Das hier ist eines meiner neuesten Lightpaintings. Ein leerer Speicher in einem alten Schulgebäude, viele hölzerne Strukturelemente, die ich entsprechende an- und ausleuchten wollte.
Dazu steht die Kamera (Canon EOS R mit Venus Laowa 12mm sowie CamRanger2 und iPad) auf Stativ (BULB-Einstellung für Langzeitbelichtung).
Für die Ausleuchtung bin ich vom hinteren Ende bis zur Kamera mit einem Lightpainting-Werkzeug gegangen, das wir "Sidelight Scanner" nennen. Im Grundprinzip besteht dies aus einem Aufsatz vor eine Ledlenser X21R, der das abgestrahlte Licht der Lampe um 90 Grad zur Seite ablenkt. Dies erfolgt zwischen zwei runden Lichtformern (kann man sich ungefähr wie zwei Langspielplatten vorstellen), in denen ein spitzer Kegel sitzt und um den Kegel herum eine ca. 5-6cm lange Acrylröhre ist. diese Acrylröhre hält die beiden Lichtformer. diese Lichtformer dienen dazu, dass u.a. kein Licht nach vorne oder auf meine Füße fällt.
Wenn die Aufnahme gestartet wird, gehe ich mit der eingeschaltete X21R los. Das Licht der Lampe wird dann rundum zu den Seiten, zur Decke und zum Boden in einem schmalen Streifen gestrahlt. Durch das gleichmäßige Nachvorne-Gehen beleuchte ich somit immer nur einen schmalen Streifen der Umgebung, Überstrahlung wird damit vermieden. Es kommt dabei natürlich auf die Wahl von ISO-Wert (meist 100) sowie der passenden Blendeneinstellung und der Schrittgeschwindigkeit an. Das bedeutet, dass man ein paar Testversuche machen muss, bis man zufrieden ist.
Hierbei wurde eine von mir auf Golden Amber umgebaute X21R (altes Modell) verwendet. Ich habe diverse Austauschköpfe der X21R mit verschiedenen Ledfarben wie Warmweiß, Eisblau, Golden Amber, UV, Royal Blue etc.).
Falls es nicht gegen die Forumsregeln verstößt, hier ein Link zu einem kleinen Youtube-Video von mir, in dem ich die Wirkungsweise des Sidelight-Scanners kurz zeige:
