Runtergefallen

Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
2.059
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Ruhrpott
Heat Resistant Layer, im Grunde eine weitere Schicht zwischen Anode und Kathode die bei einem internen Kurzschluss verhindert dass dieser sich ausbreitet und damit auch die Zelle vor Überhitzung schützt.
Ich bezweifle dass Sanyo in der UR14500P und in der UR18500F einen HRL verbaut hat. Der Sicherheitsvorteil ist denke ich nicht so groß, sofern man nicht regelmäßig Nägel durch seine Taschenlampe jagt.^^

Erhöht das nun die Sicherheit, oder ist die Technik entwickelt worden um vollpfosten die mit Absicht Nägel durch ihre Akkus schlagen zu schützen?
 
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Simon

Flashaholic**
25 Dezember 2011
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Karlsruhe
Es erhöht die Sicherheit wenn die Zelle einen internen Kurzschluss hat. Den kann man mit Nägeln verursachen (ob man das noch unter internem Kurzschluss einordnen kann? :D) oder auch durch Tiefentladung (vermutlich) bzw. grobe Verformung.

Erhöht ein Airbag die Sicherheit? Ja, wenn was schief geht. Ansonsten fällt er nicht weiter auf.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Das HRL wurde in erster Linie entwickelt, um bei Vorhandensein von "foreign matter" im Zellenwickel ein Ausbreiten der Fehlstelle zu verhindern.

Das Sony-Akkudesaster (2006 glaube ich) war z.B dadurch verursacht, dass bei der Fertigung winzige metallene Partikel in den Zellenwickel geraten waren. Diese konnten dann lokale Kurzschlüsse auslösen, die zu lokaler Überhitzung und damit zu weiterem Versagen des Separators führten.

Wenn an einem kleinen Punkt der Separator versagt, bekommen die Elektroden direkten Kontakt. Das ist nichts anderes als ein innerer Kurzschluss. Dann fließt dort ein hoher Strom, der durch kein äußere Maßnahme mehr begrenzt werden kann. Dadurch erhitzt sich an dieser Stelle der Zellenwickel. Dadurch schmilzt dort der Separator. Dadurch vergrößert sich das "Loch", durch das Strom fließen kann. Dadurch fließt NOCH mehr Strom, es wird NOCH heißer, der Separator schmilzt NOCH schneller, etc, und innerhalb von Sekundenbruchteilen geht die Zelle durch.

Das HRL soll verhindern, dass diese Lawine startet. Ein lokaler Kurzschluss bleibt lokal. Im besten Fall "brennt" er sich selbst weg und verschwindet wieder.
 

Simon

Flashaholic**
25 Dezember 2011
2.087
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Karlsruhe
Sicher dass das der Hauptgedanke war? Das ist immerhin 7 Jahre her, Panasonic hat ihn seit ca. 2 Jahren, Samsung 1 Jahr und LG und Sanyo lassen noch auf sich warten. Ich kann mir zwar vorstellen dass das auch ein Grund ist, aber so ganz eindeutig äußern sich weder Panasonic noch Google dazu. Irgendwo stand auch was von Kristallen die sich beim laden bilden sollen, wobei ich das Verhalten bisher nur nach Tiefentladung kenne.
 

tbyte

Flashaholic**
2 Januar 2012
1.008
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Lübeck
Ich hab eine der Folienzellen (ca 5Wh, voll geladen) aus meinem alten Laptopakkupack unter kontrollierten Bedingungen mit einem Eisennagel durchbohrt. Die Nagelspitze hat etwa 30 Sekunden lang geglüht und die Plastikfolie außenrum ist verbrannt.

Erhöht das nun die Sicherheit, oder ist die Technik entwickelt worden um vollpfosten die mit Absicht Nägel durch ihre Akkus schlagen zu schützen?

Für dich immer noch "Herr Doktor Vollpfosten"!
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
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im Süden
Sicher dass das der Hauptgedanke war?
Der Schutz vor "foreign matter"?
Ist aus einer älteren Präsentation: "Panasonic HRL technology stops internal shorts even with foreign particles". Wurde vielleicht im Lichte der Ereignisse bei Sony geschrieben, nach dem Motto "uns kann das nicht passieren".

Aber egal was es ist, foreign particles von innen oder außen (Nägel und (Voll)Pfosten darf man bestimmt auch dazu zählen ;)), Dendritenwachstum bei Li-Plating (kalt oder mit zu viel Strom geladen), Kupferbrücken (Tiefentladung) Quetschen der Zelle oder sonstiges: das HRL soll helfen, die Ausbreitung der Fehlstelle zumindest stark zu verlangsamen.

Panasonic hat ihn seit ca. 2 Jahren..
Die 2900mAh NCR18650 (NNP+HRL) gibt es schon sehr viel länger, m.W. 2006 oder 2007, der Zeit der brennenden Sony-Akkus, die NCR18650A (auch mit HRL) kam Dezember 2009.
Der berühmte Nasa-Test der NCR18650 wurde Nov. 2009 veröffentlicht und hat alleine wg. der gefahrenen Zyklenzahlen sicher über 1 Jahr gedauert.
 
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Simon

Flashaholic**
25 Dezember 2011
2.087
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Karlsruhe
Ich hätte jetzt gewettet dass erst die NCR-A den HRL bekam und wesentlich später auf den Markt kam als 2009, aber so kann man sich irren.
 

Lichtinsdunkel

Flashaholic**
2 Juni 2010
4.557
5.040
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Witten
taschenlampen-tests.de
Nachdem der Akku gestern angekommen ist, habe ich ihn mit meinen Möglichkeiten und meinem bescheidenen Akku-Wissen getestet (Das ist kein „Fishing for compliments“, sondern eine Tatsache, denn hier im Forum gibt es echte Kapazitäten, was das angeht, die in diesem Thread auch bereits ausgiebig gepostet haben, und zu denen zähle ich sicher nicht).
Aber genug des Vorgeplänkels...

Zunächst habe ich das Isolierband entfernt, mit dem der Akku rund um den Minuspol isoliert war. Darunter fehlte ein gutes Stück der Original-Isolierung, das beim Sturz abgeplatzt war.
Abgesehen davon, scheint der Akku rein äußerlich okay zu sein. Die Zelle ist an keiner Stelle deformiert, der Metallstreifen, der vom Pluspol zum PCB führt, ist nicht verrutscht und sitzt augenscheinlich gerade. Soweit ich es beurteilen kann, ist auch die Verbindung vom PCB zur Zelle okay. Die Verbindung vom PCB, dem darüberliegenden Plättchen (keine Ahnung, wie das Ding heißt) und der Zelle ist zwar nicht bombenfest, entspricht aber exakt dem, was ich bislang bei allen Akkus gesehen habe, bei denen ich die Isolierung entfernt habe.
Einen Geruch des Akkus habe ich nicht feststellen können. Nachdem ich eine neue Isolierung angebracht hatte, ging’s mit dem Probanden ab ins Ladegerät.

Die Zelle hatte bei Ankunft 3,37 Volt ohne Last und wurde in einem Intellicharge i4 mit einem Ladestrom von 0,75A geladen. Die Ladeschlusspannung betrug 4,21 Volt. Der Akku zeigte beim Laden keine Auffälligkeiten und wurde nicht beziehungsweise nur kaum spürbar warm. Man liest zwar oft, dass sich LiIon-Akkus beim Laden nicht erwärmen, eine marginale Erwärmung ist jedoch auch bei geringen Ladeströmen normal.

Mangels technischer Entlademöglichkeiten habe ich den Akku anschließend in einer Lampe entladen, die keine Abschaltung hat, der Eden TDL20. Zwischendurch habe ich ihn regelmäßig entnommen und die Leerlaufspannung gemessen. Zuletzt waren es 2,74 Volt. Kurz darauf griff die Schutzschaltung des Akkus. Unmittelbar nach Entnahme habe ich den Akku mit 2,72 Volt im Leerlauf gemessen.

Anschließend habe ich ihn in einem HXY-Lader mit einem Ladestrom von 1A geladen. Der Akku wurde dabei wärmer als beim Laden mit dem i4, was aber erfahrungsgemäß bei allen Akkus der Fall ist, die ich mit diesem Ladegerät lade, und dem höheren Ladestrom geschuldet ist.

Nachdem die LED des Ladegeräts auf „Grün“ umgesprungen war, habe ich den Akku entnommen und mit 4,17 Volt gemessen. Da der HXY-Lader immer ein wenig „nachpumpt“, habe ich den Akku für eine weitere Stunde ins Ladegerät gesteckt. Die Ladeschlusspannung lag bei 4,21 Volt.

Ich kann natürlich nicht in die Zelle hineinschauen, aber soweit ich es mit meinen Möglichkeiten, meinem Wissen und meiner Erfahrung beurteilen kann, verhalten sich Akku und Schutzschaltung normal und haben den Sturz unverletzt überlebt.
 
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nikanon

Flashaholic
26 Januar 2013
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Ich würde diesen Thread gerne für ein ähnliches Problem missbrauchen.

Mir ist vor einiger Zeit eine Lampe heruntergefallen, ich habe sie dann auseinander genommen und gesehen, dass der Wrapper/Schrumpfschlauch unten am PCB gerissen war, ich vermute durch die Feder in der Tailcap.

Um ein weiteres Einreißen zu verhindern, habe ich erstmal einen Streifen Tesa aufgeklebt.

Jetzt die große Frage:
Rewrappen oder Entsorgen ?

Beim Rewrappen wollte ich den alten Schrumpfschlauch gleich dran lassen, weil ja immer wieder davor gewarnt wird, dass ein PCB bei einer Berührung an einer falschen Stelle einiges auslösen kann.

Könnte ich also den alten Schlauch lassen und den neuen einfach darüber anbringen?

Vielen Dank im Voraus !

p.s.
Der Sturz ist mehrere Monate her, ich habe den Akku auch bereits verwendet, allerdings nur zweimal sehr kurz und auch nur in einer schwach bestromten Lampe.
 

buwuve

Flashaholic**
14 Dezember 2010
1.462
962
113
Umkreis Heidelberg
Wenn er noch funktioniert (auch wenn die Einsätze nur kurz waren), würde ich ihn noch nicht entsorgen.

Durch das erneute Ummanteln (wenn Du den alten drunter lässt) wird der Akku eben dicker. Passt er dann noch bei einigen Deiner Lampen?
Wenn ja, lass ihn drunter.

Was für ein Akku ist es denn überhaupt? Vielleicht kann Dir dann auch einer sagen, wie er unter dem Mantel aussieht.

Bisher habe ich nur 14500 und 16340 geöffnet. Wenn man da vorsichtig vorgeht, gibt es kein Problem. So bin ich vorgegangen:
Verbindungsteifen von + zu - Pol ertasten. Jetzt mit einem Messer möglichst weit weg (daran denken, es gibt noch einen zweiten Streifen gegenüber vom ersten) ein kleines Kreuz einschneiden. Jetzt habe ich eine Metallpinzette genommen (Kontaktflächen waren mit Paketklebeband umklebt - leiten also nicht mehr). Wenn man eine Pinzette aus Kunststoff hat, wäre das natürlich besser. Jetzt habe ich vorsichtig die Außenfolie abgezogen.
 

nikanon

Flashaholic
26 Januar 2013
124
138
0
Also um die Dicke mache ich mir eigentlich keine Sorgen, da sollte in allen Lampen genug Luft sein.
Wieviel dicker wird denn ein 18650 durch einen neuen Schrumpfschlauch, 1mm ?

Der Akku ist ein Eagletac 2500, habe ich mal günstig in der Bucht bei einem dt. Händler gekauft.
Was da für eine Zelle drin werkelt kann ich gar nicht sagen, habs mal im BLF versucht zu ergründen, aber was definitives kam nicht bei raus.
Hier im TLF gibts auch einen Thread zu den Akkus.

Aber danke für deine Tips, diese helfen mir schon mal weiter.
 

DER_GERMANE

Flashaholic*
26 November 2013
478
175
43
Mollis CH
Es ist wieder passiert...

Hi!

Hatte soeben nen nagelneuen AmpMax 3400 in meinem neuen
Ladegerät zum laden.Meine Freundin läuft am Ladegerät vorbei uns meinte dass der Akku voll ist da die LED grün leuchtet.
Ich bat sie ihn mir doch bitte mitzubringen.Ratet mal was dann passierte!?
... genau, bei Entnehmen fiel ihr der Akku aus der Hand und knalle auf den Fliesenboden.:mad:
Der Akku sieht nun genauso aus wie jener der mir neulich auf den Boden fiel: Die Isolierung ist im Bereich des Minus-Pols abgeplatzt , der Akku selber weist keinerlei äussere Beschädigungen auf.
Ich werde die Isolierung mit Schrumpfschlauch reparieren und den Akku in einer meiner Lampen verwenden.
Ich dachte immer dass ich ungeschickt bin, aber wie es sich gezeigt hat steht mir meine Freundin in nichts nach!:thumbup:

Grüssle
Manu