Sofirn SD02 Tauchlampe

Lux Transfer

Flashaholic**
2 Februar 2017
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Wertes Forum,

die chinesische Firma Sofirn stellte mir ein Frei-Exemplar ihrer Tauchlampe SD02 zur Verfügung mit der Bitte, es zu testen.
Und bei Amazon eine offene und ehrliche, auch kritische Besprechung darüber zu verfassen, was ich tat:

IMG_9401.PNG

Weil die Lampe hier noch nicht vorgestellt worden ist, möchte ich dieses nun nachholen.

Die SD02 kommt via Amazon mit den Vorzügen hoher Zuverlässigkeit wie hohen Tempos und erheblichen Kundenschutzes gut verpackt in ihrem unbeschädigten, unprätentiösen und absolut sinnvollen Karton aus wohl recyclierter Pappe an.

IMG_9407.JPG

Neben obiger Bedienungsanleitung auf Englisch mit erstaunlich guter deutscher Übersetzung liegt ihr lediglich ein Lanyard bei.

IMG_9408.JPG

Sie ist attraktiv, fühlt sich wertig an, sehr solide:

IMG_9422.JPG

An der Tailcap, auf der sie sicher zu stehen vermag, eine erfreulich geräumige Öse für eben diesen Lanyard oder eine andere Befestigungsvorrichtung:

IMG_9423.JPG

Die Tailcap abgeschraubt zeigt einen guten Kontaktpunkt mit reichlichem Federweg, den Eintritt von u.a. Wasser verwehren zwei 0-Ringe.
Die sauber geschnittenen Gewinde laufen sehr gut, sind sorgfältig gefettet und die Bedienungsanleitung enthält Hinweise auf auch diesbezüglich zyklisch erforderliche Pflegearbeiten.
In meinem Exemplar fand sich ein kleiner Aluminiumspan von etwa 1 mm Länge, der so mühelos zu entfernen war, dass ich mich gefreut hätte, wenn dieses bereits im Werk erfolgt wäre.

Die SD02 hat einen sehr gut ertastbaren und wirklich vorzüglich funktionierenden Magnetschalter, der nicht nur Freude macht, sondern seinerseits auch den Eintritt von Staub und Feuchtigkeit, gar Wasser vereitelt.

IMG_9412.JPG

Mit seiner Hilfe wird die von einem Akku 18650 angetriebene LED Cree XP-L V6 mit 5350 - 5700 Kelvin zuverlässig in ihren drei Modi geschaltet.
Auf je einen kurzen Klick wechselt die Lampe mit memory zwischen 85, 592 und 1050 Lumen, kein Stroboskop, auf einen langen Klick hin geht sie aus.

Ihre Reichweite soll sich auf 100 m belaufen, ihre Helligkeit 7400 cd max, Sturzschutz aus einer Höhe bis 1 m bestehen und die Wasserdichtigkeit gemäss IPX-8 beträchtliche 100 m betragen.
Die letzte Angabe dürfte sich auf den Druck von 10 bar entsprechend einer Wassersäule von 100 m beziehen, nach Transferleistung meiner Kenntnisse über die Wasserdichtigkeit von Armbanduhren würde ich ihr mehr als 50 m Tiefe in Bewegung unter Wasser nicht zumuten.

Doch selbst Fenix gibt für Lampen gemäss IPX-8 eine Tauchtiefe von 100 m an, ebenfalls ohne zeitliche Begrenzung.

Zum Lampenkopf hin ist das Batterierohr mit drei 0-Ringen abgedichtet, was Vertrauen schafft.
Auch hier ein prächtig gefederter Kontakt, sauber geschnittene, gefettete Gewinde, perfekter Lauf, kein Aluminiumspan!
Sehr schön nochmal zu sehen die grosszüge Öffnung an der Tailcap für Befestigungsmaterial.

IMG_9415.JPG

Die Zentrierung der LED der Lampe ist, anders als ich bei Amazon schrieb, hinreichend gut, aber nicht einwandfrei, was mir erst eben beim Photographieren auffiel, ich habe es bei Amazon nachgetragen.

IMG_9413.JPG

Beamshots sind nicht meine Stärke, das TLF hat so vorzügliche Experten darin, hier nur einmal ein Whitewallshot, auf besonderen Wunsch versuche ich heute Nacht im Garten besseres, bin jedoch, wenn er unterbleibt, nicht böse.
In Natura ist das Licht reinweiss, der Spill frei von jedwedem Grünstich. Weissabgleich wird von mir noch nicht beherrscht:

IMG_9419.JPG

Die schöne, sanfte, "geschmeidig" anmutende Anodisierung könnte, zumal die Lampe selbst relativ glatt gestaltet ist, für eine explizite Tauchlampe aus meiner Laiensicht möglicherweise etwas rauher ausfallen, um die Rutschfestigkeit unter Wasser nochmals zu erhöhen.
Jedenfalls aber zeigte sie bei (sehr) genauem Hinsehen zwei kleine "Stecknadelstiche" an einer Gehäusekante, ich habe dergleichen schon bei Lampen jeder Preisklasse selbst gesehen oder hier beschrieben gefunden, es kann wohl schon beim Transport durch Abrasion in der Verpackung erfolgen.
Was vielleicht allgemein die Frage aufwirft, ob die (ach so harte) Hart-Anodisierung wirklich so hart, der Weisheit letzter Schluss ist.

IMG_9380.JPG

IMG_9381.JPG

Fazit:

Schön gemachte, hochwertig anmutende Taschenlampe für den besonderen Einsatzzweck unter Wasser, was die Abstufung der drei Modi wohl professionell erklärt und von mir, da kein Froschmann, nicht zu beurteilen ist, das mögen bitte Taucher tun.

Sehr solide, leistungsstark, handlich, überzeugender Schalter, schöne Lichtfarbe, mir gefallender Beam mit deutlichem Spot.
Schutz vor Verpolung und Tiefentladung sind selbstverständlich gewährleistet, die Lampe arbeitet zwischen 2,8 bis 4,3 Volt.

Das Preis-Leistungsverhältnis möchte ich als überragend bezeichnen, Sofirn gibt eine 90-tägige Geld zurück-Garantie auf fehlerhafte Produkte und eine 2-jährige Herstellergarantie.

Wer Amazon kennt weiss, dass da nicht lange gefackelt wird, der Kunde ist im Reklamationsfall König!
 
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Nightscorpion

Flashaholic***
26 Dezember 2014
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Danke für dein Review Michael.
Die Lampe schau Ich mir auch mal näher an. Kannst Du ggf schonmal testen ob die Parasitic Drain hat?
Leider haben das viele Tauchlampen. Das würde einen geschützten Akku zur Pflicht machen.
 

Lux Transfer

Flashaholic**
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Danke für dein Review Michael.
Die Lampe schau Ich mir auch mal näher an. Kannst Du ggf schonmal testen ob die Parasitic Drain hat?
Leider haben das viele Tauchlampen. Das würde einen geschützten Akku zur Pflicht machen.

Danke meinerseits lieber Eric, schon für Deine Adelung meiner Vorstellung zum Review. ;)
Wie bitte teste ich Parasitic Drain, habe einen Entfernungsmesser bis 40 m (-), ein Infrarotthermometer (-) und so ein Messdingsbums namens "Digital-Multimeter Profigerät" (!) der Halbweltmarke Unitec, geht das damit vielleicht?

Sofirn verspricht (s.o.) einen installierten Schutz vor Tiefentladung von Akkus, dürfte der das von Dir benannte Problem nicht eindampfen?

Grüsse - Michael
 

FrankFlash

Ehrenmitglied
28 Dezember 2013
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dem schönen Bayern
Hallo Michael,
Danke für die schöne Vorstellung der Lampe :thumbup:
Auch wenn ich nicht tauche und sonst auch keinen Bedarf für solche Taschenlampen habe, finde ich die Robustheit, die solche Taucherlampen oft zeigen attraktiv :cool:
Die Anleitung zur Lampe und Deine Vorstellung sprechen von einem Magnetschalter. Kannst Du irgendwie nachvollziehen, dass es sich wirklich um einen Magnetschalter handelt? Ich bin kein Spezialist für Tauchlampen, aber einen Magnetschalter, der allein durch Druck nach unten wirkt kenne ich nicht.
Gruß Frank
 
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Hallo Michael,
Danke für die schöne Vorstellung der Lampe :thumbup:
Auch wenn ich nicht tauche und sonst auch keinen Bedarf für solche Taschenlampen habe, finde ich die Robustheit, die solche Taucherlampen oft zeigen attraktiv :cool:
Die Anleitung zur Lampe und Deine Vorstellung sprechen von einem Magnetschalter. Kannst Du irgendwie nachvollziehen, dass es sich wirklich um einen Magnetschalter handelt? Ich bin kein Spezialist für Tauchlampen, aber einen Magnetschalter, der allein durch Druck nach unten wirkt kenne ich nicht. Gruß Frank

Guten Abend Frank @FrankFlash, obwohl wie Du kein Taucher, bin auch ich von der besonderen Robustheit dieses Lampentyps angetan, Kay @Bluzie erwähnte schon das besonders dicke (druckfeste) Glas, und die wirkliche Wasserdichtigkeit reizt mich seit jeher auch bei Armbanduhren.
Ein Magnetschalter schaltet wohl mittels eines Magnetfeldes und dieses dürfte, da hier durch Druck gegen einen Federwiderstand, am unteren Kulminationspunkt zur Wirkung gelangen.
Die Drücker von wasserdichten Chronographen können m.W. besonders dicht geschlossen werden mittels sorgfältiger 0-Ringkonstruktionen oder aber über Magnetschalter, die soweit ich weiss, auch lediglich über einfachen Druck betätigt werden.
Den Magnetschalter halte ich gegenüber den 0-Ringen für den eleganteren Weg, weil er eine Gehäuseöffnung vermeidet.
Ob der Druck lediglich nach unten wirkt, wie Du schreibst, weiss ich nicht, sicher erscheint mir nur, dass er einzig nach unten ausgeübt werden kann und auch muss.
Was dieses im Lampeninneren auslöst, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Allerdings habe ich Mailkontakt mit Sofirn, weiss daher, dass die Firma ernstlich bemüht ist, preiswert gute Lampen anzubieten und deren nachhaltige Verbesserung zu bewirken.
Wenn Sofirn schreibt, dass hier ein Magnetschalter eingesetzt wird, erscheint mir das wegen seiner technischen Vorzugswürdigkeit, der Glaubwürdigkeit der Firma wie auch des andersartigen Druckgefühls wegen gut nachvollziehbar. Auch weiss ich, dass der Wettbewerb in Gestalt der Wettbewerber diesbezüglich etwa unbegründete Angaben nicht verzeiht, eine Falschinformation würde sich bitter rächen,

Mit besten Grüssen - Michael :)
 
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Lux Transfer

Flashaholic**
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Danke für deine Vorstellung :)
Ob es sich um einen Magnetschalter handelt kann man leicht heraus finden, wenn man von außen einen Magneten gegen die Lampe hält.

Heureka Jan, Du bist gut, vergleiche doch bitte mein obiges Radebrechen in Hilfskonstruktionen mit Deiner weiterführenden Antwort: :)

Habe die Lampe eingeschaltet und einen starken Neodym-Magneten an den Schalter gehalten: Er schaltet sie aus, vielfach reproduzierbar.
Weshalb ich verstärkt davon ausgehe, dass es sich um einen Magnetschalter handelt. Liest Du mit @FrankFlash? Frage beantwortet! :thumbsup:

Grüsse - Michael :)
 

Nightscorpion

Flashaholic***
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Danke meinerseits lieber Eric, schon für Deine Adelung meiner Vorstellung zum Review. ;)
Wie bitte teste ich Parasitic Drain, habe einen Entfernungsmesser bis 40 m (-), ein Infrarotthermometer (-) und so ein Messdingsbums namens "Digital-Multimeter Profigerät" (!) der Halbweltmarke Unitec, geht das damit vielleicht?

Sofirn verspricht (s.o.) einen installierten Schutz vor Tiefentladung von Akkus, dürfte der das von Dir benannte Problem nicht eindampfen?

Grüsse - Michael

Das Multimeter reicht dafür aus. Lade den Akku und messe diesen bevor Du ihn in die Lampe machst.
Dann lässt du die Lampe ohne mechanischen Lockout zu machen mal ein paar Tage stehen ohne zu benutzen und misst den Akku dann nochmal.
Das ist schonmal eine grobe Methode um "Akkuleersauger" zu entlarven.

Feiner dürfte es auch gehen mit einem hochwertigen Multimeter und etwas mehr Erfahrung das man da schonmal direkt den "Kriechestrom an der Lampe messen kann. Wie das aber genau geht und was man da einstellen muss und wo man misst, da bin Ich mir unsicher und würde das gerne jemand schreiben lassen, der genau weiss wie man das macht.
 
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FrankFlash

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Heureka Jan, Du bist gut, vergleiche doch bitte mein obiges Radebrechen in Hilfskonstruktionen mit Deiner weiterführenden Antwort: :)

Habe die Lampe eingeschaltet und einen starken Neodym-Magneten an den Schalter gehalten: Er schaltet sie aus, vielfach reproduzierbar.
Weshalb ich verstärkt davon ausgehe, dass es sich um einen Magnetschalter handelt. Liest Du mit @FrankFlash? Frage beantwortet! :thumbsup:

Grüsse - Michael :)

Super, vielen Dank Michael @Lux Transfer und Jan @RS.FREAK
Wieder eine Lampe mehr auf meiner Wunschliste :pfeifen:
Gruß Frank
 
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El_Sonador

Flashaholic*
8 Januar 2017
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Stromverbrauch aus/high/med/low 0,037mA / 2,61A / 1,20A / 0,34A


Was in der Anleitung noch fehlt ist der Hinweis auf die Lock-out Funktion. Diese funktioniert hier nämlich nicht mit der Tailcap (hinteres Gewinde ist nicht anodisiert), sondern nur wenn ich die Drehung zwischen Akkurohr und Kopf machen.
 
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Onkel Otto

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20 November 2015
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Stadtallendorf
Hi Michael :),

lieben Dank für das sehr schöne und vor allem meinen Appetit anregende Review !

Ermutigt durch Deinen Bericht ist nun bereits die fünfte Sofirn Lampe im Zulauf ... :).

Zur SD02 habe ich hier im Nachbar-Thread auch ein paar Messwerte gepostet.

Ich mag die SD02 gern, das Lichtbild und die Lichtfarbe gefallen mir gut und weil
sich wegen des Formfaktors der Vergleich gerade zu aufdrängt:
die SD02 ist für mich die bessere LL M7RX.

Greetings
Klaus
 
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