Review Olight Swivel Pro Max (Arbeits-/Universallampe)

amaretto

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12 August 2010
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NRW
Der Olight-Store hat gebeten, euch die neue Olight Swivel Pro Max Arbeitslampe vorzustellen. Weitere Modelle der Reihe sind die etwas kleinere und günstigere Swivel Pro und die Swivel. Allen Modellen gemein ist eine große längliche COB-LED* als Emitter mit zwar kalter aber noch angenehmer Lichtfarbe. Auf diesem Emitter liegen nicht nur 40 weiße sondern auch 36 rote LEDs
COB bedeutet Chip-on-board, d.h. mehrere/viele Halbleiter-Chips werden direkt auf eine Leiterplatte geklebt. Vorteil: Viele Emitter passen dicht gepackt (= hohe Leistung) auf kleinstem Raum bei guter Wärmeableitung.
Im Flashsale gibt es die Swivel Pro Max momentan bis zum 19.12. für 86,36 €, ansonsten 107,95 €.
Offenbar gibt es die Leuchte nur in einer Gehäuseausführung, schwarz/orange.


Der Lieferumfang ist überschaubar: Olight Swivel Pro Max Lampe, USB-C/A Ladekabel, Bedienungsanleitung.


Leistungsdaten​



Der Hersteller gibt an, dass die hellste Stufe innerhalb von 10 Minuten von 1.600 auf 1.000 Lumen sinkt und auch danach noch weiter fällt. Selbst die zweithellste Stufe (650 lm) wird nicht konstant gehalten, da hätte ich mehr Konstanz vermutet.

zusätzliche Angaben​

  • Emitter: 1x COB-Modul ca. 52 x 22 mm mit rotem und weißem Licht
  • interner Li-Io Akkupack 3,7V (4x 18650) mit 10.400mAh/38,48Wh
  • Aufladung per USB-C
  • Powerbank-Funktion bis zu 18W
  • Gehäuse aus Alu HAIII-anodisiert und schlagfestem ABS
  • staub- und spritzwassergeschützt nach IPX4
  • Magnet-Standfuß 180 Grad klappbar + 150 Grad drehbar mit Stativgewinde und Karabiner
  • Maße 160 x 102 x 55 mm (L x B x H)
  • Gewicht 590 g

Erstes Foto mit dem klapp- und schwenkbaren Fuß mit kräftigen Neodymmagneten, Karabinerhaken und Standard-Stativgewinde. Der Fuß lässt sich in 7 Stufen aufklappen und in je 9 Raststufen nach links und rechts drehen.









Der breite umlaufende Rahmen ist aus anodisiertem Alu, der beschriftete Deckel ebenso wie die orangefarbenen Teile aus Kunststoff.


USB-Buchsen zum Aufladen der Lampe und andere Geräte (Powerbank)


Es ist fast auszuschließen, dass die Lampe versehentlich eingeschaltet wird. Man muss den Schalter an der Seite schon ein Stück weit eindrücken.


Bedienung​

Es ist entscheidend, wie schnell man den Seitenschalter nacheinander drückt.
  • Einmal Drücken = Einschalten in Medium
  • Drückt man nach dem Einschalten jeweils in weniger als 3 Sekunden weiter, ergibt sich folgende Reihenfolge: Medium - High - Turbo - Low - aus
  • Drückt man nach Einschalten der Lampe erst später als 3 Sekunden, geht's nicht in die nächste Stufe sondern immer aus.
  • Bei eingeschalteter Lampe wechselt längeres Drücken zwischen Weiß- und Rotlicht.
  • Bei eingeschaltetem Rotlicht wechselt Drücken in weniger als 3 Sekunden zu rotem Blinklicht/Warnlicht (Beacon)
  • Bei erneutem Einschalten startet die Lampe mit der zuletzt genutzten Lichtfarbe
Ladezustandsanzeige
Nach dem Einschalten zeigt die vierstellige LED-Kette auf der Rückseite dauerhaft die noch verfügbare Kapazität beim Leuchten als auch beim Aufladen anderer Geräte an:
- 4 LEDs = 100 - 75 %
- 3 LEDs = 75 - 50 %
- 2 LEDs = 50 - 25 %
- 1 LED = 25 - 5 %
- 1 LED blinkend = < 5 %
Mein Rat ist, spätestens die Leuchte aufzuladen, wenn sie von 2 auf 1 LED springt. Das geht an 5V mit 3A oder 9V mit 2A erfreulich schnell.

Powerbank-Funktion
Über die USB-A Buchse lassen sich andere Geräte mit bis zu 18 W (also ebenso flott) aufladen.
- 5V mit 3A
- 9V mit 2A
- 12V mit 1A

Aufladen der Swivel Pro Max bzw. Aufladen anderer Geräte und Leuchten geht übrigens zugleich.


Die Bedienungsanleitung kann man als Pdf von der Herstellerseite herunterladen.

Nachfolgend ein paar Handhabungsbeispiele. Die Arbeitsleuchte kann mit dem Karabiner aufgehängt werden, bleibt an metallischen Flächen haften, kann auf ein Stativ geschraubt oder einfach nur hingelegt oder hingestellt werden.






sehr breiter Abstrahlwinkel:










Messungen​

Ich bin Laie mit Hobbyequipment, alle Messungen stellen nur Näherungswerte dar ohne Gewähr oder Anspruch auf Einhaltung irgendwelcher Messnormen.

Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.
  • Lumenmessungen: Ceiling Bounce, mögliche Abweichung bei Flutern i.d.R. bis zu +/- 5-10%
  • Luxmessungen: Messdistanz 5 m mit entsprechender Umrechung auf 1 m
  • Laufzeitmessungen: mit Ventilatorkühlung
  • Strommessungen: Kleinströme mit DMM, höhere Ströme mit Zangenampèremeter
  • Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex und PWM mit Opple Lightmaster Pro
Verwendete Geräte:
Leuchtstufen Weißlicht
Low​
Mid​
High​
Turbo​
Lumen (ceiling bounce)
32​
250​
515​
1315​
Lichtintensität (Lux)
14​
116​
230​
575​

Das rote Blinklicht/Beacon leuchtet mit einer Frequenz von 1,5 Hz.
Die Leuchte macht flimmerfreies Licht, PWM liegt in der niedrigen Stufe oberhalb von nicht sichtbaren 15kHz.

Farbtemperatur und Farbwiedergabe des weißen Lichts auf Stufe High:


Fazit​

Die Swivel (Pro/Max) wirft erwartungsgemäß extrem breites und gleichmäßiges Flutlicht ohne sichtbaren Spot. Die Leuchtweite ist deshalb gering, eignet sich also nicht für die Suche auf Feldern. Auch zum immer Herumtragen ist sie zu groß. Die Lichtfarbe ist ziemliches Reinweiß ohne störende Farbstiche. Der Tint Shift (Farbverschiebung) von der Strahlmitte zum Rand ist einigermaßen gering und der Lichtkegel frei von Unregelmäßigkeiten. Insgesamt dürfte diese Leuchte diverse Einsatzmöglichkeiten bieten, wo nicht unbedingt hohe Leuchtweite sondern eher gleichmäßige Ausleuchtung des Nahbereichs gefragt ist. Ich kann mir vorstellen, dass die Lampe bei Renovierungsarbeiten, als Pannenleuchte, in stromlosen Garagen und auf Höfen oder als Black-Out-Lampe gute Dienste erweist. Gerade gestern habe ich ein Video in den Nachrichten gesehen, in dem Jugendliche eines Fußballvereins in Kiew wegen der "ausgefallenen" Stromversorgung nicht etwa unter Flutlicht sondern mit mehreren ähnlicher Leuchten wie der Swivel auf dem Sportplatz trainierten. Sie hatten die Leuchten kurzerhand an Torpfosten und -latte befestigt. Die Swivel Pro Max finde ich sehr gut gelungen, perfekt hätte ich allerdings erst gesagt, wenn sie in den oberen beiden Stufen konstant geregelt gewesen wäre. Zumindest aber die zweithöchste Stufe mit 650 Lumen hätte das Gehäuse wärmetechnisch sicher locker gepackt.

pro:
+ hochwertige Verarbeitung und Haptik
+ akzeptable Leistung
+ Powerbankfunktion
+ großer Akku
+ einfaches User Interface
+ Rotlicht (Dauer- und Blinklicht)
+ vielseitige Montagemöglichkeiten

contra:
- gehobener Preis
- beide höheren Leuchtstufen könnten konstanter geregelt sein
 
Zuletzt bearbeitet:

0ssi1973

Flashaholic**
11 Oktober 2015
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Wellmitz/ Landgut
Das gleiche bekomme ich bei Aldi für 30 Euro. Was will man mit den paar Lumen? Für die oben genannten Verwendungszwecke bin ich mit einer Klarus RS10 besser dran und die hält 500lm in NW durch.