwegs korrekte Meßwerte rauskommen.
 
1 Dezember 2010
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Danke für die Empfehlung. Ich bin allerdings nach den Gesprächen mit drei
verschiedenen Herstellern etwas desillusioniert: Ich befürchte, dass die
schönen angezeigten Werte auch mal kompletter Schrott sein können.
 

amaretto

Moderator
Teammitglied
12 August 2010
22.112
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NRW
egal wie schrottig das Gerät auch sein mag. Auch wenn es nicht zum bestimmen absoluter Werte reicht, funktioniert damit immer noch ein Vergleich zwischen mehreren Lampen.

Wenn ich beispielsweise eine Lampe reviewe, mache ich innerhalb des Tests einen Luxvergleich mit dem Probanden und anderen Lampen und verlasse mich nicht auf früher gemessene Werte der Vergleichslampen. Denn für eine ceiling-bounce-Messung kann bereits eine andersfarbige Kleidung oder ein zusätzlicher größerer Gegenstand im Messraum eine - wenn auch geringe - Veränderung der Werte bewirken.

Im Übrigen bleibt dir die Möglichkeit, die abgelesenen Werte deines Luxmeters an bekannten Größen (wie etwa "amtliche" Luxmessungen oder bekannte ANSI-Werte) zu interpolieren bzw. umzurechnen.
 
1 Dezember 2010
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egal wie schrottig das Gerät auch sein mag. Auch wenn es nicht zum bestimmen absoluter Werte reicht, funktioniert damit immer noch ein Vergleich zwischen mehreren Lampen.

...

Wenn die Lampen die gleiche LED eingebaut haben und ohne PWM laufen,
bekommt man sicher brauchbare Vergleichswerte. Aber bei verschiedenen
LEDs oder Vergleichen mit und ohne PWM könnten die Ergebnisse unbrauch-
bar sein. D.h. Du siehst mit dem Auge, dass die eine Lampe heller ist als die
andere und das Meßgerät behauptet das Gegenteil, weil vielleicht der Sensor
im blauen Bereich weniger empfindlich ist.

Schwierige Sache. Am weitesten käme man noch, wenn man die Gelegenheit
hätte, das eigene "Schrottgerät" mit einem Profigerät zu vergleichen, um zu
sehen, bei welchen Lampen/LEDs man mehr oder weniger Abweichung hat.
 

Noerstroem

Ehrenmitglied
31 Mai 2010
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Bayern
Hm - war auch gerade am suchen und dann postest Du solche Sachen:eek::eek:.
Dann lass ich lieber mein Geld stecken - hat auch was.
Danke für die Aufklärung!
 

Lichtinsdunkel

Flashaholic**
2 Juni 2010
4.557
5.040
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Witten
taschenlampen-tests.de
Bis 40.000 Lux ist ausreichend. Bei helleren Lampen kann man den Abstand
erhöhen und die Werte auf 1 m extrapolieren, das sollte funktionieren.
Gruss Jürgen
Das funktioniert allerdings nur bedingt und weicht von den reellen Messungen auf 1 Meter ab. Du müsstest, um wirklich exakt vergleichen zu können, alle Lampen schon immer nach ein- und derselben Methode messen. Und wenn du auf einen Meter misst, bist du bei einem Gerät, das nur bis 40.000 Lux misst, schnell an der Grenze.

Meine Tests führe ich mit einem Mastech LX1330B durch. Ein billiges Gerät, das allerdings bis 200.000 Lux messen kann. Da ich auf meiner fabulösen Seite schon etliche Lampen gemessen habe, interessieren mich die Abweichungen im Vergleich zu anderen Messungen ein- und derselben Lampe natürlich.

Bei den Vergleichsmessungen, die ich etwa bei lightreviews, im CPF und auch hier gefunden habe, lagen die Abweichungen so gut wie immer bei höchstens 8-10%, meist sogar deutlich darunter.

Wenn man nun die Serienstreuung der Lampen, unterschiedliche Messmethoden und Versuchsaufbauten und etwaige Messungenauigkeiten einbezieht sowie die Tatsache, dass dabei auch noch unterschiedliche Geräte zum Einsatz gekommen sind, mit denen die Messungen durchgeführt wurden, ist das schon ein ziemlich verlässlicher Wert.

Wichtig beim Mastech ist lediglich, dass die Batterie im Messgerät immer frisch sein sollte. Interessanterweise zeigt das Gerät höhere Luxwerte an, wenn die Batteriespannung stark nachgelassen hat.

Gruß
Walter
 
1 Dezember 2010
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...

Bei den Vergleichsmessungen, die ich etwa bei lightreviews, im CPF und auch hier gefunden habe, lagen die Abweichungen so gut wie immer bei höchstens 8-10%, meist sogar deutlich darunter.

...

Die Frage ist halt, mit welchen Geräten die gemessen haben. Vielleicht haben ja
alle "Billiggeräte" ähnliche Probleme, man weiß es nicht. Wenn die alle die gleichen
Sensoren verwenden, kommt vielleicht der gleiche "Mist" raus. Die Billiggeräte
haben einen Filter, um die Charakteristik des Sensors etwas zu korrigieren.
Also wenn der Sensor z.B. im blauen Bereich empfindlicher ist, dämpft man das
blaue Licht etwas ab. Du kannst aber nicht mit einem einzigen Filter das gesamte
sichtbare Spektrum "glätten". Nach Auskunft der oben genannten Hersteller
verwenden diese Filter, um bei typischer Arbeitsbeleuchtung brauchbare
Meßwerte zu bekommen und bei LED-Taschenlampen könne das vollkommen
daneben gehen.

Es müsste halt mal einer in den sauren Apfel beißen und sich ein LMT POCKET LUX 2
kaufen für schlappe 1100 €. :D
 

realive

Urgestein des Forums
5 Januar 2010
2.464
1.102
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Kreis Heinsberg, NRW
Wenn die Lampen die gleiche LED eingebaut haben und ohne PWM laufen,
bekommt man sicher brauchbare Vergleichswerte. Aber bei verschiedenen
LEDs oder Vergleichen mit und ohne PWM könnten die Ergebnisse unbrauch-
bar sein.


Eine Messung in einer PWM-gedimmten Helligkeitsstufe ist immer fehlerhaft, das ist richtig. Hier zur Veranschaulichung eine Meßkurve, die ich mit meinem Extech HD450 und einer 3-stufigen Lampe gemacht habe. Die zwei dunkleren Stufen sind PWM-gedimmt.

full


Da ich aber bei Lampenvergleichen immer nur die höchste Stufe (die ja bei allen Lampen ungedimmt ist) messe, hat das keine praktische Auswirkung.

siepmann schrieb:
Du siehst mit dem Auge, dass die eine Lampe heller ist als die
andere und das Meßgerät behauptet das Gegenteil, weil vielleicht der Sensor
im blauen Bereich weniger empfindlich ist.

Das habe ich allerdings bei den 40-50 Lampen, die ich vermessen habe noch nie erlebt! :rolleyes:

Bisher war jede Lampe, die ich im Vergleich mit einer anderen, als heller empfand, auch am Messergebnis zu identifizieren. Erst in den Bereichen über 20.000 Lux kann das Auge einen Unterschied von 1.000 Lux kaum noch wahrnehmen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Legat

Gründungsmitglied
3 Dezember 2009
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Magdeburg
Die günstigste Variante ist dieses Luxmeter.
Die Fenix TK 50 ist mit 28.500 Lux angegeben. Dieses Luxmeter zeigt an: 28.500 Lux...
Hab es vor kurzem, nach 2 Tagen Lieferzeit, erhalten. Top. :thumbsup:

Gruß Legat
 
1 Dezember 2010
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...

Die Fenix TK 50 ist mit 28.500 Lux angegeben. Dieses Luxmeter zeigt an: 28.500 Lux...

...

Das beweist höchstens, dass das Gerät lesen kann. :D

@realive: Ich werde mal Extech kontaktieren, was die meinen. Das Extech HD450 kostet
ja immerhin 187 €, vielleicht gibt es in dieser Preisklasse ja schon brauchbare Geräte.
 

RC-Drehteile

TaschenlampeneigenbauSpezi & Ehrenmitglied
4 Juli 2010
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ich verweise gerade mal ganz dezent auf den Biete Bereich, dort wird ein hochwertiges Luxmeter angeboten.

viele Grüße

Michael
 
  • Danke
Reaktionen: Lamba
1 Dezember 2010
48
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Das im "Biete"-Bereich angebotene Luxmeter ist ein Voltcraft LX-1108.
Hier kann man sehr schön zeigen, wo die Probleme mit dem Spektrum liegen.
In der Bedienungsanleitung des Gerätes auf Seite 17 ist das Spektrum des
Sensors abgebildet. Die maximale Empfindlichkeit liegt bei 560 nm Lichtwellenlänge.
Schaut man sich z.B. im Datenblatt der SST-50 LED auf Seite 10 die Spectral Power
verschiedener SST-50 LEDs an, so sieht man, dass zwei LEDs ihr Maximum auch bei
560 nm haben, die die dritte aber bei 630 nm. Diese 630 nm werden aber vom Sensor
nur viel schwächer wahrgenommen (nur etwa 20 %). Also zeigt das Gerät an,
dass die LED mit einer Farbtemperatur von 3000 Kelvin viel schwächer ist als
die beiden anderen LEDs, auch wenn alle drei gleich hell sind.
 

Kiyoshi

Flashaholic**
17 Oktober 2011
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NRW
Wenn das Ding halbwegs in Ordnung ist, wirds bestellt. Von Qualität wird man nicht sprechen können...
Das von Manafont scheint auch sehr interessant zu sein
 
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