Die zwei Kandidaten:
(i) Fenix TK75 (2014): 2900 Lumen konzentriert auf ca. 100.000 Candela (weniger technisch: ein Excalibur unter den Lichtschwertern).
(ii) Klarus G20 (2016): 3000 Lumen gestreut auf ca. 5.000 Candela (weniger technisch: eine Handyleuchte im YOLO-Modus).
Die Anwendung:
Mountainbiken bei Nacht auf Single-Trails im Wald mit Lampenmontage am Lenker.
Die Testfrage:
Flood oder Throw bei höherer Geschwindigkeit auf dunklen Waldpfaden?
Der wissenschaftliche Anspruch:
Gering. Niemand fährt dauerhaft mit 3000 Lumen in der Gegend herum. Allein schon, weil die Lampen, um nicht zu überhitzen, nach kurzer Zeit den Output reduzieren. Von fluchendem Gegenverkehr reden wir noch gar nicht.
Die Fotos („Beamshots“):
Blende: 1.7
Brennweite: 20mm MFT
Belichtung: 1/8 (Fahrerperspektive) bzw. 1/2 (Seitenansicht)
Focus: Unendlich
ISO: 1.000
Weißabgleich: Keine Veränderungen
Das entspricht am ehesten dem, was das Auge sieht.
Das Ergebnis:
Mit der TK75 ist die Fernsicht enorm. Ihr Wow-Throw ist pure 2.900 Promille für Flashoholics. Sie scheint weiter als ein Pkw-Fernlicht, aber auch weniger flächig. Das macht sich beim Biken bemerkbar:
MTB-Singletrails machen ähnlich wie Abfahrts-Ski Spaß, wenn aus Kinetik, Können und Konzentration ein Flow-Cocktail wird. Allerdings weniger im Leuchtprofil der TK75: Von der Mitte zur Seite hin fällt ihre Helligkeit stark und gestuft ab. Der „Spill“ ist in der Nähe ausreichend hell, aber das Auge muss zu häufig zwischen ihm, dem hellen Hotspot und den Dunkelheit rechts und links des Weges wechseln.
Kurven sind Blindflug: Durch die starre Montage am Lenker werden sie erst dann vom Licht erfasst, wenn man mittendrin ist. Insgesamt ist das auf Dauer anstrengend und irritierend, kein Flow beim Throw.
Bei der G20 dafür Flood-Flash: Sie leuchtet den Vordergrund gleichmäßig hell aus, so als hätte jemand im finst'ren Wald das Licht angeknipst. Natürlich ist die Fernsicht nicht vergleichbar mit der TK75, jedoch hat man stets den benötigten Überblick, auch in den Kurven. Mit der G20 ist der Spaßfaktor im Dunkeln enorm. Sicherer fühlt man sich auch.
Das Fazit:
Massiver Throw versetzt die körpereigenen Belohnungszentren des Flashoholics in angenehme Schwingung und ist häufig nützlich. Doch warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt beim Biken nah, höchstens 30 Meter voraus. Da ist Flood mein klarer Favorit.
(i) Fenix TK75 (2014): 2900 Lumen konzentriert auf ca. 100.000 Candela (weniger technisch: ein Excalibur unter den Lichtschwertern).
(ii) Klarus G20 (2016): 3000 Lumen gestreut auf ca. 5.000 Candela (weniger technisch: eine Handyleuchte im YOLO-Modus).
Die Anwendung:
Mountainbiken bei Nacht auf Single-Trails im Wald mit Lampenmontage am Lenker.
Die Testfrage:
Flood oder Throw bei höherer Geschwindigkeit auf dunklen Waldpfaden?
Der wissenschaftliche Anspruch:
Gering. Niemand fährt dauerhaft mit 3000 Lumen in der Gegend herum. Allein schon, weil die Lampen, um nicht zu überhitzen, nach kurzer Zeit den Output reduzieren. Von fluchendem Gegenverkehr reden wir noch gar nicht.
Die Fotos („Beamshots“):
Blende: 1.7
Brennweite: 20mm MFT
Belichtung: 1/8 (Fahrerperspektive) bzw. 1/2 (Seitenansicht)
Focus: Unendlich
ISO: 1.000
Weißabgleich: Keine Veränderungen
Das entspricht am ehesten dem, was das Auge sieht.
Das Ergebnis:
Mit der TK75 ist die Fernsicht enorm. Ihr Wow-Throw ist pure 2.900 Promille für Flashoholics. Sie scheint weiter als ein Pkw-Fernlicht, aber auch weniger flächig. Das macht sich beim Biken bemerkbar:
MTB-Singletrails machen ähnlich wie Abfahrts-Ski Spaß, wenn aus Kinetik, Können und Konzentration ein Flow-Cocktail wird. Allerdings weniger im Leuchtprofil der TK75: Von der Mitte zur Seite hin fällt ihre Helligkeit stark und gestuft ab. Der „Spill“ ist in der Nähe ausreichend hell, aber das Auge muss zu häufig zwischen ihm, dem hellen Hotspot und den Dunkelheit rechts und links des Weges wechseln.
Kurven sind Blindflug: Durch die starre Montage am Lenker werden sie erst dann vom Licht erfasst, wenn man mittendrin ist. Insgesamt ist das auf Dauer anstrengend und irritierend, kein Flow beim Throw.
Bei der G20 dafür Flood-Flash: Sie leuchtet den Vordergrund gleichmäßig hell aus, so als hätte jemand im finst'ren Wald das Licht angeknipst. Natürlich ist die Fernsicht nicht vergleichbar mit der TK75, jedoch hat man stets den benötigten Überblick, auch in den Kurven. Mit der G20 ist der Spaßfaktor im Dunkeln enorm. Sicherer fühlt man sich auch.
Das Fazit:
Massiver Throw versetzt die körpereigenen Belohnungszentren des Flashoholics in angenehme Schwingung und ist häufig nützlich. Doch warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt beim Biken nah, höchstens 30 Meter voraus. Da ist Flood mein klarer Favorit.



Wenn man dann mit dem Auto in der Nähe vorbeifährt glaubt man, die Fahrzeugbeleuchtung sei ausgefallen...


