Nitecore hat unentgeltlich eine SRT7i für einen Passaround übersandt. Die Teilnehmer der Testreihe können in diesem Thread hier ihre Erfahrunen zur Lampe posten aber selbstverständlich gern auch alle anderen Leute, die diese Lampe besitzen.
Die Luminus SFT70-LED ist exakt im glatten und tiefen Reflektor zentriert. Das Zusammenspiel von LED und Reflektor gelingt nahezu perfekt und schafft einen sehr sauberen Lichtkegel.
Die solide Metallklappe über der Ladebuchse finde ich besser als einen Gummistopfen. Dies erfordert jedoch bei der SRT7i, dass die Buchse selbst dicht sein muss.
Die Tailcap ist komplex. Neben einem zweistufigen elektronischen Hauptschalter (bzw. Taster) finden wir noch eine zweistufige elektronische "Wippe" (Mode) für Strobe und Turbo. Zudem lässt sich durch Drehen der Tailcap die Helligkeit stufenlos regeln, die Lampe in den Lockout versetzen und zwischen taktischem und EDC-Modus wechseln. Tailstand ist auch möglich, aber eher sehr unsicher/wackelig.
Das Gewinde ist recht lang, gut geschmiert und läuft kratzfrei. Vor erstem Gebrauch muss der Isolationsstreifen entfernt werden. Der Akku liegt mit dem erhöhten Pluspol zum Lampenkopf hin.
Am inneren Ende des Akkurohrs werden beide Pole abgenommen. Die Feder stellt den Pluskontakt zu Akku her, der Ring darum den negativen Kontakt. Deshalb ist durch leichtes Lösen der Tailcap auch kein mechanischer Lockout möglich.
Leider ist die Lampe ausschließlich mit einem bestimmten Akku von Nitecore nutzbar, der selbst für proprietäre Akkus sehr speziell ist. Er hat nicht nur vorn beide Pole sondern auch hinten besondere Kontakte für die Tailcap. Das dürfte für viele Flashies ein No-Go sein.
Gut: ein einfaches Nylon-Holster ist ebenfalls dabei.
Schon etwas größer als eine 18650-EDC aber für eine 21700-Lampe noch kompakt.
Zuerst wählt man über Drehen der Tailcap den gewünschten Modus aus:
1. Schloss-Symbol = Einschaltsperre
2. Stufenlose Helligkeit von Moon bis Turbo
3. "TAC"-Modus, wie der Name schon andeutet
1.
Im gesperrten Modus reagiert die Lampe nicht auf Drücken der beiden Heckschalter.
2.
Im stufenlos regelbaren Modus
- Hauptschalter halb Drücken = Momentlicht, Durchdrücken = Dauerlicht
- Wenn aus: Wippe halb Drücken = Momentlicht Turbo, Durchdrücken = Momentlicht Strobe
- Wenn an: Wippe halb Drücken = Momentlicht Turbo, Durchdrücken = Dauerlicht Strobe
3.
Im taktischen Modus
- Hauptschalter halb Drücken = Momentlicht Low (100 lm), Durchdrücken = Momentlicht Turbo
- Wippe halb Drücken = Momentlicht Turbo, Durchdrücken = Momentlicht Strobe
Aufladen
Abdeckung der Ladebuchse hochklappen und das beiliegende USB-Kabel (A zu C) mit der Lampe und einer 5-12V Energiequelle (Handy-Netzteil, Powerbank, PC u.a.) verbinden. C zu C und PD-Ladegeräte sind kompatibel. Beim Ladevorgang blinkt die Status-LED blau, bei vollem Akku leuchtet sie dauerhaft.
Anzeige für Akkurestkapazität
Nach Einlegen des Akkus und Zuschrauben der Tailcap blinkt die Indikator-LED den exakten Ladezustand in Volt aus.
4,2 V würde dann lauten: 4x Blinken, Pause, 2x Blinken
Im eingeschalteten Zustand leuchtet die kleine Indikator-LED nur in einer Farbe (blau) und hätte gern etwas größer sein können.
- konstant = 100 - 50%
- langsam blinkend = 50 - 10%
- schnell blinkend = unter 10 %
Laufzeittest auf hellster Stufe (Turbo) mit Ventilatorkühlung
Auf dem Diagramm ist nicht genau erkennbar, dass innerhalb der ersten Minute von 100 auf etwa 80% abfällt. Andere Reviews mit einer Messung ohne Kühlung lassen einen noch schnelleren Abfall erkennen. Im weiteren Verlauf zeigen sich zwar weitere Stepdowns. Doch selbst bei den letzten niedrigen Pegeln lässt sich die Lampe stets für kurze Zeit wieder heller einstellen. Dafür braucht man die Lampe nicht einmal auszuschalten, es genügt, wenn man sie von der Maximalstellung etwas zurückdreht, dann kann man wieder heller regeln.

Durch den tiefen Reflektor wirft die SRT7i deutlich gerichtet nach vorn, auch den Spillbeam. Wenn man die Lampe auf Hüfthöhe am Arm hängend exakt nach vorn strahlen lässt, beginnt der Spill etwa 1,60 Meter vor einem. Über 93.000 Lux ist für eine kleine taktische Lampe schon eine Ansage, damit ist die Nitecore auch für Sucheinsätze auf freiem Feld geeignet. Als EDC für den Alltag finde ich sie zu stark fokussiert.

pro
+ sehr saubere Abstrahlung und hohe Leistung
+ Schalterkonzept für Alltag und taktische Einsätz gleichermaßen geeignet
+ stufenlose Helligkeitsregelung
+ Sofortzugriff auf beliebige Helligkeitsstufe und Strobe
+ interne Aufladung per USB-C + sehr stabile Buchsenabdeckung
+ hoher Ladestrom
+ Glasbrecher-Bezel
+ hohe Verarbeitungsqualität
+ kompletter Lieferumfang inkl. Holster
contra
-- "normale" Li-Io-Akkus nicht nutzbar
- hoher Preis
neutral
o Indikator-LED dürfte gern 2- oder mehrfarbig sein
o nur mit kaltweißer Lichtfarbe erhältlich
o keine Powerbank-Funktionalität
Daten und Eigenschaften
- taktische Taschenlampe mit 3.000 Lumen Lichtstrom
- Leuchtweite 580 m (87.500 cd)
- Emitter: Luminus SFT70 LED mit kaltweißer Lichtfarbe
- Steuerung über 2 Endkappenschalter
- stufenlose Helligkeitsverstellung per Selektorring
- Betrieb ausschließlich mit 21700 Li-Io Nitecore-Spezialakku
- interne Aufladung per USB-C
- Gehäuse aus hart-anodisiertem Alu
- doppelseitig vergütetes Frontglas
- Keramik Glasbrecher
- Maße 163 * 40 * 26-31 mm (L * Kopf * Body)
- IPX68 wasser-/staubdicht, 2 m sturzsicher
- Gewicht 175 g (ohne Akku)
- Preis ca. 150 €
Helligkeitsstufen + Leuchtdauer
stufenlos 0,1 lm (800 Std) - 3.000 lm (3 Std 15 Min, nicht konstant sondern herunterregelnd)Lieferumfang
- Nitecore SRT7i Taschenlampe
- NL2150HPi 21700 Li-Io-Spezial-Akku mit 5.000 mAh Kapazität
- Nylon-Trageholster
- USB-C Ladekabel
- Trageclip, Lanyard, Ersatzdichtung
- Bedienungsanleitung
Die Luminus SFT70-LED ist exakt im glatten und tiefen Reflektor zentriert. Das Zusammenspiel von LED und Reflektor gelingt nahezu perfekt und schafft einen sehr sauberen Lichtkegel.
Die solide Metallklappe über der Ladebuchse finde ich besser als einen Gummistopfen. Dies erfordert jedoch bei der SRT7i, dass die Buchse selbst dicht sein muss.
Die Tailcap ist komplex. Neben einem zweistufigen elektronischen Hauptschalter (bzw. Taster) finden wir noch eine zweistufige elektronische "Wippe" (Mode) für Strobe und Turbo. Zudem lässt sich durch Drehen der Tailcap die Helligkeit stufenlos regeln, die Lampe in den Lockout versetzen und zwischen taktischem und EDC-Modus wechseln. Tailstand ist auch möglich, aber eher sehr unsicher/wackelig.
Das Gewinde ist recht lang, gut geschmiert und läuft kratzfrei. Vor erstem Gebrauch muss der Isolationsstreifen entfernt werden. Der Akku liegt mit dem erhöhten Pluspol zum Lampenkopf hin.
Am inneren Ende des Akkurohrs werden beide Pole abgenommen. Die Feder stellt den Pluskontakt zu Akku her, der Ring darum den negativen Kontakt. Deshalb ist durch leichtes Lösen der Tailcap auch kein mechanischer Lockout möglich.
Leider ist die Lampe ausschließlich mit einem bestimmten Akku von Nitecore nutzbar, der selbst für proprietäre Akkus sehr speziell ist. Er hat nicht nur vorn beide Pole sondern auch hinten besondere Kontakte für die Tailcap. Das dürfte für viele Flashies ein No-Go sein.
Gut: ein einfaches Nylon-Holster ist ebenfalls dabei.
Schon etwas größer als eine 18650-EDC aber für eine 21700-Lampe noch kompakt.
Bedienung
Das komplette Manual ist auf der Herstellerhomepage als PDF herunterzuladen.Zuerst wählt man über Drehen der Tailcap den gewünschten Modus aus:
1. Schloss-Symbol = Einschaltsperre
2. Stufenlose Helligkeit von Moon bis Turbo
3. "TAC"-Modus, wie der Name schon andeutet
1.
Im gesperrten Modus reagiert die Lampe nicht auf Drücken der beiden Heckschalter.
2.
Im stufenlos regelbaren Modus
- Hauptschalter halb Drücken = Momentlicht, Durchdrücken = Dauerlicht
- Wenn aus: Wippe halb Drücken = Momentlicht Turbo, Durchdrücken = Momentlicht Strobe
- Wenn an: Wippe halb Drücken = Momentlicht Turbo, Durchdrücken = Dauerlicht Strobe
3.
Im taktischen Modus
- Hauptschalter halb Drücken = Momentlicht Low (100 lm), Durchdrücken = Momentlicht Turbo
- Wippe halb Drücken = Momentlicht Turbo, Durchdrücken = Momentlicht Strobe
Aufladen
Abdeckung der Ladebuchse hochklappen und das beiliegende USB-Kabel (A zu C) mit der Lampe und einer 5-12V Energiequelle (Handy-Netzteil, Powerbank, PC u.a.) verbinden. C zu C und PD-Ladegeräte sind kompatibel. Beim Ladevorgang blinkt die Status-LED blau, bei vollem Akku leuchtet sie dauerhaft.
Anzeige für Akkurestkapazität
Nach Einlegen des Akkus und Zuschrauben der Tailcap blinkt die Indikator-LED den exakten Ladezustand in Volt aus.
4,2 V würde dann lauten: 4x Blinken, Pause, 2x Blinken
Im eingeschalteten Zustand leuchtet die kleine Indikator-LED nur in einer Farbe (blau) und hätte gern etwas größer sein können.
- konstant = 100 - 50%
- langsam blinkend = 50 - 10%
- schnell blinkend = unter 10 %
Messungen
Ich bin Laie mit Hobbyequipment, alle Messungen stellen nur Näherungswerte dar ohne Gewähr oder Anspruch auf Einhaltung irgendwelcher Messnormen.
Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.

Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.
- Lumenmessungen: Ceiling Bounce, mögliche Abweichung bei Flutern i.d.R. bis zu +/- 5-10%
- Luxmessungen: Messdistanz 5 m mit entsprechender Umrechung auf 1 m
- Laufzeitmessungen: mit Ventilatorkühlung
- Strommessungen: Kleinströme mit DMM, höhere Ströme mit Zangenampèremeter
- Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex und PWM mit Opple Lightmaster Pro

- Lichtstrom min - max: 0,6 - 3.120 lm
- Lichtintensität min - max: 16 - 93.250 Lux
- Ladestrom max. 2,7 V
- Ladeschluss-Spannung 4,17 V
- Endabschaltung bei ~ 3 V
- PWM >1 kHz bei minimaler Amplitude, damit für den Betrachter flimmerfrei
Laufzeittest auf hellster Stufe (Turbo) mit Ventilatorkühlung
Auf dem Diagramm ist nicht genau erkennbar, dass innerhalb der ersten Minute von 100 auf etwa 80% abfällt. Andere Reviews mit einer Messung ohne Kühlung lassen einen noch schnelleren Abfall erkennen. Im weiteren Verlauf zeigen sich zwar weitere Stepdowns. Doch selbst bei den letzten niedrigen Pegeln lässt sich die Lampe stets für kurze Zeit wieder heller einstellen. Dafür braucht man die Lampe nicht einmal auszuschalten, es genügt, wenn man sie von der Maximalstellung etwas zurückdreht, dann kann man wieder heller regeln.
Leuchtergebnis
Der Output kann wirklich zufriedenstellen. Der Lichtkegel ist frei von Unregelmäßigkeiten oder Artefakten, keine Ringe oder Sonstiges. Auch die Lichtfarbe ist annähernd gleich im gesamten Lichtkegel und in der Realität etwas wärmer als auf den Fotos. Störende Farbstiche sind ebenfalls nicht vorhanden. Ein prima Ergebnis. Durch die Glasbrecher-Erhöhungen im Bezel kann man auf die Wand geleuchtet zwar 3 leichte Einbuchtungen erkennen, in der Praxis draußen fällt das nicht störend auf.
Durch den tiefen Reflektor wirft die SRT7i deutlich gerichtet nach vorn, auch den Spillbeam. Wenn man die Lampe auf Hüfthöhe am Arm hängend exakt nach vorn strahlen lässt, beginnt der Spill etwa 1,60 Meter vor einem. Über 93.000 Lux ist für eine kleine taktische Lampe schon eine Ansage, damit ist die Nitecore auch für Sucheinsätze auf freiem Feld geeignet. Als EDC für den Alltag finde ich sie zu stark fokussiert.

Fazit
Mir hat die SRT7i vor allem wegen der Power, Reichweite und sehr sauberen Leuchtbild gefallen. An das Schalterkonzept müsste ich mich erst gewöhnen, obwohl die stufenlose Helligkeitsregelung per Drehung schon prima ist. Ich bin gespannt, wie die Teilnehmer des Passarounds mit der Bedienung klarkommen, auch mit Handschuhen. Der ausschließliche Betrieb mit dem Nitecore-Akku gefällt mir nicht. Zwar haben auch andere Hersteller ähnliche Lösungen, jedoch meist nur mit doppeltem Pol auf einer Seite des Akkus. Somit wären wenigstens die Spezialakkus untereinander austauschbar. Bei der SRT7i-Akkulösung geht das nicht.pro
+ sehr saubere Abstrahlung und hohe Leistung
+ Schalterkonzept für Alltag und taktische Einsätz gleichermaßen geeignet
+ stufenlose Helligkeitsregelung
+ Sofortzugriff auf beliebige Helligkeitsstufe und Strobe
+ interne Aufladung per USB-C + sehr stabile Buchsenabdeckung
+ hoher Ladestrom
+ Glasbrecher-Bezel
+ hohe Verarbeitungsqualität
+ kompletter Lieferumfang inkl. Holster
contra
-- "normale" Li-Io-Akkus nicht nutzbar
- hoher Preis
neutral
o Indikator-LED dürfte gern 2- oder mehrfarbig sein
o nur mit kaltweißer Lichtfarbe erhältlich
o keine Powerbank-Funktionalität
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