Review Lunartec Taschenlampe mit Powerbank von Pearl

OlafE

Flashaholic
16 April 2012
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Moin,
nachdem ihr alle immer so strahlende Lichter vorstellt, dass einem blind und dem Konto (manchmal) schwummrig wird, komme ich mal mit einer Funzel daher, die ich euch in einem kurzen Review vorstellen möchte.

Bei Pearl liest sie sich mit vollem Namen so:
Lunartec Taschenlampe mit Powerbank (2200mAh), Akku & 1 W-Premium-LED

Die Lampe kostet 19,90, dann kommen noch Versandkosten dazu.
Mir ging es hauptsächlich um die Notladefunktion, hat mein Metalldetektor doch fest verbaute Akkus, die im Ernstfall (der bislang noch nicht passiert ist) auch mal im Felde leer werden könnten.

Auch bislang wurde dafür ein Notlader angeboten, basierend auf einer AA-Zelle, der zudem eine LED-Leuchte als Bestandteil beinhaltete, die vermutlich gerade mal sich selbst beleuchten kann, damit man sie im Dunklen wiederfindet.

Somit klang also zweierlei aus dem Pearl-Werbungsbrei vielversprechend:
1 Watt sollte genügen, bei Bedarf ausreichend Licht zu erzeugen, um den Nahbereich zu beleuchten oder im Rucksack zu kramen.
Ein 18650er Akku dürfte auch um einiges besser eine Notaufladung technischer Geräte unterstützen, als eine AA-Zelle mit ihren im Verhältnis mickrigen 1,2 Volt.

So erwarb ich eine dieser Lampen für meinen Eigenbedarf bei einem Amazon Marketplace-Händler, wo ich ein paar Euro an Preis und Versandkosten sparen konnte, allerdings auch fast eine Woche auf die Lieferung warten musste.

Die Verpackung war etwas spartanisch, eine deutschsprachige Anleitung ist aber enthalten.

Das Kunststoffgehäuse ist von hinreichender Qualität und vom Material her griffig. Die abgerundeten Ecken machen die Lampe wegrollsicher. Als regenfest würde ich die Lampe nicht einstufen (auch wenn die Beschreibung von spritzwassergeschützt redet), zumal die USB-Schnittstellen zum Laden und Entladen nicht abgedeckt sind. Auch die Fugen zwischen den Gehäuseteilen wirken etwas ungleichmäßig.
Es ist auch nicht wirklich verwindungsfest, was dazu führte, dass beim etwas gewaltsamen Entnehmen der Lampe aus der Verpackung der von hinten aufschiebbare Deckel des Batteriefachs absprang und zunächst in der Verpackung verblieb.

Der Kopf mit der LED besteht aus schwarz eloxiertem Metall, die Linse aus Kunststoff.

Etliche Adapter (für Mini- und Micro-USB sowie IPhone und andere Handys) lagen bei, man muss allerdings für einen sicheren Transport der Lampe und der Kleinteile selbst sorgen, denn eine Tasche oder Transportbox wird nicht mitgeliefert.

Laden der Lampe:
Gleich nach Empfang der Lampe blieb diese dunkel. Nichts signalisierte, dass noch Leben in ihr steckte. Mutig steckte ich dennoch das Ladekabel an und wurde nach ca. 5 Minuten mit einem ersten Aufleuchten der Ladeanzeige belohnt.
Aufladung der Lampe erfolgt über Mini-USB, wie bei vielen Kameras. Die Initialladung soll 10 Stunden benötigen, meine Lampe war allerdings eher fertig. 4 grüne LEDs für den Ladezustand zeigen diesen Vorgang an. Eine integrierte Ladeüberwachung beendet den Vorgang, um Akku und Anwender vor Ungemach zu schützen. Etwa eine Woche nach dem letzten Aufladen wies der Akku noch eine Spannung von 4,1 Volt auf.

Taschenlampenfunktion:
Bis zu 100 Lumen sollen der Lampe zu entlocken sein. Nun ja, an 100 Lumen glaub ich nicht, doch im Vergleich zu Lampen mit Kryptonbirnen beispielsweise erzeugt sie ein wirklich helles Licht und einen auf nähere Distanz ausgewogenen Lichtkreis. Da Sondler ja selten in die Ferne leuchten, sollte das als Notlösung völlig ausreichend sein. LED-Lampen sind bekannt für ihre ausdauernde Leuchtleistung, speziell auch, wenn sie mit einem Lithium-Ionen-Akku versorgt werden. Pearl gibt hier 20 Stunden an. Mit dem flach auf Gehäuselevel verbauten Schalter, der im Betrieb rot beleuchtet ist, wird die Lampe durch längeren Druck ein- bzw. ausgeschaltet. Durch kurzen Druck werden 4 Modi angesteuert: mittlere Helligkeit, volle Helligkeit, schnelles und langsames Blinken. Auch das Laden bzw. die Abgabe von Ladung an bedürftige Verbraucher werden durch einen kurzen Druck auf den Schalter initiiert. Sollte kein Verbraucher angeschlossen sein, wird der zum Laden verwendete USB-Port nach 30 Sekunden abgeschaltet.

Notladefunktion:
Erstes Opfer war mein Handy - ein Samsung Omnia 7. Als ich es mit seinem eigenen Ladekabel an die Lampe hängte, begann es zu laden, stoppte aber nach 30 Sekunden und ließ sich auch nicht bewegen, mehr zu tun. Später testete ich das Laden mit dem mitgelieferten kurzen Kabel - diesmal kam es nicht zum Abbruch. Das Handy wurde in etwa 2 Stunden (die Zeit ist nur ungefähr, da ich zwischenzeitlich anderweitig beschäftigt war) vom Akkustand 0 auf 68% geladen, bevor die in der Lampe integrierte Elektronik den Ladevorgang abbrach. Eine Messung ergab zu der Zeit eine Akkuspannung von 3,29 Volt. Mit dieser Spannung lieferte die Lampe noch ca. 20 Minuten lang Licht, bevor sie endgültig ausging. Die Batterieanzeige blinkte in dieser Zeit, um den Nachladebedarf zu signalisieren. Die Spannung des ungeschützten Akkus bei der endgültigen Abschaltung betrug noch 3,01 Volt.

Auch die Detektorspule meines Metalldetektors kann ausreichend versorgt werden, um noch einige Stunden lang die Suche fortzusetzen.

Man sollte die Lampe nicht gemeinsam mit anderen metallischen Gegenständen in der Hosentasche mitführen. Auch wenn ein versehentliches Einschalten durch den flachen Schalter weniger wahrscheinlich ist, besteht durch den nicht abgedeckten USB-Port sowohl die Gefahr mechanischer Beschädigung als auch eines Kurzschlusses.

Fazit:
Gesamtnote: 2 (Lieferumfang 2, Verarbeitungsqualität: 3, Ladefunktion: 1-, Taschenlampenfunktion: 2)
Es handelt sich zwar um kein Profigerät, aber für den eigentlichen Zweck, als Notladegerät mit Taschenlampenfunktion herzuhalten, habe ich bislang nichts Besseres gesehen.

Viele Grüße
Olaf
 

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lumen

Flashaholic**
14 August 2011
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Danke für die Vorstellung
Ein Ladegerät mit Taschenlampenfunktion ist brauchbar. :thumbsup:
Das Thema hatten wir hier auch schonmal. :D
 
  • Danke
Reaktionen: Fibo

Xandre

Flashaholic***²
8 März 2011
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BaWü
Ich finde die Funktionen der Lampe echt klasse.
So wie es aussieht kann man auch den Akku tauschen,
was oft das Manko ist bei solchen Teilen.
Und Danke fürs vorstellen.

Gruß Xandre
 

OlafE

Flashaholic
16 April 2012
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Ups - jo- Passt aber doch perfekt zur Ortsangabe Buggingen - da sind Bugs erlaubt ;)

Ist schon witzig - die technischen Infos sind korrekt, aber die Adresse ist gleich in 2 Zeilen verhunzt.

Viele Grüße
Olaf
 
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OlafE

Flashaholic
16 April 2012
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Moin,

Nachtrag und Warnung:

Ein geschützter Akku passt von der Länge her in die Lampe nicht hinein.
Damit nicht genug, sie weist auch in abgeschaltetem Stadium eine recht hohe Selbstentladung auf - ca. 50% in 6 Wochen.
So kam es, als ich das Teil nach ca. 2 1/2 Monaten wieder mal nutzen wollte, dass kein Saft mehr drauf war.
Eine Messung ergab noch satte 0,5 Volt Spannung!
Lasse ich den Akku in der Lampe, und hänge diese an den USB-Port eines PCs, bleibt die Ladekontrollleuchte ca. eine Stunde dunkel, dann kehrt Leben zurück.
Nach dem, was ich so über Li-Ionen-Akkus hier im Forum gelesen habe, sicher nicht gut!?

Viele Grüße
Olaf
 

OlafE

Flashaholic
16 April 2012
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Nachdem ich der Lampe beim Laden keine Meisterleistung zutraute, habe ich den Akku mit dem XTAR SP2 weiter geladen. Er hat sich während des Ladedurchgangs nicht bemerkbar erwärmt und hat jetzt wieder 4,19 Volt.
Ich würde ihn ja in die Tonne kloppen, aber das würde bedeuten, die Funzel gleich mit zu entsorgen oder einen anderen Kurz-Akku zu beschaffen.
Scheinbar ist er doch protected, denn auf der Seite des Pluspols befindet sich eine Kappe mit etwas Abstand zum weiteren Innenleben.

Viele Grüße
Olaf
 
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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12.438
113
im Süden
...
Scheinbar ist er doch protected, denn auf der Seite des Pluspols befindet sich eine Kappe mit etwas Abstand zum weiteren Innenleben.
Protection ist eigentlich immer am Minuspol, am Pluspol habe ich noch nie eine gesehen. Vielleicht ist einfach nur ein Pluspol"nippel" auf den eigentlich flachen Zellen-Pluspol aufgesetzt.