Die Olight S80 Baton ist schon eine Weile auf dem Martk. Am 22.9.2013 gab es sie bei iBOOD.de zum Preis von 49,95 € + 5,95 € Versandkosten. Nachfolgend möchte ich meine Eindrücke der Lampe beschreiben.
Die Lampe wird in einem stabilen Kunststoffkoffer geliefert. Neben der Lampe befinden sich darin noch der Akku, das Ladegerät mit EU-Stecker, ein Holster, ein Aufsteckdiffusor, ein Schlüsselring sowie eine Bedienungsanleitung.
Maße und Verarbeitung
Länge der Lampe: 151 mm
Batterierohrdurchmesser: 32,5 mm
Kopfdurchmesser: 40 mm
Lichtaustrittsöffnung Durchmesser: 32,5 mm
Gewicht mit Akku: 259 g
Die Lampe besteht aus Aluminium. Der schmale Bezelring ist aus Edelstahl. Laut Hersteller ist sie wasserdicht nach IPx7. Die schwarze Anodisierung ist bis auf eine kleine Macke am Batterierohr beim Tailcapgewinde gleichmäßig. Die Lampe steht ohne kippeln auf der Tailcap. Die Lampe hat keinen Rollschutz, trotz Seitenschalter. Die Tailcap bietet eine Befestigungsmöglichkeit für einen Lanyard. Dieser ist allerdings nicht mitgeliefert.
Als LED ist eine Cree XM-L U2 mit kalter Lichtfarbe verbaut. Die LED sitzt perfekt zentriert in einem leicht strukturierten Reflektor. Den im Zusammenhang mit Olight-Lampen genannten Grünstich bei der Lichtfarbe konnte ich nicht feststellen.
Das Holster ist gut verarbeitet, allerdings sitzt die Lampe nicht besonders fest. Der Lampenkopf wird durch das Holster nicht geschützt.
Bedienung
Die Lampe liegt gut in der Hand und wird mit einem gut positionierten, ca. 8 mm großen Seitentaster bedient. Der Taster lässt sich leicht betätigen und hat weichen, aber deutlich spürbaren Druckpunkt. Ein kurzer Klick schaltet die Lampe an und aus. Wird der Taster bei angeschalteter Lampe länger gedrückt, werden nacheinander die Stufen Low-Med-High durchlaufen. Wird der Taster losgelassen, leuchtet die Lampe in der entsprechenden Stufe. Nach dem Ausschalten und Wiedereinschalten leuchtet die Lampe mit der zuletzt eingestellten Stufe. Ein schneller Doppelklick ruft den Stroboskopmodus auf. Das das funktioniert bei eingeschalteter und ausgeschalteter Lampe. Dieser Modus wird beim Ausschalten nicht gespeichert.
Gegen zufälliges Einschalten lässt sich die Lampe durch dreimaliges Durchlaufen der Leuchtstufen sperren. Zum Wiedereinschalten muss dann der Taster dreimal kurz hintereinander betätigt werden. Wird der Seitentaster bei ausgeschalteter Lampe länger gedrückt, bleibt die Lampe die Zeit bis zum Loslassen des Tasters angeschaltet. Morsen ist aber nicht möglich. Unter dem Seitenschalter ist eine rote LED, die bei nachlassender Akkuspannung zu blinken anfängt.
Akku und Ladegerät
Der Lampe ist ein spezieller LiIon-Akku beigelegt, der auch in der Lampe geladen werden kann. Er wird von Olight mit 4000mAh angegeben. Der Akku ist 68,2 mm lang und hat einen Durchmesser von 26,4 mm und entsprich damit der Baugröße 26650. Der Akku geht leicht und ohne viel Spiel ins Batterierohr rein und raus. Damit nichts klappert, wurde von Olight ein Stoffstreifen ins Batterierohr geklebt. Der mitgelieferte Akku weist eine Besonderheit auf: Er hat auf der Unterseite neben dem Minuspol einen weiteren Pluspol. Dieser wird für den Ladekontakt in der Tailcap benötigt. Normale Akkus lassen sich in der Lampe nicht laden.
Die Tailcap geht relativ schwer auf- und zuzudrehen. Die Gewinde sind zwar leicht gefettet und einwandfrei geschnitten, der Dichtungsring drückt aber gegen das Batterierohr. Diese Konstruktion gibt es auch bei anderen anderen Lampen. Bei der Olight S80 ist allerdings der Teil der Tailcap, den man beim Aufschrauben anfassen muss mit mit 5,5 mm sehr schmal und glatt. Akkuwechsel machen bei der Lampe keinen Spaß.
Unter einer unverlierbaren Gummiabdeckung in der Tailcap befindet sich die Ladebuchse. Das mitgelieferte Steckerladegerät hat eine Leerlaufspannung von 4,22 V und einen Ausgangsstrom von 1A. Eine rote LED signalisiert den Ladevorgang und wird grün, wenn der Akku voll ist. Direkt nach dem Laden hat der Akku eine Leerlaufspannung von 4,18 V.
Leuchteigenschaften und Regelung
Laut Hersteller hat die Lampe 750 lm. Im Hotspot kommt sie auf 16880 cd (gemessen auf 2m und umgerechnet).
Gegen eine weiße Wand gerichtet (Lampe-Wand 1 Meter) zeigt sich ein kleiner heller Hotspot, der geschmeidig in den Sidespill übergeht. Das lässt eine recht ordentliche Reichweite vermuten. Laut Hersteller hat sie die drei Stufen 10 lm, 180 lm, 750 lm. Diese Abstufung ist sehr gelungen gewählt. Die niedrigste Stufe ist in Verbindung mit dem Diffusor gut für den Nahbereich geeignet.
ohne Diffusor
mit Diffusor
Draußen zeigt sich ein gleichmäßiges Lichtbild mit guter Reichweite und ausreichend Licht vor den Füßen. Dabei ist der Sidespill nicht so hell, dass man selbst geblendet wird. Die vom Hersteller angegebene Reichweite von 260 m ist zwar rechnerisch möglich, richtig was sehen wird man die ersten 100 m etwas.
Einstellung 750 lm
Einstellung 180 lm
Der vordere Baum mitte-links ist ca. 30 m entfernt, die Hecke im Hintergrund ca. 60 m.
Die Lampe hat in der höchsten Stufe eine Laufzeit von 132 min. Dann schaltet sie auf die mittlere Stufe herrunter. Der Akku hat zu diesem Zeitpunkt eine unkritische Leerlaufspannung von 3,3 V. Nach ca. 120 Minuten begann die Batterieleer-LED zu blinken. Im Diagramm ist deutlich zu sehen, dass die Lampe mit abnehmender Akkuspannung immer dunkler wird. In der Praxis ist das über die lange Laufzeit aber nicht wahrnehmbar. Eine Regelung konnte ich nicht erkennen. Erstaunlicherweise hat die Lampe in den beiden niedrigeren Stufen gleichbleibende Helligkeit.
Die fehlende Regelung zeigt auch nachfolgendes Diagramm. Die Lampe wurde an ein Labornetzteil angeschlossen und der Strom in Abhängigkeit von der Versorgungsspannung gemessen.
Fazit
Die Olight S80 Baton ist eine tolle Lampe mit einem ausgewogenen Lichtbild und viel Licht. Die Einsatzmöglichkeiten sehe ich in Wald und Feld, wenn eine kleinere EDC eine zu geringe Laufzeit hat. Durch den mitgelieferten Akku und das Ladegerät ist die Handhabung unkompliziert und praxistauglich auch für Taschenlampenlaien, die sich nicht so intensiv mit LiION-Akkus und den Ladegeräten beschäftigen möchten. Die fehlende Regelung in der höchsten Stufe stört das Gesamtbild. Hier sollte Olight nachbessern.
Die Lampe wird in einem stabilen Kunststoffkoffer geliefert. Neben der Lampe befinden sich darin noch der Akku, das Ladegerät mit EU-Stecker, ein Holster, ein Aufsteckdiffusor, ein Schlüsselring sowie eine Bedienungsanleitung.
Maße und Verarbeitung
Länge der Lampe: 151 mm
Batterierohrdurchmesser: 32,5 mm
Kopfdurchmesser: 40 mm
Lichtaustrittsöffnung Durchmesser: 32,5 mm
Gewicht mit Akku: 259 g
Die Lampe besteht aus Aluminium. Der schmale Bezelring ist aus Edelstahl. Laut Hersteller ist sie wasserdicht nach IPx7. Die schwarze Anodisierung ist bis auf eine kleine Macke am Batterierohr beim Tailcapgewinde gleichmäßig. Die Lampe steht ohne kippeln auf der Tailcap. Die Lampe hat keinen Rollschutz, trotz Seitenschalter. Die Tailcap bietet eine Befestigungsmöglichkeit für einen Lanyard. Dieser ist allerdings nicht mitgeliefert.
Als LED ist eine Cree XM-L U2 mit kalter Lichtfarbe verbaut. Die LED sitzt perfekt zentriert in einem leicht strukturierten Reflektor. Den im Zusammenhang mit Olight-Lampen genannten Grünstich bei der Lichtfarbe konnte ich nicht feststellen.
Das Holster ist gut verarbeitet, allerdings sitzt die Lampe nicht besonders fest. Der Lampenkopf wird durch das Holster nicht geschützt.
Bedienung
Die Lampe liegt gut in der Hand und wird mit einem gut positionierten, ca. 8 mm großen Seitentaster bedient. Der Taster lässt sich leicht betätigen und hat weichen, aber deutlich spürbaren Druckpunkt. Ein kurzer Klick schaltet die Lampe an und aus. Wird der Taster bei angeschalteter Lampe länger gedrückt, werden nacheinander die Stufen Low-Med-High durchlaufen. Wird der Taster losgelassen, leuchtet die Lampe in der entsprechenden Stufe. Nach dem Ausschalten und Wiedereinschalten leuchtet die Lampe mit der zuletzt eingestellten Stufe. Ein schneller Doppelklick ruft den Stroboskopmodus auf. Das das funktioniert bei eingeschalteter und ausgeschalteter Lampe. Dieser Modus wird beim Ausschalten nicht gespeichert.
Gegen zufälliges Einschalten lässt sich die Lampe durch dreimaliges Durchlaufen der Leuchtstufen sperren. Zum Wiedereinschalten muss dann der Taster dreimal kurz hintereinander betätigt werden. Wird der Seitentaster bei ausgeschalteter Lampe länger gedrückt, bleibt die Lampe die Zeit bis zum Loslassen des Tasters angeschaltet. Morsen ist aber nicht möglich. Unter dem Seitenschalter ist eine rote LED, die bei nachlassender Akkuspannung zu blinken anfängt.
Akku und Ladegerät
Der Lampe ist ein spezieller LiIon-Akku beigelegt, der auch in der Lampe geladen werden kann. Er wird von Olight mit 4000mAh angegeben. Der Akku ist 68,2 mm lang und hat einen Durchmesser von 26,4 mm und entsprich damit der Baugröße 26650. Der Akku geht leicht und ohne viel Spiel ins Batterierohr rein und raus. Damit nichts klappert, wurde von Olight ein Stoffstreifen ins Batterierohr geklebt. Der mitgelieferte Akku weist eine Besonderheit auf: Er hat auf der Unterseite neben dem Minuspol einen weiteren Pluspol. Dieser wird für den Ladekontakt in der Tailcap benötigt. Normale Akkus lassen sich in der Lampe nicht laden.
Die Tailcap geht relativ schwer auf- und zuzudrehen. Die Gewinde sind zwar leicht gefettet und einwandfrei geschnitten, der Dichtungsring drückt aber gegen das Batterierohr. Diese Konstruktion gibt es auch bei anderen anderen Lampen. Bei der Olight S80 ist allerdings der Teil der Tailcap, den man beim Aufschrauben anfassen muss mit mit 5,5 mm sehr schmal und glatt. Akkuwechsel machen bei der Lampe keinen Spaß.
Unter einer unverlierbaren Gummiabdeckung in der Tailcap befindet sich die Ladebuchse. Das mitgelieferte Steckerladegerät hat eine Leerlaufspannung von 4,22 V und einen Ausgangsstrom von 1A. Eine rote LED signalisiert den Ladevorgang und wird grün, wenn der Akku voll ist. Direkt nach dem Laden hat der Akku eine Leerlaufspannung von 4,18 V.
Leuchteigenschaften und Regelung
Laut Hersteller hat die Lampe 750 lm. Im Hotspot kommt sie auf 16880 cd (gemessen auf 2m und umgerechnet).
Gegen eine weiße Wand gerichtet (Lampe-Wand 1 Meter) zeigt sich ein kleiner heller Hotspot, der geschmeidig in den Sidespill übergeht. Das lässt eine recht ordentliche Reichweite vermuten. Laut Hersteller hat sie die drei Stufen 10 lm, 180 lm, 750 lm. Diese Abstufung ist sehr gelungen gewählt. Die niedrigste Stufe ist in Verbindung mit dem Diffusor gut für den Nahbereich geeignet.
ohne Diffusor
mit Diffusor
Draußen zeigt sich ein gleichmäßiges Lichtbild mit guter Reichweite und ausreichend Licht vor den Füßen. Dabei ist der Sidespill nicht so hell, dass man selbst geblendet wird. Die vom Hersteller angegebene Reichweite von 260 m ist zwar rechnerisch möglich, richtig was sehen wird man die ersten 100 m etwas.
Einstellung 750 lm
Einstellung 180 lm
Der vordere Baum mitte-links ist ca. 30 m entfernt, die Hecke im Hintergrund ca. 60 m.
Die Lampe hat in der höchsten Stufe eine Laufzeit von 132 min. Dann schaltet sie auf die mittlere Stufe herrunter. Der Akku hat zu diesem Zeitpunkt eine unkritische Leerlaufspannung von 3,3 V. Nach ca. 120 Minuten begann die Batterieleer-LED zu blinken. Im Diagramm ist deutlich zu sehen, dass die Lampe mit abnehmender Akkuspannung immer dunkler wird. In der Praxis ist das über die lange Laufzeit aber nicht wahrnehmbar. Eine Regelung konnte ich nicht erkennen. Erstaunlicherweise hat die Lampe in den beiden niedrigeren Stufen gleichbleibende Helligkeit.
Die fehlende Regelung zeigt auch nachfolgendes Diagramm. Die Lampe wurde an ein Labornetzteil angeschlossen und der Strom in Abhängigkeit von der Versorgungsspannung gemessen.
Fazit
Die Olight S80 Baton ist eine tolle Lampe mit einem ausgewogenen Lichtbild und viel Licht. Die Einsatzmöglichkeiten sehe ich in Wald und Feld, wenn eine kleinere EDC eine zu geringe Laufzeit hat. Durch den mitgelieferten Akku und das Ladegerät ist die Handhabung unkompliziert und praxistauglich auch für Taschenlampenlaien, die sich nicht so intensiv mit LiION-Akkus und den Ladegeräten beschäftigen möchten. Die fehlende Regelung in der höchsten Stufe stört das Gesamtbild. Hier sollte Olight nachbessern.
