So, dann möchte ich euch auch mal meine Eindrücke schildern.
Zunächst noch mal ganz herzlichen Dank an Xandre, dass ich die Lampe bespielen durfte!
Schon beim ersten Leuchten dachte ich: "Das gibt's doch nicht!" Was die Lampe an Metern macht, ist schier unglaublich. Eine Serienlampe mit LED, die da mitkommt, ist mir nicht bekannt.
Ich habe überlegt, ob und wieviele Bilder ich hier einstellen soll, da im Prinzip ja schon fast alles gezeigt wurde. Letztlich habe ich mich aber dafür entschieden, ein paar Bilder mehr einzustellen, da das Ganze dadurch "kompletter" ist.
Wen die Bilder stören, kann sie ja mit schwarzen Klebeband überkleben. Wer noch mehr Bilder will, findet sie... ...na ja, ihr wisst sicher, wo.
Aber genug der Vorrede.
Hier ist sie!
Die äußeren Werte der SR95S UT:
Länge: 325 mm
Reflektoröffnung: 80 mm
Durchmesser Kopf: 90 mm
Durchmesser Tail: 52,5 mm
Gewicht: 1206 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Tragegurt: ja, zwei stabile Metallringe an Griffstück und Lampenkopf.
wasserdicht: laut Olight nach Norm IPX-6 (gegen starkes Strahlwasser) geschützt.
Die Lampe ist robust verarbeitet und bietet eine hohe Qualität.
Einziger kleiner Schönheitsfehler beim Testmodell: Die Feder für den Plus-Kontakt sitzt nicht mittig. Kontakt macht sie, und das ist das Entscheidende.
Das Gegenstück am Batterierohr
Die Lampe passt nicht ganz in die Jackentasche.
Der Tragegurt macht bei einer Lampe dieser Größe wirklich Sinn.
Verbaut wurde eine SBT-70-LED von Luminus. Das Besondere an dieser LED ist der “fehlende” Dome - für maximale Reichweite. Darüber hinaus ist die LED nicht eckig, sondern rund. Der Reflektor ist ein SMO aus Aluminium, die Frontlinse besteht aus gehärtetem ultraklarem Glas mit Anti-Reflex-Beschichtung.
Stromversorgung/Laufzeittest:
Die SR95S UT wird mit einem separaten Akkupack betrieben, das gleichzeitig als Griffstück dient. Das Innenleben besteht aus sechs 18650-Zellen mit einer angegebenen Gesamtkapazität von 7800mAh.
Zum Test wurde die Lampe in der hellsten Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt. Gemessen wurde auf vier Meter und der Wert anschließend umgerechnet, da eine exakte Messung auf einen Meter nicht möglich ist.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 276.800 Lux
nach 5 Minuten: 264.000 Lux
nach 10 Minuten: 259.200 Lux
nach 20 Minuten: 259.200 Lux
nach 30 Minuten: 259.200 Lux
nach 40 Minuten: 259.200 Lux
nach 50 Minuten: 259.200 Lux
nach 60 Minuten: 259.200 Lux
nach 70 Minuten: 256.000 Lux
nach 80 Minuten: 254.400 Lux
nach 90 Minuten: 252.800 Lux
Nach 91 Minuten schaltete die Lampe ab.
Fazit: Die Lampe ist hervorragend geregelt. Nachdem die LED auf Betriebstemperatur ist, wird die maximale Leistung über die gesamte Laufzeit nahezu konstant gehalten. Ohne Kühlung wird die Lampe ziemlich warm, wobei die Wärme übers Gehäuse abgeführt wird, bei allerdings sinkenden Luxwerten. Einen Laufzeittest ohne jegliche Kühlung habe ich nicht durchgeführt, da es sich um Xandres Privatlampe handelte und ich sie nicht übermäßig strapazieren wollte. Die Laufzeit dürfte durch das Herunterregeln bei steigender Temperatur allerdings deutlich höher liegen als die unter “Laborbedingungen” ermittelte. Nicht optimal ist das Abschalten ohne jegliche Vorwarnung, da man so von einer Sekunde auf die nächste im Dunkeln steht.
Ganz im Dunkeln wird man von der großen Olight allerdings nicht gelassen. Denn eine Ladestendsanzeige mit vier grünen LEDs gibt Aufschluss über die Restkapazität der Akkus.
In einem zusätzlichen Test unter Vollast wurde die Anzeige in Intervallen von jeweils fünf Minuten aufgerufen. Bei vollem Akkupack leuchteten alle LEDs. Nach fünf Minuten war die erste LED aus. Die zweite LED leuchtete nach 15 Minuten nur noch mit halber Kraft. Nach 30 Minuten leuchtete auch die dritte LED nur noch mit halber Kraft. Nach 45 Minuten war Ende im Gelände mit allen LEDs. Doch – oh, Wunder – nach dem Ausschalten der Lampe leuchteten wieder zwei LEDs. Offenbar schafft die Lampe es ab einer gewissen Akkuspannung nicht mehr, den Ladestand bei eingeschalteter Lampe anzuzeigen. Also, Test fortgesetzt und die Lampe zum Ablesen der Anzeige immer kurz ausgeschaltet. Nach 50 Minuten leuchteten noch zwei LEDs, nach 55 Minuten noch eine. Nach 70 Minuten leuchtete auch die nicht mehr unmittelbar nach dem Ausschalten, sondern erst einige Sekunden nach dem Ausschalten. Nach 75 Minuten tat sich auch nach einer Minute Wartezeit nach dem Ausschalten nichts mehr; nach 91 Minuten schaltete die Lampe ab. Die Anzeige ist somit zwar alles andere als genau, aber sie stellt in der Praxis durchaus eine Hilfe dar, bevor man unverhofft tatsächlich von einer auf die andere Sekunde im Dunkeln steht.
Die Ladestandsanzeige ist nicht allzu genau, aber im Praxisbetrieb dennoch eine Hilfe.
Während des Ladevorgangs leuchtet die LED am Ladegerät zunächst rot, anschließend gelb, und wenn das Akkupack komplett geladen ist, wechselt sie auf grün.
Endkappe von innen und Gegenstück am Batterierohr
Die SR95S UT verfügt über drei Leuchtstufen. Hält man den Seitenschalter gedrückt, wechselt sie in der Reihenfolge Low-Mid-High durch die Leuchtstufen. Loslassen des Schalters aktiviert die gewünschte Stufe als Dauerlicht und speichert sie. Beim nächsten Einschalten startet die Lampe also wieder in dieser Stufe. Ein Doppelklick, egal ob bei ein- oder ausgeschalteter Lampe, aktiviert den Strobe-Modus. Ein einfacher Klick schaltet die Lampe aus.
Angegeben ist die SR95S UT mit 1250 Lumen für 3 Stunden in der hellsten Stufe, 500 Lumen für 8 Stunden in der mittleren Stufe und 150 Lumen für 48 Stunden in der dunkelsten Stufe.
Die Schaltzentrale der Olight
Von links: Led Lenser X21R, Fenix TK70, Olight SR95S UT, Spark SP6, Microfire K3500R Warrior
Meine abschließende Meinung zur SR95S UT:
Die Olight SR95S UT dürfte der Serien-Thrower mit der größten Reichweite sein, den der Markt derzeit hergibt. Obwohl extrem spotbetont, ist das Lichtbild keineswegs unsauber. Was die Verarbeitung angeht, bietet die Lampe die bewährte Olight-Qualität. Auch, was die Regelung betrifft, macht die SR95S UT eine gute Figur.
Was mir nicht gefällt, ist das Low mit 150 Lumen, denn es ist kein Low. Ein Low ist irgendwas unter zehn Lumen, fertig, da bin ich Purist. Obwohl man die Lampe sicherlich nicht nutzen wird, um nachts den Weg vom Bett zum Töpfchen zu finden, sollte man sich bei Olight doch vielleicht Gedanken machen, dass eine Lampe in der dunkelsten Stufe auch mal richtig wenig Licht machen darf, denn das erhöht die Einsatzmöglichkeiten enorm.
Bei den Outdoor-Beamshots war die Location nicht optimal, aber die Bilder zeigen dennoch schön die Leuchtcharakteristiken der Lampen. Und sie zeigen auch, dass die Olight vom Gesamtoutput gegenüber manch anderer Lampe klar abstinkt, aber dieser knallige Spot...
Geholfen hat mir bei den Beamshots djmykemyers. Vielen Dank nochmal! Und da er seine Zebralight dabei hatte, haben wir deren Beamshot auch gleich mit abgelichtet.
Die Laterne links im Bild ist knapp 80 Meter entfernt, bis zur Hütte sind es etwa 200 Meter.
Kontroll-Shot
SR95S UT Low
SR95S UT Mid
SR95S UT High
Fenix TK70
Spark SP6
Zebralight S6330
Led Lenser X21R
Microfire K3500R Warrior
Crelant 7G5CS mit Kolli-Kopf
Gruß
Walter