Review Olight Warrior X4

amaretto

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12 August 2010
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Der Olight-Store hat kostenfrei die neue Warrior X4 (in der Kit-Version mit Koffer) für Tests zur Verfügung gestellt. Interessierte Mitglieder können die Lampe zum Testen gern ausleihen (Feedback ist allerdings Voraussetzung). Kunden können die Lampe im Black-Friday-Sale knapp 50€ günstiger bekommen und zwischen einer mattschwarzen Ausführung oder Outdoor Grün wählen.


Technische Daten

sonstige Eigenschaften
  • 3 Helligkeitsstufen + Stroboskop
  • Betrieb mit 1x 21700 Li-Io Spezialakku
  • 2 Gehäusefarben: schwarz, Zombie-grün
  • Lichtfarbe: cool white (~6.200-6.600K)
  • LED-Typ: unbekannt
  • Gehäuse aus hart anodisiertem Alu
  • aufgesteckter/abnehmbarer Combatring
  • Preis (ohne Kit) ~119 € (im Sale) bzw. ~170 € UVP / mit Kit = 140 € (im Sale) bzw. ~200 € UVP
Lieferumfang (Kit)
- Warrior X4 Lampe
- 21700 Li-Io Spezialakku mit Doppelpol und 5000 mAh
- magnetischer Fernschalter
- Aufsteckfilter rot + grün
- "taktisches" Trageholster
- Universal-Klemmhalterung
- USB-Ladekabel
- Klebepads
- mehrsprachige Bedienungsanleitung
Ein MCC Magnetladekabel liegt nicht bei.

Optisch fallen bei der Warrior X4 auf den ersten flüchtigen Blick wenige Unterschiede zum Vorgängermodell auf.


Wichtigster Unterschied zum Vorgängermodell dürfte die zusätzliche USB-C Ladebuchse sein, die gut geschützt und solide durch einen drehbaren Metallring abgedeckt ist. Der Ring läuft satt ohne zu kratzen, nicht zu leicht und ohne Spiel. Das ist erheblich besser und verschleißfreier gelöst als ein einfacher Gummistopfen. Olight gibt gleichwohl an, dass die USB-Buchse auch mit offenem Abdeckring wasserdicht nach IPX8 sei. Die bisherige Aufladung über das Olight-Magnetladekabel funktioniert ebenfalls.

Eine unter dem Ring liegende LED zeigt im Leuchtbetrieb den Ladezustand des Akkus an:
grün = 100-60%, orange = 60-10%, rot = 10-5%, rot blinkend = <5%
An ihr erkennt man auch während des Aufladens, ob der Ladevorgang abgeschlossen ist (rot = lädt, grün = voll).


Wenn Olight noch darauf verzichtet hätte, dass die Lampe ausschließlich mit dem proprietären Spezialakku betrieben werden muss, wäre es perfekt gewesen. So aber bleiben viele eingefleischte Flashies verstimmt, die zugunsten der Nachhaltigkeit "normale" Akkubauformen bevorzugen.

Die von Olight nicht näher benannte "Hochleistungs-LED" ist exakt im glatten Aluminiumreflektor zentriert.


Vor erster Benutzung muss die Endkappe abgeschraubt und der Isolierstreifen entfernt werden. Während die Warrior X3 noch einen sehr wackeligen Tailstand hatte, steht die X4 mit dem flacheren Schalterdesign besser - aber immer noch nicht sehr standfest. Der runde Combatring aus Gummi bietet keinen Wegrollschutz, hier wäre ein eckigerer Ring von Vorteil gewesen.

Die Kontakte am Lampenkopf und der Tailcap sind beide gefedert.

Ich kann eigentlich nicht viel mit Fernschaltern anfangen, muss aber sagen, dass der im Kit mitglieferte ziemlich genial konzipiert ist. Es fängt damit an, dass man den Schalter nicht für die normale Tailcap ersetzt (man also nichts ab- und anschrauben muss). Sobald man in die Nähe der Tailcap kommt, hält die Kappe des Fernschalters magnetisch. Zusätzlich lässt sich das Kabel gegen Zug durch einfaches Schieben der Kappe nach vorn arretieren. Über den Fernschalter lassen sich beide Leuchtstufen direkt aktivieren einschließlich Momentlicht. Last but not least bietet der gummierte Fernschalter ein ausgezeichnetes Feedback und lässt sich leicht betätigen. Toll gemacht, für den der es braucht.



Zwei Farbfilter (rot und grün) mit vergüteten Glasscheiben sind auch noch dabei. Die Gummikappe wird einfach auf den Lampenkopf gesteckt.


Das nylonverstärkte taktische Holster des Lampenkits kann beispielsweise an Gürteln getragen werden und hält die Lampe sehr sicher.

Zuerst den Lampenkopf einführen und dann das Lampenende hineindrücken. Zur Entnahme der Lampe ist ein gewisser Kraftaufwand nötig.

Ein weiteres Zubehörteil im Kit ist der Universalhalter. Da er nicht für eine bestimmte (in Deutschland unerlaubte) Anwendung vorgesehen ist, sehe ich in dem Verkauf in D keine Probleme. Man kann damit die Lampe mit schnellem Dreh beispielsweise an einem Kinderwagen oder Zaun befestigen.


Größenvergleich mit anderen "taktischen" Lampen...

...und speziell zur X3.

Der Bezelring der X3 ist dicker, vermutlich um die Glasbrecherkugeln aufnehmen zu können. Auf die hat man bei der X4 verzichtet.

Bedienung
Die Anleitung als PDF kann auf der Homepage heruntergeladen werden.

Es gibt 2 Benutzer-Modi:
regulärer Modus (Auslieferungszustand)
- kurz halb drücken = niedrige Stufe (300 lm)
- kurz voll durchdrücken = hohe Stufe (2.600 m)
- Momentlicht = halb oder ganz gedrückt halten, Licht geht beim Loslassen wieder aus
taktischer Modus
- kurz halb drücken = mittlere Stufe (1.000 lm)
- kurz voll durchdrücken = Stroboskop-Blitzlicht
- Momentlicht = halb oder ganz gedrückt halten, Licht geht beim Loslassen wieder aus

Wechsel zwischen beiden Modi: bei eingeschalteter Lampe Tailcap aufdrehen bis das Licht ausgeht und sofort wieder festschrauben.

Akku-Warnung
Zusätzlich zur Indikator-LED warnt ein Vibrationsmotor in der Lampe vor leerem Akku und der Endabschaltung zum Schutz des Akkus. Die Vibrationswarnung macht auch Sinn, wenn nämlich die LED vom zugeschraubten Drehring verdeckt ist und der Anwender die Leuchtsignale nicht sehen kann.

Aufladen
Zum Aufladen ein Olight-USB-Magnetladekabel (nicht im Lieferumfang) für den Heckschalter oder das mitgelieferte USB-Kabel mit einer geeigneten 5V Energiequelle verbinden. Die USB-Buchse ist wasserdicht mit einem Drehring verschlossen. Zum Öffnen genügt eine Vierteldrehung. Während des Ladens leuchtet der Indikator des Laderkabels rot, bei vollem Akku grün.

Eigene Messungen
Ich bin Laie mit Hobbyequipment, alle Messungen stellen nur Näherungswerte dar ohne Gewähr oder Anspruch auf Einhaltung irgendwelcher Messnormen.

Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.
  • Lumenmessungen: Ceiling Bounce, mögliche Abweichung bei Flutern i.d.R. bis zu +/- 5-10%
  • Luxmessungen: Messdistanz 5 m mit entsprechender Umrechung auf 1 m
  • Laufzeitmessungen: mit Ventilatorkühlung
  • Strommessungen: Kleinströme mit DMM, höhere Ströme mit Zangenampèremeter
  • Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex und PWM mit Opple Lightmaster Pro
Verwendete Geräte:
  • Lichtstrom: niedrig 297 / mittel 985 / hoch 2.800 lm (Hersteller: 300 / 1.000 / 2.600 lm)
  • Lichtintensität: niedrig 11.750 / mittel 39.000 / hoch 108.750 Lux
  • PWM: nicht vorhanden (= flimmerfreies Licht)
  • Strobe-Frequenz: 13 Hz
  • Ladeschluss: 4,19V
  • Ladestrom: 2A max.
  • Endabschaltung bei 2,8 V
Lichtfarbe bzw. Farbtemperatur (in der Leuchtstufe High)

Laufzeittest auf höchster Stufe (2.600 lm)
Es ist logische Konsequenz, dass eine so hohe Leistung (gemessen >2.800 lm) in einer kleinen Lampe allein schon wegen der enormen Abwärme nicht sehr lange gehalten werden kann. Trotzdem hält die X4 die Anfangsleistung nahezu konstant über mehr als 1,5 Minuten. Danach wird für das Auge relativ unbemerkt die Leistung auf etwa ein Drittel (~1.000 lm) heruntergefahren und bleibt dann weiter konstant auf diesem Level.

Laufzeittest auf mittlerer Stufe (1.000 lm)
Absolut vorbildliche Konstantregelung, die Elektronik holt für fast 2 Stunden das maximal Mögliche aus dem Akku heraus. Die letzten ~25 Minuten vor der Endabschaltung bei 2,8 V wird die Helligkeit auf knapp ein Drittel reduziert. Wenn der Nutzer dies bemerkt, sollte der Akku aufgeladen werden, da kurz darauf die Lampe ganz abschaltet und den Akku damit vor Tiefentladung bewahrt.

Leuchtergebnis
Der Lichtkegel ist sehr gleichmäßig und frei von Artefakten. Unterschiede bei der Lichtfarbe innerhalb des Lichtkegels (tint shift) sind kaum auszumachen. Der Unterschied zur X3 ist tatsächlich marginal, deshalb habe ich auf einen wenig aussagefähigen Fotovergleich verzichtet. Allein eine minimal wärmere Lichtfarbe habe ich bei der X4 ausmachen können, allerdings könnte das auch im Bereich üblicher Toleranzen sein.
Um 100 kLux und diese Abstrahlung, vor ein paar Jahren hätte man die X4 als lupenreinen Thrower bezeichnet. Das soll nicht bedeuten, dass die Lampe für die Ausleuchtung im Nahfeld und mittlerer Entfernung untauglich wäre. In der niedrigen Stufe lässt sich die Warrior durchaus für den Alltag nutzen mit dem Vorteil, bei Bedarf auf High auch richtig weit leuchten oder als Suchlampe fungieren zu können.

Fazit
positiv
+ sehr gute Verarbeitungsqualität und Haptik
+ hohe Leistung und Leuchtweite
+ 2 unterschiedliche Modi-Gruppen (normal und taktisch)
+ hervorragende Konstantregelung
+ interne Aufladung per USB-C (perfekte Abdeckung der Buchse)
+ kompatibel mit allen Olight-Magnet-Ladekabeln
+ toller Fernschalter

verbesserungswürdig
-- keine herkömmlichen Li-Io-Akkus nutzbar
- gehobener Preis

neutral
o nur mit kaltweißer Lichtfarbe erhältlich
o kein Wegrollschutz
o keine sehr niedrige Stufe vorhanden

Um auf die naheliegende Frage einzugehen: Soll man auf X4 wechseln, wenn man schon eine X3 hat? Ja, falls man bei der Aufladung durch USB-C flexibler sein möchte. Ebenfalls ja, was die einzellbaren Leuchtstufen angeht. Denn zusätzlich zu den nur 2 Leuchtstufen im normalen Modus (die X3 hat nur diesen Modus) gibt es im taktischen Modus der X4 noch eine perfekt konstantgeregelte 1000-Lumen-Stufe und Strobe. Ansonsten ist der Unterschied in der Performance für das Auge kaum wahrnehmbar, soll heißen, Lichtleistung und Reichweite sind annähernd gleich. Wem also die Magnetaufladung und die beiden Leuchtstufen der X3 ausreichen, braucht kein Upgrade.

PS:
Die Warrior X4 ist keine EDC für den Alltag. Dafür ist die niedrigste Leuchtstufe mit 300 Lumen schlicht zu hell. Zum Lesen von Unterlagen beispielsweise oder im Innenbereich wäre das zuviel Licht. Es gibt jedoch etliche Gelegenheiten, wo man ihre Power, Reichweite und vor allem konstant bleibende Helligkeit zu schätzen lernen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

amaretto

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12 August 2010
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Ein Mitglied, der ebenfalls die WX4 besitzt, hat mich auf eine Beobachtung aufmerksam gemacht betreffend den Spot.
Er beschreibt es so
Bei meiner Lampe, beim indoor Whitewall-Shooting als auch beim outdoor-shoot (ca. 15m auf ein Garagentor )
sieht man genau mittig im Hotspot (dort, wo man eher ein dunkleres donut-hole vermutet) quasi einen Mini-Spot (bestehend aus mehreren (3-4?) hellen Punkten), die heller sind, als der Rest des eigentlichen Hot-Spot. Um diesen Mini-Spot herum gibts dann einen etwas dunkleren Ring, der dann wiederum von einem helleren Ring mit einem unscharfen Rand umrahmt ist. Also quasi wie ein Mini-Hotspot im Hotspot!? Hab so einen "fremden" Hotspot bei keiner meiner anderen SFT70 Lampen. Die LEDin der X4 ist zentriert, alles sieht soweit proper aus.

Ich habe diese Beobachtung ebenfalls gemacht, habe es aber nicht im Review erwähnt, da ich dem nicht sehr viel Gewicht beimesse. Dafür sieht man es zu schwach (imho). Hier mal eine weniger belichtete Nahaufnahme, wo man es nachvollziehen kann:
 
  • Danke
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Straight Flash

Flashaholic**
23 März 2018
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Kassel
Könnte an der exzellenten Passung des Reflektors liegen, die im Zusammenspiel mit einer ebenso exakten Zentrierung dazu führt, dass die 4 Sektoren der LED in der Spotmitte quasi abgebildet werden. Das würde ich als Qualitätsmerkmal ansehen.
 

Kabukimann

Flashaholic**
9 Oktober 2019
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Berlin
Könnte an der exzellenten Passung des Reflektors liegen, die im Zusammenspiel mit einer ebenso exakten Zentrierung dazu führt, dass die 4 Sektoren der LED in der Spotmitte quasi abgebildet werden. Das würde ich als Qualitätsmerkmal ansehen.
Sieht für mich bei flüchtiger Betrachtung eher nach 3 hellen Punkten aus, was nach meinem Verständnis gegen die Theorie mit den 4 Sektoren sprechen würde.

Aber ich weiß es nicht. Muss mir die Aufnahme beizeiten mal genauer anschauen.
 

Boenne1987

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29 Juli 2021
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Können diejenigen die die X4 besitzen etwas zum Tailswitch sagen? Ich habe noch die X Pro, womit ich auch sehr zufrieden bin. Mein einziger Kritikpunkt war immer der etwas schwammige Schalter, der Punkt zwischen halb und voll drücken ist da mMn schlecht zu fühlen, vorallem mit Handschuhen.
 

Tarvandyr

Flashaholic*
17 Juni 2020
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Vielen Dank an @amaretto, der mir das Olight Warrior X 4 Kit zum Testen zur Verfügung gestellt hat.
Hier meine Gdanken:

Lieferumfang
- Warrior X4 Lampe
- 21700 Li-Io Spezial-Akku 5000 mAh
- USB-Ladekabel (USB A auf USB C)
- magnetischer Fernschalter
- Aufsteckfilter rot + grün
- Trageholster
- Universal-Klemmhalterung
- Klebepads
- Koffer
- mehrsprachige Bedienungsanleitung
Der Lieferumfang gefällt mir sehr gut. Die Lampe kommt komplett mit Akku und Ladekabel, da muss man nicht selbst einen passenden Akku suchen. Warum ein USB A auf USB C Ladekabel und nicht USB C auf USB C beiliegt, erschließt sich mir nicht. Das ist doch mittlerweile Standard. Viele neuere Powerbanks und „Ladegeräte“ haben nur noch USB C und kein USB A mehr. Der magnetische Fernschalter funktioniert super. Eine Idee für einen Einsatzzweck habe ich allerdings nicht. Die beiden Aufsteckfilter sind von der Verarbeitung toll, aber ihr Sinn erschließt sich mir nicht. In der Stufe Low schlucken sie schon sehr viel Licht und auf größere Entfernungen kann man nichts wirklich gut erkennen. Bei High sieht es auch nicht soviel besser aus. Bei diesem Thrower machen für mich die beiden Filter keinen Sinn. Schade finde ich, dass eine passende Handschlaufe fehlt. Leider ist auch keine Möglichkeit zur Befestigung einer Handschlaufe vorhanden. Liet wohl am taktischen Charakter der Lampe. Schließlich ist noch ein Holster beigefügt, in welches die Lampe gut reinpasst. Ob das Holster gut am Gürtel hält oder genauso schlecht ist, wie das von der Javelot Mini, habe ich nicht getestet. Zur Klemmhalterung und den Klebepads kann ich nichts sagen, nicht getestet. Der Koffer ist ok.

Optik
Von der Optik gefällt mir die Lampe gut.

Haptik, Größe und Bedienbarkeit
Die Lampe liegt sehr gut in der Hand und lässt sich sehr gut am hängenden Arm bei nächtlichen Spaziergängen ausführen. Dann lässt sie sich zwar nicht gut schalten, aber bei nur zwei Leuchtstufen ist das auch nicht schlimm. In der Zigarrengriffhaltung lässt sie sich auch gut tragen und bedienen, sie ist zwar etwas kopflastig, aber das geht trotzdem gut. Und auch in der taktischen Haltung liegt sie gut in der Hand und ist gut bedienbar. Sie passt auch sehr gut in die Jackentasche oder auch mal in eine Seitentasche an der Hose. Insgesamt ist es eine noch angenehm handliche Lampe. Der Heckschalter lässt sich gut bedienen. Ich habe die Lampe allerdings auch nur ohne Handschuhe benutzt. Der Druckpunkt ist gut und ich habe meistens mühelos die gewünschte Leuchtstufe gefunden.

Leuchtstufen und Lichtbild
Der niedrige Modus hat 300 Lumen für 8 Stunden und 210 m Leuchtweite. Der hohe Modus hat 2.600 Lumen für 3 Minuten und 630 m Leuchtweite. Das sind zwei sehr brauchbare Leuchtstufen. Der hohe Modus hat eine hohe Leuchtweite und man sieht so einiges. Den niedrigen Modus kann man gut dauerhaft benutzen. Schön wäre noch eine dritte Stufe mit 50 Lumen zum dauerhaften nutzen, aber die Lampe ist ja nicht zum Spazieren gehen gedacht. Das Leuchtbild ist wirklich sehr gut. Es gibt einen schönen hellen Spot und einen sehr gut nutzbaren Spill. Wer einen guten Thrower sucht und auch drumherum noch etwas sehen will, ist hier genau richtig.

Akku und Lademöglichkeit
Beigefügt ist ein 21700er Akku mit 5.000 mAh und 3.6 V, der intern in der Lampe geladen werden kann. Es handelt sich um einen Spezialakku. In dieser Lampe kann kein normaler Akku verwendet werden. Finde ich prinzipiell nicht schlimm, auch andere “Markenakkus“ sind nicht billig und auch andere TaLa Marken verwenden Spezialakkus. Ich hoffe nur, dass Olight langfristig dafür sorgt, dass Ersatzakkus verfügbar sind. Anscheinend gibt es diese Spezialakkus mittlerweile auch von anderen Herstellern. Damit habe ich allerdings noch keine Erfahrung. Geladen werden kann die Lampe per USB und per MCC. Super. Der USB C Port ist selbst wasserdicht und liegt unter einem schraubbaren Schutz gegen Schmutz. Toll gelöst. Dort findet man auch die Ladestandsanzeige. Diese ist zwar so nicht immer sichtbar, aber das ist für mich ok so.

Fazit
Eine tolle Lampe mit guter Verarbeitungsqualität, sehr guter Lichtleistung bei sehr gutem Leuchtbild und vielen Einsatzmöglichkeiten. Mir gefällt die Lampe sehr gut. Bei mir wäre der Hauptanwendungsbereich der abendliche/nächtliche Spaziergang mit Hund, der durchaus auch schonmal länger dauert. Dafür ist die Lampe nur bedingt zu empfehlen. Hier wären ein Seitenschalter und mindestens eine weitere Leuchtstufe sinnvoll. Alles in allem kann ich die Warrior X4 empfehlen. Sie ist top verarbeitet und auch für Nachtwanderungen sehr gut zu gebrauchen. Der Preis ist allerdings nicht ganz günstig. Das Kit hingegen braucht man meiner Meinung nach nicht. Hier muss jeder für sich selbst genau überlegen, ob er das Kit wirklich benötigt. Als Alternative aus dem Hause Olight würde ich mir die Javelot Mini und die neue Seeker 4 anschauen. Die Javelo Mini hat 30 m weniger Reichweite, was zu vernachlässigen ist, aber im hohen Modus auch 1600 Lumen weniger. Dafür ist sie kleiner und leichter. Ich nehme die Javelot Mini gerne als Zweitlampe mit, wenn ich mal etwas mehr Reichweite möchte. Die reicht mir dann. Natürlich ist die Warrior X 4 nochmal deutlich heller. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die neue Seeker 4 hat mit 400 m Reichweite zwar 230 m weniger, ist dafür ausgewogener. Diese würde ich wahrscheinlich bevorzugen. Eine kurze Stellungnahme zu dieser Lampe kommt noch. 400 m sind eigentlich ausreichen. So oft kann man die 630 m gar nicht nutzen und ob man die wirklich braucht? Im Wald ist mir eine breite Ausleuchtung lieber. Und auf freiem Feld gibt es auch, zumindest bei uns in der Gegend nicht so oft wirklich freie Sicht. Da muss man auch auf Autofahrer achten, dass man die nicht ausversehen blendet.

Alles in allem ist die Seeker X 4 auf jeden Fall eine Lampe, die viel Spaß macht.

Wenn noch Fragen sind einfach fragen.
 

Jetfink

Flashaholic*
4 Januar 2024
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Emsland
Die X4 ist eine echte Macht wenns um Reichweite geht. Die Lichtfarbe ist auch für Grünhasser wie mich in Ordnung. Leider sind die Lichtringe um den Spot herum zu störend für mich und sie ist auch leicht über die Größe die ich mir vorstelle. Zudem finde ich schade das ich sie erst in einem anderen Mode versetzen musste wenn ich entweder Medium oder Max haben wollte. In der Praxis nicht schön sie auseinander zu schrauben um dann erst das gewünsschte Licht zu haben. War aber sehr hochwertig verarbeitet und sah edel aus.

Vlt. für den einen oder anderen interessant zu wissen - den "Höcker / Zigarrengriff / Gnubbel" kann man übrigens ganz einfach spurlos abnehmen. Deckel abschrauben und runter - Ist einfach aufgesteckt. So kann man sie (finde ich) auch schöner tragen
 

Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Lünen NRW
Guten Morgen, seit kurzem habe ich mich auch für die X4 entschieden und meine alte X Pro abgegeben. Ich bin sehr zufrieden mit der neuen Lampe, die Lichtfarbe ist kälter als bei der alten Pro was mir persönlich sehr gut gefällt. Meiner Einschätzung nach wurde der Fokus auf einen stärkeren Throw gelegt, aber auch das finde ich ganz schick. Die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen und alles fühlt sich wertig und robust an, der Heckschalter ist nicht mehr so schwammig wie bei der alten Pro aber immernoch nicht perfekt für mein Empfinden. Das Gehäuse ist nicht mehr blankes kaltes Alu sondern es fühlt sich leicht „samtig“ an, ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll. Die zwei Lademöglichkeiten sind toll, nur leider läd die Lampe nicht mit einem herkömmlichen Olight MCC Kabel, weiß jemand ob es da ein neues Magnetkabel gibt extra für diese Lampe oder müsste es auch mit einem alten Kabel klappen? Leuchtet die Status LED beim laden per Magnet, denn das tut sie bei mir nur per USB C.?
 

Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Lünen NRW
Ja das USB C hat 5V, müsste aber mit dem MCC Kabel das gleiche sein da ich es in das gleiche Netzteil stecke. Ich hab das Gefühl die Verbindung zwischen Kabel und Lampe ist nicht richtig gegeben. Vielleicht kann es ja mal jemand ausprobieren ob das bei ihm funktioniert. Benutzen tue ich das Kabel von meiner alten XPro Lampe.
 

Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Lünen NRW
Achso, das war mir nicht bewusst, ok. Aber trotzdem funktioniert es nicht, der Akku wird einfach nicht voll. Per USB C ist er innerhalb 2,5 Stunden voll und per Magnetkabel leuchtet es immer nur rot.
 

Boenne1987

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29 Juli 2021
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Das weiß ich nicht, habe ich nie nachgemessen. Muss ich nächste Mal mal messen. Aber gefühkt geht da nicht viel bis garnichts rein, nach 10 Stunden leuchtet das Kabel noch immer rot.
 

Boenne1987

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29 Juli 2021
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Lünen NRW
Na dann werde ich das mal messen beim nächsten laden. Wo ist denn bei den Akkus Plus&Minus? Das ist ja iwie anders als bei normalen Zellen.
 

Jetfink

Flashaholic*
4 Januar 2024
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Emsland
Also bei mir war es so das an der Lampe nichts blinkt aber die LED am MCC 1/1,5/2 A Ladekabel den Status genauso anzeigt wie beispielsweise an einer Baton Pro

Ich hatte auch ein MCC 1A Ladekabel - da war es so als ob der 21700er gefühlt niemals voll wird. Auch beim kurzen Nachladen mal noch 1...2 Stunden rot anzeigt.
 

Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Blinken ist Fehler

Bei der X PRO war doch 2A oder?
Genau bei der X Pro ist es das 2 Ampere Kabel.

Also bei mir war es so das an der Lampe nichts blinkt aber die LED am MCC 1/1,5/2 A Ladekabel den Status genauso anzeigt wie beispielsweise an einer Baton Pro

Ich hatte auch ein MCC 1A Ladekabel - da war es so als ob der 21700er gefühlt niemals voll wird. Auch beim kurzen Nachladen mal noch 1...2 Stunden rot anzeigt.
Ja richtig man hat das Gefühl es wird nie voll, auf einmal ist das Kabel grün aber die Lampe ist garnicht voll, wenn man es per Usb C dann läd braucht sie wieder die normale Zeit zum aufladen. Das ist iwie völlig wirsch. Deswegen würde mich mal interessieren ob es ein neues Magnetkabel gibt womit das bei der X4 normal funktioniert.
 

Jetfink

Flashaholic*
4 Januar 2024
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Also ich verwendete das Kabel was ich vorhin gepostet habe - das funktionierte. Mit dem 1A-Kabel war entweder was oder das ist nicht dafür vorgesehen - das hat bei mir nicht funktioniert und verhielt sich komisch.
 

Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Lünen NRW
Also ich verwendete das Kabel was ich vorhin gepostet habe - das funktionierte. Mit dem 1A-Kabel war entweder was oder das ist nicht dafür vorgesehen - das hat bei mir nicht funktioniert und verhielt sich komisch.
Mein Kabel sieht eigentlich genauso aus nur es ist blau und nicht schwarz, bei den Produktbildern der X4 sieht man auch immer ein schwarzes Kabel. Von welcher Lampe ist denn dein Kabel? Kannst du mal ein Bild machen wie es von unten aussieht? Das ist mein Kabel…
 

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Bastelnator

Flashaholic*
13 Februar 2023
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Ostalb
Nein, das Ladekabel wird runter geregelt.
Das ist auch der Grund, warum die Seeker 4 im Holster einen größeren Ladering hat.
Du meinst sicher die Seeker 4 Pro, die Seeker 4 wird per USB-C Anschluß geladen. ;)

Meine Seeker 4 Pro lade ich mit dem blauen MCC Kabel 1A/1,5A/2A der Marauder Mini (wie auf den Bildern von @Boenne1987). Die Status-LED am Ladekabel wird auch nie grün, der Akku aber trotzdem geladen.
Die Status LED im Taster an der Lampe zeigen nach rund 4h Ladevorgang einen vollen Akku an. Vielleicht ist der Akku auch eher voll, aber ich habe sie die beiden letzten Male immer rund 4h am Kabel gelassen.
 

Boenne1987

Flashaholic*
29 Juli 2021
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Lünen NRW
Wenn die Lampe das nächste Mal leer ist werde ich mal die Spannung messen und dann mal schauen was dabei rumkommt. Aber zufriedenstellend ist das doch nicht wenn man sich auf sowas nicht verlassen kann.
 

Jetfink

Flashaholic*
4 Januar 2024
609
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Emsland
Ja, die neuen sind schwarz - ansonsten hat sich glaube ich nichts verändert dachte ich

Irgendwie sieht es aber aus als ob bei Deinem Kabel der Ladering weiter außen am Rand ist!? Kann aber täuschen - bin auf jeden Fall der Meinung das sich technisch nichts verändert haben sollte und die Kompatibilität genau wie beim Vorgänger bei den gleichen Geräten gewährleistet ist.
Screenshot_20240121_231153_Gallery.jpg
 

Jetfink

Flashaholic*
4 Januar 2024
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Emsland
Leider sind die Lichtringe um den Spot herum zu störend für mich und...
Bei meiner X4 hatte ich das Problem das außerhalb des Spills kräftige "Lichtringe" und dazwischen Hell-Dunkelzonen lagen. Das war draußen anstrengend anzuschauen.

Ein Kumpel hatte sich die X4 nun ebenfalls geholt und mich gefragt was ich meinen würde - das hätte er nicht. Habe mir mittlerweile eine neue zugelegt und auch Glück gehabt (oder bei der vorigen Pech). Das Lichtbild ist viel angenehmer und außerhalb des Spills ist beim Spaziergang nur noch leichtes angenehmes Streulicht bis an die Füße. Neben der imposanten Leuchtweite tolles Allroundlicht dabei.

Denke das war ein Problem der passenden Einbautiefe von Reflektor zu LED

Noch paar Bildchen mit anderen die ich gerade aufm Tisch hatteScreenshot_20240224_145238_Gallery.jpgScreenshot_20240224_145226_Gallery.jpg
 
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Jetfink

Flashaholic*
4 Januar 2024
609
917
93
Emsland
... auch hier einmal die Anfrage ob jemand einen Vergleich aus der Praxis heraus ziehen kann zwischen der X4 und einer Acebeam P17!?

X4 in der festen 1000lm Stufe und die P17 ebenfalls in einer dauerfesten Stufe die sie in der Praxis hat.
 
4 Dezember 2024
5
0
1
Ich habe eine Frage zu den Filtern:
Sind das die D40 Filter oder welches Modell passt auf die Warrior x 4? Ich würde mir die gerne im Shop kaufen, dort finde ich aber keinen Hinweis darauf in den Beschreibungen.
 

Luminitis

Flashaholic*
15 November 2024
416
505
93
Saarland
Das ist leider im Olight Store nicht so ersichtlich.
Ich habe das Warrior X4 Set mit Filter und diese haben einen Innendurchmesser von 40mm.
Ich denke D40 sollte passen.
IMG_0234.jpeg

LG Thomas
 
  • Danke
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