Liebe Taschenlampen-Gemeinde,
endlich mal wieder ein Test aus dem Vatikanstaat!
Vorgestellt wird heute eine Stirnlampe, die schon etwas länger auf dem Markt und für kleines Geld zu haben ist: die Led Lenser H3.
Mit einem Lichtstrom von 60 Lumen ist es keine Lampe für die Höhlenforschung oder den nächtlichen Stierkampf, aber als Zweitlampe, zum Joggen, als Ergänzungslampe beim Geocachen oder zum Gassi-Gehen für den Leinenführer reicht die Lichtleistung vollkommen aus.
Mit Batterien und Stirnband wiegt die H3 113 Gramm. Egal, ob man viel in der Birne hat oder nicht, hat man also zumindest wenig auf der Birne. Ausgeliefert wird die Lampe mit Stirnband, einer Nylon-Gürteltasche, drei Batterien zum Betrieb und einer deutschsprachigen Bedienungsanleitung.
Die LEDs
Led Lenser verwendet grundsätzlich „High-End-LEDs“. Im Falle der H3 dürften das drei Nichia-GS-LEDs oder ähnliche sein, die zu einer Zeit „High-End“ waren, als eine Mini-Maglite noch ein Lichtschwert war. Was allerdings nicht weiter schlimm ist, denn die Intention der Lampe liegt sicherlich nicht darin, möglichst viel Licht zu produzieren, sondern brauchbares Licht im Nahbereich, und dafür sind die verwendeten LEDs allemal ausreichend.
Anblick von vorne.
Die Bedienung
Mit einem Knopf oben am Lampenkopf wird die H3 eingeschaltet. Vom Kopf führt ein Kabel nach hinten, wo sich das Batteriefach befindet. An letzterem sitzt ein Schieberegler, mit dem die Helligkeit gesteuert wird. Der Regler regelt nicht über einen riesigen Regelbereich, was aber bei Led Lenser in der Regel die Regel ist. Wenn ihr den letzten Satz schnell und fehlerfrei zehnmal hintereinander aufgesagt habt, dürft ihr weiterlesen. Aber nicht schummeln!
Ab kurz hinter der Mittelstellung des Reglers ist keine Helligkeitssteigerung mehr möglich, aber wie gesagt, das heißt nicht, dass hier etwas nicht stimmt, sondern dass das für die Stirnlampen von Zweibrüder normal ist.
Der Einschaltknopf.
Mit einem Schieberegler wird die Helligkeit eingestellt.
Der Neigungswinkel des Lampenkopfs wird durch ein Plastikgetriebe verstellt. Hierbei wurde aus der Grundplatte eine dünne Zunge ausgefräst. Dieses Prinzip ist nicht ideal, da die Konstruktion doch recht fragil ist. Bei meiner H7 mit dem gleichen Verstellmechanismus ist die Plastikzunge an der schmalsten Stelle gebrochen. Dennoch muss das nicht zwangsläufig bei jeder Lampe der Fall sein. Denn hätte Zweibrüder aufgrund dieser Konstuktion über Gebühr Reklamationen, wäre das Prinzip sicherlich geändert worden.
Der Neigungswinkel wird durch ein Plastikgetriebe verstellt.
Dabei hält eine dünne Plastikzunge das Gewicht der Lampe.
Wenn man den Schaumstoff an der Hinterseite der Grundplatte abknibbelt, sieht man, dass diese Plastikzunge einfach aus der Grundplatte ausgefräst wurde. Wirklich robust geht anders.
Die Stromversorgung
Zum Einsatz kommen drei AAA-Batterien. Aus Flashy-Sicht vorsintflutlich, für die potenzielle Zielgruppe, die sicherlich nicht die Flashys sind, aber praktisch, da diese Batterien für kleines Geld überall erhältlich sind und nicht diese komischen exotischen Natrium-Ionen-Akkus (oder wie diese Dinger heißen, die einem um die Ohren fliegen können) dazugekauft werden müssen.
Beim Laufzeittest wurde die Lampe in der hellsten Einstellung betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 450 Lux
nach 5 Minuten: 400 Lux
nach 15 Minuten: 360 Lux
nach 30 Minuten: 330 Lux
nach 45 Minuten: 320 Lux
nach 60 Minuten: 300 Lux
nach 75 Minuten: 290 Lux
nach 90 Minuten: 280 Lux
nach 105 Minuten: 270 Lux
nach 120 Minuten: 260 Lux
nach 135 Minuten: 250 Lux
nach 150 Minuten: 250 Lux
nach 165 Minuten: 240 Lux
nach 180 Minuten: 230 Lux
An dieser Stelle wurde der Test abgebrochen, da der Tester ins Bett wollte.
Die Tatsache, dass die Lampe ungeregelt betrieben wird, halte ich in diesem Fall nicht für weiter tragisch, sondern im Hinblick auf die Zielgruppe sogar für einen Vorteil, da die meisten potenziellen Nutzer der Lampe eine lange Laufzeit bei abnehmendem Licht einer geregelten Lampe, bei der nach anderthalb Stunden die Batterien leer sind, vorziehen dürften. Und ob man nun mit 60 oder 40 Lumen durch den Wald läuft, macht sooo einen gewaltigen Unterschied nicht.
Die Technik
Das Kabel, das vom Lampenkopf nach hinten zum Batteriefach führt, ist relativ dünn. Kabelbrüche bei Led-Lenser-Stirnlampen sind mir aus Gesprächen mit einigen Nutzern bekannt, allerdings ist dies ein generelles Problem bei vielen Lampen mit separatem Batteriefach.
Das Batteriefach selbst ist durch eine Gummiabdeckung gegen Spritzwasser geschützt. Die Qualität des Innenlebens ist nicht „State of the art“, aber hier dürften in der Praxis keine Probleme auftreten.
Dieses Bild habe ich "Kabel" betitelt.
Das Batteriefach.
Von links: Spark ST5, Led Lenser H3, Taclights T-Eye.
Pro:
- günstiger Preis
- geringes Gewicht
- lange Laufzeit
Contra:
- Verstellmechanismus für den Neigungswinkel
Kontroll-Shot
Led Lenser H3
Led Lenser H3 nach 3 Stunden Dauerbetrieb bei maximaler Leistung
Spark ST5-150CW
Taclights T-Eye
Fenix LD10
Die Led Lenser H3 ist bei uns im Shop erhältlich.
Gehabt euch wohl, meine Schäfchen, und falls ihr heute nicht in der Kirche wart, leuchtet heute Abend zumindest eine an!
Euer
Taschenlampen-Papst
i.A. DER KARDINAL
Walter
endlich mal wieder ein Test aus dem Vatikanstaat!
Vorgestellt wird heute eine Stirnlampe, die schon etwas länger auf dem Markt und für kleines Geld zu haben ist: die Led Lenser H3.
Mit einem Lichtstrom von 60 Lumen ist es keine Lampe für die Höhlenforschung oder den nächtlichen Stierkampf, aber als Zweitlampe, zum Joggen, als Ergänzungslampe beim Geocachen oder zum Gassi-Gehen für den Leinenführer reicht die Lichtleistung vollkommen aus.
Mit Batterien und Stirnband wiegt die H3 113 Gramm. Egal, ob man viel in der Birne hat oder nicht, hat man also zumindest wenig auf der Birne. Ausgeliefert wird die Lampe mit Stirnband, einer Nylon-Gürteltasche, drei Batterien zum Betrieb und einer deutschsprachigen Bedienungsanleitung.
Die LEDs
Led Lenser verwendet grundsätzlich „High-End-LEDs“. Im Falle der H3 dürften das drei Nichia-GS-LEDs oder ähnliche sein, die zu einer Zeit „High-End“ waren, als eine Mini-Maglite noch ein Lichtschwert war. Was allerdings nicht weiter schlimm ist, denn die Intention der Lampe liegt sicherlich nicht darin, möglichst viel Licht zu produzieren, sondern brauchbares Licht im Nahbereich, und dafür sind die verwendeten LEDs allemal ausreichend.
Anblick von vorne.
Die Bedienung
Mit einem Knopf oben am Lampenkopf wird die H3 eingeschaltet. Vom Kopf führt ein Kabel nach hinten, wo sich das Batteriefach befindet. An letzterem sitzt ein Schieberegler, mit dem die Helligkeit gesteuert wird. Der Regler regelt nicht über einen riesigen Regelbereich, was aber bei Led Lenser in der Regel die Regel ist. Wenn ihr den letzten Satz schnell und fehlerfrei zehnmal hintereinander aufgesagt habt, dürft ihr weiterlesen. Aber nicht schummeln!
Ab kurz hinter der Mittelstellung des Reglers ist keine Helligkeitssteigerung mehr möglich, aber wie gesagt, das heißt nicht, dass hier etwas nicht stimmt, sondern dass das für die Stirnlampen von Zweibrüder normal ist.
Der Einschaltknopf.
Mit einem Schieberegler wird die Helligkeit eingestellt.
Der Neigungswinkel des Lampenkopfs wird durch ein Plastikgetriebe verstellt. Hierbei wurde aus der Grundplatte eine dünne Zunge ausgefräst. Dieses Prinzip ist nicht ideal, da die Konstruktion doch recht fragil ist. Bei meiner H7 mit dem gleichen Verstellmechanismus ist die Plastikzunge an der schmalsten Stelle gebrochen. Dennoch muss das nicht zwangsläufig bei jeder Lampe der Fall sein. Denn hätte Zweibrüder aufgrund dieser Konstuktion über Gebühr Reklamationen, wäre das Prinzip sicherlich geändert worden.
Der Neigungswinkel wird durch ein Plastikgetriebe verstellt.
Dabei hält eine dünne Plastikzunge das Gewicht der Lampe.
Wenn man den Schaumstoff an der Hinterseite der Grundplatte abknibbelt, sieht man, dass diese Plastikzunge einfach aus der Grundplatte ausgefräst wurde. Wirklich robust geht anders.
Die Stromversorgung
Zum Einsatz kommen drei AAA-Batterien. Aus Flashy-Sicht vorsintflutlich, für die potenzielle Zielgruppe, die sicherlich nicht die Flashys sind, aber praktisch, da diese Batterien für kleines Geld überall erhältlich sind und nicht diese komischen exotischen Natrium-Ionen-Akkus (oder wie diese Dinger heißen, die einem um die Ohren fliegen können) dazugekauft werden müssen.
Beim Laufzeittest wurde die Lampe in der hellsten Einstellung betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 450 Lux
nach 5 Minuten: 400 Lux
nach 15 Minuten: 360 Lux
nach 30 Minuten: 330 Lux
nach 45 Minuten: 320 Lux
nach 60 Minuten: 300 Lux
nach 75 Minuten: 290 Lux
nach 90 Minuten: 280 Lux
nach 105 Minuten: 270 Lux
nach 120 Minuten: 260 Lux
nach 135 Minuten: 250 Lux
nach 150 Minuten: 250 Lux
nach 165 Minuten: 240 Lux
nach 180 Minuten: 230 Lux
An dieser Stelle wurde der Test abgebrochen, da der Tester ins Bett wollte.
Die Tatsache, dass die Lampe ungeregelt betrieben wird, halte ich in diesem Fall nicht für weiter tragisch, sondern im Hinblick auf die Zielgruppe sogar für einen Vorteil, da die meisten potenziellen Nutzer der Lampe eine lange Laufzeit bei abnehmendem Licht einer geregelten Lampe, bei der nach anderthalb Stunden die Batterien leer sind, vorziehen dürften. Und ob man nun mit 60 oder 40 Lumen durch den Wald läuft, macht sooo einen gewaltigen Unterschied nicht.
Die Technik
Das Kabel, das vom Lampenkopf nach hinten zum Batteriefach führt, ist relativ dünn. Kabelbrüche bei Led-Lenser-Stirnlampen sind mir aus Gesprächen mit einigen Nutzern bekannt, allerdings ist dies ein generelles Problem bei vielen Lampen mit separatem Batteriefach.
Das Batteriefach selbst ist durch eine Gummiabdeckung gegen Spritzwasser geschützt. Die Qualität des Innenlebens ist nicht „State of the art“, aber hier dürften in der Praxis keine Probleme auftreten.
Dieses Bild habe ich "Kabel" betitelt.
Das Batteriefach.
Von links: Spark ST5, Led Lenser H3, Taclights T-Eye.
Pro:
- günstiger Preis
- geringes Gewicht
- lange Laufzeit
Contra:
- Verstellmechanismus für den Neigungswinkel
Kontroll-Shot
Led Lenser H3
Led Lenser H3 nach 3 Stunden Dauerbetrieb bei maximaler Leistung
Spark ST5-150CW
Taclights T-Eye
Fenix LD10
Die Led Lenser H3 ist bei uns im Shop erhältlich.
Gehabt euch wohl, meine Schäfchen, und falls ihr heute nicht in der Kirche wart, leuchtet heute Abend zumindest eine an!
Euer
Taschenlampen-Papst
i.A. DER KARDINAL
Walter