"Lampendefekte" vs. Bedienfehler und anderes

amaretto

Moderator
Teammitglied
12 August 2010
22.108
27.463
113
NRW
Ist der Ruf erst mal ruiniert...lebt es sich...

Das Ende der kleinen Lebensweisheit ist bekannt. Etwas anders sieht es aus, wenn der Ruf beziehungsweise die Qualität eines Produktes in Frage gestellt wurde. Dazu reicht unter Umständen eine einzige Meldung eines unzufriedenen Besitzers aus. Trotz Gegenbeweis bleiben dennoch Zweifel hängen, so mein gelegentlicher Eindruck bei Taschenlampen. Schon eine ungeschickt oder unpassend gewählte Threadüberschrift kann negativ in der Erinnerung der Leser verbleiben (Vorsicht, da war doch was mit der Lampe...). Auch die Auswirkung von Threads mit solchen Überschriften auf die Google-Suche sollte nicht unterschätzt werden. Ihr kennt sicher das Beispiel einer deutschen Ex-Präsidentengattin, deren gegoolter Name in den ersten Treffern mit Rotlichtthemen in Zusammenhang gebracht wurde? Der Vergleich mag nicht ganz passend sein, soll aber die Problematik verdeutlichen.

Eine Threadüberschrift hat innerhalb eines Forums und auch darüber hinaus die Wirkung wie eine Schlagzeile in einer Zeitung. Schreibt jemand als Überschrift seines Forenthemas: "Lampe XY defekt", schreckt das andere Besitzer des gleichen Lampenmodells möglicherweise erst mal auf. Oder es hält potentielle Besitzer vom Kauf ab. Dabei kann mit der Überschrift Verschiedenes gemeint sein oder unterschiedliche Ursachen haben. Deshalb sollte man als Verfasser eines solchen Themas die Überschrift des Threads und generell seine Aussagen zu einem Produkt mit Bedacht wählen.

Beispielhafte Gründe für "Hilfe, meine Lampe ist defekt"):

1) Lampe ist tatsächlich defekt und leuchtet von Anfang an nicht (d.o.a. = dead on arrival). :mad: :mad:

2) Lampe war in Ordnung und geht trotz bestimmungsgemäßem Gebrauch kaputt. :mad:

3) Lampe ist von schlechter (Verarbeitungs-)Qualität :(

4) Lampe leuchtet einwandfrei, Besitzer hatte jedoch etwas anderes erwartet. :S

5) Lampe leuchtet wegen bestimmungswidrigen Gebrauch schlecht oder gar nicht oder geht dadurch kaputt. :augenrollen:

6) nichts ist kaputt aber der Besitzer ist nicht in der Lage, die Lampe zum Leuchten zu bringen. :peinlich:

7) Lampe ist nicht defekt aber die Qualitätskontrolle war nachlässig (z.B. keine Funktion aufgrund nicht festgedrehtem Ring in der Tailcap, Verschmutzung oder sonstiger leicht behebbarer "Fehler") :pinch:


Bei Nr. 1 - 3 ist die Sache eigentlich klar, die Lampe sollte zurück zum Händler gehen.


Was ist von den Alternativen Nr. 4 - 7 zu halten?

4) Kann man seine Enttäuschung tatsächlich dem Produkt zur Last legen? Oder liegt es eher daran, dass vor dem Kauf nicht genug Informationen eingeholt wurden? Das muss in Zeiten des Internets nicht mehr sein. Mangelnde Leuchtweite (bei Floodern), Lichtfarbe, Leuchtdauer, Stromverbrauch, hohe Ansprüche an die Qualität der Energieversorgung, nicht passende (eigene) Akkus können darauf hindeuten, dass der Käufer für sich persönlich schlicht die falsche Lampe ausgesucht hat oder sich vor dem Kauf nicht ausreichend informiert hat. Also vorher genau prüfen:
- ist die Abstrahlungs-/Leuchtcharakteristik genau das, was man wünscht?
- passt die Lichtfarbe zum eigenen Geschmack?
- habe ich überhaupt die richtigen Akkus/Batterien, um die Lampe zu betreiben (Größe, Art, Spannung, Stromlieferfähigkeit)?
- verstehe ich die Bedienung?


5) a)Werden die richtigen Akkus/Batterien verwendet (Größe/Typ/Spannung/Pluspol erhöht usw)? Im Zweifel keine Experimente wagen mit "speziellen" Akkus. Welche Empfehlung gibt der Hersteller oder Fachforen? Außer auf den richtigen Akkutyp ist zudem auf folgendes zu achten:
- keine Akkus verwenden, bei denen man die Herkunft nicht kennt (z.B. ausgeschlachtete Notebook-Akkus über eBay, Billigst-Akkus aus Fernost oder Restbestände. Der Fachhandel im eigenen Land ist zwar manchmal teurer aber bietet die Vorteile einer Produktgewährleistung und Beratung!
- keine Akkus/Batterien verwenden, die äußere Auffälligkeiten aufweisen (ausgelaufene Flüssigkeit, aufgequollene Ummantelung, Quetsch-Spuren o.a.)
- bei Lampen mit mehreren Akkus keine unterschiedlichen Typen kombinieren, keine Akkus unterschiedlichen Alters, keine Akkus mit unterschiedlichem Ladezustand gemeinsam in einer Lampe verwenden.

5) b) Moderne Lampen sind oft robuster als man vermutet. Dennoch kann es (einige wenige) Gelegenheiten geben, für die die betreffende Lampe nicht konzipiert wurde:
- große Tauchtiefen
- Dauerbeleuchtung auf hellster Leuchtstufe
- große Kälte (unter z.B. -15' C, eher ungünstig bei Li-Io)
Wichtig: die Lampe sollte von der Leistung her ausreichend dimensioniert sein. Also lieber eine stärkere Lampe auf zweithellster Leuchtstufe betreiben als eine schwächere auf Vollgas. Manche TLF-Nutzer sollten sich zudem fragen, ob sie nicht eher z.B. einen Baustellen-Strahler anstatt einer Taschenlampe gebrauchen könnten, wenn sie stundenlang einen kompletten Zeltplatz ausleuchten wollen.


6) Heutzutage ist das Angebot an Taschenlampen so unüberschaubar wie die Bedienung der einzelnen Typen. Das kann von Hersteller zu Hersteller variieren, aber auch bei ein und demselben Hersteller von Lampe zu Lampe. Es muss einem also nicht peinlich sein, wenn man im Besitz mehrerer Lampen ist und in der Bedienung durcheinander kommt. Wenn die Lampe selbst nach genauem Studium der Bedienungsanleitung nicht zum Leuchten zu bekommen ist, sollte man folgendes prüfen:

- sind die Akkus richtig herum eingelegt?
- sind die Akkus geladen/tiefentladen?
- hatte die Schutzschaltung der Akkus gegriffen und ist noch aktiv?
- haben die Akkus/Batterien kontakt? Viele Lampen benötigen z.B. wegen eines Verpolungsschutzes Akkus mit hervorstehendem Pluspol (z.B. Eagtac)
- bei Bedarf alle Verschrauben fest anziehen. Bei den meisten Lampen muss für einen Stromfluss das Gehäuse sehr festgedreht werden (z.B. Thrunite Neutron). Manchmal lässt sich die Schalterkappe nicht weit genug auf das Batterierohr drehen, da sich ein Konterring gelöst hat oder womöglich ein Trageclip im Weg ist.
- ist der Akku zu lang und steht sogar über das Batterierohr über? Dann könnte die Lampe womöglich nur mit kürzerem Akku funktionieren.
- sind die Kontaktflächen verschmutzt oder oxidiert? Fett und Schmutz bei Bedarf mit geeignetem Mittel (z.B. Alkohol und Tuch) entfernen. Oxidierte Kontakte mit Kontaktspray behandeln (z.B. mit Kontakt Chemie Kontakt 60).
- im Laufe der Zeit kann sich der Konterring in der Tailcap, der die Schaltereinheit fixiert, lösen und Kontaktprobleme verursachen. Zum Festschrauben des Rings wird eine Spreizzange o.ä. benötigt. Bei kleinen Lampen tuts ggfs. auch eine spitze Pinzette.
- Befindet sich die Lampe im Lock-out? Teils unbeabsichtigt kann die Lampe gesperrt sein. Je nach Hersteller und Typ durch langes gedrückt halten oder mehrfaches schnelles Betätigen des Schalters lässt sich die Sperre wieder aufheben. Bedienungsanleitung!

Genereller Tip: Multimeter zum Nachmessen des Ladezustands der Akkus kaufen. Billige Geräte kosten weniger als ein guter 18650er Akku und bieten bei regelmäßiger Messung ein Mindestmaß an Sicherheit im Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus. Eigentlich sollte jeder Flashie ein Multimeter oder andere Messmöglichkeit für Akkus besitzen.


7) Für die Behebung kleinerer "Fehler" siehe unter Nr. 6):
- verschmutzte/oxidierte Kontaktflächen reinigen
- lose Teile festziehen
Eigentlich kann man hierbei gar nicht von Defekten reden.


Vielleicht fallen euch noch Tips ein. Es würde mich freuen, wenn sich durch diesen Beitrag der eine oder andere Defekt-Thread erübrigt und das ein oder andere Problemchen gelöst wird.

Nicht, dass ihr mich falsch versteht: Über tatsächlich defekte Produkte soll gern diskutiert werden. Doch es gibt genügend Fälle, in denen sich etwaige Defekte als etwas anderes herausgestellt haben. Und in diesen Fällen bleibt dennoch oft Negatives zurück.
 

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
10.898
15.132
113
Nanda Parbat
Hallo,

ich habe leider den Eindruck, dass dies einfach nur ein "Pro-Thrunite"-Posting von dir war, und nichts weiter.

Ich denke schon, dass man hier ruhig etwas schreiben kann, wenn man eine defekte Lampe bekommen hat, oder die Lampe innerhalb kürzester Zeit kaputt geht. Von der Häufigkeit solcher Vorkommen kann man als potentieller Lampenkäufer schon seine Rückschlüsse auf die Qualität und Stabilität einer Marke schließen.

Von Fenix oder Nitecore sieht man hier z.B. nur kaum "Defekt"-Threads. Und das liegt mit Sicherheit nicht daran, dass von diesen Herstellern weniger Stückzahlen über den virtuellen Ladentisch gehen. Wenn man mal hier und da vereinzelt von Defekten liest, würde mich als Kaufinteressent jetzt nicht unbedingt abhalten; einzelne Defekte können überall mal auftreten. Aber wenn sich die Meldungen häufen, darf das ruhig zu denken geben.

Und auch zur Lichtfarbe kann man etwas schreiben, finde ich. Gerade wenn man sehr viele Lampen von unterschiedlichen Herstellern sein eigen nennt, hat man schon eine Vorstellung davon, was Hersteller in der Regel als "kaltweiß" und was als "neutralweiß" verkaufen, und was ein Großteil der Hersteller unter diesen Bezeichnungen verstehen. Und wenn dann ein Hersteller meint, er müßte von diesen "Quasi-Standards" stark abweichen, dann kann man das auch .... ich will jetzt nicht sagen "anprangern", aber doch davon berichten. Das hat nicht so viel mit "persönlichem Geschmack" zu tun.

Viele Grüße,
Markus
 
Zuletzt bearbeitet:

amaretto

Moderator
Teammitglied
12 August 2010
22.108
27.463
113
NRW
@mrk/Markus

Schade, dass es so bei dir ankommt. Ich habe bewusst keinen Hersteller genannt, da es mir generell um das Thema geht.

Dass die Firma mit dem T im Namen bei der Lichtfarbe durchaus eine bessere Wahl hätte treffen können, will doch niemand bezweifeln oder schönreden.

Wenn du beispielsweise meine Reviews liest, sollte dir auch auffallen, dass ich "unglückliche" Lichtfarben auch als solche benenne, ob es Thrunite oder Fenix ist. Auch eine PD35 verdient m.M. kein Ruhmesblatt in der Lichtfarbe.

Mein Beitrag war als Denk- und Diskussionsanstoß und nicht als Werbeveranstaltung gemeint. ;)
 
  • Danke
Reaktionen: mkr

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
10.898
15.132
113
Nanda Parbat
Hallo,

danke für die Erklärung. Dann ist es bei mir wirklich nur falsch angekommen.

Und ich hatte tatsächlich auch schon mal eine Klarus-Lampe aus der als robust bekannten XT-Serie, die defekt bei mir ankam.

Und das häßliche T-Grün findet man u.a. übrigens auch bei Surefire (z.B. beim doch recht hochpreisigen R1 Lawman), auch das sollte mal genannt werden. :)

Viele Grüße,
Markus
 

LaLeLu

Flashaholic**
24 Januar 2012
1.881
432
83
Willich
Ich denke, im Wesentlichen betrifft das die Fälle, in denen mit der Lampe eigentlich alles in Ordnung ist, aber das Problem - wie so oft beim PC - davor sitzt ... ! :peinlich:

Deshalb stimme ich Amaretto vollständig zu : Manche sollten ihre Formulierung vorsichtiger wählen. :mad:

Eine Möglichkeit wäre etwa die Frage : "Lampe XY - mach' ich was falsch oder ist sie defekt ?", und dann im Text lediglich eine möglichst neutrale, sachliche, also emotionslose ( ! ) Beschreibung des Problems und eine (möglichst chronologische und übersichtliche) reine Darstellung, wie man versucht hat, das Problem zu lösen ("Fakten, Fakten, Fakten !" :) ).

Ich bin davon überzeugt : Damit lassen sich die meisten "Handlingsfehler" sicher ausfiltern ! :thumbsup:

Gruß,

Joachim.
 

Xandre

Flashaholic***²
8 März 2011
13.284
5.557
113
BaWü
Finde ich gut, dass hier so offen miteinander umgegangen wird. :thumbup:

Da gebe ich Amaretto recht,
wenn in der Überschrift was "Negatives" steht , bleibt das hängen.

Wenn manche sich mit der neuen Lampe und dem ganzen Zuberhör noch nicht auskennen, kommt es gerne mal zu so Überschriften.
Oft ist es auch nur eine Kleinigkeit und die Lampe funzt wieder.

Klar ,wenn eine Lampe kaputt ist, gibt es nichts zu beschönigen.
Da hat dann wohl die Endkontrolle gepennt.

Gruß Xandre
 

amaretto

Moderator
Teammitglied
12 August 2010
22.108
27.463
113
NRW
Also nochmals, TN macht durchaus Fehler und Defekte, nichts soll verschwiegen werden. ;)
Leider trifft doch mehr und mehr ein, was ich immer von Anfang an vermeiden wollte: als Sprachrohr des Herstellers missverstanden zu werden. :(


Der Anlass für diesen Thread war übrigens ein anderer. Ich hatte im Forum gelesen, dass jemand über einen vermeintlichen Akku-Defekt geschrieben und dies auch so in der Threadüberschrift benannt hatte.

Er fragte nach einem möglichen Defekt des Akkus, da eine Lampe mit diesem Akku flackern würde. Der Akku habe eine (offenbar Ruhespannung!) von unter 3V. Unter Last dann noch entsprechend weniger.

Möglicherweise hat also die Lampe die Unterspannung als Akkuwarnung signalisiert.

Was mir beim Überfliegen der Überschriften im Forum hängen blieb (nicht jeder liest in dem entsprechenden Thread dann die ganze Geschichte) war -überspitzt ausgedrückt-, dass Hersteller xy womöglich defekte Ware anbietet.

Das soll keine Kritik an dem möglichweise noch nicht so erfahrenen Schreiber verstanden werden. Aber vielleicht hilft der eine oder andere Tip zum Nachlesen, dass etwaige Missverständnisse vermieden werden.
 

Xandre

Flashaholic***²
8 März 2011
13.284
5.557
113
BaWü
Und schon hat Nkon eine schlechte Kritik
nur weil ein "Anfänger" so eine Überschrift postet...

Gruß Xandre
 

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
10.898
15.132
113
Nanda Parbat
In solchen Fällen wie bei dem Akku darf dann meiner Meinung nach auch ruhig die Moderation eingreifen und den Threadtitel berichtigen. So etwas würde zumindest ich nicht als "Zensur" betrachten, sondern als Richtigstellung.

Viele Grüße,
Markus
 

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
10.898
15.132
113
Nanda Parbat
Selbst die Nennung des Händlers im Threadtitel ist in diesem Fall ..... zumindest fragwürdig, meinem Empfinden nach. Da kann ja der Händler nichts dazu; der kontrolliert und misst ja nicht jeden einzelnen Akku nach, der rausgeht. Den Aufwänd würde ihm keiner bezahlen wollen.

Viele Grüße,
Markus
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
1.265
622
113
nördlich v. München
www.salmanassar.de
Ich denke, man sollte den Aspekt nicht ausser acht lassen, daß manche scheinbaren (Benutzer-)Fehler zwar als RTFM-Fehler klassifizierbar sein können - aber die wahre Ursache in einem unintuitiven Design des Userinterfaces der Lampe zu suchen ist. Qualität muß sich ja nicht nur an der Materialauswahl/-verarbeitung zeigen. Geniale Lösungen sind oftmals solche, die man gar nicht direkt erkennt, weil sie so banal und einfach sind - erst im Vergleich mit dem komplexen Herumgestakse anderer sind sie als solche zu erkennen. :cool:
 
  • Danke
Reaktionen: elexx

cuxhavener

Flashaholic***²
7 März 2010
19.478
8.324
113
Ich habe schon öfter mal Threadtitel näher an den tatsächlichen Sachverhalt angepasst, wenn sich im Nachhinein herausstellte, dass dieser z.B. lautete "Lampe xy defekt" und sich später herausstellte, dass es nur ein Bedienfehler war oder der falsche Akku verwendet wurde.

Ich finde es auch sehr wichtig, dass man sich vorher Gedanken über den Threadtitel macht und diesen wirklich mit Bedacht wählt.
Wenn eine Lampe ohne Funktion ist und man den Grund noch nicht kennt, dann könnte der Titel z.B. lauten "Lampe xy ohne Funktion, wer kann helfen?"
Aber ich kann auch gut verstehen, dass man erstmal an einen Defekt denkt, auch wenn sich dann später herausstellt, das es nur ein Bedienfehler war.
Da ist der eigentlich unbegründete Ärger dann erstmal groß und man möchte seinen Unmut kund tun.
Ist mir vielleicht irgendwann auch schonmal passiert, davon kann sich wahrscheinlich kaum jemand freisprechen.
Doch wenn man später mal feststellt, dass der Threadtitel nicht mehr passt, dann sollte man auch den Mut haben, diesen anzugleichen oder einen Moderator darum zu bitten.
Am schnellsten ist der Weg, einfach den ersten Beitrag eines Threads zu melden und in die Meldung zu schreiben, dass man um eine Threadtiteländerung bittet, gern auch mit Vorschlag für den neuen Titel.

Und jezt noch etwas OT zum Thema Qualität von Taschenlampen:
Ich sehe es zur Zeit als recht kritisch an, dass einige Taschenlampenhersteller ein Bedinkonzept haben, welches über ein Lösen und Festziehen des Batterierohres funktioniert, die entsprechenden Kontaktflächen auf der Platine aber sehr dünn realisiert wurden, obwohl es dort Reibung zwischen Kontaktfläche und Batterierohr gibt.
So manch ältere Taschenlampe hatte da noch einen dicken Ring (Messing oder ähnliches) aufgelötet, bis dieser durch ist, ist man dann wahrscheinlich eher unter der Erde.
Den dünnen Leiterbahnen traue ich dagegen, insbesondere bei wenig Schmierung, nur sehr wenig Lebensdauer zu.
Da frage ich mich wirklich, wie lange diese dünnen Leiterbahnen denn nur halten sollen.
Wird das alles nur für den Flashaholic produziert, der die Lampen kurz testet und dann wegstellt?
Wenn ich schon viel Geld ausgebe, dann möchte ich eine robuste und langlebige Taschenlampe, die auch für den Dauereinsatz bestens geeignet ist.
Ich möchte hier auch keine Hersteller mit dem genannten Schwachpunkt nennen, denn da gibt es wirklich so einige.
Ein Grund mehr, einige meiner alten Lampen zu behalten, die auf der Platine einen dicken Kontaktring aufgelötet haben.


Viele Grüße
Klaus
 

Gammel

Flashaholic***
1 Dezember 2010
6.321
3.611
113
Gronau-Epe, an der niederländischen Grenze
@ schopi68:

Klar, aber über das UI muss ich mich schon informieren, bevor ich eine Lampe kaufe.

Ansonsten darf ich nachher auch nicht dran rummeckern oder gar der Lampe einen Defekt unterstellen.

Ich denke, darum geht es doch hier.

Klar kann man schreiben, dass einem das UI nicht gefällt oder liegt oder dass man Geblinke blöd findet.

Das ist aber nicht die Schuld der Lampe....

...sondern eher eines uninformierten Käufers.

Gruß,

Bodo
 
  • Danke
Reaktionen: Dark Laser
21 Dezember 2014
21
25
0
7) Für die Behebung kleinerer "Fehler" siehe unter Nr. 6):
- verschmutzte/oxidierte Kontaktflächen reinigen
- lose Teile festziehen
Eigentlich kann man hierbei gar nicht von Defekten reden.

Ein Produkt, das den Kunden errreicht, sollte frei von technischen Fehlern sein, die dessen bestimmungsgemäßen Gebrauch be- oder gar verhindern.

Wenn also vor dem Einsatz des Produktes erst einmal eine "Erstwartung" durch den Kunden erfolgen muß (Beseitigung von Produktionsrückständen die den Betrieb gefährden oder verhindern, Festziehen von Schalterbefestigungen etc.), dann kann man imho sehr wohl von Defekten reden.
Auch wenn diese "Bagatelldefekte" für den erfahrenen Nutzer, der den entsprechenden Sachverstand und das ggfs. nötige Werkzeug hat, keine große Sache sind, sorgen sie doch beim weniger versierten Kunden für Frust und berechtigte Zweifel an der Produktqualität.



Nicht, dass ihr mich falsch versteht: Über tatsächlich defekte Produkte soll gern diskutiert werden. Doch es gibt genügend Fälle, in denen sich etwaige Defekte als etwas anderes herausgestellt haben. Und in diesen Fällen bleibt dennoch oft Negatives zurück.

Daß auch bei o.g. Bagatelldefekten ein negativer Eindruck zurückbleibt, ist auch gerechtfertigt. -wenn ein Hersteller sich z.B. dazu entscheidet, seine Produkte "über den Preis" an den Kunden zu bringen und an Qualität und Kontrollen spart, dann wird das eben durch verstärkt auftretende Forenberichte publik.

Der potentielle Käufer ist halt erst einmal darüber informiert, daß er ggfs. mit seinem Kauf Qualitätsroulette spielt...

Selbstverständlich können diese Defekt-Threads zu Generalabrechnungen von Unzufriedenen werden und vereinzelt wohl bei jedem Hersteller auftretende Probleme könnten von manchen Übervorsichtigen auch überbewertet werden.

Allerdings hat sich in jedem vernünftigen Forum, das ich kenne, auch in jedem dieser Threads jemand gefunden, der übereifrige Kritiker ggfs. wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat.

Meine persönliche Bilanz: 8 Hersteller- kein Defekt; 2 Hersteller-jeweils ein Bagatelldefekt. Ein Hersteller, von dem ich 8 Lampen gekauft habe- Bagatelldefekte an 3 Lampen, eine Lampe Totalausfall.

Die Lampe, die bei der dritten Benutzung gestorben ist, habe ich übrigens gekauft, obwohl ich -auch aufgrund auch von Berichten hier- schon den Eindruck hatte, daß der Hersteller Qualitätsprobleme hat.

Ich lese jedoch nicht nur Threadüberschriften und bilde mir ein, fundierte von unsachlicher Kritik unterscheiden zu können, deshalb sehe ich hier nicht unbedingt einen Handlungsbedarf. Völlig unkritsche Lobgesänge im ersten Überschwang der Begeisterung für eine neue Lampe können andere Kaufinteressenten schließlich genauso in die Irre führen...

Davon abgesehen ist es natürlich in jeder Lebenslage immer schlau, vor dem blindwütigen Draufhauen erst einmal vorsichtig anzufragen....;)

Gruß,

Peter
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
1.265
622
113
nördlich v. München
www.salmanassar.de
Da bin ich ganz anderer Meinung. Wenn ich die Anleitung mitnehmen muß um ein eigentlich einfaches Produkt zu bedienen, dann ist das Produkt nicht ausgereift - speziell, wenn das nur bei einzelnen Herstellern der Fall ist. Da nützt es auch nichts zu sagen, daß ich mich vorher informieren muß. Bei einem Produkt für 50€ erwartet der Kunde im Vorfeld, daß es ähnlich einfach bedienbar ist, wie gleichartige Produkte anderer Hersteller.

Ich habe es selbst immer wieder erlebt, daß sich in der Funktion grundsätzlich ähnliche Geräte in der Bedienung himmelweit unterscheiden. Da habe ich die Anleitung beider Geräte gelesen - und nach 10 Jahren konnte ich nur eines noch in Betrieb nehmen ohne die Anleitung wieder aus der Schublade zu holen.

Es ist eine Krankheit vieler Techniker oder technisch orienterter Menschen, daß sie Benutzerschnittstellen nicht für den Benutzer entwerfen, sondern die interne Struktur des Gerätes nach aussen projezieren. Besonders deutlich wird derartiges bei Softwareentwicklung.
;)
 
  • Danke
Reaktionen: elexx

LaLeLu

Flashaholic**
24 Januar 2012
1.881
432
83
Willich
(...) Ich lese jedoch nicht nur Threadüberschriften und bilde mir ein, fundierte von unsachlicher Kritik unterscheiden zu können, deshalb sehe ich hier nicht unbedingt einen Handlungsbedarf. (...)
Davon abgesehen ist es natürlich in jeder Lebenslage immer schlau, vor dem blindwütigen Draufhauen erst einmal vorsichtig anzufragen....;)

Zu diesen Unterscheidungen scheint aber - leider ! - nicht jede/r in der Lage ! :(

Deshalb bin ich anderer Ansicht, was den Handlungsbedarf angeht.

Es stellt sich lediglich die Frage, was passieren soll ? Eingriffe der Moderatoren halte ich im 1. Schritt weder für wünschenswert noch notwendig, wenn sich alle an den obigen Vorschlag halten. Erst wenn das nicht funktioniert, sollten die Mods eingreifen (müssen).

Gruß,

Joachim.
 

amaretto

Moderator
Teammitglied
12 August 2010
22.108
27.463
113
NRW
Es muss ja nichts passieren, aber ich fand es schon wichtig, den Punkt zumindest einmal angesprochen zu haben. Wir müssen auch nicht alle die gleiche Meinung vertreten.

Ich wäre schon froh, wenn diese Diskussion den unerfahreneren Flashies helfen würde, etwaige Probleme zu beseitigen und auf der anderen Seite dazu führen könnte, dass Threadtitel differenzierter oder präzieser gewählt werden. Das gilt übrigens auch für Threadtitel wie "suche helle Lampe".
 
  • Danke
Reaktionen: Tekas

Gammel

Flashaholic***
1 Dezember 2010
6.321
3.611
113
Gronau-Epe, an der niederländischen Grenze
@ schopi68:

Kann ich nicht nachvollziehen!!!

Wenn ich mir eine Taschenlampe zulegen möchte, zumal evtl. als Nicht-Flashie und dann auch noch viel Geld dafür ausgebe, dann informiere ich mich auch über das Produkt.
Man kann nicht wer weiß wie viele Features haben (wollen) und die Bedienung so einfach wie bei einer Maglite erwarten!

Das liegt doch in meiner Verantwortung als Käufer, zu schauen, wofür ich mein Geld ausgebe!!!

Gruß,

Bodo
 

Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
2.059
848
113
Ruhrpott
Da bin ich ganz anderer Meinung. Wenn ich die Anleitung mitnehmen muß um ein eigentlich einfaches Produkt zu bedienen, dann ist das Produkt nicht ausgereift

Zebralight: ~ 15 Funktionen mit einen Knopf, und wenn man sich mal durch die Anleitung gekämpft hat ist es auch ganz einfach, aber ohne Anleitung geht es nun mal nicht. Und ja ich denke ich kann ein Zebra auch in 10 Jahren noch bedienen ohne die Anleitung zu rate zu ziehen.

mfg
 
  • Danke
Reaktionen: Gammel

Tekas

Flashaholic**
23 November 2011
3.819
1.647
113
Die Köpfe sind halt verschieden, bei Menschen wie bei Lampen;). Der eine kann sich viele Bedienschritte über einen langen Zeitraum merken, der andere ist mit einer kleinen Auswahl an Möglichkeiten schon nach kurzer Zeit überfordert...

...und wenn man sich die ganzen Defekt-Threads mal so anschaut, passt da eben manchmal die Lampe nicht so recht zum Benutzer, bzw. dessen Selbstverständnis an Kompetenz einfach nicht so recht zur Technik der Lampe, bzw. zum Verständnis der für sie notwendigen Stromversorgung.

Aber egal wie es ausgeht, einen gewissen Unterhaltungswert hat es meistens schon und dafür liebe ich dieses Forum:D.

BTT: ich hatte bisher nicht den Eindruck, dass das TLF ausgesprochen untermoderiert ist, also was spricht dagegen bei Bedarf einen Threadtitel etwas anzupassen und aus einem 'Defekt' eine 'Fehlbedienung' oder einen 'Montagefehler' zu machen. Dann ein kurzer Hinweis 'Threadtitel angepasst' gepostet und alles ist gut.
 

Tekas

Flashaholic**
23 November 2011
3.819
1.647
113
Das kann halt nicht jeder und so werden die Mods wenigstens nicht arbeitslos;).
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
1.265
622
113
nördlich v. München
www.salmanassar.de
Die Köpfe sind halt verschieden, bei Menschen wie bei Lampen;). Der eine kann sich viele Bedienschritte über einen langen Zeitraum merken, der andere ist mit einer kleinen Auswahl an Möglichkeiten schon nach kurzer Zeit überfordert...

Ähm... wohlgemerkt gehörte ich früher zu ersterer Kategorie (keine Ahnung mehr wie das heute einzuschätzen ist). :D
Das Problem ist vielfach: was für einen Techniker der etwas entwirft "intuitiv" und "logisch" erscheint, kann für den Benutzer nachher genau das Gegenteil sein - weil er nicht beim Bedienen eine Vorstellung davon hat, was technisch im Detail im Gerät gerade miteinander interagiert.

Bisweilen ist es aber auch einfach die Situation, daß etwas anders als "gewohnt" gelöst wird. Für mich sind Beispielsweise TLs bei denen ich zum Einschalten eine Sekunde lang drücken muss ein Graus. Bei meiner ersten Begegnung mit solch einer Lampe (ohne sie vorher zu kennen oder zu wissen, daß das bisweilen so gehandhabt wird), vermutete ich auch einen Moment lang einen Defekt. Ich kann verstehen, daß damit versehentlichem Einschalten vorgebeugt werden soll - doch muß ich mich dann fragen, ob es wirklich notwendig ist, den Schalter ohne Druckpunkt und mit einem Hub <0,1mm zu bauen. :confused:
 

Lampenheinz

Flashaholic
30 Januar 2014
101
23
28
Vor lauter Nebel nicht zu erkennen
Wenn also vor dem Einsatz des Produktes erst einmal eine "Erstwartung" durch den Kunden erfolgen muß (Beseitigung von Produktionsrückständen die den Betrieb gefährden oder verhindern, Festziehen von Schalterbefestigungen etc.), dann kann man imho sehr wohl von Defekten reden.
Von einem Defekt meiner Ansicht nach nicht direkt, aber es ist auf jedem Fall dem Hersteller anzukreiden und darf auch meiner Ansicht nach nach außen kommuniziert werden. Bei Google informiert sich auch Otto Normalverbraucher- wenn WIR so Sachen wie schlampige QK beim Hersteller nur noch unter den Teppich kehren würden, ist das ja OK- aber Otto ist halt nicht in der Lage (und Stimmung), mal kurz ne O-Ring neu einzusetzen, oder sonst was an ner neuen Lampe für 80€ zu basteln.

Ich lese jedoch nicht nur Threadüberschriften und bilde mir ein, fundierte von unsachlicher Kritik unterscheiden zu können, deshalb sehe ich hier nicht unbedingt einen Handlungsbedarf
Bei einem kurzen Google-Check über ne Taschenlampe springen Otto schon erstmal nur Überschriften ins Auge. Wenn da von 20 Suchtreffern bei 14 dransteht "Lampe schlecht, kommt kein Licht raus", dann sucht und liest er nicht weiter. Wenn die 14 mal dransteht "kurze Frage zu meiner Lampe" oder "Frage zu Lampenbedienung", dann klingt das einfach etwas weniger übel, und dann liest man sich das eher durch.

Meiner Meinung nach macht da der Ton sehr viel aus, grad in der Überschrift. Und Fakt ist, daß wir uns darüber im Klaren sein müssen, daß unser Forum hier die erste und größte Google Trefferbasis ist, wenn jemand irgendwelche Tschenlampen googelt. Und Fakt ist auch, daß man da einfach zwischen uns allen hier und einem Otto Notmalverbraucher unterscheiden muß.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Danke
Reaktionen: amaretto und Gammel

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
1.265
622
113
nördlich v. München
www.salmanassar.de
@ schopi68:

Kann ich nicht nachvollziehen!!!

Wenn ich mir eine Taschenlampe zulegen möchte, zumal evtl. als Nicht-Flashie und dann auch noch viel Geld dafür ausgebe, dann informiere ich mich auch über das Produkt.
Man kann nicht wer weiß wie viele Features haben (wollen) und die Bedienung so einfach wie bei einer Maglite erwarten!

Gerade als Nicht-Flashie kannst Du doch gar nicht einschätzen, wo die Fallstricke beim Produkt sind. Sprich Du weißt überhaupt nicht die richtigen Fragen zu stellen um Dich zu informieren. Wie oft hat man nach einem Produkt recherchiert und stellt nach dem Kauf erschreckt fest, daß es an irgendeiner ganz anderen Stelle eine ganz andere nervige Eigenschaft hat.

Ich kenne eigentlich niemanden, der nicht schonmal in der Situation war, sich über irgendetwas an einem seiner gekauften technischen Geräte zu ärgern, von dem er beim Kauf noch nicht wusste.
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
1.265
622
113
nördlich v. München
www.salmanassar.de
Zebralight: ~ 15 Funktionen mit einen Knopf, und wenn man sich mal durch die Anleitung gekämpft hat ist es auch ganz einfach, aber ohne Anleitung geht es nun mal nicht. Und ja ich denke ich kann ein Zebra auch in 10 Jahren noch bedienen ohne die Anleitung zu rate zu ziehen.

Hmmm... Da hast Du mir etwas voraus. Ich weiß heute schon, daß ich, wenn ich meine Zebra jetzt in eine Ecke legen würde, in 10 Jahren nicht mehr wüsste, wie oft ich Doppelklick machen muss um irgendeinen Sub-Modus umzukonfigurieren. :S
DAS Spiel mit Geräten von denen ich einmal dachte, ich würde sie im Schlaf beherrschen, habe ich leider schon ein paar Mal durchgemacht.
Auf Anhieb fällt mir da z.B. mein HP-28S ein. Früher habe ich das Ding förmlich mit ins Bett genommen und darauf alles bis hin zum Apfelmännchen programmiert. Heute kann ich aus dem Kopf darauf nichtmal mehr die Einheitenkonvertierung anwenden. Und das, obwohl mir das Teil seinerzeit völlig intuitiv vorkam (nach dem Lesen der Anleitung).
 

9x6

Flashaholic**
2 Dezember 2012
3.860
1.633
113
Berlin
Was ist von den Alternativen Nr. 4 - 7 zu halten?

Wenn die falschen Erwartungen des Käufers an der übertriebenen, fast jubilierenden, beschönigenden Beschreibung des Herstellers oder Händlers liegen, trägt der Hersteller oder Händler eine erhebliche Verantwortung für die Enttäuschung des Käufers. Es muss im Interesse des Herstellers und Händlers liegen, den Kunden aufzuklären unter welchen Bedingungen z.B. bei der Stromversorgung mit guten Ergebnissen zu rechnen ist.

...sollte man folgendes prüfen:

- sind die Akkus richtig herum eingelegt?

Hier gibt es Verbesserungspotential bei den Herstellern, das richtige Einlegen deutlich zu kennzeichnen oder sogar durch technische Maßnahmen sicherzustellen. Schwarze Pfeile auf schwarzem Untergrund sind suboptimal.

- bei Bedarf alle Verschrauben fest anziehen. Bei den meisten Lampen muss für einen Stromfluss das Gehäuse sehr festgedreht werden (z.B. Thrunite Neutron). Manchmal lässt sich die Schalterkappe nicht weit genug auf das Batterierohr drehen, da sich ein Konterring gelöst hat oder womöglich ein Trageclip im Weg ist.

Offen gesagt halte ich die Notwendigkeit für ein sehr festes Anziehen für einen Konstruktionsmangel. Und ein sich zu leicht lösender Konterring oder ein ungünstig plazierter Clip ist auch nicht besser.

Genereller Tip: Multimeter zum Nachmessen des Ladezustands der Akkus kaufen. Billige Geräte kosten weniger als ein guter 18650er Akku und bieten bei regelmäßiger Messung ein Mindestmaß an Sicherheit im Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus. Eigentlich sollte jeder Flashie ein Multimeter oder andere Messmöglichkeit für Akkus besitzen.

"Vollste" Zustimmung. Das nutzt aber wenig, wenn nicht zumindest Grundkenntnisse vorhanden sind.

7) Für die Behebung kleinerer "Fehler" siehe unter Nr. 6):
- verschmutzte/oxidierte Kontaktflächen reinigen
- lose Teile festziehen
Eigentlich kann man hierbei gar nicht von Defekten reden.

Mangelhafte Endmontage ist aber schon ein Herstellerfehler, insbesondere dann, wenn das häufig passiert. Hier könnte ein Thread mit deutlichen Hinweisen zu viele unnötigen Rücksendungen verhindern helfen.

Nicht, dass ihr mich falsch versteht: Über tatsächlich defekte Produkte soll gern diskutiert werden. Doch es gibt genügend Fälle, in denen sich etwaige Defekte als etwas anderes herausgestellt haben. Und in diesen Fällen bleibt dennoch oft Negatives zurück.

Mehr Tatsachen mit zusammenhängender Frage im Titel könnte helfen und nicht schon ein ein vermutetes Ergebnis wie "Akku ist defekt". Bei einem Thread, dessen Titel jetzt geändert wurde, war ich von dem Titel und dem undeutlichen, unvollkommenen Inhalt (welche Lampe flackert wie unter welchen Umständen?) so genervt, dass ich wegen Müdigkeit und weil ich befürchtete, selbst zu krass und unhöflich zu reagieren, gar nicht erst geantwortet habe. Ich bewundere andere Nutzer und die Moderatoren, die sich selbst so gut unter Kontrolle haben.

Gruß Jörg
 

Gammel

Flashaholic***
1 Dezember 2010
6.321
3.611
113
Gronau-Epe, an der niederländischen Grenze
@ schopi68:

Alles klar.

Dann müssen die Verbraucherschützer alle komplizierten UI's verbieten und die Predator Pro wird indiziert!

Und alle Lampen haben nur noch einen Knopf und "An" und "Aus".

Dann kann jeder ne Lampe kaufen und sich sicher sein, dass er damit klar kommt.

Das kann doch wohl nicht Sinn der Sache sein!!

Gruß,

Bodo
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
1.265
622
113
nördlich v. München
www.salmanassar.de
Na na... Soviel Sarkasmus ist jetzt aber schon kontraproduktiv. :cool:

Verbraucherschützer werden sich hier gewiß nicht einklinken, wir reden hier ja auch nicht von einer vorsätzlichen Kundentäuschung, sondern von guten und nicht so guten Produkten. ;)

Und ja - DOCH! Es ist Sinn der Sache, daß wir uns nicht irgendetwas schönreden weil wir es so geil finden, wenn eine Taschenlampe über 125 Tastenkombinationen einschalten können - sondern daß wir uns überlegen, was man noch besser machen könnte. Nur so werden die Produkte besser.

Ohne den Willen zur Verbesserung hätten wir auch heute noch Videorecorder, die durch das Abtippen von Zahlencodes aus einer Programmzeitung programmiert werden können.

Wenn ich zwei Geräte mit ähnlichem Funktionsumfang habe und eines davon können 90% der Nutzer ohne Anleitung bedienen, das andere nur 10% der Nutzer, dann ist ist das zweite Gerät aus Sicht der Nutzer ziemlich eindeutig schlechter (und wird mehr Foreneinträge unzufriedener Benutzer - und letztlich auch einen ungünstigeren Stand des Herstellers erzeugen).

Das zweite Gerät müsste technisch schon deutlich besser sein (langlebiger, leichter, kleiner...) um sein schlechtes UI zu kompensieren.

Zudem kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Taschenlampen werden nicht selten für Notfallsituationen oder in Situationen in denen es ohne Licht schnell zu einem Notfall kommen kann eingesetzt. In solchen Situationen häufen sich Fehlbedienungen selbst bei sehr erfahrenen Benutzern. Das läßt sich dann auch im Nachhinein nicht mehr schönreden (Du hättest halt eine andere Lampe kaufen sollen).
 

Gammel

Flashaholic***
1 Dezember 2010
6.321
3.611
113
Gronau-Epe, an der niederländischen Grenze
Naja, da kommen wir nicht zusammen...

Gerade wenn es eine Notfalllampe ist, kann ich erwarten, dass derjenige, der sie im Notfall nutzen will, sich auch mit ihr auseinander gesetzt hat.

Und zwar sowohl vor wie auch nach dem Kauf.
Sonst muss er sich schon an die eigene Nase fassen, wenn was schief geht.

Ich habe auch viele Lampen ausprobieren müssen, um für den Dienst die Beste(n) zu finden.
So ist das halt.

Abgesehen davon sind die Geschmäcker verschieden...

Alle finden das Zebralight-UI so toll, mir liegt es nicht.
Viele finden Forward-Clickies toll, ich mag lieber Reverse...

Also finde ich die Diskussion irgendwie müßig.

Wenn ich eine einfache Lampe will, darf ich mir keine komplizierte kaufen.

Aber alles einfach und einheitlich zu machen, nur damit auch wirklich jeder es sofort begreift, am besten ohne sich mal ansatzweise damit beschäftigt zu haben....

Wer's so will, ich auf jeden Fall nicht!

Gruß,

Bodo
 
  • Danke
Reaktionen: LaLeLu

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
1.265
622
113
nördlich v. München
www.salmanassar.de
Naja, da kommen wir nicht zusammen...

Gerade wenn es eine Notfalllampe ist, kann ich erwarten, dass derjenige, der sie im Notfall nutzen will, sich auch mit ihr auseinander gesetzt hat.

Und zwar sowohl vor wie auch nach dem Kauf.
Sonst muss er sich schon an die eigene Nase fassen, wenn was schief geht.

Nuja... das widerspricht halt einfach den Erfahrungen aus der Unfallforschung. Diese zeigen immer wieder, daß in Notfallsituationen selbst vielfach geübte Handgriffe "vergessen" werden, bzw. aus einem Reflex heraus immer wieder und wieder irgendetwas anderes probiert wird.
Das kenne ich beispielsweise aus der Unfallforschung beim Klettern (in Hallen). Der Kletternde wird da mit einem mehr oder weniger komplizierten Gerät von einer zweiten Person über das Seil gesichert. Es kommt da immer wieder zu Unfällen. Es zeigt sich da regelmäßig in Untersuchungen, daß es bei bestimmten Geräten häufiger zu Unfällen kommt - nicht weil diese Geräte an sich mangelhaft oder die Benutzer ungeübt wären, sondern weil es in der Schrecksekunde des Fallens zu einer gravierenden Fehlbedienung kommt. Einige Kletterhallen haben aus diesem Grund auch schon die Benutzung bestimmter Geräte untersagt.

Gut, bei Taschenlampen ist das direkte Risiko bei einer Fehlbedienung nicht so groß, doch ich will damit auch nur aufzeigen, daß es für den Notfall eben nicht genügt, die Anleitung auswendig zu kennen. :)

Das die Geschmäcker verschieden sind ist völlig richtig. Ich persönlich favorisiere (ausser bei Schlüsselbundleuchten) Forward Clickie mit getrenntem Mechanismus zum Einstellen des Modus. Doch das ist jetzt beispielsweise ein Feature, bei dem ich nicht unbeding von Gut oder Schlecht reden will. Das ist eine Eigenschaft, die ich beim Einschalten der Lampe sofort erkenne und die mir nicht in zwei Jahren Probleme bereitet weil ich dafür die Anleitung benötige.

Ich habe letztlich auch nichts gegen versteckte Spezialfeatures (wenn die einmal konfigurierten Optionen dann gut zu erreichen sind), doch um zum Thema zurückzukommen - vielleicht bin ich da jetzt auch zuweit abgedriftet - der Benutzer sollte nie (aufgrund mangelnden Wissens) das Gefühl haben, seine Taschenlampe sei defekt. :D
 
  • Danke
Reaktionen: Easyrider

ger-slash

Moderator
Teammitglied
15 Dezember 2013
7.444
5.902
113
Rhein-Sieg-Kreis
Ich sehe das ähnlich wie Bodo. Es gibt genügend einfache Lampen zu kaufen, mit denen selbst Oma Schawotke gut klar kommen würde. ;)

Kauft man sich jedoch eine Lampe, die technisch anspruchsvoller ist, sollte man sich damit auseinander setzen. Und Li-Ion Akkutechnik setzt ein gewisses Grundwissen voraus. Darin dürften wir uns wohl alle einig sein. :confused:

Jetzt könnte ich in den nächsten Laden für Boote gehen und mir ein Schlauchboot kaufen. Das könnte ich bedienen, mit einer Yacht oder einem Segelboot wäre ich schon überfordert. Der böse Hersteller, der das so baut dass ich das nicht schaffe!! :rolleyes:

Ich nehme mal die neue Imalent DDT40 als Beispiel. Das Ding ist nicht nur eine Taschenlampe und da muss man sich in die Bedienung schon etwas einarbeiten. Passt mir das nicht, kaufe ich eine Mag.

Ich glaube nicht, dass man es im Leben allen Recht machen kann, egal worum es geht. Wenn man sich mal "Schrott" gegönnt hat, lässt man ihn eben wieder gehen und legt es unter Erfahrung ab.

Grüße an Alle
Lothar
 
  • Danke
Reaktionen: Gammel

LED

Flashaholic**
19 März 2011
3.346
1.830
113
Da bin ich ganz anderer Meinung. Wenn ich die Anleitung mitnehmen muß um ein eigentlich einfaches Produkt zu bedienen, dann ist das Produkt nicht ausgereift - speziell, wenn das nur bei einzelnen Herstellern der Fall ist. Da nützt es auch nichts zu sagen, daß ich mich vorher informieren muß. Bei einem Produkt für 50€ erwartet der Kunde im Vorfeld, daß es ähnlich einfach bedienbar ist, wie gleichartige Produkte anderer Hersteller.

Auch wenn ich es hasse, Anleitungen lesen zu müssen, sehe ich das etwas anders. Meine HDS EDC konnte ich nicht ohne Anleitung bedienen. Wenn man sich da aber einmal reigelesen hat, ist das eines der genialsten UI überhaupt:thumbsup:
Überhaupt gibt es so viele Bedienkonzepte, dass du fast keine moderne Lampe ohne Anleitung/ dich vorher einzulesen richtig bedienen kannst. Die Zeiten des digitalen schalters (an/aus) sind halt vorbei;)
 
  • Danke
Reaktionen: Gammel

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
1.265
622
113
nördlich v. München
www.salmanassar.de
Habe gerade mal bei HDS reingeschaut. Warum wohl bieten die eine "Pocket Reference Card" zum Download an. :D
z.B. bei der EDC Executive 21 Menüpunkte im UI. :eek:

Aber gut - so in etwa stelle ich mir aber auch eine moderne Lampe vor: Das UI läßt sich so anpassen, daß es für die persönlichen Befindlichkeiten taugt. Doch dieser Hersteller scheint mir allgemein interessant in seinem Qualitätsanspruch. Nicht jeder Hersteller beschreibt sei Produkt derart detailliert.
 

Lampenheinz

Flashaholic
30 Januar 2014
101
23
28
Vor lauter Nebel nicht zu erkennen
Es ist Sinn der Sache, daß wir uns nicht irgendetwas schönreden weil wir es so geil finden, wenn eine Taschenlampe über 125 Tastenkombinationen einschalten können - sondern daß wir uns überlegen, was man noch besser machen könnte. Nur so werden die Produkte besser.
Da sind wir aber teilweise selber schuld. Ne Lampe, die man nur noch ein- und ausschalten kann, kauft sich doch heute niemand mehr. Je mehr unterschiedliche Sachen ne Lampe beherrst, desto besser finden sie alle, weil sie ja praktischer wird, wenn sie möglichst viel kann. Daß es für viel können auch viele unterschiedliche Schalter geben muß, übersehen wir dabei. Wie sollen es die Hersteller denn machen? Keiner will Knöpfe oder Tastenkombis, aber alle wollen viele Funktionen. Dilemma für die Hersteller :)

Gerade wenn es eine Notfalllampe ist, kann ich erwarten, dass derjenige, der sie im Notfall nutzen will, sich auch mit ihr auseinander gesetzt hat.
Nein, finde ich nicht. Gelerntes vergißt man bei Panik. Hier muß es völlig intuitiv sein. Gerade für den Notfall würde ich klipp und klar sagen, eine eigene Lampe- an und aus. Und nicht das All-Day Spielzeug vom letzten Flashietreffen mit 12 Modi auf einem Clicky.
 

Gammel

Flashaholic***
1 Dezember 2010
6.321
3.611
113
Gronau-Epe, an der niederländischen Grenze
Im Dienst nutze ich z.Zt. eine Lynx.

Das UI ist super, nichtsdestotrotz muss man sich mit Lampe und Bedienung beschäftigt und auch etwas geübt haben.

Wer das nicht möchte, kauft sich dann als Notfalllampe tatsächlich ein ganz einfaches Modell, ist ja auch völlig ok.

Ich finds bloß nicht ok, sich irgendwas zu kaufen, das alles mögliche können soll und dann nachher zu meckern, dass es zu kompliziert ist...

Gruß,

Bodo