LED-Kurztest / Kurzreview
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Fireflylite FFL351A (1800 K, 95 CRI)
25.05.2024
Originaltest der FFL351A 3700 K: Klick
Binning: unbekannt
Farbgruppierung: unbekannt (1800 K)
CRI: 95
Offizielles Datenblatt: nicht bekannt
Der Emitter wurde Mitte Mai von Fireflylite als Entschädigung für eine sehr stark verzögerte Lieferung zugesendet. Danke an Fireflylite!
Im Gegensatz zur früher getesteten FFL351A in 3700 K ist die Oberseite der 1800 K-Variante orange gehalten. Die Leuchtfläche ist durch die Farbgebung und das dicke Phosphor fast nicht erkennbar. Das Phosphor erscheint insbesondere bei sehr niedrigem Betriebsstrom entgegen der meisten modernen Flip Chip-LEDs eher "segmentiert", ähnlich der Oberfläche von Sternen wie der Sonne (hier Granulen genannt).
Wie bei den meisten modernen LEDs und der FFL351A mit 3700 K wird ebenfalls Licht zur Seite hin abgestrahlt. Sonst gibt es im Design und Handling keine Unterschiede zur 3700 K-Variante.
- bei 3000 mA (offizieller Maximalstrom): 560 lm @ 3,22 V
- Leistung bei offiziellem Maximum: 9,7 W
- Effizienz bei 3000 mA: 57,9 lm/W
- Maximum bei 9 A erreicht, an diesem Punkt 1024 lm @ 3,99 V
- Leistung bei Maximum 35,9 W
- Effizienz im Maximum 28,5 lm/W
Daten für 25 °C Tsp (bei 85 °C sind die Leuchtdichten etwa 13 % geringer).
Durch ihre sehr warme CCT bei gleichzeitig hoher Farbwiedergabe ist die 1800 K-Variante sehr ineffizient, insbesondere bei Strömen nahe des möglichen Maximums. Mit etwa 29 lm/W ist ihre Effizienz niedriger als die eines überbestromten Halogen-Leuchtmittels. Mit mehr als 5 A sollte die FFL351A 1800 K nicht bestromt werden, insbesondere weil der Lichtstromzuwachs darüber hinaus ohnehin nur noch marginal stattfindet. Dennoch ist der maximal erreichbare Lichtstrom von über 1000 lm bei 1800 K Farbtemperatur relativ beeindruckend, insbesondere für eine LED ohne Silikondome.
Die FFL505A besitzt eine erheblich kleinere Leuchtfläche und einen hohen Rotanteil im Spektrum, weshalb sie trotz größerem Footprint kaum effizienter als die 1800 K-Variante ist. Dies ist ein generelles Problem bei LEDs mit sehr kleiner Leuchtfläche - die Wärmeabfuhrfläche vom LED-Chip ist durch ihre Fläche begrenzt und sobald die maximale Wärmedichte erreicht ist, ist eine weitere Performancesteigerung unmöglich.
Auffällig ist die höhere Vf und die veränderte Kennlinie im Vergleich zur 3500 K-Variante. Möglicherweise wird hier ein anderer LED-Chip verwendet, oder aber die Serienstreuung ist deutlich ausgeprägt.
Der Tint ist großartig und sehr warm. Mit 1890 K und einem negativen duv sieht das Licht einfach gut aus. Durch den hohen Farbwiedergabeindex kommen insbesondere blaue und grüne Farben deutlich besser zur Geltung. Im Vergleich wirkt das Licht der HL2X 1800 K deutlich orangener - eher wie PC Amber - und insbesondere blaue Farben werden von einer Art "grauen Schleier" überdeckt, was sich auch mit dem geringeren Farbwiedergabeindex der HL2X deckt.
Für all jene, die eine LED für Wohnraum- oder Ambientebeleuchtung suchen und sehr warme CCT präferieren, ist die FFL351A 1800 K nahe an der absoluten Perfektion. Insbesondere da der Beam wie bei der kälteren Variante auch in SMO-Reflektoren perfekt aussieht und es keinerlei störende Artefakte gibt, ist dieser Emitter definitiv einen weiteren Blick wert.
- Ra: 92
- R9: 86
- CCT: 1890 K
- duv: -0,0031
Diese LED dürfte aktuell eine Sonderstellung einnehmen. Mit XP-Footprint und maximaler Kompatibilität, für dieses warme CCT recht hoher Leistung und einem exzellenten Licht in Reflektoren wie Linsen gleichermaßen eignet sich diese LED vor allem für Wohnraum- und Stimmungsbeleuchtung.
Leider gibt es wie bei vielen chinesischen Emittern keinerlei weitere Informationen als auf der Webseite von Fireflylite angegeben, und auch ein offizielles Datenblatt fehlt völlig. Zudem ist dieser Emitter gegenwärtig nur in China erhältlich.
Danke fürs Lesen dieses kurzen Tests. 
LG, Dominik
v1.0.0
LG, Dominik
v1.0.0
