[LED-Test / Review] Fireflylite FFL707A 4000 K 95 CRI - unglaublich rosy!

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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113
nahe Köln
LED-Test/ Review DE
DE


Fireflylite FFL707A



14.02.2025


Typ: multi-die, domeless
Binning: ---
Farbgruppierung: --- (4000 K)
CRI: 95

Nennspannung: 6 V
Max. Vorwärtsstrom: 7200 mA
Max. Spitzenstrom: --- mA
Abstrahlwinkel: ---
Wärmewiderstand: --- K/W
Max. Temperatur Tj: max. --- °C

Ein offizielles Datenblatt liegt nicht vor. Die obigen Angaben wurden der Produktbeschreibung von Fireflylite entnommen. Weitere Infos existieren nicht, ebenso ist der Hersteller unbekannt.


Der hier getestete Emitter wurde mir von BLF-User @thefreeman zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür an dieser Stelle.

Die FFL707A erinnert auf den ersten Blick an eine XHP70.3 HI. Größter Unterschied ist die vollständig von Phosphor bedeckte gelbe Oberfläche. Sie wirkt damit wie eine Multi-die Variante der FFL351A.
Die vier LED-Chips sind mit einem kleinen Spalt getrennt, was Auswirkungen auf das Lichtbild haben könnte.

Das Footprint ist quasi identisch zu dem der XHP70.3 HI. Durch ein entsprechendes LED-Board werden die Anschlüsse der LED anders verschaltet, um eine Vorwärtsspannung von 12 V zu erreichen. In diesem Test wird die FFL707A in der 6 V-Konfiguration getestet.

Die vier LED-Chips strahlen zur Seite hin Licht ab, wobei die Oberfläche der Chips eine höhere Farbtemperatur aufweist als die seitliche Abstrahlung. Die Ziel-Farbtemperatur wird damit mit Durchmischung der beiden Bereiche erreicht.
Die Leuchtfläche ist 25,8 mm2 groß. Durch seitlich abgestrahltes Licht sowie die Lücken zwischen den einzelnen LED-Chips ist eine genaue Leuchtflächen-Bestimmung allerdings fast unmöglich. Auch in diesem Punkt entspricht die FFL707A ziemlich genau der XHP70.3 HI.


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  • bei 7200 mA (offizieller Maximalstrom): 3764 lm @ 6,64 V
  • Leistung bei offiziellem Maximum: 47,8 W
  • Effizienz bei 7200 mA: 78,7 lm/W
  • Maximum bei 15,2 A erreicht, an diesem Punkt 5254 lm @ 7,63 V
  • Leistung bei Maximum 116 W
  • Effizienz im Maximum 45,3 lm/W


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Daten für 25 °C Tsp (bei 85 °C sind die Leuchtdichten etwa 13 % geringer).

Im Vergleich zur XHP70.3 HI ist die Performance der FFL707A geringer. Auch die Vf ist deutlich höher. Vermutlich ist dies durch die LED-Chips und die Fertigungsqualität bedingt. Dennoch bietet sie eine der Farbwiedergabe und CCT angemessene Leistung.

Bei etwa 15 A ist das Maximum erreicht, während die XHP70.3 HI spielend die 20 A schafft. Die FFL707A sollte im Sinne eines guten Verhältnisses von Effizienz und Performance maximal bis etwa 9 A bestromt werden. Darüber hinaus ist der Zugewinn an Lichtstrom marginal.
Die SFT-70 erreicht bei weitem nicht den Maximalstrom der FFL707A, was einerseits am kleineren Footprint (5050) und andererseits dem Wärmewiderstand der LED-Chips liegt.

Aufgrund der im Vergleich zur XHP70.3 HI quasi identischen Leuchtfläche und Abstrahlcharakteristik entspricht der Unterschied beider LEDs in der Leuchtdichte mehr oder weniger dem Unterschied im Lichtstrom. Für höhere Reichweiten ist diese LED eher weniger geeignet, und wenn, dann nur mit sehr großen Reflektoren. Vorteil ist hier allerdings eine breite Corona um den Spot, was sie auch im Nahbereich mit großen Reflektoren einsetzbar macht.


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Hier wird der Beam in einer Sofirn IF23 Pro mit OP-Reflektor gezeigt.

Durch die Lücken zwischen den LED-Chips gibt es ein Donuthole. Je nach Reflektor ist dies mehr oder weniger ausgeprägt. SMO-Reflektoren sollten mit dieser LED nicht verwendet werden. Farbsäume oder andere Artefakte gibt es sonst nicht.
Sollte ein absolut harmonisches Lichtbild erforderlich sein, ist ein Diffusor vor dem Reflektor erforderlich.



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Mein hier getestetes Sample ist unglaublich rosy. Der duv von -0,016 (!) ist der niedrigste, den ich je gemessen habe. Laut Fireflylite sollen die FFL707A einen duv von max. -0,001 aufweisen ("-0.0007 to -0.001 "). Der Rotanteil ist extrem hoch, mit einem Peak bei etwa 630 nm.

Hierbei ist zu beachten, dass der duv bei Verwendung von Optiken schwanken kann. Das Spektrum wurde ohne Sekundäroptik gemessen. Die hier getestete LED war testweise in der IF23 Pro verbaut. Der Tint entsprach in diesem Zustand in etwa dem einer 219BT-V1 sw45k.
Der hohe Rotanteil verfälscht die Farben vor allem in der Natur enorm. Braun-rote Töne stechen extrem hervor, während Blau und vor allem Grün insbesondere im Vergleich zu anderen high CRI-LEDs falsch wiedergegeben werden.

Der hohe Rotanteil hat Auswirkungen auf CRI und R9. Der angegebene CRI von 95 wurde massiv verfehlt, der R9 ist ebenfalls niedriger als zu erwarten wäre. Die CCT wurde eingehalten. Man muss sich bei FFL-LEDs generell im Klaren sein, dass diese zum Teil sehr rosig sein können und es vor allem eine Serienstreuung gibt.


  • Ra: 89
  • R9: 49
  • CCT: 4277 K
  • duv: -0,0160


Die FFL707A ist eine recht spezielle LED. Der Tint ist (bei meinem Sample) extrem rosy, was die Farbwiedergabe deutlich verringert, und das Lichtbild weist je nach verwendeter Optik ein Donuthole auf, wenngleich es keinerlei Farbsäume gibt. Dafür ist sie mit dem 7070-Footprint voll kompatibel und bietet garantiert eine Farbverortung unter BBL.
Es gilt zu beachten, dass diese LED ausschließlich als 6/12 V LED erhältlich ist, 3 V-Varianten gibt es nicht!


Danke fürs Lesen dieses Tests. :)

LG, Dominik


v1.0.2
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
8.453
5.146
113
@Köf3 - an sich scheint die LED ja wirklich etwas für "Rosatint"-Liebhaber zu sein. :)

Hälst Du die LED generell für gut alltagstauglich?
 

Desertcruiser

Flashaholic*
29 Mai 2024
717
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93
Was urteilst Du über die Fertigungsqualität?
Ich find die Dinger extrem heikel und brüchig.

Auch die anderen (909A und die 351) finde ich zerbrechlich...