Ungeschützte Akkus - Warum?

Easyrider

Flashaholic
10 August 2013
203
29
28
Cassel
Hallo zusammen,
anbei eine wichtige Frage an die erfahrenen Taschenlampen Benutzer unter euch: Aus welchem Grund benutzen manche trotz der bekannten Gefahren dennoch ungeschützte Akkus in ihren Taschenlampen? Gibt es dafür eine plausible Erklärung?

Ich freue mich auf eure Antworten :thumbup:

Gruß
Daniel
 

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
10.898
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Nanda Parbat
Hallo,

da sehe ich verschiedene Gründe:

1. Der Betreffende hat keine Ahnung
2. Weil sie billiger sind als geschützte (im Grunde ist dann aber Punkt 1 zutreffend; das sollte nie ein Grund sein)
3. Weil in bestimmten Lampen geschützte von der Länge her nicht hineinpassen
4. Weil bei bestimmten, hochgezüchteten Lampen die Stromentnahme so hoch ist, dass beim Akku sozusagen die Sicherung 'rausfliegen würde (das betrifft im Grunde aber nur "selbst-(um-)gebaute" Lampen; bei Standard-Lampen von Markenherstellern habe ich das noch nicht erlebt)

Viele Grüße,
Markus
 
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Xandre

Flashaholic***²
8 März 2011
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BaWü
Wobei ich eine FF4 auch als eine Standardlampe bezeichne
und ich glaube es gibt noch mehr Kandidaten.

Gruß Xandre
 

Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
2.059
848
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Ruhrpott
Aus welchem Grund benutzen manche trotz der bekannten Gefahren dennoch ungeschützte Akkus in ihren Taschenlampen? Gibt es dafür eine plausible Erklärung?

Billiger, kürzer, dünner, leistungsfähiger.

Muss ja jeder für sich selbst entscheiden ein wie großes Risiko er akzeptiert, bzw. wie er Risiken minimiert. Die Schutzschaltung ist da mit Sicherheit der beste und einfachste Weg.
Ich für mich nutze ungeschützte Zellen in einzelligen Lampen, die eine Unterspannungsabschaltung haben, die ich auch selbst geprüft habe. Messe die Spannung nach der Ladung mit separaten Messgerät. Das was ich nicht tue ist ungeschützte Zellen in Lampen zu nutzen die mehr als ein Akku benötigen.

Leistungsfähiger sind ungeschützte eigentlich nur wenn man deutlich mehr als den "Standard" 3A/1000lm aus einen 18650er quetschen will, dann nutzt man am besten "Hochstromzellen", ohne Schutzschaltung.

mfg
 
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Easyrider

Flashaholic
10 August 2013
203
29
28
Cassel
Alles klar. Also haben die ungeschützten Zellen Leistungstechnisch gesehen eine plausible Daseinsberechtigung - vorausgesetzt sie werden mit dem entsprechenden Fachwissen und äußerster Gründlichkeit von Erfahrenen Benutzern gehandhabt! Da ich mich im Moment sozusagen in einem Anfangsstadium befinde, was das Wissen über die Technik von Taschenlampen angeht, und meine stärkste Lampe eine Skyray King mit 4 LEDs ist, welche vermutlich nicht mehr als 3A zieht, werde ich mich mit dem Thema "Unprotected LiIo-Akkus" auch nicht weiter auseinandersetzten.

Zwecks geschützter Akkus hätte ich aber noch eine Frage: Welche 18650er Akkus zwischen 3200 und 3400mAh verfügen eurer Meinung nach über das beste Preis/Leistungsverhältnis? (Wenn möglich bei einem Preis unter 10 Euro pro Stück)
 

Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
2.059
848
113
Ruhrpott
Zwecks geschützter Akkus hätte ich aber noch eine Frage: Welche 18650er Akkus zwischen 3200 und 3400mAh verfügen eurer Meinung nach über das beste Preis/Leistungsverhältnis? (Wenn möglich bei einem Preis unter 10 Euro pro Stück)

Keepower 3400, oder Soshine 3400.

Aber in dem King z.b. kannst Du auch gut und gerne die 2600er nutzen, die Mehrkapazität der 3400ern ist in solchen Lampen nur noch mit stark reduzierter Helligkeit zu nutzen.

mfg
 

Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
2.059
848
113
Ruhrpott
2PCS NCR 18650B 3.7V 3400mAh Protected Rechargeable Lithium Battery - US$19.50

Wenn schon aus China, dann am liebsten bei Banggood, weil ich dort schon öfter erfolgreich gekauft habe ;)

Panasonic Zellen die gut sind, und eine Schutzschaltung die funktionieren kann, oder auch nicht. Ich hatte mal welche mit durchsichtigen Schrumpfschlauch(8x Sanyo und Samsung) bei denen die Schutzschaltung nur teilweise funktionierte, deshaln rate ich da prinzipiell ab.

mfg
 

Nicolaas

Flashaholic**
25 Januar 2012
3.088
1.423
113
Amsterdam
Ich habe vor gut zwei Jahre eine Fenix TK30 gekauft, neu.
Da passen NUR ungeschützte Zellen rein, zwei in Serie. Alle geschützte Zellen sind einfach zu dick.
Tatsächlich würde da von Fenix ein runder Magnet mit Plastik schütz mitgeliefert, im OVP.

Weiterhin benütze ich ungeschützte Zellen in Lampen die mit eine Zelle funktionieren und Lampen die mehr als 3A ziehen. Und davon habe ich so einige.

Ich messe die Zellen immer vor- und nach das Ladeverfahren, und sorge dafür das sie nie leer gesaugt werden.

Also, ein wenig Ahnung davon habe ich schon;)

LG
Nico
 

Dachfalter

Flashaholic***
30 September 2014
7.549
5.024
113
Allgäu
Es sind also nicht nur die gemoddeten Lampen, die höhere Ströme brauchen. Bei 18650 oder größer reicht fast jeder geschützte Akku für fast jede Serienlampe aus. Bei den kleineren Akkus sieht das anders aus.

Ich betreibe meine Thrunite Neutron 2C V2 mit einem 18350er Akku, weil ich die Lampe in der kurzen Version einfach mehr schätze. Zu meinem Bedauern konnte ich jedoch keinen geschützten 18350er finden, der die erforderlichen 3 Ampere für den High- und Turbomodus liefern konnte. Daher musste ich zu ungeschützten greifen.
 

9x6

Flashaholic**
2 Dezember 2012
3.860
1.633
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Berlin

Das sind Akkus eines Herstellers, der seinen Namen nicht nennen will, denn Panasonic stellt selbst keine geschützten Zellen her. Wer ist die Firma, die dort einen PCB verbaut haben will? Auch wenn jemand Erfahrung mit solchen Akkus hätte, wer sagt uns denn, dass die neuen Akkus von der gleichen Firma kommen?

Seriöse Firmen kaufen die Basiszelle, veredeln sie und schreiben ihren Namen drauf.

Gruß Jörg
 
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Easyrider

Flashaholic
10 August 2013
203
29
28
Cassel

Panasonic Zellen die gut sind, und eine Schutzschaltung die funktionieren kann, oder auch nicht. Ich hatte mal welche mit durchsichtigen Schrumpfschlauch(8x Sanyo und Samsung) bei denen die Schutzschaltung nur teilweise funktionierte, deshaln rate ich da prinzipiell ab.

mfg

Also dann doch lieber zwecks Akkus der ungewissen Qualitäten bzw. Herkunft halber dem günstigeren Preis der chinesischen Shops widerstehen und bei einem deutschen Händler kaufen?
 
Zuletzt bearbeitet:

Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
2.059
848
113
Ruhrpott
Also dann doch lieber zwecks Akkus der ungewissen Qualitäten halber dem günstigeren Preis der chinesischen Shops widerstehen und bei einem deutschen Händler kaufen?

Oder eben bei dx die Soshines.
Die mit durchsichtigen Schrumpfschlauch im King sind auch recht problematisch weil die Akkus idR.sehr lang sind. Passt zwar irgendwie, aber nur mit Kraft und deutlichen Abrieb an der Kontaktfläche.

mfg
 

Easyrider

Flashaholic
10 August 2013
203
29
28
Cassel
@Heinrich
Wenn ich es also richtig verstehe würdest du demnach den Soshines von DX eher vertrauen als den womöglichen Panasonic Zellen von BG? Wenn ja, was ist der Grund dafür?
 

Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
2.059
848
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Ruhrpott
Andere Firmen kaufen die Basiszelle und schreiben nur ihren Namen drauf...

Ja das sind dann aber ungeschützte.

Und da muss man klar sagen das es da erhebliche Unterschiede gibt. Bei AW hat man da tatsächlich einen Mehrwert, der sucht seltene Zellen die sonst nicht auf dem freien Markt sind, und die sind immer Top-Qualität. Ähnliches würde ich auch über Tensai behaupten wollen, über die anderen bekannten Firmen die da tätig sind eher nicht.

mfg
 
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Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
2.059
848
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Ruhrpott

amaretto

Moderator
Teammitglied
12 August 2010
22.113
27.478
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NRW
Es gibt nicht wenige Hochleistungslampen, die mit ungeschützten Akkus mit niedrigem Innenwiderstand und guter Spannungslage ein deutliches Leistungsplus bieten. Ein Moderatorenkollege hat mir erst kürzlich berichtet, dass er mit einem Keeppower IMR bei einer einzelligen Lampe glatt 10.000 Lux mehr gemessen hat, wenn ich mich recht erinnere.

Einige Hasenfüße malen den Teufel an die Wand bezüglich ungeschützter Akkus. Bei richtiger Handhabung ist das m.M. überzogen. Bei falscher Handhabung können ungeschützte Akkus in Reihenschaltung aber klar ein Sicherheitsrisiko sein. Daher im Zweifel (= d.h. bei Unwissenheit und mangelnder Messmöglichkeit) lieber zu geschützten Akkus greifen.

Ich benutze gern auch ungeschützte Akkus wegen der Leistungsvorteile und kleineren Abmessungen. In manchen Lampen kann es nämlich zu Platzproblemen insbesondere in der Länge kommen.

Im Übrigen seh ich bei einzelligen Lampen, die über eine intelligente Elektronik verfügen, eh kein Problem. Die schalten sich nämlich bei Unterspannung sowieso ab, egal womit man sie füttert.
 
27 Januar 2015
46
21
8
Die Schutzschaltung hilft aber auch bei Kurzschluss wenn der Akku mal frei herumliegt. Die enthaltenen Leistungstransistoren erhöhen aber immer den Widerstand und verringern dadurch unter Last die Spannung. Ausserdem gibt es wohl keine hinreichend kompakten Schaltungen für hochstromfähige Zellen. So ein 100A FET ist nicht gerade klein und will auch hinreichend gekühlt werden. Daher verzichtet man in solchen Fällen gezwungenermaßen auf einen integrierten Schutz, er wird schlicht nicht angeboten.
 
10 Mai 2012
2
0
1
Hallo aus Österreich!
Hatte das gleiche Thema auch mal mit einer Solarforce 1200, hatte mir gleich 3 Stk. geschützte 18650 dazu bestellt und siehe da das Ding blieb finster, Anlaufstrom zu hoch.
Aktuell gleiches Thema mit einer DiveSun DS2100 mit einem 32650 Akku, natürlich wieder 2 Stk. dazu bestellt, wieder reingefallen, hatte aber das Glück das ich das PCB Board vom Akku entfernen konnte, somit ohne Schutz.:tala:
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
113
im Süden
Der Einschaltstrom bei Niedervolt-Halogenlampen liegt um ca. Faktor 10 über dem Betriebsstrom. Das ist praktisch ein Kurzschluss. Logisch, dass da die Überstromschutzschaltung zuschlägt.
 
27 Januar 2015
46
21
8
Soweit mir bekannt entstehen alle geschützten Zellen aus ursprünglich ungeschützten die zusammen mit der Schutzschaltung in einen zusätzlichen Schlauch eingeschrumpft werden. deswegen sind diese Zellen auch immer ein paar zehntel Millimeter dicker und einige Millimeter länger als es der Bezeichnung der enthaltenen Akku-Zelle entspricht.

Im Normalfall kann man den zusätzlichen Schrumpfschlauch vorsichtig öffnen und mit der Schutzschaltung entfernen.

Sinnvoll ist das aber eher nicht. Der Überstromschutz (Kurzschlussschutz) spricht in aller Regel erst deutlich über dem für die Zelle erlaubten Höchstentladestrom an. Spricht er also bei einem Gerät immer an, so ist das ein deutliches Zeichen dafür, das hier Akkus mit höherem zulässigen Strom gebraucht werden. Deren Schutz lässt dann die benötigten Ströme zu, oder die Zelle ist ungeschützt, weil für Ströme zugelassen/vorgesehen, bei denen man vom Anwender einfach erwarten muss, das er zumindest grundsätzlich weiß, das damit im Fehlerfall größere Schäden durch sehr hohe Kurzschlussströme auftreten können.
Das gilt für alle Akku-Typen, also auch die eigensicheren, die sich nicht selbst entzünden.

Generell sollte in Geräten, die mehr als 2C an Strom aus einem LiIon-Akku ziehen können, ausdrücklich hochstromfeste Typen verwendet werden, beispielsweise IMR-Akkus, die üblicherweise zwischen 10C und 30C als maximalen Entladestrom verkraften und ohne größere Spannungseinbrüche auch liefern können. Einer gegenüber "normalen" Zellen geringere Nennkapazität steht ein deutlich geringerer Innenwiderstand gegenüber, so das die IMR-Zellen bei hohen Strömen tatsächlich mehr nutzbare Kapazität besitzen, als nominell höherkapazitive Standardzellen.

IMR-Akkus sind meistens (oder sogar immer?) ungeschützt, siehe auch #21 und hier: http://www.taschenlampen-forum.de/showpost.php?p=285967
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.453
5.284
113
Essen
Wenn man in die Solarforce einen Sanftstarter ("softstart") einbaut, müssten eigentlich auch geschützte Akkus funktionieren. Wenn man einen intelligenten Regler einbaut, sowieso.
 
27 Januar 2015
46
21
8
Wenn ich das richtig verstehe wird da eine 6V 30W Krypton-Lampe an 3 x 18650 in Serie betrieben. Das geht doch ohne eine irgendwie geartete Spannungsanpassung gar nicht. Wie lange würde eine 6V Lampe an über 11V funktionieren? Und wenn man nicht mit dicken Bratwiderständen arbeiten will (wozu bloß sind die Kühlrippen zwischen Lampenkopf und Batterierohr?), dann müsste da schon eine Art Regler vorhanden sein. Schade, wenn man über diesen keinen Softstart realisiert hat, verlängert die Lebenserwartung der Lampe vielleicht ein wenig.
Oder man hat schon, nur sind die Ströme beim Einschalten dennoch größer als im regulären Betrieb und damit zu hoch für einige geschützte 18650...
Die Lampe braucht immerhin rund 5A bei 6V. Auch wenn ein geschalteter Abwärtsregler im Mittel einen kleineren Eingangsstrom benötigt als am Ausgang fließt, so sind die Pulse am Eingang so hoch wie der Ausgangsstrom.
Oder ein Sparfuchs erinnert sich daran, das gerade Niedervolt-Halogenlampen thermisch sehr träge sind und eine 6V 5A Lampe durchaus mit 12V 10A betrieben werden kann, wenn man das gepulst mit 25% an und 75% aus macht, und die Frequenz so hoch wählt, das die Glühfadentemperatur dabei praktisch nicht schwankt (keine Ahnung, wie hoch das sein müsste, aber Standard-220V-Lampen wurden Jahrzehnte lang problemlos mit 100Hz gedimmt). In dem Fall sind die Strompulse eingangsseitig sogar deutlich größer als der mittlere Ausgangsstrom.

Entweder taktet man dann mit einer so hohen Frequenz, das die Akku-Schutzschaltung trotz unter Umständen erheblichen Überstroms noch nicht auslöst (wobei ich nicht weiß, wie das Ansprechverhalten ausgelegt ist), oder man spendiert einige Lade- und Siebkondensatoren, die bei derartigen Leistungen aber schon einiges an Volumen mitbringen.
Oder man spart sich auch das und verlangt Hochstrom- und Pulsfeste Akkus.

Was man in der Solarforce 1200 tatsächlich verbaut hat, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Erwarten würde ich bei dem Preis allerdings einen anständig ausgelegten Regler mit Softstart. Beantworten könnte das ein Besitzer dieser Lampe mit der Möglichkeit, den Einschaltstrom zu messen. Da die interessierenden Dinge sich hierbei in einem sehr kurzen Zeitraum ab Einschalten abspielen, wird man dazu wohl ein Speicheroszilloskop benötigen...

Wenn ich aber bedenke, das die Spezifikation meines geschützten 18650 als Abschaltstrom 6.7A angibt, würde ich durchaus damit rechnen, das dieser Akku in einer Solarforce 1200 beim Einschalten abschalten könnte...
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
113
im Süden
Soweit mir bekannt entstehen alle geschützten Zellen aus ursprünglich ungeschützten die zusammen mit der Schutzschaltung in einen zusätzlichen Schlauch eingeschrumpft werden. deswegen sind diese Zellen auch immer ein paar zehntel Millimeter dicker und einige Millimeter länger als es der Bezeichnung der enthaltenen Akku-Zelle entspricht.
Länger auf jeden Fall. Dicker nicht unbedingt (siehe Soshine).

Im Normalfall kann man den zusätzlichen Schrumpfschlauch vorsichtig öffnen und mit der Schutzschaltung entfernen.
Wenn man sich beim Kauf vertan hat, kann das eine Lösung sein. Es bleiben aber Spuren von den Schweißpunkten auf den Polen zurück, und man muss die Zelle u.U. neu einschrumpfen. Schlauer und billiger ist es, sich gleich die Rohzelle zu besorgen.

Der Überstromschutz (Kurzschlussschutz) spricht in aller Regel erst deutlich über dem für die Zelle erlaubten Höchstentladestrom an. Spricht er also bei einem Gerät immer an, so ist das ein deutliches Zeichen dafür, das hier Akkus mit höherem zulässigen Strom gebraucht werden.
Die o.g. Halogenlampen sind ein schönes (und seltenes) Gegenbeispiel. Der hohe Einschaltstrom wird nur für einige zig ms benötigt. Danach ist der Strombedarf moderat. Eine nicht ganz so niederohmige Zelle hilft hier sogar, den Einschaltstrom zu begrenzen, schont somit Birne und Schalter, und ihr würde der hohe Einschaltstrom nicht schaden.
Man bräuchte hier eine Schutzschaltung, die den hohen Anlaufstrom (und Zellen-Unterspannung) für diese kurze Zeit toleriert.
Die üblichen PCB-ICs haben zwei Überstrom-Abschaltschwellen: bei der ersten (hohen) wird innerhab weniger 10 µs abgeschaltet. Die schützt bei Kurzschluss nicht zuletzt die Schalttransistoren. Bei der zweiten Schwelle (die man normalerweise "trippt") dauert es 10-30ms. Diese müsste man auf 100-200ms verlängern. Geht aber nicht ohne weiteres, weil IC-intern festgelegt.
Die Kurzschluss-Abschaltschwelle liegt normalerweise um Faktor 8-10 über der normalen Abschaltschwelle.

IMR-Akkus sind meistens (oder sogar immer?) ungeschützt, siehe auch #21 und hier: http://www.taschenlampen-forum.de/showpost.php?p=285967

Die üblichen PCB-ICs schalten bei 150mV Spannung über dem "Strommesswiderstand" (in Gestalt von 2-3 parallel geschalteten MOSFETs) ab. Bei 20A wären das 3W Verlustleistung: Zu viel für so eine kleine Platine ohne Kühlung. Schon aus diesem Grund macht es keinen Sinn, PCBs für Hochstromzellen zu bauen, außer man hätte ein IC, das schon bei z.B. 50mV schaltet.
Hinzu kommt der Widerstand der Verbindung von der Zelle zum PCB.
Mit einem konventionellen PCB würde man den Innenwiderstand eines Hochstromakkus mindestens verdoppeln, was sein Einsatz ad absurdum führte.


Nachtrag: JoeHorns vorstehenden Beitrag habe ich erst nach denm Schreiben des meinigen gesehen.
Zur Solarforce L1200 mit geschützten Akkus müsste es einen Thread geben, haben ihn aber auf die schnelle nicht gefunden, nur diesen, vielleicht erinnert sich TheDriver noch an den, den ich meine.
Zum Thema gepulstes Betreiben von Halogenlampen und dabei auftretenden Strömen und Verlustleistungen haben wir auch einen lesenswerten Thread mit eingehenden Betrachtungen und Berechnungen.
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.453
5.284
113
Essen
Im CPF hat man das früher so gemacht, dass man die Lampen schnell ein paar mal hintereinander an und aus gemacht hat. Mit den damals "tollen" AW-Akkus, welche angeblich als einzigste funktionierten, konnten man dann starke Birnenlampen starten.

EDIT: hier steht, dass die Lampe eine Philips Focusline 7388 Birne benutzt. Das wusste ich bisher nicht. Die Birne auf dem Bild sieht alleridings eher aus, weine Welch Allyn.

EDIT2: komischerweise hatten viele Leute im CPF nie diese Probleme mit den Schutzschaltung.
 
Zuletzt bearbeitet:
27 Januar 2015
46
21
8
Länger auf jeden Fall. Dicker nicht unbedingt (siehe Soshine).
OK, die benötigen den Leiter vom Pluspol zum PCB nicht. Aber wenn PCB und Rohzelle zusammen eingeschrumpft werden, ergibt doch allein das auch schon einen Durchmesserzuwachs - oder entfernt Soshine zuvor den Schrumpfschlauch von der Rohzelle, bzw, lässt sich diese quasi "nackt" liefern? (Was ja dank des fehlenden Leiters zulässig wäre.)

und ihr würde der hohe Einschaltstrom nicht schaden.
Ist das sicher? Dazu konnte ich bislang leider keine Infos finden. Bei einigen IMR-Typen wird angegeben, das Pulse bis zum doppelten des maximalen Dauerstroms zulässig sind (jedoch wurde die maximale Pulsdauer nicht angegeben). Ansonsten "Schweigen der Hersteller"...

Die üblichen PCB-ICs haben zwei Überstrom-Abschaltschwellen: bei der ersten (hohen) wird innerhab weniger 10 µs abgeschaltet. Die schützt bei Kurzschluss nicht zuletzt die Schalttransistoren. Bei der zweiten Schwelle (die man normalerweise "trippt") dauert es 10-30ms. Diese müsste man auf 100-200ms verlängern. Geht aber nicht ohne weiteres, weil IC-intern festgelegt.
Die Kurzschluss-Abschaltschwelle liegt normalerweise um Faktor 8-10 über der normalen Abschaltschwelle.
Erst einmal danke für diese Zahlen, ich habe sie bisher einfach nie gefunden und sie helfen ungemein, die Situation besser einzuschätzen.
Die Frage die ich mir jetzt stelle ist: Warum 10ms-30ms und nicht mehr? Die Sicherung soll den Akku und muss letztlich auch sich selbst schützen.
Könnte es sein, dass das mit 100ms-200ms nicht mehr gewährleistet wäre?
Denn an sich hat man mit Sicherungen um so weniger Probleme, je träger sie sind, also würde ich sie so träge wählen, wie es das zu schützende Objekt gerade noch ohne Schäden zulässt...
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
113
im Süden
..oder entfernt Soshine zuvor den Schrumpfschlauch von der Rohzelle, bzw, lässt sich diese quasi "nackt" liefern?
Ja: http://www.taschenlampen-forum.de/showpost.php?p=399014

Ist das sicher? Dazu konnte ich bislang leider keine Infos finden. Bei einigen IMR-Typen wird angegeben, das Pulse bis zum doppelten des maximalen Dauerstroms zulässig sind (jedoch wurde die maximale Pulsdauer nicht angegeben). Ansonsten "Schweigen der Hersteller"...
In den Datenblättern steht das normalerweise nicht. Man kriegt kaum Angaben dazu.
Wenn der Pulsstrom angeben ist, steht normalerweise auch eine Dauer dabei. Das kann 1s oder auch 10s sein.
Man ist da auf Angaben direkt vom Zellenhersteller angewiesen. Die "Daten" von Efest, Keeppower und Konsorten sind höchst unzuverlässig, gerne auch mal geschönt. Und was in den Shops steht, kann man dann erst recht vergessen.
"Normale" Zellen mit 2-3C Entladerate und PCB haben einen Innenwiderstand, der den Kurzschlusstrom schon mal stark reduziert. Dazu kommen Übergangswiderstände an Kontakten etc. Wie hoch der Peak-Strom ist, kann ich nur schätzen, aber bei 100 mOhm Gesamtwiderstand kann's schon mal nicht mehr als 40A sein.
Ich denke, ich muss mal Kurzschluss-Peakstrom beim Soshine 3400mAh messen (habe gerade keinen anderen geschützten Akku, und beim SDI INR18650-25R, der gerade im Lader steckt, werde ich das tunlichst sein lassen).
Ob die Zelle 20-40A Einschaltstrom für <100ms klaglos wegssteckt? Ich denke schon, aber das ist mehr Vermutung als Wissen.

Die Frage die ich mir jetzt stelle ist: Warum 10ms-30ms und nicht mehr? Die Sicherung soll den Akku und muss letztlich auch sich selbst schützen.
Die FETs (meisten 2-3 parallel) müssten einen Kurzschluss natürlich für die längere Zeit aushalten. Bei den üblichen FETs ist das gegeben.

Falls dich PCB-ICs interessieren: DW01 (von Fortune) und CS213 sind bei China-Ware häufig, aber andere sind auch sehr ähnlich.
 
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lampensammler

Flashaholic*
Ich möchte nach über einem Jahr jetzt auch noch meinen Senf dazu geben.

Da sehr viele Lampen bereits eine automatische Abschaltung sowie einen Verpolschutz eingebaut haben, braucht man diese Sicherheit nicht zwei mal. Von daher sind bei Lampen mit einem Akku ungeschützte Akkus durchaus geeignet.

Anders jedoch bei Lampen mit mehreren Akkus im Verbund.
Da die Akkus hier quasi direkt miteinander in Wechselwirkung treten können, sind hier so manche "Absprachen" der Akkus untereinander möglich, welche die ein oder andere Zelle stark schädigen (ich will jetzt nicht explodieren sagen) können.
Von daher sollte hier jede Zelle nochmal einen internen Schutz haben.

Alle meine Single-Cell Lampen laufen auf ungeschützten Akkus.
Meine Solarstorm T4 bekommt nur geschützte Akkus.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
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113
im Süden
Da sehr viele Lampen bereits eine automatische Abschaltung sowie einen Verpolschutz eingebaut haben, braucht man diese Sicherheit nicht zwei mal.
Mir ist kürlich in einer Markenlampe mit Unterspannungsabschaltung von jetzt auf nachher der Treiber gestorben und hat den Akku kurzgeschlossen. Es war ein geschützter Akku. Mit einem ungeschützten wäre das ziemlich heiß geworden.

Trotzdem verwende ich ungeschützte in meiner EDC.
 
Zuletzt bearbeitet:

Fotobaer

Flashaholic*
21 April 2012
427
373
63
51
Bad Bentheim
Im TaLa-Bereich kann man ja meist auf ungeschützte Akkus verzichten. Beim Niederohm-Dampfen nicht. Je nach Wicklung kommt man da auf 20+ A, wenn auch nur für einige Sekunden. Da ich mittlerweile beide Hobbys schon länger ausübe, nutze ich gelegentlich auch ungeschützte Akkus in Einzellenlampen, wenn diese die Akkuspannung überwachen können bzw. den Ladezustand anzeigen können. Bei Mehrzelligen Lampen würde ich das nur tun, wenn jeder Akku einzeln überwacht wird und da kenn ich keine. Im Dampfbereich gibt es da durchaus Akkuträger die dazu in der Lage sind.