Ich erwähne ja hin und wieder, dass ich den Ultrafire WF-137 für den Einzellader mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis halte (Nr. 10 ist zu mir unterwegs...). Er lädt recht flott (900mA, 2600mAh-Akku in 4h von leer auf randvoll) und zuverlässig und ist ordentlich aufgebaut.
Bei ungeschützten Zellen ist mir aber immer etwas unwohl, denn wenn im Lader etwas schiefgeht, könnte der Akku überladen werden.
Beispiel: Schalttransistor geht kaputt, kann nicht mehr abschalten, Akku wird bis Netzteilspannung aufgeladen (4,6V im Falle des WF-137 - das gilt übrigens auch für jeden anderen Lader). Davon geht ein Akku normalerweise noch nicht hoch, gut ist es aber nicht.
Es muss also eine zweite Überwachungsinstanz her, die notfalls abschaltet.
Glücklicherweise habe ich von den ganzen Billigstakkus (XxxxFire 4000mAh etc.), die ich nach Test umgehend entsorgt habe, immer die Schutzschaltung abmontiert und aufgehoben, man weiß ja nie, zu was es mal gut sein könnte. Nun, genau hierfür:
Man unterbricht die Verbindung vom Akku-Minuskontakt zu der breiten Leiterbahn, die davon wegführt.
Der Anschluss B- des PCB muss an den Minuskontakt.
P- muss an die breite Leiterbahn (habe ich auf der PCB-Unterseite großflächig gelötet, man kann es aber auch per Draht machen).
P+/B+ muss an den Akku-Pluspol.
Fertig!
Die Bezeichungen B-, P-, B+, P+ waren auf allen PCBs, die ich bisher gesehen habe. Es sollte also leicht sein, das auch mit einem anderen PCB hinzukriegen.
Die Dinger gibt's z.B. auf ebay für wenig Geld (ohne Gewähr, dass diese funktionieren).
Ein kleiner Nachteil sei nicht verschwiegen: Der WF-137 lädt mit langen Strompulsen und misst in den kurzen Pausen ohne Stromfluss. Liegt dort die Spannung über 4,20V, schaltet er ab.
Die Spannung während des Strompulses interessiert den Lader nicht - das PCB aber schon. Es kann gegen Ladeende vorkommen, dass das PCB einen Teil des Strompulses sperrt, weil währenddessen die Abschaltspannung am Akku überschritten wird. Je höher der Akku-Innenwiderstand, desto eher kommt das vor. Das kann allerdings auch bei einem im Akku integrierten PCB passieren. Weil Akkus mit PCB einen höheren Widerstand haben, ist der Lader mit dieser Modifikation nicht mehr so gut für Akkus mit PCB geeignet.
Ich hab's mit Enerpower 2600mAh (Sanyo-Zelle mit PCB) getestet: der Effekt tritt ganz kurz vor Ladeende auf und bewirkt lediglich, dass der effektive Ladestrom etwas reduziert wird. Die grüne LED leuchtet dann eben 5 Minuten später. Ich habe allerdings aus meiner "PCB-Sammlung" auch dasjenige mit der höchsten Abschaltspannung (4,280V) ausgewählt.
Bei ungeschützten Zellen ist das kein Thema, am Ende ist es ja relativ egal, ob das PCB nun im Akku oder im Lader ist, abgesehen von den Kontaktwiderständen.
Eine Temperaturüberwachung fehlt nun aber immer noch
Übrigens:
Wenn man schon am Löten ist, kann man auch gleich noch R11 (original 75 Ohm) gegen 150-180 Ohm tauschen, und den Elko C7 (47µF 25V) gegen 100µF (16V reichen auch). Beide Maßnahmen verbessern die Stabilität der 5V-Versorgung für das Laderegler-IC U1 in den Ladepausen (aus den 5V wird direkt die Referenzspannung abgeleitet, das bestimmt also auch die Ladeendspannung), und durch Vergrößerung von R11 wird dieser samt 5V-Spannungsregler U3 (TL431) auch nicht mehr so heiß, das ist sonst neben Shuntwiderstand R5 die Hauptwärmequelle, die den Akku heizt.
Bei ungeschützten Zellen ist mir aber immer etwas unwohl, denn wenn im Lader etwas schiefgeht, könnte der Akku überladen werden.
Beispiel: Schalttransistor geht kaputt, kann nicht mehr abschalten, Akku wird bis Netzteilspannung aufgeladen (4,6V im Falle des WF-137 - das gilt übrigens auch für jeden anderen Lader). Davon geht ein Akku normalerweise noch nicht hoch, gut ist es aber nicht.
Es muss also eine zweite Überwachungsinstanz her, die notfalls abschaltet.
Glücklicherweise habe ich von den ganzen Billigstakkus (XxxxFire 4000mAh etc.), die ich nach Test umgehend entsorgt habe, immer die Schutzschaltung abmontiert und aufgehoben, man weiß ja nie, zu was es mal gut sein könnte. Nun, genau hierfür:
Man unterbricht die Verbindung vom Akku-Minuskontakt zu der breiten Leiterbahn, die davon wegführt.
Der Anschluss B- des PCB muss an den Minuskontakt.
P- muss an die breite Leiterbahn (habe ich auf der PCB-Unterseite großflächig gelötet, man kann es aber auch per Draht machen).
P+/B+ muss an den Akku-Pluspol.
Fertig!
Die Bezeichungen B-, P-, B+, P+ waren auf allen PCBs, die ich bisher gesehen habe. Es sollte also leicht sein, das auch mit einem anderen PCB hinzukriegen.
Die Dinger gibt's z.B. auf ebay für wenig Geld (ohne Gewähr, dass diese funktionieren).
Ein kleiner Nachteil sei nicht verschwiegen: Der WF-137 lädt mit langen Strompulsen und misst in den kurzen Pausen ohne Stromfluss. Liegt dort die Spannung über 4,20V, schaltet er ab.
Die Spannung während des Strompulses interessiert den Lader nicht - das PCB aber schon. Es kann gegen Ladeende vorkommen, dass das PCB einen Teil des Strompulses sperrt, weil währenddessen die Abschaltspannung am Akku überschritten wird. Je höher der Akku-Innenwiderstand, desto eher kommt das vor. Das kann allerdings auch bei einem im Akku integrierten PCB passieren. Weil Akkus mit PCB einen höheren Widerstand haben, ist der Lader mit dieser Modifikation nicht mehr so gut für Akkus mit PCB geeignet.
Ich hab's mit Enerpower 2600mAh (Sanyo-Zelle mit PCB) getestet: der Effekt tritt ganz kurz vor Ladeende auf und bewirkt lediglich, dass der effektive Ladestrom etwas reduziert wird. Die grüne LED leuchtet dann eben 5 Minuten später. Ich habe allerdings aus meiner "PCB-Sammlung" auch dasjenige mit der höchsten Abschaltspannung (4,280V) ausgewählt.
Bei ungeschützten Zellen ist das kein Thema, am Ende ist es ja relativ egal, ob das PCB nun im Akku oder im Lader ist, abgesehen von den Kontaktwiderständen.
Eine Temperaturüberwachung fehlt nun aber immer noch
Übrigens:
Wenn man schon am Löten ist, kann man auch gleich noch R11 (original 75 Ohm) gegen 150-180 Ohm tauschen, und den Elko C7 (47µF 25V) gegen 100µF (16V reichen auch). Beide Maßnahmen verbessern die Stabilität der 5V-Versorgung für das Laderegler-IC U1 in den Ladepausen (aus den 5V wird direkt die Referenzspannung abgeleitet, das bestimmt also auch die Ladeendspannung), und durch Vergrößerung von R11 wird dieser samt 5V-Spannungsregler U3 (TL431) auch nicht mehr so heiß, das ist sonst neben Shuntwiderstand R5 die Hauptwärmequelle, die den Akku heizt.
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