Der Olight-Store hat kostenfrei die neue Warrior X4 (in der Kit-Version mit Koffer) für Tests zur Verfügung gestellt. Interessierte Mitglieder können die Lampe zum Testen gern ausleihen (Feedback ist allerdings Voraussetzung). Kunden können die Lampe im Black-Friday-Sale knapp 50€ günstiger bekommen und zwischen einer mattschwarzen Ausführung oder Outdoor Grün wählen.
Technische Daten
sonstige Eigenschaften
- Warrior X4 Lampe
- 21700 Li-Io Spezialakku mit Doppelpol und 5000 mAh
- magnetischer Fernschalter
- Aufsteckfilter rot + grün
- "taktisches" Trageholster
- Universal-Klemmhalterung
- USB-Ladekabel
- Klebepads
- mehrsprachige Bedienungsanleitung
Ein MCC Magnetladekabel liegt nicht bei.
Optisch fallen bei der Warrior X4 auf den ersten flüchtigen Blick wenige Unterschiede zum Vorgängermodell auf.
Wichtigster Unterschied zum Vorgängermodell dürfte die zusätzliche USB-C Ladebuchse sein, die gut geschützt und solide durch einen drehbaren Metallring abgedeckt ist. Der Ring läuft satt ohne zu kratzen, nicht zu leicht und ohne Spiel. Das ist erheblich besser und verschleißfreier gelöst als ein einfacher Gummistopfen. Olight gibt gleichwohl an, dass die USB-Buchse auch mit offenem Abdeckring wasserdicht nach IPX8 sei. Die bisherige Aufladung über das Olight-Magnetladekabel funktioniert ebenfalls.
Eine unter dem Ring liegende LED zeigt im Leuchtbetrieb den Ladezustand des Akkus an:
grün = 100-60%, orange = 60-10%, rot = 10-5%, rot blinkend = <5%
An ihr erkennt man auch während des Aufladens, ob der Ladevorgang abgeschlossen ist (rot = lädt, grün = voll).
Wenn Olight noch darauf verzichtet hätte, dass die Lampe ausschließlich mit dem proprietären Spezialakku betrieben werden muss, wäre es perfekt gewesen. So aber bleiben viele eingefleischte Flashies verstimmt, die zugunsten der Nachhaltigkeit "normale" Akkubauformen bevorzugen.
Die von Olight nicht näher benannte "Hochleistungs-LED" ist exakt im glatten Aluminiumreflektor zentriert.
Vor erster Benutzung muss die Endkappe abgeschraubt und der Isolierstreifen entfernt werden. Während die Warrior X3 noch einen sehr wackeligen Tailstand hatte, steht die X4 mit dem flacheren Schalterdesign besser - aber immer noch nicht sehr standfest. Der runde Combatring aus Gummi bietet keinen Wegrollschutz, hier wäre ein eckigerer Ring von Vorteil gewesen.
Die Kontakte am Lampenkopf und der Tailcap sind beide gefedert.
Ich kann eigentlich nicht viel mit Fernschaltern anfangen, muss aber sagen, dass der im Kit mitglieferte ziemlich genial konzipiert ist. Es fängt damit an, dass man den Schalter nicht für die normale Tailcap ersetzt (man also nichts ab- und anschrauben muss). Sobald man in die Nähe der Tailcap kommt, hält die Kappe des Fernschalters magnetisch. Zusätzlich lässt sich das Kabel gegen Zug durch einfaches Schieben der Kappe nach vorn arretieren. Über den Fernschalter lassen sich beide Leuchtstufen direkt aktivieren einschließlich Momentlicht. Last but not least bietet der gummierte Fernschalter ein ausgezeichnetes Feedback und lässt sich leicht betätigen. Toll gemacht, für den der es braucht.
Zwei Farbfilter (rot und grün) mit vergüteten Glasscheiben sind auch noch dabei. Die Gummikappe wird einfach auf den Lampenkopf gesteckt.
Das nylonverstärkte taktische Holster des Lampenkits kann beispielsweise an Gürteln getragen werden und hält die Lampe sehr sicher.
Zuerst den Lampenkopf einführen und dann das Lampenende hineindrücken. Zur Entnahme der Lampe ist ein gewisser Kraftaufwand nötig.
Ein weiteres Zubehörteil im Kit ist der Universalhalter. Da er nicht für eine bestimmte (in Deutschland unerlaubte) Anwendung vorgesehen ist, sehe ich in dem Verkauf in D keine Probleme. Man kann damit die Lampe mit schnellem Dreh beispielsweise an einem Kinderwagen oder Zaun befestigen.
Größenvergleich mit anderen "taktischen" Lampen...
...und speziell zur X3.
Der Bezelring der X3 ist dicker, vermutlich um die Glasbrecherkugeln aufnehmen zu können. Auf die hat man bei der X4 verzichtet.
Bedienung
Die Anleitung als PDF kann auf der Homepage heruntergeladen werden.
Es gibt 2 Benutzer-Modi:
regulärer Modus (Auslieferungszustand)
- kurz halb drücken = niedrige Stufe (300 lm)
- kurz voll durchdrücken = hohe Stufe (2.600 m)
- Momentlicht = halb oder ganz gedrückt halten, Licht geht beim Loslassen wieder aus
taktischer Modus
- kurz halb drücken = mittlere Stufe (1.000 lm)
- kurz voll durchdrücken = Stroboskop-Blitzlicht
- Momentlicht = halb oder ganz gedrückt halten, Licht geht beim Loslassen wieder aus
Wechsel zwischen beiden Modi: bei eingeschalteter Lampe Tailcap aufdrehen bis das Licht ausgeht und sofort wieder festschrauben.
Akku-Warnung
Zusätzlich zur Indikator-LED warnt ein Vibrationsmotor in der Lampe vor leerem Akku und der Endabschaltung zum Schutz des Akkus. Die Vibrationswarnung macht auch Sinn, wenn nämlich die LED vom zugeschraubten Drehring verdeckt ist und der Anwender die Leuchtsignale nicht sehen kann.
Aufladen
Zum Aufladen ein Olight-USB-Magnetladekabel (nicht im Lieferumfang) für den Heckschalter oder das mitgelieferte USB-Kabel mit einer geeigneten 5V Energiequelle verbinden. Die USB-Buchse ist wasserdicht mit einem Drehring verschlossen. Zum Öffnen genügt eine Vierteldrehung. Während des Ladens leuchtet der Indikator des Laderkabels rot, bei vollem Akku grün.
Eigene Messungen
Laufzeittest auf höchster Stufe (2.600 lm)
Es ist logische Konsequenz, dass eine so hohe Leistung (gemessen >2.800 lm) in einer kleinen Lampe allein schon wegen der enormen Abwärme nicht sehr lange gehalten werden kann. Trotzdem hält die X4 die Anfangsleistung nahezu konstant über mehr als 1,5 Minuten. Danach wird für das Auge relativ unbemerkt die Leistung auf etwa ein Drittel (~1.000 lm) heruntergefahren und bleibt dann weiter konstant auf diesem Level.
Laufzeittest auf mittlerer Stufe (1.000 lm)
Absolut vorbildliche Konstantregelung, die Elektronik holt für fast 2 Stunden das maximal Mögliche aus dem Akku heraus. Die letzten ~25 Minuten vor der Endabschaltung bei 2,8 V wird die Helligkeit auf knapp ein Drittel reduziert. Wenn der Nutzer dies bemerkt, sollte der Akku aufgeladen werden, da kurz darauf die Lampe ganz abschaltet und den Akku damit vor Tiefentladung bewahrt.
Leuchtergebnis
Der Lichtkegel ist sehr gleichmäßig und frei von Artefakten. Unterschiede bei der Lichtfarbe innerhalb des Lichtkegels (tint shift) sind kaum auszumachen. Der Unterschied zur X3 ist tatsächlich marginal, deshalb habe ich auf einen wenig aussagefähigen Fotovergleich verzichtet. Allein eine minimal wärmere Lichtfarbe habe ich bei der X4 ausmachen können, allerdings könnte das auch im Bereich üblicher Toleranzen sein.
Um 100 kLux und diese Abstrahlung, vor ein paar Jahren hätte man die X4 als lupenreinen Thrower bezeichnet. Das soll nicht bedeuten, dass die Lampe für die Ausleuchtung im Nahfeld und mittlerer Entfernung untauglich wäre. In der niedrigen Stufe lässt sich die Warrior durchaus für den Alltag nutzen mit dem Vorteil, bei Bedarf auf High auch richtig weit leuchten oder als Suchlampe fungieren zu können.
Fazit
positiv
+ sehr gute Verarbeitungsqualität und Haptik
+ hohe Leistung und Leuchtweite
+ 2 unterschiedliche Modi-Gruppen (normal und taktisch)
+ hervorragende Konstantregelung
+ interne Aufladung per USB-C (perfekte Abdeckung der Buchse)
+ kompatibel mit allen Olight-Magnet-Ladekabeln
+ toller Fernschalter
verbesserungswürdig
-- keine herkömmlichen Li-Io-Akkus nutzbar
- gehobener Preis
neutral
o nur mit kaltweißer Lichtfarbe erhältlich
o kein Wegrollschutz
o keine sehr niedrige Stufe vorhanden
Um auf die naheliegende Frage einzugehen: Soll man auf X4 wechseln, wenn man schon eine X3 hat? Ja, falls man bei der Aufladung durch USB-C flexibler sein möchte. Ebenfalls ja, was die einzellbaren Leuchtstufen angeht. Denn zusätzlich zu den nur 2 Leuchtstufen im normalen Modus (die X3 hat nur diesen Modus) gibt es im taktischen Modus der X4 noch eine perfekt konstantgeregelte 1000-Lumen-Stufe und Strobe. Ansonsten ist der Unterschied in der Performance für das Auge kaum wahrnehmbar, soll heißen, Lichtleistung und Reichweite sind annähernd gleich. Wem also die Magnetaufladung und die beiden Leuchtstufen der X3 ausreichen, braucht kein Upgrade.
PS:
Die Warrior X4 ist keine EDC für den Alltag. Dafür ist die niedrigste Leuchtstufe mit 300 Lumen schlicht zu hell. Zum Lesen von Unterlagen beispielsweise oder im Innenbereich wäre das zuviel Licht. Es gibt jedoch etliche Gelegenheiten, wo man ihre Power, Reichweite und vor allem konstant bleibende Helligkeit zu schätzen lernen wird.
Technische Daten
sonstige Eigenschaften
- 3 Helligkeitsstufen + Stroboskop
- Betrieb mit 1x 21700 Li-Io Spezialakku
- 2 Gehäusefarben: schwarz, Zombie-grün
- Lichtfarbe: cool white (~6.200-6.600K)
- LED-Typ: unbekannt
- Gehäuse aus hart anodisiertem Alu
- aufgesteckter/abnehmbarer Combatring
- Preis (ohne Kit) ~119 € (im Sale) bzw. ~170 € UVP / mit Kit = 140 € (im Sale) bzw. ~200 € UVP
- Warrior X4 Lampe
- 21700 Li-Io Spezialakku mit Doppelpol und 5000 mAh
- magnetischer Fernschalter
- Aufsteckfilter rot + grün
- "taktisches" Trageholster
- Universal-Klemmhalterung
- USB-Ladekabel
- Klebepads
- mehrsprachige Bedienungsanleitung
Ein MCC Magnetladekabel liegt nicht bei.
Optisch fallen bei der Warrior X4 auf den ersten flüchtigen Blick wenige Unterschiede zum Vorgängermodell auf.
Wichtigster Unterschied zum Vorgängermodell dürfte die zusätzliche USB-C Ladebuchse sein, die gut geschützt und solide durch einen drehbaren Metallring abgedeckt ist. Der Ring läuft satt ohne zu kratzen, nicht zu leicht und ohne Spiel. Das ist erheblich besser und verschleißfreier gelöst als ein einfacher Gummistopfen. Olight gibt gleichwohl an, dass die USB-Buchse auch mit offenem Abdeckring wasserdicht nach IPX8 sei. Die bisherige Aufladung über das Olight-Magnetladekabel funktioniert ebenfalls.
Eine unter dem Ring liegende LED zeigt im Leuchtbetrieb den Ladezustand des Akkus an:
grün = 100-60%, orange = 60-10%, rot = 10-5%, rot blinkend = <5%
An ihr erkennt man auch während des Aufladens, ob der Ladevorgang abgeschlossen ist (rot = lädt, grün = voll).
Wenn Olight noch darauf verzichtet hätte, dass die Lampe ausschließlich mit dem proprietären Spezialakku betrieben werden muss, wäre es perfekt gewesen. So aber bleiben viele eingefleischte Flashies verstimmt, die zugunsten der Nachhaltigkeit "normale" Akkubauformen bevorzugen.
Die von Olight nicht näher benannte "Hochleistungs-LED" ist exakt im glatten Aluminiumreflektor zentriert.
Vor erster Benutzung muss die Endkappe abgeschraubt und der Isolierstreifen entfernt werden. Während die Warrior X3 noch einen sehr wackeligen Tailstand hatte, steht die X4 mit dem flacheren Schalterdesign besser - aber immer noch nicht sehr standfest. Der runde Combatring aus Gummi bietet keinen Wegrollschutz, hier wäre ein eckigerer Ring von Vorteil gewesen.
Die Kontakte am Lampenkopf und der Tailcap sind beide gefedert.
Ich kann eigentlich nicht viel mit Fernschaltern anfangen, muss aber sagen, dass der im Kit mitglieferte ziemlich genial konzipiert ist. Es fängt damit an, dass man den Schalter nicht für die normale Tailcap ersetzt (man also nichts ab- und anschrauben muss). Sobald man in die Nähe der Tailcap kommt, hält die Kappe des Fernschalters magnetisch. Zusätzlich lässt sich das Kabel gegen Zug durch einfaches Schieben der Kappe nach vorn arretieren. Über den Fernschalter lassen sich beide Leuchtstufen direkt aktivieren einschließlich Momentlicht. Last but not least bietet der gummierte Fernschalter ein ausgezeichnetes Feedback und lässt sich leicht betätigen. Toll gemacht, für den der es braucht.
Zwei Farbfilter (rot und grün) mit vergüteten Glasscheiben sind auch noch dabei. Die Gummikappe wird einfach auf den Lampenkopf gesteckt.
Das nylonverstärkte taktische Holster des Lampenkits kann beispielsweise an Gürteln getragen werden und hält die Lampe sehr sicher.
Zuerst den Lampenkopf einführen und dann das Lampenende hineindrücken. Zur Entnahme der Lampe ist ein gewisser Kraftaufwand nötig.
Ein weiteres Zubehörteil im Kit ist der Universalhalter. Da er nicht für eine bestimmte (in Deutschland unerlaubte) Anwendung vorgesehen ist, sehe ich in dem Verkauf in D keine Probleme. Man kann damit die Lampe mit schnellem Dreh beispielsweise an einem Kinderwagen oder Zaun befestigen.
Größenvergleich mit anderen "taktischen" Lampen...
...und speziell zur X3.
Der Bezelring der X3 ist dicker, vermutlich um die Glasbrecherkugeln aufnehmen zu können. Auf die hat man bei der X4 verzichtet.
Bedienung
Die Anleitung als PDF kann auf der Homepage heruntergeladen werden.
Es gibt 2 Benutzer-Modi:
regulärer Modus (Auslieferungszustand)
- kurz halb drücken = niedrige Stufe (300 lm)
- kurz voll durchdrücken = hohe Stufe (2.600 m)
- Momentlicht = halb oder ganz gedrückt halten, Licht geht beim Loslassen wieder aus
taktischer Modus
- kurz halb drücken = mittlere Stufe (1.000 lm)
- kurz voll durchdrücken = Stroboskop-Blitzlicht
- Momentlicht = halb oder ganz gedrückt halten, Licht geht beim Loslassen wieder aus
Wechsel zwischen beiden Modi: bei eingeschalteter Lampe Tailcap aufdrehen bis das Licht ausgeht und sofort wieder festschrauben.
Akku-Warnung
Zusätzlich zur Indikator-LED warnt ein Vibrationsmotor in der Lampe vor leerem Akku und der Endabschaltung zum Schutz des Akkus. Die Vibrationswarnung macht auch Sinn, wenn nämlich die LED vom zugeschraubten Drehring verdeckt ist und der Anwender die Leuchtsignale nicht sehen kann.
Aufladen
Zum Aufladen ein Olight-USB-Magnetladekabel (nicht im Lieferumfang) für den Heckschalter oder das mitgelieferte USB-Kabel mit einer geeigneten 5V Energiequelle verbinden. Die USB-Buchse ist wasserdicht mit einem Drehring verschlossen. Zum Öffnen genügt eine Vierteldrehung. Während des Ladens leuchtet der Indikator des Laderkabels rot, bei vollem Akku grün.
Eigene Messungen
Ich bin Laie mit Hobbyequipment, alle Messungen stellen nur Näherungswerte dar ohne Gewähr oder Anspruch auf Einhaltung irgendwelcher Messnormen.
Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.

Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.
- Lumenmessungen: Ceiling Bounce, mögliche Abweichung bei Flutern i.d.R. bis zu +/- 5-10%
- Luxmessungen: Messdistanz 5 m mit entsprechender Umrechung auf 1 m
- Laufzeitmessungen: mit Ventilatorkühlung
- Strommessungen: Kleinströme mit DMM, höhere Ströme mit Zangenampèremeter
- Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex und PWM mit Opple Lightmaster Pro

- Lichtstrom: niedrig 297 / mittel 985 / hoch 2.800 lm (Hersteller: 300 / 1.000 / 2.600 lm)
- Lichtintensität: niedrig 11.750 / mittel 39.000 / hoch 108.750 Lux
- PWM: nicht vorhanden (= flimmerfreies Licht)
- Strobe-Frequenz: 13 Hz
- Ladeschluss: 4,19V
- Ladestrom: 2A max.
- Endabschaltung bei 2,8 V
Laufzeittest auf höchster Stufe (2.600 lm)
Es ist logische Konsequenz, dass eine so hohe Leistung (gemessen >2.800 lm) in einer kleinen Lampe allein schon wegen der enormen Abwärme nicht sehr lange gehalten werden kann. Trotzdem hält die X4 die Anfangsleistung nahezu konstant über mehr als 1,5 Minuten. Danach wird für das Auge relativ unbemerkt die Leistung auf etwa ein Drittel (~1.000 lm) heruntergefahren und bleibt dann weiter konstant auf diesem Level.
Laufzeittest auf mittlerer Stufe (1.000 lm)
Absolut vorbildliche Konstantregelung, die Elektronik holt für fast 2 Stunden das maximal Mögliche aus dem Akku heraus. Die letzten ~25 Minuten vor der Endabschaltung bei 2,8 V wird die Helligkeit auf knapp ein Drittel reduziert. Wenn der Nutzer dies bemerkt, sollte der Akku aufgeladen werden, da kurz darauf die Lampe ganz abschaltet und den Akku damit vor Tiefentladung bewahrt.
Leuchtergebnis
Der Lichtkegel ist sehr gleichmäßig und frei von Artefakten. Unterschiede bei der Lichtfarbe innerhalb des Lichtkegels (tint shift) sind kaum auszumachen. Der Unterschied zur X3 ist tatsächlich marginal, deshalb habe ich auf einen wenig aussagefähigen Fotovergleich verzichtet. Allein eine minimal wärmere Lichtfarbe habe ich bei der X4 ausmachen können, allerdings könnte das auch im Bereich üblicher Toleranzen sein.
Um 100 kLux und diese Abstrahlung, vor ein paar Jahren hätte man die X4 als lupenreinen Thrower bezeichnet. Das soll nicht bedeuten, dass die Lampe für die Ausleuchtung im Nahfeld und mittlerer Entfernung untauglich wäre. In der niedrigen Stufe lässt sich die Warrior durchaus für den Alltag nutzen mit dem Vorteil, bei Bedarf auf High auch richtig weit leuchten oder als Suchlampe fungieren zu können.
Fazit
positiv
+ sehr gute Verarbeitungsqualität und Haptik
+ hohe Leistung und Leuchtweite
+ 2 unterschiedliche Modi-Gruppen (normal und taktisch)
+ hervorragende Konstantregelung
+ interne Aufladung per USB-C (perfekte Abdeckung der Buchse)
+ kompatibel mit allen Olight-Magnet-Ladekabeln
+ toller Fernschalter
verbesserungswürdig
-- keine herkömmlichen Li-Io-Akkus nutzbar
- gehobener Preis
neutral
o nur mit kaltweißer Lichtfarbe erhältlich
o kein Wegrollschutz
o keine sehr niedrige Stufe vorhanden
Um auf die naheliegende Frage einzugehen: Soll man auf X4 wechseln, wenn man schon eine X3 hat? Ja, falls man bei der Aufladung durch USB-C flexibler sein möchte. Ebenfalls ja, was die einzellbaren Leuchtstufen angeht. Denn zusätzlich zu den nur 2 Leuchtstufen im normalen Modus (die X3 hat nur diesen Modus) gibt es im taktischen Modus der X4 noch eine perfekt konstantgeregelte 1000-Lumen-Stufe und Strobe. Ansonsten ist der Unterschied in der Performance für das Auge kaum wahrnehmbar, soll heißen, Lichtleistung und Reichweite sind annähernd gleich. Wem also die Magnetaufladung und die beiden Leuchtstufen der X3 ausreichen, braucht kein Upgrade.
PS:
Die Warrior X4 ist keine EDC für den Alltag. Dafür ist die niedrigste Leuchtstufe mit 300 Lumen schlicht zu hell. Zum Lesen von Unterlagen beispielsweise oder im Innenbereich wäre das zuviel Licht. Es gibt jedoch etliche Gelegenheiten, wo man ihre Power, Reichweite und vor allem konstant bleibende Helligkeit zu schätzen lernen wird.
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