Soweit mir bekannt entstehen alle geschützten Zellen aus ursprünglich ungeschützten die zusammen mit der Schutzschaltung in einen zusätzlichen Schlauch eingeschrumpft werden. deswegen sind diese Zellen auch immer ein paar zehntel Millimeter dicker und einige Millimeter länger als es der Bezeichnung der enthaltenen Akku-Zelle entspricht.
Länger auf jeden Fall. Dicker nicht unbedingt (siehe Soshine).
Im Normalfall kann man den zusätzlichen Schrumpfschlauch vorsichtig öffnen und mit der Schutzschaltung entfernen.
Wenn man sich beim Kauf vertan hat, kann das eine Lösung sein. Es bleiben aber Spuren von den Schweißpunkten auf den Polen zurück, und man muss die Zelle u.U. neu einschrumpfen. Schlauer und billiger ist es, sich gleich die Rohzelle zu besorgen.
Der Überstromschutz (Kurzschlussschutz) spricht in aller Regel erst deutlich über dem für die Zelle erlaubten Höchstentladestrom an. Spricht er also bei einem Gerät immer an, so ist das ein deutliches Zeichen dafür, das hier Akkus mit höherem zulässigen Strom gebraucht werden.
Die o.g. Halogenlampen sind ein schönes (und seltenes) Gegenbeispiel. Der hohe Einschaltstrom wird nur für einige zig ms benötigt. Danach ist der Strombedarf moderat. Eine nicht ganz so niederohmige Zelle hilft hier sogar, den Einschaltstrom zu begrenzen, schont somit Birne und Schalter, und ihr würde der hohe Einschaltstrom nicht schaden.
Man bräuchte hier eine Schutzschaltung, die den hohen Anlaufstrom (und Zellen-Unterspannung) für diese kurze Zeit toleriert.
Die üblichen PCB-ICs haben zwei Überstrom-Abschaltschwellen: bei der ersten (hohen) wird innerhab weniger 10 µs abgeschaltet. Die schützt bei Kurzschluss nicht zuletzt die Schalttransistoren. Bei der zweiten Schwelle (die man normalerweise "trippt") dauert es 10-30ms. Diese müsste man auf 100-200ms verlängern. Geht aber nicht ohne weiteres, weil IC-intern festgelegt.
Die Kurzschluss-Abschaltschwelle liegt normalerweise um Faktor 8-10 über der normalen Abschaltschwelle.
IMR-Akkus sind meistens (oder sogar immer?) ungeschützt, siehe auch #21 und hier:
http://www.taschenlampen-forum.de/showpost.php?p=285967
Die üblichen PCB-ICs schalten bei 150mV Spannung über dem "Strommesswiderstand" (in Gestalt von 2-3 parallel geschalteten MOSFETs) ab. Bei 20A wären das 3W Verlustleistung: Zu viel für so eine kleine Platine ohne Kühlung. Schon aus diesem Grund macht es keinen Sinn, PCBs für Hochstromzellen zu bauen, außer man hätte ein IC, das schon bei z.B. 50mV schaltet.
Hinzu kommt der Widerstand der Verbindung von der Zelle zum PCB.
Mit einem konventionellen PCB würde man den Innenwiderstand eines Hochstromakkus mindestens verdoppeln, was sein Einsatz ad absurdum führte.
Nachtrag: JoeHorns vorstehenden Beitrag habe ich erst nach denm Schreiben des meinigen gesehen.
Zur Solarforce L1200 mit geschützten Akkus müsste es einen Thread geben, haben ihn aber auf die schnelle
nicht gefunden,
nur diesen, vielleicht erinnert sich TheDriver noch an den, den ich meine.
Zum Thema gepulstes Betreiben von Halogenlampen und dabei auftretenden Strömen und Verlustleistungen haben wir auch einen lesenswerten Thread mit eingehenden Betrachtungen und Berechnungen.