Review Olight Baton Pro

Dieses Thema im Forum "Olight" wurde erstellt von amaretto, 6. Oktober 2019.

Schlagworte:
  1. Der Olightstore hat die neue Baton Pro zum Testen zur Verfügung gestellt. Es gibt neben der hier vorgestellten schwarzen Version noch eine blaue.

    Am 10. Oktober 2019 sind sie in einer Tagesaktion zu einem günstigeren Preis (75,57€ schwarz / 83,97€ blau) zu bekommen.

    Kartonumverpackung wie bei den anderen kleineren aktuellen Olight-Modellen.
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    Leistungsdaten
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    darüber hinaus die übrigen Eigenschaften:
    • Emitter: kaltweiße LED mit 18 mm TIR-Linse
    • interne Aufladung mit magnetischem USB-Kabel
    • programmierbarer Timer (3 oder 9 Minuten Leuchtdauer)
    • LED-Anzeige im Schalter (Akku-leer-Warnung)
    • tailstand-fähig
    • Wegrollschutz durch Trageclip (Edelstahl)
    • 5 Jahre Garantie
    • Preis ca. 108 € (im Rabattangebot 75,57 €)

    Lieferumfang:
    • Olight Baton Pro Lampe
    • 18650 Custom-Li-Io-Akku mit 3500mAh + PCB
    • MCC II USB-Magnet-Ladekabel
    • Fangschnur/Lanyard
    • Stofftasche
    • Bedienungsanleitung
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    Der Akku ist nicht auf dem Foto, er befindet sich ab Werk in der Lampe.

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    Der Schalter ist für meinen Geschmack zu flach
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    Die sehr grobe Strukturierung des Akkurohres setzt sich als neue Linie bei Olight fort.
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    Der magnetische Ladekontakt ist schon von etlichen anderen Olight-Modellen bekannt
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    Das Rohr wird am Lampenkopf abgeschraubt, nicht an der Tailcap. Zur Vermeidung von Kratzern sollte dabei der Clip etwas abgehoben werden
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    Nur der Kontakt am Lampenkopf ist gefedert, im Batterierohr nicht.
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    Interessantes Detail: die TIR-Linse ist im Zentrum mattiert, so wird ein sehr gleichmäßiger Lichtkegel erreicht, allerdings auf Kosten der Reichweite. Olight bewirbt die Lampe entsprechend mit einem "weichen und ausgewogenem LIcht", was ich bestätigen kann (dazu später mehr).
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    Während des Ladens leuchtet der Magnetlader rot, nach Ende des Ladevorgangs grün. Der Ladestrom liegt bei etwa 0,84 A, so dass es etwas länger dauert, bis ein leerer Akku wieder voll wäre.
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    User-Interface:
    • kurzer Druck = an / aus (mit Memory für Moonlight, Low, Mid, High)
    • langer Druck = Start in Moonlight
    • sehr langer Druck = Lock out
    • Doppelklick = hellste Stufe (Turbo)
    • Dreifachklick = Stroboskop
    • gedrückt halten wenn an = Wechsel zwischen Low-Mid-High (ramping)
    Timerfunktion:
    Die Lampe schaltet sich nach zwei wählbaren Minutenintervallen (3 oder 9 Min.) selbständig aus:
    • In der jeweiligen Leuchtstufe Doppelklick und beim zweiten Drücken halten. Zur Bestätigung leuchtet die Lampe 1x (3 Min.) oder 2x (9 Min.) kurz auf.
    Bei kurzem Druck bei gesperrter Lampe wird der Lockout durch rotes Leuchten der LED im Schalter angezeigt. Die komplette Bedienungsanleitung (mehrsprachig) lässt sich auf der Homepage des Herstellers herunterladen.


    Vergleich zu Lampen ähnlicher Leistung
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    Output / Leuchtergebnis (eigene Messungen mit Hobby-Equipment, daher ohne Gewähr)
    • PWM nicht messbar = flimmerfreies Licht
    • Stroboskopfrequenz: 12,44 Hz
    • Luxmessung: 6.625 (am Start)
    • laut ceiling bounce ~18-1900 lm
    • Ladeschluss-Spannung: 4,19V
    • Ladestrom: 0,84 A
    Hier zwei Laufzeittests mit Kühlung durch Ventilator, einmal auf den beiden zweithöchsten Stufen:
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    Es ist festzustellen:
    • Auf höchster Stufe regelt die Baton Pro die Leistung nach ca. 2 Minuten auf knapp ein Drittel der Anfangshelligkeit herunter und hält dieses Niveau danach konstant. Nach etwas mehr als 1 Stunde lag die Akkuspannung noch bei ca. 3,7 V.
    • Auf zweithöchster Stufe ist die Leistung durchweg konstant.
    Natürlich geht die Lampe nach dem oben gewählten Testzeitraum nicht sofort aus. Wie sich die Lampe bei noch längerer Leuchtdauer verhält, verrät die Bedienungsanleitung:
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    Der Lichtkegel ist sehr gleichmäßig ohne Ringe und breit abstrahlend.
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    Auch wenn es auf dem Foto nicht ganz herüberkommt:
    Die Lichtfarbe im Spot ist etwas wärmer (neutralweiß), während der Spill kälter/etwas violett ist.
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    Vergleich zur S2R, die eine deutlich kältere Lichtfarbe hat
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    Auch hier sieht man die breitere Abstrahlung der Baton Pro gegenüber der S2R
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    Fazit:
    Meine rein subjektive Meinung ist, dass die Baton Pro fast ideal als EDC ist. Also für Anwendungen im Nahbereich, im Haushalt, beim Campen, für die Hunderunde. Sie leuchtet sehr gleichmäßig und breit, selbst zum Lesen von Dokumenten taugt sie gut. Aufgrund des etwas diffus aus der Linse strahlenden Lichts kann es allerdings für Umstehende eine Blendwirkung geben, deshalb wäre sie (unabhängig von der rechtlichen Frage) weniger als Fahrradlampe gut. So schön die gleichmäßige Abstrahlung ist, geht sie etwas auf Kosten der Reichweite. Als Suchlampe würde ich sie nicht empfehlen.

    An der Qualität finde ich nichts auszusetzen, die Baton Pro fühlt sich schön wertig an. Der Schalter ist nicht ganz mein Fall, ich bevorzuge hervorstehende leichter zu findenden und drückende Knöpfe. Die blaue Version der Lampe gefiele mir besonders, bleibt zu wünschen, dass die bisher nur in kaltweißer Lichtfarbe erhältliche Lampe auch mit wärmerem Licht angeboten wird.

    Wer die Lampe selbst testen möchte, kann sich hier für einen Passaround eintragen:
    https://www.taschenlampen-forum.de/threads/passaround-olight-baton-pro.72188/
     
    #1 amaretto, 6. Oktober 2019
    Zuletzt bearbeitet: 6. Oktober 2019
    TimeLord, Duke, der_horst und 14 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  2. Armytek
    Danke für das Review! Hoffe auch das es die Lampeals High CRI Version oder mit wärmerer Lichtfarbe geben wird, dann wäre sie auf jeden Fall interessant als Winter EDC in der Jackentasche :thumbup:

    Gruß Andi
     
    amaretto und drifter haben sich hierfür bedankt.
  3. Danke fürs Review:thumbsup:
    :cool:Tala
    Gruß drifter:thumbup:
     
    amaretto hat sich hierfür bedankt.
  4. Acebeam
    Gefällt mir sehr gut, vor allem in blau. Die Lichtfarbe wird sich leider eher nicht ändern, auf Instagram wurde Olight gefragt und die Antwort war sinngemäß: Lampen mit anderer Lichtfarbe haben sich nicht so gut verkauft, deshalb setzen wir in Zukunft auf diese Lichtfarben (cw).
     
    amaretto hat sich hierfür bedankt.
  5. Danke für das Review. Aber was ist das PRO an der Lampe? Das UI und der properitäre Akku ist es nicht. Das gab es vorher von Olight auch schon. Hm....
     
    #5 Fotobaer, 8. Oktober 2019 um 22:27 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 9. Oktober 2019 um 20:53 Uhr
  6. Die verbaute mattierte TIR-Linse finde ich zu viel des Guten. Warum kein Reflektor für mehr Reichweite und dazu ein paar passende Selbstklebefolien mit unterschiedlicher Struktur? So ließe sich das Leuchtbild auf einfache Weise und reversibel den persönlichen Vorlieben anpassen. Dass da noch kein Hersteller drauf gekommen ist...
     
    oOFOXOo hat sich hierfür bedankt.
  7. dc-fix kann sich jeder selbst kaufen. Im Premiumsegment erwartet man ein dem Einsatzzweck entsprechendes, akzeptables Lichtbild und keine armselige Klebefolie. Ein Set an Optiken beizulegen oder sie in einem Konfigurator wählen zu lassen wäre vielleicht eine Option.
     
  8. @Unheard
    Von armselig war nicht die Rede. Meinetwegen aus Gorillaglas, Hauptsache im exakten Durchmesser und ohne Öffnen des Lampenkopfes montierbar. Das wäre für mich wichtig, Du darfst das gern anders sehen.
     
  9. Ich denke, das hat Olight gemacht. Die vom Hersteller angegebene Reichweite von nur ~130 m bei 2000 Lumen Leistung lässt von vorn herein erkennen, dass die Lampe nicht für die Suche oder Entfernung sondern für EDC gedacht ist. In diesem Bereich ist homogene Ausleuchtung wichtiger als Reichweite. Mehr noch, meist würde ein konzentrierterer Spot sogar stören.

    Daher finde ich es o.k., wenn der Hersteller einen Hosentaschenfluter mit etwas Reichweite konzipiert hat. Dennoch, ich kann verstehen, wenn die im ersten White-Wall-Shot erkennbare extrem breite Ausstrahlung des Spills nicht jedem gefällt. Ich würde es auch nicht mögen, wenn alle meine Lampen so eine Abstrahlcharakteristik hätten.
     
    Franky K. hat sich hierfür bedankt.
  10. Ja, das sehe ich auch so. Mein Beitrag war nur eine ganz spontane Reaktion auf die Idee, Folien beizulegen.

    Soweit es meinen Lampenbestand angeht, hat Olight ein gutes Händchen gezeigt, was das angeht.
     
  11. Solche Ideen soll man auch mal sagen dürfen :thumbup:
    Aber wer weiß, welche Folie dann dabei gelegen hätte. Da such ich mir lieber selbst die "beste" aus ;)
     
  12. Welcher Emitter ist da jetzt eigentlich drinne?
     
  13. Da hält sich der Hersteller bedeckt, irgendeine "Hochleistungs-LED".
     
  14. Bescheuert wenn mir diese Ausdrucksweise erlaubt sei. Im Netz hab ich auch nix finden können, :confused:
     
  15. Olight Shop
    Ich tippe mal stark auf eine XHP35 HD!
    Kann man eigentlich den Bezelring lösen oder ist der verklebt?

    Gruß Andi
     
  16. Keine Ahnung, will ich bei der Lampe hier auch nicht testen.
     
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