Predator Pro, Armytek Akku und Kälte

circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
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Hallo zusammen,

bin mir nicht sicher, ob ich mit meinem Anliegen in der richtigen "Rubrik" bin. Wenn die Mods meinen, die Frage sei anderswo besser aufgehoben, bitte verschieben.

Gestern Abend war ich ca. 1 h mit dem Hund unterwegs und hatte meine Predator Pro (cold) mit frisch aufgeladenem geschützten Armytek 3400 Akku dabei, sowie als Backup meine Fenix TK12/09 mit einem (vor einigen Wochen aufgeladenen und seitdem ungenutzten) ebenfalls geschützten EagleTac 2400 Akku.

Es war sehr kalt (- 10 Grad) und windig.

Üblicherweise hält die Predator mit dem genannten Akku die Gassirunde locker durch (der Akku liegt danach bei etwa 3,6 Volt).

Die Predator habe ich aus der Wohnung mit nach draußen genommen, während die Fenix immer im Auto liegt, also entsprechend kalt war (kein Garagenwagen).

Nach ca. 15 min (!!!) auf der höchsten Stufe hat die Predator geblinkt und ist kurz danach ausgegangen.

Ich habe dann die restlichen ca. 45 min die Fenix auf der höchsten Stufe betrieben und sie ist nicht ausgegangen.

Mir ist zwar klar, dass sich bei Kälte Innenwiderstand und Leistungsfähigkeit der 18650er verändern, ich wundere mich aber, dass die Predator, bzw. der Armytek Akku derart rapide abgefallen sind.

Liegt das am Akku oder an der Lampe (bzw. der im Vergleich zur Fenix höheren Stromaufnahme)?

Mich wundert das Verhalten der Predator, da ja die Fenix dadurch, dass sie im Auto lag, noch viel kälter war, als die Predator, aber tadellos und in höchster Stufe 45 min gelaufen ist, trotz nominell schwächerem und auch deutlich älteren Akku.

Nach Aufwärmen des Armytek 3400 hat das Ladegerät beim Einlegen übrigens 4,0 Volt angezeigt und beim EagleTac 2400 3,9 Volt.

Ist das normal?

Danke und viele Grüße,

Stephan
 

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Hallo,

falls du die Predator im "Full Stabilization" Modus betrieben hast, dann ja, das ist normal. In diesem Modus versucht die Predator ja, die volle 100%ige Maximalhelligkeit zu halten. Sinkende Akkuspannung wird daher von der Predator kompensiert durch höhere Stromentnahme. Bei Kälte klappt das bei dem Akku nicht so gut, also dreht die Predator den Hahn noch weiter auf. Ein Teufelskreis. Und da die Predator im Full Stabilization Modus nicht "nachgibt", sondern entweder die volle Helligkeit raushaut oder gar nichts, entscheidet sich die Predator, wenn der Akku den Strom nicht mehr liefern kann, für "gar nichts" und schaltet ab.

Die Fenix hingegen ist nicht in dem Sinne geregelt, sondern die haut halt raus was der Akku hergibt. Die Fenix wird unter diesen Bedingungen auch nicht so hell gewesen sein wie unter optimalen (warmen) Bedingungen, aber ohne einen direkten Vergleich fällt einem das nicht so auf.

Meine Empfehlung wäre, die Predator nicht im Full Stabilization Modus zu betreiben.

Viele Grüße,
Markus

PS: das Gleiche ist übrigens diese Tage (gestern?) hier im Forum jemandem passiert mit seiner Thrunite Lynx. Ist das gleiche Problem, die hält auf "High" ebenfalls zwingend die 100% Helligkeit ein.
 
Zuletzt bearbeitet:

9x6

Flashaholic**
2 Dezember 2012
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Berlin
Ich vermute, dass es an den Akkus lag, Du könntest ja das nächst Mal die Akkus zwischen den Lampen tauschen.

Gruß Jörg
 
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Trabireiter

Flashaholic**
5 April 2012
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in Sachsen
hast du mal die Akkus getauscht unterwegs?

Die neueren Predators ziehen deutlich über 2A, also mehr als das Doppelte was die Fenix unter Vollast vom Akku verlangt. Insofern ist ein direkter Vergleich da nicht sinnvoll.

Die Panasonic Zellen haben ohnehin ne niedrigere Spannungslage, dazu die Kälte und der deutlich höhere Leistungsbedarf der Predator, da ist das schon denkbar.
 
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9x6

Flashaholic**
2 Dezember 2012
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Berlin
Meine Empfehlung wäre, die Predator nicht im Full Stabilization Modus zu betreiben.

Prinzipiell ein gute Idee. Aber -10°C sind vielleicht viel zu kalt für die 3400er? Entweder einen nicht so kälteempfindlichen Akku nehmen oder 2*CR123a.

Gruß Jörg
 

circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
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Hallo und vielen Dank an die bisherigen Antworter,

@mkr/Markus:
Das, was Du schreibst, klingt sehr einleuchtend. Ja, ich betreibe die Predator im "Full Stabilization" Modus. Ich werde das mal ändern und schauen, wie die Lampe dann reagiert, wobei ich wahrscheinlich kurzfristig keine vergleichbaren Bedingungen werde reproduzieren können, da es laut Wetterbericht deutlich wärmer (bis 4 Grad im Plus) werden soll.

@9x6/Jörg:
Habe mich nicht getraut, die Akkus im Wald zu tauschen, da ich die Sorge hatte, dass dann möglicherweise auch der EagleTac in die Knie geht und ich im Dunklen stehe. Ich werde aber bei der nächsten "kalten" Gassirunde mal einen weiteren frischen Akku mitnehmen und "Tausch-Tests" machen.

@Trabireiter:
Siehe oben.

Nochmals vielen Dank und Euch ein schönes WE,

Stephan
 

Dr.Devil

Flashaholic***
24 Juli 2012
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nördlich von Stuttgart
Ich finde die Argumentation von Markus klingt sehr überzeugend :thumbup:

Die Art der Regelung in Verbindung mit der Temperatur, bzw. der Leistungsfähigkeit des Akkus dabei;

Ich glaube nicht, dass ein Akkutausch was gebracht hätte, der ´olle´ eagtac 2400 hätte bestimmt auch nicht mehr bzw. länger Strom geliefert;


Prinzipiell ein gute Idee. Aber -10°C sind vielleicht viel zu kalt für die 3400er? Entweder einen nicht so kälteempfindlichen Akku nehmen oder 2*CR123a.

Gruß Jörg

Ist bei der Stromversorgung gerade aktuell in der Diskussion:

http://www.taschenlampen-forum.de/lithium-technologie/39735-sanyo-ur18650zy-kaeltefeste-zellen-relativ-hoher-kapazitaet.html

Grüße Jürgen
 
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cre8ure

Flashaholic**
27 Juli 2012
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BW
Ich möchte anmerken, dass der Akku nicht zwingend -10°C hat wenn ich eine Lampe...
1. ... aus der warmen Wohnung mitnehme
2. ...in der Hand halte
2. ...die Lampe sich durch die LED erwärmt. (zumal auf höchster Stufe betrieben)

Meiner Meinung nach sollte sich da nicht wesentlich etwas tun. Klingt für mich nach Akku kaputt oder Akku war nicht wirklich voll (Fehler beim Laden).
 
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circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
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Ich möchte anmerken, dass der Akku nicht zwingend -10°C hat wenn ich eine Lampe...
1. ... aus der warmen Wohnung mitnehme
2. ...in der Hand halte
2. ...die Lampe sich durch die LED erwärmt. (zumal auf höchster Stufe betrieben)

Meiner Meinung nach sollte sich da nicht wesentlich etwas tun. Klingt für mich nach Akku kaputt oder Akku war nicht wirklich voll (Fehler beim Laden).


Deine Einwände klingen plausibel. Habe mir zwischenzeitlich überlegt, dass ich beim nächsten längeren Einsatz der Predator bei niedrigen Außentemperaturen mal einen "frischen" 18650er von AW (auch 3400) mitnehme und - sollte der Armytek Akku wieder in die Knie gehen - tausche. Mir kommt das Verhalten der Lampe auch komisch vor, weshalb ich den Thread eröffnet habe.

Es kann Einbildung sein, aber mir kam das Gehäuse der Predator beim Anfassen ohne Handschuhe wesentlich kälter vor, als das der Fenix. Kann es sein, dass die Materialeigenschaften der Predator (im Vergleich zur Fenix) eine Auskühlung des Akkus fördern?

Gruß, Stephan
 

cuxhavener

Flashaholic***²
7 März 2010
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Meine Predator Pro nw läuft auf Regulation full mit 3400mAh Ampmax draußen genau eine Stunde in der hellsten Einstellung durch, wenn ich sie vor dem Einschalten im Haus hatte.
Bei Dauervollgas wird sie dann auch nicht kalt.
 

Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
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Ruhrpott
Meiner Meinung nach sollte sich da nicht wesentlich etwas tun. Klingt für mich nach Akku kaputt oder Akku war nicht wirklich voll (Fehler beim Laden).

Oder Akku schon etwas gealtert.

Das Problem taucht hier ja ab und an mal auf, und im Kopf habe ich das immer NCR 18650 B und Armytek betroffen sind, scheint eine unglückliche Kombination zu sein bei Kälte.

mfg
 

Tek

Flashaholic**
7 Oktober 2012
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Ruhrgebiet
AW: Predator Pro, Armytek Akku und Kälte

Kannst es testen, indem Du die Predator unter Line1 auf Full und Line2 auf Step Programmierst. Wenn sie bei Step fröhlich weiter leuchtet wäre Markus These bewiesen ;)
 
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circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
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Mal ein aktueller Lagebericht:

Gestern Abend bin ich die gleiche Gassirunde gelaufen (ca. 1h). Gleiche Predator Pro, gleicher Akku (wieder voll) und Lampe noch in Full Stabilization programmiert.

Einziger Unterschied: - 6 Grad, statt - 10 Grad und kein Wind.

Die Lampe ist ca. 45 min auf höchster Stufe problemlos durchgelaufen, hat danach geblinkt und ließ sich dann noch weitere ca. 15 min auf 50 % betreiben.

Vorgestern Abend war hingegen bereits nach 15 min insgesamt Schicht im Schacht. Die Predator hat sich auch nicht mehr auf 50 % betreiben lassen, sondern sofort geblinkt und abgeschaltet.

Dass der Akku vorgestern Abend (wie auch gestern) voll geladen war, zeigt sich m. E. daran, dass er vorgestern nach dem Aufwärmen in der Wohnung laut Ladegerät noch 4,0 Volt hatte, während er gestern Abend nur noch 3,6 Volt hatte.

Die "gefühlte" Kälte war vorgestern Abend sehr viel heftiger, als es der Temperaturunterschied von - 6 Grad zu - 10 Grad vermuten lässt, was wohl an dem starken Wind lag, der vorgestern Abend herrschte.

Ich finde das zwar etwas seltsam, aber die einzige Erklärung, die ich habe, ist die, dass die Predator (bzw. ihr Akku) durch den Wind stärker ausgekühlt wurden und dann der von Markus beschriebene Effekt eintrat.

Werde das weiter beobachten und etwaige neue "Erkenntnisse" posten.

Vielen Dank für Eure Beteiligung und ein schönes WE,

Stephan
 
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9x6

Flashaholic**
2 Dezember 2012
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Berlin
Die "gefühlte" Kälte war vorgestern Abend sehr viel heftiger, als es der Temperaturunterschied von - 6 Grad zu - 10 Grad vermuten lässt, was wohl an dem starken Wind lag, der vorgestern Abend herrschte.

Danke für Deinen Bericht.

Windchill für die Predator?:D Oder war es doch einfach kälter als -10°C? Hattest Du die Temperaturen selbst gemessen?

Gruß Jörg
 

TacNobby

Flashaholic
14 Mai 2015
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Germany
Nicht lachen: Habe heute meine Predator durch DHL bekommen. Ich sage euch,ich habe noch nie eine so kalte Lampe ausgepackt, obwohl hier noch moderate Temperaturen +10C herrschen. Irgendwas ist da auch mit dem Material. Das hab ich noch nie erlebt.
Trotzdem bin ich sehr zufrieden, gerade mit dem UI. Für dienstl. Zwecke super.
 

circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
2.472
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113
Also ich trage bei kaltem Wetter die Lampe und die Ersatzakkus möglichst Körpernah

Achtung:

Jackentasche reicht da nicht aus, besser unter der Jacke in der Hosentasche oder der Tasche der ggf. unter der Jacke befindlichen Fleece-Jacke tragen.

Schon häufig habe ich festgestellt, dass die in der Jackentasche verstaute Backup-Lampe bei niedrigen Außentemperaturen und längerem Aufenthalt im Freien eiskalt war.

Gruß, Stephan