Review Sofirn SK1
Sofirn hat mit der SK1 eine neue taktische(*) Lampe mit einem interessanten UI und einer kleinen, runden LED im 18650-Format herausgebracht. Geliefert wird die Lampe in einer schönen Box mit magnetischem Verschluss. Sie kommt zusammen mit Handschlaufe, USB-C Kabel, zwei Ersatz-Dichtringen und einer Anleitung. Die SK1 wurde mir von Sofirn kostenlos zugeschickt.
*) Ich weiß, hier mögen einige den Begriff nicht, aber so wird sie von Sofirn beworben.
Die runde LED liefert kaltweißes Licht bei etwa 5700 K. Das Duv liegt auf der BBL und ist damit frei von Farbstichen. Nennenswerte Farbsäume kann ich im Profil nicht erkennen. In den niedrigen Modi neigt das Licht zu einem grünen Farbstich, der mich etwas an die SBT90.2 erinnert.
Im Turbo reicht die Lampe 479 m weit. Der Spot öffnet mit ca. 15 Grad, das Streulicht mit 70 Grad.
Mit dem Sofirn 3 Ah-Akku läuft die Lampe im High-Modus für etwas weniger als zwei Stunden und geht dann bei gut 140 lm unerwartet aus. Die Indikator-LED warnt davor, aber abhängig davon, wie die Lampe gehalten wird, bemerkt man das nicht unbedingt.
Glanzpunkt der Lampe ist das Interface mit magnetischem Kontrollring und zweistufigem Taster. Am Magnetring stellt man neben dem Lockout (Lock) die “normale” (Duty) oder taktische (Tac) Bedienweise ein. Im Lockout ist Momentary-Moon erreichbar. Im taktischen Modus hat man Momentary-Turbo (Halbklick) und Momentary-Strobe (Voll-Klick). Der normale Modus enthält die Leuchtstufen Moon bis High. Mit einem Voll-Klick schaltet man die Lampe ein und aus, mit Halb-Klicks wechselt man durch die Leuchtstufen. Es gibt Mode-Memory.
Leider werden schnelle Voll-Klicks nicht registriert. Das Problem liegt weniger am Taster, der präzise funktioniert, wenn man weniger schnell klickt. Die Firmware ist meiner Meinung nach nicht in der Lage, schnelle Voll-Klicks als solche zu erkennen.
Das Lichtprofil, die Reichweite und das UI machen die SK1 zu einer ziemlich ernsthaften taktischen Lampe. Mit einem geregelten Treiber anstelle des FET-Treibers könnte sie effizienter sein, aber ziemlich sicher würde das die Lampe deutlich teurer machen.
Die Firmware muss revidiert werden, um schnelles Durchdrücken des Hecktasters zu registrieren und ein Energiemanagement einzuführen (die Lampe geht unerwartet aus, anstatt vorher in Sparmodi zu wechseln).
In dieser Version ist die Lampe geeignet für Leute, die sich für dieses Bedienkonzept interessieren. Man kann sie ganz nett bespielen, aber für den professionellen Einsatz ist sie noch nicht bereit. Sobald die SK1 mit reguliertem Treiber erhältlich ist und die Firmware überarbeitet wurde, spielt sie sicher ganz vorne mit.
