Der Olightstore hat gebeten, wegen des aktuellen Flashsales die Olantern Music hier zu vorzustellen. Interessierte Mitglieder können die Lampe zum Testen gern ausleihen (Feedback ist allerdings Voraussetzung).
Bei dem Produkt handelt es sich (wie der Name unschwer erahnen lässt) um eine Akku-LED-Laterne mit eingebautem (Stereo!) Bluetooth-Lautsprecher. Ach ja, und als Powerbank dient das Teil auch noch und es gibt bei Bedarf eine musikgesteuerte "Lightshow". Während die Ausleuchtung mit Ausnahme der Lichtfarbe der Olantern Classis 2 Pro ähnelt, hat die Olantern Music eine etwas andere Bedienung.
Auch wenn die Leuchte ein top verarbeitetes Produkt mit einem für LED-Laternen hervorragendem Licht darstellt, ist der Preis kein Pappenstiel. Im Sale zahlt man immer noch ~112 € anstatt ~160 € regulär.
Wer auf die Musikbox in der Lampe verzichten kann, hat als Alternative die Olantern Classic 2 Pro für momentan ~84 €. Im Endeffekt bekommt man die zusätzliche integrierte Bluetooth-Lautsprecherbox für einen geringen Aufpreis von 28 €. Damit sollte von vornherein klar sein, dass für diese Preisdifferenz keine bombastische Musikanlage erwartet werden darf. Man müsste fairerweise bei einem Klangvergleich andere BT-Boxen für den Preis um die 30 € heranziehen. Zum Klang werde ich nach Beschreibung der Leuchtfunktion noch kommen.
Ich gehe hier etwas auf die Unterschiede zwischen Olantern Music und Olantern Classic 2 Pro ein. Auch die Olantern Music leuchtet entweder mit warm- oder neutralweißem Licht. Das neutralweiße Licht der O-Music ist etwas kälter als bei der O-Classic. Die Helligkeit kann in 8 Stufen im Bereich von 130 - 300 Lumen bzw. 10 - 130 Lumen geregelt werden und entspricht in der Leistung der anderen Laterne.
Helligkeit und Leuchtdauer
sonstige Merkmale
Olantern Music, USB-C Ladekabel, Bedienungsanleitung
Die Laterne gibt's in 2 farblichen Varianten, schwarz oder "Outdoor green camouflage". Die Gummierung des metallischen Haltegriffes ist verlängert worden. Ohne Weiteres ist dieser nicht zum Abnehmen gedacht, daher muss man zum Aufhängen z.B. an einer Zeltstange eventuell noch einen weiteren (Karabiner-)Haken verwenden.
Seitlich recht und links ist hinter der stoffartigen Bespannung unsichtbar je ein 45 mm durchmessender Breitbandlautsprecher eingebaut. Diese werden im Bass durch eine Passivmembran im Boden der Laterne unerstützt. Über eine Synchronisierungs-Taste lassen sich bis zu 100 Olantern Music miteinerander als Musikabspieler koppeln. Der Materialmix des Gehäuses wirkt wertig und besteht im oberen Teil überwiegend aus Metall. Verarbeitungsmängel oder Schludrigkeit wird man nicht finden, das Gerät ist m.E. ein Qualitätsprodukt. Die komplette Steuerung liegt oben auf. Mittig der kratzfrei und satt laufende Drehschalter (ohne Anschlag!), ringsherum die elektronischen Taster für die Musiksteuerung und das Aktivieren der Lichtmodi.
Für das warmweiße Licht zeigen gleichzeitig 3 längliche Filamente sowie 4 einzelne LEDs zuständig.
Das in der Farbe kühlere Licht wird in einem Ring mit 14 LEDs erzeugt. Über den LEDs sorgt milchig-weißer Kunststoff für gleichmäßige Diffusion.
Der Gehäuseboden besteht aus Gummi, was Kratzer auf der Unterlage verhindert und guten Grip bietet. Zusätzlich ist ein Stativgewinde eingelassen. Durch die Perforierung des Bodens hindurch kann die passive Bassmembran Tieftonimpulse verstärken. Die Membran wird durch die beiden Breitbandchassis in Schwingung versetzt. Physikalisch haben wir hier eine Variante des Bassreflexprinzips (Helmholtzresonator), die auch in sehr vielen Modellen kleiner portabler Lautsprecher eingesetzt wird. Im Regelfall dann, wenn für ein langes Bassreflexrohr kein Platz im Gehäuse ist. Insbesondere bei weichem Boden (Sand, Wolldecke, Wiese u.a.) kann es vorteilhafter für die Bass sein, wenn die Olantern auf z.B. ein kurzes Stativ wie den Olight-Ständer geschraubt wird.
Ein dickes Gummi dichtet die USB-Buchsen gegen Feuchtigkeit und Staub ab. Über beide Buchsen kann man (auch gleichzeitig) andere Geräte aufladen. Zum Aufladen der Laterne selbst verwendet man die kleinere USB-C Buchse.
Bei ausreichender Akkuspannung leuchtet die der Ring grün. Bei rotem Ring sollte der Akku geladen werden.
Links die Olantern Classic 2 Pro, rechts die Musiklaterne.
Sobald die Lampe auch nur leicht bewegt wird, schaltet ein Erschütterungssensor für einige Sekunden die Tastenbeleuchtung ein. Deren Funktionsbelegung ist anhand der Symbole im Prinzip selbsterklärend.
Die Laterne kommt ab Werk in gesperrtem Zustand. Zum erstmaligen Aktivieren die Olantern Music mit dem USB-Kabel und einer Stromquelle verbinden. Am besten, man lädt das Gerät erst einmal voll auf. Während des Ladens leuchtet ein rotes Licht um den Drehknopf. Alle Bedienelemente befinden sich auf der Spitze der Lampe, nur die USB-Anschlüsse liegen auf einer Seite. Die Anleitung als PDF kann auf der Homepage heruntergeladen werden.
User Interface Beleuchtung
Die Funktionen ergeben sich aus dem zuvor beschrifteten Foto. In Kurzform:
Zum Aufladen der Lampe das Ladekabel in die USB-C Buchse stecken und mit einer USB-Energiequelle 5-12V verbinden. Wenn die Beleuchtung um den Drehschalter herum von rot nach grün wechselt, sind mindestens 95% geladen. Die Olantern Music lädt - wenn es die Energiequelle zulässt - mit 18W, z.B. 5V⎓3A / 9V⎓2A / 12V⎓1,5A. Als Höchstladedauer gibt Olight max. 4 Stunden an. Als Powerbank liefert die Olight 5V⎓3A bis 12V⎓1.5A.
Gut: die Olantern Music kann auch während des Aufladens benutzt werden.
Ladezustandsanzeige
Bei Aktivierung der Laterne bzw. Drücken eines beliebigen Tasters
grün = 100 - 30 %
rot = 30 - 5 %
rot blinkend = <5%
Einschaltsperre
- Sperren: eingeschaltete Lampe durch gedrückt halten des Drehknopfs ausschalten, dann sofort den Licht-Taster (auf vier Uhr) gedrückt halten, bis die Indikator-LED rot leuchtet.
- Entsperren: Licht-Taster gedrückt halten
Messungen
Laufzeittest, neutralweißes Licht (300 Lumen)
Der Stepdown auf die halbe Leistung kam bei mir nach etwa einer Viertelstunde, danach lief die Lampe mit konstantem Pegel weiter. Auf die Messung des warmweißen Lichts mit der geringeren Helligkeit habe ich in der Annahme der konstanten Regelung verzichtet.
Leuchtergebnis
In der Abstrahlung sind beide gleich, strahlen horizontal quasi 360 Grad ab und begrenzen den Lichtschein nach oben über den Lampenschirm. Das warmweiße und sehr wohnliche Licht ist wirklich angenehm. Wir haben schon das Lob etlicher Besucher zur Olantern gehört. Die Frage lautet dann stets, wo kaufen und wie teuer. Beim Preis hörte dann die anfängliche Begeisterung meist auf.
Das neutralweiße Licht wird deutlich homogener abgestrahlt, hat aber nicht mehr den Wohlfühlfaktor wie beim warmweißen Licht. Dafür ist es bis zum Stepdown heller und ermöglicht eine blendfreie Ausleuchtung eines größeren Bereichs. Auch wenn es auf dem Foto anders wirkt, die Farbtemperatur von 4900K bei der Olantern Music ist immer noch neutral- und nicht kaltweiß. Ich hätte mir gewünscht, dass man beide Lichtarten noch weiter herunterdimmen kann. 130 Lumen als niedrigste Einstellung bei neutralweiß ist mir etwas viel, auch die 10 Lumen warmweiß dürften gerne 2-3 Lumen sein. Ansonsten habe ich bei der Ausleuchtung bei beiden Laternen nichts auszusetzen. Flimmerfrei sind beide sowieso.
Beim musikgesteuerten Lichtmodus flackert das Licht im Takt der Musik. Eine vollwertige Lichtorgel ist das nicht. Für mich hat es eher wie flackerndes Lager-/Kaminfeuer und ohne erkennbare Struktur ausgesehen. Auf dem Tisch stehend im Sichtbereich wäre mir das zu nervig. Ich könnte mir das besser als indirekte Stimmungsbeleuchtung vorstellen, bei der ein Kaminfeuer-Licht imitiert wird. Ich kann auf das Gimmick verzichten.
Lautsprecherfunktion
Vorab: ganz wichtig für den Klang von Lautsprechern ist die Aufstellposition. Dies gilt grundsätzlich für jeden Lautsprecher, egal ob winzige Bluetoothbox oder riesiger PA-Lautsprecher. Eine ungünstige/falsche Aufstellung kann dazu führen, dass selbst eine High-End-Lautsprecherbox an teuerster Anlagenelektronik unanhörbar wird. Anders herum lassen sich durch geschickte Aufstellung bei etlichen Lautsprechern hörbare Klangverbesserungen erzielen, vor allem im Bassbereich. Letztlich hat auch Hörraum einen nicht unwesentlichen Anteil am Klang. So hört sich z.B. eine Box drinnen an der Zimmerwand oder auf dem Boden völlig anders an als draußen an einem Baum hängend oder auf dem Gartentisch. Last but not least: nicht jeder Lautsprecher ist für jeden Anwendungszweck und jede Musik geeignet.
Ich empfehle bei der Olantern Music bei freier Aufstellung (hängend, auf dem Tisch o.a.) die Nutzung eines Equalizers (= Klangregelung). Diesen gibt es als Gratis-App für Handys oder Tablets. Damit lässt sich der Klang dem eigenen Geschmack entsprechend anpassen. Ohne Equalizer und auf dem Tisch ist die Herstellerwerbung "satte Bässe" unzutreffend. Rein physikalisch lässt sich aus zwei 45-Milimeter-Tönerchen selbst mit Passivradiator (= Abwandlung des Bassreflex-Prinzips) kein Bassdruck herausholen. Das machen die meisten BT-Lautsprecher mit solch kleinen Chassis aber auch nicht besser. Das Ziel kann für einen kleinen Lautsprecher also nicht eine Bassorgie sein, sondern ein möglichst ausgewogener Klang mit ausreichend Wärme im Klang. Das heißt, im oberen Bassbereich und Grundton ist meist Ende mit linearer Wiedergabe. Für etwas mehr Substanz müsste man daher per EQ zu den Tiefen ansteigend den Pegel allmählich erhöhen. Ganz tiefe Frequenzen unter 100 Hz aber bitte bei Mini-Lautsprechern nicht, das würde nix bringen. Die Mini-Chassis würden nur unnötig belastet ohne effektiv die Frequenzen übertragen zu können. Für alle kleinen Lautsprecher gilt: bei elektronisch per EQ/Klangreglern verstärkten Bässen ist die erzielbare Gesamtlautstärke nur noch gering, da sonst zuviele Verzerrungen entstehen. Ein großer amerikanischer Hersteller (aber nicht nur der) löst das Problem, indem bei höherer Lautstärke die Bässe immer mehr zurückgeregelt werden. Dann kann man zwar lauter hören aber der Klang wird immer heller und blecherner. Die Olantern Music nutzt diesen Kniff (erfreulicherweise) nicht, die tieferen Töne werden bei lauterer Musik also nicht abgeschwächt. Trotzdem ist die Abhörlautstärke natürlich begrenzt. Sobald man hört, dass der Klang verzerrt, sollte man daher die Lautstärke reduzieren.
Aber: jede begrenzende Wand verstärkt/verbessert den Bass bei der Olantern Music. Wer es nicht glaubt, soll die Box bei laufender Musik an verschieden Positionen ausprobieren. Bei Aufstellung an der Wand und auf dem Boden tut sich schon einiges und in einer Raumecke stehend erkennt man den Speaker kaum wieder. Das geht sogar soweit, dass man ggfs. komplett auf einen EQ verzichten kann (und damit wieder die Lautstärke erhöhen könnte).
Abgesehen vom Bass, der - wie zuvor beschrieben - von der Aufstellung abhängig ist, gefällt die Olight mit einem ausgewogenen Klangeindruck. Das ist keinesfalls selbstverständlich. Deutliche Klangverfärbungen oder störende Frequenzüberhöhungen sind nicht auszumachen. Der Hochton kommt in ausreichendem Pegel ohne Schärfe. Für meinen Geschmack würde ich eventuell nur im Bereich um 4 kHz eine leichte breitbandige Absenkung von vielleicht 2-3 dB per EQ vornehmen.
Da die Breitbänder seitlich abstrahlen, lohnt auch der Versuch, die Box/Lampe auf Achse zu drehen. Also nicht mit dem Olight-Schriftzug vorn sondern an der Seite. Dann strahlt ein Breitbänder nach vorn und lässt die oberen Hochton deutlicher hervortreten. Dass das andere Chassis nach hinten strahlt, ist kein Beinbruch. Echter Stereo-Effekt ist bei so nah beinanderliegenden Chassis eh nach kurzer Hördistanz nicht mehr auszumachen, deshalb kann man zugunsten der besseren Hochtonwiedergabe ruhig mit dem Herumdrehen experimentieren.
Auf sehr weiche Unterlagen sollte man das Gerät nicht stellen, wenn man noch Bässe hören möchte. Da der Passivradiator im Boden der Lampe ist, würde eine weiche Unterlage die Bassabstrahlung verhindern. Ich hätte als Verbesserungsvorschlag, dass Olight die Aussparungen im gummierten Sockel oder die Höhe der Füße vergrößert.
Fazit (persönliche Meinung)
positiv
++ schön warmes, flimmerfreies Licht mit gutem Farbwiedergabeindex
++ blendfreie Abstrahlung
+ einfache Bedienung
+ hochwertige Verarbeitung
+ Powerbankfunktion / kann 2 Geräte gleichzeitig laden
++ eingebauter BT-Lautsprecher
+ für eine Lampe(!) ausgewogener Klang
+ ausreichend hohe Lautstärke erreichbar
+ Stereo-Koppelung von 2 oder Multi-Koppelung bis zu 100 Olantern Music
Verbesserungsmöglichkeiten
o größerer Regelbereich von niedrigster zu höchster Helligkeit, niedrigeres Low
o Pause/Widerstand zwischen warm- und neutralweißer Einstellung
o dürfte bei freier Aufstellung gern mehr Bass haben
Bei dem Produkt handelt es sich (wie der Name unschwer erahnen lässt) um eine Akku-LED-Laterne mit eingebautem (Stereo!) Bluetooth-Lautsprecher. Ach ja, und als Powerbank dient das Teil auch noch und es gibt bei Bedarf eine musikgesteuerte "Lightshow". Während die Ausleuchtung mit Ausnahme der Lichtfarbe der Olantern Classis 2 Pro ähnelt, hat die Olantern Music eine etwas andere Bedienung.
Auch wenn die Leuchte ein top verarbeitetes Produkt mit einem für LED-Laternen hervorragendem Licht darstellt, ist der Preis kein Pappenstiel. Im Sale zahlt man immer noch ~112 € anstatt ~160 € regulär.
Wer auf die Musikbox in der Lampe verzichten kann, hat als Alternative die Olantern Classic 2 Pro für momentan ~84 €. Im Endeffekt bekommt man die zusätzliche integrierte Bluetooth-Lautsprecherbox für einen geringen Aufpreis von 28 €. Damit sollte von vornherein klar sein, dass für diese Preisdifferenz keine bombastische Musikanlage erwartet werden darf. Man müsste fairerweise bei einem Klangvergleich andere BT-Boxen für den Preis um die 30 € heranziehen. Zum Klang werde ich nach Beschreibung der Leuchtfunktion noch kommen.
Ich gehe hier etwas auf die Unterschiede zwischen Olantern Music und Olantern Classic 2 Pro ein. Auch die Olantern Music leuchtet entweder mit warm- oder neutralweißem Licht. Das neutralweiße Licht der O-Music ist etwas kälter als bei der O-Classic. Die Helligkeit kann in 8 Stufen im Bereich von 130 - 300 Lumen bzw. 10 - 130 Lumen geregelt werden und entspricht in der Leistung der anderen Laterne.
Helligkeit und Leuchtdauer
sonstige Merkmale
- LED-Laterne mit Bluetooth-Stereo-Lautsprecher
- fest integrierter Li-Io Akkupack mit 11.200 mAh (4 Zellen)
- Powerbank-Funktion mit 18W /USB-A +USB-C
- Aufladung per USB-C
- IPX5 spritzwassergeschützt
- Ladezustandsanzeige
- Erschütterungssensor
- Gehäusekörper Alu, Kunststoff und Mesh-Gewebe
- fest montierter Tragebügel, gummiert
- Lautsprecher: 2* 12W-24 mm Breitbänder + 80 mm Passivradiator
- TWS (Koppelung mehrerer Geräte) und Stereo-Pairing
- Maße ca. 230 * 115 * 124 mm (H * ØFuss * ØSchirm)
- Gewicht 980 g
- Preis ca. 112 - 160 € (je nach Angebot)
Olantern Music, USB-C Ladekabel, Bedienungsanleitung
Die Laterne gibt's in 2 farblichen Varianten, schwarz oder "Outdoor green camouflage". Die Gummierung des metallischen Haltegriffes ist verlängert worden. Ohne Weiteres ist dieser nicht zum Abnehmen gedacht, daher muss man zum Aufhängen z.B. an einer Zeltstange eventuell noch einen weiteren (Karabiner-)Haken verwenden.
Seitlich recht und links ist hinter der stoffartigen Bespannung unsichtbar je ein 45 mm durchmessender Breitbandlautsprecher eingebaut. Diese werden im Bass durch eine Passivmembran im Boden der Laterne unerstützt. Über eine Synchronisierungs-Taste lassen sich bis zu 100 Olantern Music miteinerander als Musikabspieler koppeln. Der Materialmix des Gehäuses wirkt wertig und besteht im oberen Teil überwiegend aus Metall. Verarbeitungsmängel oder Schludrigkeit wird man nicht finden, das Gerät ist m.E. ein Qualitätsprodukt. Die komplette Steuerung liegt oben auf. Mittig der kratzfrei und satt laufende Drehschalter (ohne Anschlag!), ringsherum die elektronischen Taster für die Musiksteuerung und das Aktivieren der Lichtmodi.
Für das warmweiße Licht zeigen gleichzeitig 3 längliche Filamente sowie 4 einzelne LEDs zuständig.
Das in der Farbe kühlere Licht wird in einem Ring mit 14 LEDs erzeugt. Über den LEDs sorgt milchig-weißer Kunststoff für gleichmäßige Diffusion.
Der Gehäuseboden besteht aus Gummi, was Kratzer auf der Unterlage verhindert und guten Grip bietet. Zusätzlich ist ein Stativgewinde eingelassen. Durch die Perforierung des Bodens hindurch kann die passive Bassmembran Tieftonimpulse verstärken. Die Membran wird durch die beiden Breitbandchassis in Schwingung versetzt. Physikalisch haben wir hier eine Variante des Bassreflexprinzips (Helmholtzresonator), die auch in sehr vielen Modellen kleiner portabler Lautsprecher eingesetzt wird. Im Regelfall dann, wenn für ein langes Bassreflexrohr kein Platz im Gehäuse ist. Insbesondere bei weichem Boden (Sand, Wolldecke, Wiese u.a.) kann es vorteilhafter für die Bass sein, wenn die Olantern auf z.B. ein kurzes Stativ wie den Olight-Ständer geschraubt wird.
Ein dickes Gummi dichtet die USB-Buchsen gegen Feuchtigkeit und Staub ab. Über beide Buchsen kann man (auch gleichzeitig) andere Geräte aufladen. Zum Aufladen der Laterne selbst verwendet man die kleinere USB-C Buchse.
Bei ausreichender Akkuspannung leuchtet die der Ring grün. Bei rotem Ring sollte der Akku geladen werden.
Links die Olantern Classic 2 Pro, rechts die Musiklaterne.
Sobald die Lampe auch nur leicht bewegt wird, schaltet ein Erschütterungssensor für einige Sekunden die Tastenbeleuchtung ein. Deren Funktionsbelegung ist anhand der Symbole im Prinzip selbsterklärend.
Die Laterne kommt ab Werk in gesperrtem Zustand. Zum erstmaligen Aktivieren die Olantern Music mit dem USB-Kabel und einer Stromquelle verbinden. Am besten, man lädt das Gerät erst einmal voll auf. Während des Ladens leuchtet ein rotes Licht um den Drehknopf. Alle Bedienelemente befinden sich auf der Spitze der Lampe, nur die USB-Anschlüsse liegen auf einer Seite. Die Anleitung als PDF kann auf der Homepage heruntergeladen werden.
User Interface Beleuchtung
- Licht an/aus = Glühlampensymbol (auf vier Uhr) kurz drücken; ausschalten geht auch durch gedrückt halten des Drehknopfs
- heller = Drehregler nach rechts
- dunkler = Drehregler nach links
- der Drehregler ist mit Rasterung und hat keinen Anschlag
- nach rechts gedreht dimmt sie erst 8 Stufen warmweiß hoch, dann wechselt die Leuchte auf weitere 8 Stufen neutralweißes Licht
- die zuletzt eingestellte Leuchtstufe wird gespeichert (Memory)
- über die Taste mit dem Glühlampensymbol lässt sich ebenfalls der musikgesteuerte Lichtmodus aktivieren
Die Funktionen ergeben sich aus dem zuvor beschrifteten Foto. In Kurzform:
- Bluetooth-Taste aktiviert den Lautsprecher und verbindet automatisch zur Quelle (am Handy BT koppeln)
- BT-Taste gedrückt halten, ermöglicht die Koppelung mit einer anderen Quelle
- Sync-Taste (Doppelringsymbol) kurz drücken für Stereo-Pairing, lang drücken für mehr als 2 Olantern Music zu koppeln
- V- / V+ für Lautstärke leiser oder lauter, wechsel durch einzelne Clicks (nicht gedrückt halten)
- auf sechs Uhr der Taster für Play/Pause
- auf acht Uhr der Taster zum Koppeln der Laterne mit einer Bluetooth-Audioquelle (Handy, Tablet u.a.)
- auf zwölf Uhr der Taster zum Koppeln weiterer Olantern Music
- Drehknopf 2 Sec. gedrückt halten für off
Zum Aufladen der Lampe das Ladekabel in die USB-C Buchse stecken und mit einer USB-Energiequelle 5-12V verbinden. Wenn die Beleuchtung um den Drehschalter herum von rot nach grün wechselt, sind mindestens 95% geladen. Die Olantern Music lädt - wenn es die Energiequelle zulässt - mit 18W, z.B. 5V⎓3A / 9V⎓2A / 12V⎓1,5A. Als Höchstladedauer gibt Olight max. 4 Stunden an. Als Powerbank liefert die Olight 5V⎓3A bis 12V⎓1.5A.
Gut: die Olantern Music kann auch während des Aufladens benutzt werden.
Ladezustandsanzeige
Bei Aktivierung der Laterne bzw. Drücken eines beliebigen Tasters
grün = 100 - 30 %
rot = 30 - 5 %
rot blinkend = <5%
Einschaltsperre
- Sperren: eingeschaltete Lampe durch gedrückt halten des Drehknopfs ausschalten, dann sofort den Licht-Taster (auf vier Uhr) gedrückt halten, bis die Indikator-LED rot leuchtet.
- Entsperren: Licht-Taster gedrückt halten
Messungen
- PWM: >20 kHz (= flimmerfreies Licht)
- Lade-/Entladestrom: 18W
Laufzeittest, neutralweißes Licht (300 Lumen)
Der Stepdown auf die halbe Leistung kam bei mir nach etwa einer Viertelstunde, danach lief die Lampe mit konstantem Pegel weiter. Auf die Messung des warmweißen Lichts mit der geringeren Helligkeit habe ich in der Annahme der konstanten Regelung verzichtet.
Leuchtergebnis
In der Abstrahlung sind beide gleich, strahlen horizontal quasi 360 Grad ab und begrenzen den Lichtschein nach oben über den Lampenschirm. Das warmweiße und sehr wohnliche Licht ist wirklich angenehm. Wir haben schon das Lob etlicher Besucher zur Olantern gehört. Die Frage lautet dann stets, wo kaufen und wie teuer. Beim Preis hörte dann die anfängliche Begeisterung meist auf.
Das neutralweiße Licht wird deutlich homogener abgestrahlt, hat aber nicht mehr den Wohlfühlfaktor wie beim warmweißen Licht. Dafür ist es bis zum Stepdown heller und ermöglicht eine blendfreie Ausleuchtung eines größeren Bereichs. Auch wenn es auf dem Foto anders wirkt, die Farbtemperatur von 4900K bei der Olantern Music ist immer noch neutral- und nicht kaltweiß. Ich hätte mir gewünscht, dass man beide Lichtarten noch weiter herunterdimmen kann. 130 Lumen als niedrigste Einstellung bei neutralweiß ist mir etwas viel, auch die 10 Lumen warmweiß dürften gerne 2-3 Lumen sein. Ansonsten habe ich bei der Ausleuchtung bei beiden Laternen nichts auszusetzen. Flimmerfrei sind beide sowieso.
Beim musikgesteuerten Lichtmodus flackert das Licht im Takt der Musik. Eine vollwertige Lichtorgel ist das nicht. Für mich hat es eher wie flackerndes Lager-/Kaminfeuer und ohne erkennbare Struktur ausgesehen. Auf dem Tisch stehend im Sichtbereich wäre mir das zu nervig. Ich könnte mir das besser als indirekte Stimmungsbeleuchtung vorstellen, bei der ein Kaminfeuer-Licht imitiert wird. Ich kann auf das Gimmick verzichten.
Lautsprecherfunktion
Vorab: ganz wichtig für den Klang von Lautsprechern ist die Aufstellposition. Dies gilt grundsätzlich für jeden Lautsprecher, egal ob winzige Bluetoothbox oder riesiger PA-Lautsprecher. Eine ungünstige/falsche Aufstellung kann dazu führen, dass selbst eine High-End-Lautsprecherbox an teuerster Anlagenelektronik unanhörbar wird. Anders herum lassen sich durch geschickte Aufstellung bei etlichen Lautsprechern hörbare Klangverbesserungen erzielen, vor allem im Bassbereich. Letztlich hat auch Hörraum einen nicht unwesentlichen Anteil am Klang. So hört sich z.B. eine Box drinnen an der Zimmerwand oder auf dem Boden völlig anders an als draußen an einem Baum hängend oder auf dem Gartentisch. Last but not least: nicht jeder Lautsprecher ist für jeden Anwendungszweck und jede Musik geeignet.
Ich empfehle bei der Olantern Music bei freier Aufstellung (hängend, auf dem Tisch o.a.) die Nutzung eines Equalizers (= Klangregelung). Diesen gibt es als Gratis-App für Handys oder Tablets. Damit lässt sich der Klang dem eigenen Geschmack entsprechend anpassen. Ohne Equalizer und auf dem Tisch ist die Herstellerwerbung "satte Bässe" unzutreffend. Rein physikalisch lässt sich aus zwei 45-Milimeter-Tönerchen selbst mit Passivradiator (= Abwandlung des Bassreflex-Prinzips) kein Bassdruck herausholen. Das machen die meisten BT-Lautsprecher mit solch kleinen Chassis aber auch nicht besser. Das Ziel kann für einen kleinen Lautsprecher also nicht eine Bassorgie sein, sondern ein möglichst ausgewogener Klang mit ausreichend Wärme im Klang. Das heißt, im oberen Bassbereich und Grundton ist meist Ende mit linearer Wiedergabe. Für etwas mehr Substanz müsste man daher per EQ zu den Tiefen ansteigend den Pegel allmählich erhöhen. Ganz tiefe Frequenzen unter 100 Hz aber bitte bei Mini-Lautsprechern nicht, das würde nix bringen. Die Mini-Chassis würden nur unnötig belastet ohne effektiv die Frequenzen übertragen zu können. Für alle kleinen Lautsprecher gilt: bei elektronisch per EQ/Klangreglern verstärkten Bässen ist die erzielbare Gesamtlautstärke nur noch gering, da sonst zuviele Verzerrungen entstehen. Ein großer amerikanischer Hersteller (aber nicht nur der) löst das Problem, indem bei höherer Lautstärke die Bässe immer mehr zurückgeregelt werden. Dann kann man zwar lauter hören aber der Klang wird immer heller und blecherner. Die Olantern Music nutzt diesen Kniff (erfreulicherweise) nicht, die tieferen Töne werden bei lauterer Musik also nicht abgeschwächt. Trotzdem ist die Abhörlautstärke natürlich begrenzt. Sobald man hört, dass der Klang verzerrt, sollte man daher die Lautstärke reduzieren.
Aber: jede begrenzende Wand verstärkt/verbessert den Bass bei der Olantern Music. Wer es nicht glaubt, soll die Box bei laufender Musik an verschieden Positionen ausprobieren. Bei Aufstellung an der Wand und auf dem Boden tut sich schon einiges und in einer Raumecke stehend erkennt man den Speaker kaum wieder. Das geht sogar soweit, dass man ggfs. komplett auf einen EQ verzichten kann (und damit wieder die Lautstärke erhöhen könnte).
Abgesehen vom Bass, der - wie zuvor beschrieben - von der Aufstellung abhängig ist, gefällt die Olight mit einem ausgewogenen Klangeindruck. Das ist keinesfalls selbstverständlich. Deutliche Klangverfärbungen oder störende Frequenzüberhöhungen sind nicht auszumachen. Der Hochton kommt in ausreichendem Pegel ohne Schärfe. Für meinen Geschmack würde ich eventuell nur im Bereich um 4 kHz eine leichte breitbandige Absenkung von vielleicht 2-3 dB per EQ vornehmen.
Da die Breitbänder seitlich abstrahlen, lohnt auch der Versuch, die Box/Lampe auf Achse zu drehen. Also nicht mit dem Olight-Schriftzug vorn sondern an der Seite. Dann strahlt ein Breitbänder nach vorn und lässt die oberen Hochton deutlicher hervortreten. Dass das andere Chassis nach hinten strahlt, ist kein Beinbruch. Echter Stereo-Effekt ist bei so nah beinanderliegenden Chassis eh nach kurzer Hördistanz nicht mehr auszumachen, deshalb kann man zugunsten der besseren Hochtonwiedergabe ruhig mit dem Herumdrehen experimentieren.
Auf sehr weiche Unterlagen sollte man das Gerät nicht stellen, wenn man noch Bässe hören möchte. Da der Passivradiator im Boden der Lampe ist, würde eine weiche Unterlage die Bassabstrahlung verhindern. Ich hätte als Verbesserungsvorschlag, dass Olight die Aussparungen im gummierten Sockel oder die Höhe der Füße vergrößert.
Fazit (persönliche Meinung)
positiv
++ schön warmes, flimmerfreies Licht mit gutem Farbwiedergabeindex
++ blendfreie Abstrahlung
+ einfache Bedienung
+ hochwertige Verarbeitung
+ Powerbankfunktion / kann 2 Geräte gleichzeitig laden
++ eingebauter BT-Lautsprecher
+ für eine Lampe(!) ausgewogener Klang
+ ausreichend hohe Lautstärke erreichbar
+ Stereo-Koppelung von 2 oder Multi-Koppelung bis zu 100 Olantern Music
Verbesserungsmöglichkeiten
o größerer Regelbereich von niedrigster zu höchster Helligkeit, niedrigeres Low
o Pause/Widerstand zwischen warm- und neutralweißer Einstellung
o dürfte bei freier Aufstellung gern mehr Bass haben















