Nachdem der Akku gestern angekommen ist, habe ich ihn mit meinen Möglichkeiten und meinem bescheidenen Akku-Wissen getestet (Das ist kein „Fishing for compliments“, sondern eine Tatsache, denn hier im Forum gibt es echte Kapazitäten, was das angeht, die in diesem Thread auch bereits ausgiebig gepostet haben, und zu denen zähle ich sicher nicht).
Aber genug des Vorgeplänkels...
Zunächst habe ich das Isolierband entfernt, mit dem der Akku rund um den Minuspol isoliert war. Darunter fehlte ein gutes Stück der Original-Isolierung, das beim Sturz abgeplatzt war.
Abgesehen davon, scheint der Akku rein äußerlich okay zu sein. Die Zelle ist an keiner Stelle deformiert, der Metallstreifen, der vom Pluspol zum PCB führt, ist nicht verrutscht und sitzt augenscheinlich gerade. Soweit ich es beurteilen kann, ist auch die Verbindung vom PCB zur Zelle okay. Die Verbindung vom PCB, dem darüberliegenden Plättchen (keine Ahnung, wie das Ding heißt) und der Zelle ist zwar nicht bombenfest, entspricht aber exakt dem, was ich bislang bei allen Akkus gesehen habe, bei denen ich die Isolierung entfernt habe.
Einen Geruch des Akkus habe ich nicht feststellen können. Nachdem ich eine neue Isolierung angebracht hatte, ging’s mit dem Probanden ab ins Ladegerät.
Die Zelle hatte bei Ankunft 3,37 Volt ohne Last und wurde in einem Intellicharge i4 mit einem Ladestrom von 0,75A geladen. Die Ladeschlusspannung betrug 4,21 Volt. Der Akku zeigte beim Laden keine Auffälligkeiten und wurde nicht beziehungsweise nur kaum spürbar warm. Man liest zwar oft, dass sich LiIon-Akkus beim Laden nicht erwärmen, eine marginale Erwärmung ist jedoch auch bei geringen Ladeströmen normal.
Mangels technischer Entlademöglichkeiten habe ich den Akku anschließend in einer Lampe entladen, die keine Abschaltung hat, der Eden TDL20. Zwischendurch habe ich ihn regelmäßig entnommen und die Leerlaufspannung gemessen. Zuletzt waren es 2,74 Volt. Kurz darauf griff die Schutzschaltung des Akkus. Unmittelbar nach Entnahme habe ich den Akku mit 2,72 Volt im Leerlauf gemessen.
Anschließend habe ich ihn in einem HXY-Lader mit einem Ladestrom von 1A geladen. Der Akku wurde dabei wärmer als beim Laden mit dem i4, was aber erfahrungsgemäß bei allen Akkus der Fall ist, die ich mit diesem Ladegerät lade, und dem höheren Ladestrom geschuldet ist.
Nachdem die LED des Ladegeräts auf „Grün“ umgesprungen war, habe ich den Akku entnommen und mit 4,17 Volt gemessen. Da der HXY-Lader immer ein wenig „nachpumpt“, habe ich den Akku für eine weitere Stunde ins Ladegerät gesteckt. Die Ladeschlusspannung lag bei 4,21 Volt.
Ich kann natürlich nicht in die Zelle hineinschauen, aber soweit ich es mit meinen Möglichkeiten, meinem Wissen und meiner Erfahrung beurteilen kann, verhalten sich Akku und Schutzschaltung normal und haben den Sturz unverletzt überlebt.