Ja, aber ein physikalisches Gesetz ist, dass Lichtintensität quadratisch mit der Entfernung abnimmt.
Das Ausleuchten einer "Fläche" mit einer Punktlichtquelle wie einer Taschenlampe "funktioniert" nur, wenn jeder beliebige Punkt dieser Fläche in etwa die gleiche Entfernung zur Lichtquelle hat.
Und die Anwendung, dass ich mit der Taschenlampe in der Hand stehend, eine große Fläche finde, bei der alle Punkte einigermaßen gleichnah zu mir sind, sehe ich als beinahe nicht existent.
Wenn z.B. ein Teil der Fläche nur 2 Meter weit weg von dir ist, und ein anderer Teil dieser Fläche 4 Meter, dann kommt bei diesen 4 Metern nur noch ein Viertel des Lichts (der Helligkeit) an, wie bei den 2 Metern.
Und je breiter dein Lichtstrahl leuchtet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass in der angestrahlte Fläche einige Punkte wesentlich näher zu dir sind (z.B. der Boden vor deinen Füßen!) als andere Punkte dieser Fläche.
Diesen Effekt nennt man auch "Eigenblendung" (man blendet sich bei extrem hellen, extrem flutigen Taschelampen nur selbst, durch die Reflektionen im unmittelbaren Nahbereich, die vom Lichtstrahl mit erfaßt werden).
Eine passende und funktionierende Anwendung für extrem helle Flächenstrahler ist z.B. die Beleuchtung eines Fußballplatzes. Aber aufgrund dieses physikalischen Gesetzes "funktioniert" das auch nur so, wenn der gesamte (!) Platz möglichst gleich weit weg ist von der Lichtquelle.
Deshalb sind Fußballplatz-Strahler ja auch so hoch aufgehängt! Möglichst weit weg vom Boden. Wenn Flächenstrahler in der Hand "funktionieren" würden, könnten die ja auch auf Augenhöhe irgendwo am Platzrand stehen.
Kurzum, wenn du nicht gerade mit 10 Meter hohen Stelzen durch die Gegend läufst, halte ich extrem flutige, extrem helle In-der-Hand-halte-Strahler für Quatsch.
Eine mögliche Anwendung (wahrscheinlich sogar DIE einzige) ist, so einen Fluter in einem Raum auf den Tisch zu stellen und die Decke anzustrahlen. Quasi als indirekte Beleuchtung, um den ganzen Raum gleichmäßig zu erhellen.
Viele Grüße,
Markus