Keenwin A11 und P11

lightbeam

Flashaholic**
22 Dezember 2010
2.323
988
113
Hallo,

heute hab' ich hier die neuen Keenwin A11 und P 11 für Euch.



Vielen Dank an den Taschenlampen-Papst , er hat sie mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Außerdem habe ich das Format für die Bilder geändert, seit ich weiß, dass manche user die damit verbundenen kürzeren Ladezeiten schätzen.
Das war mir vorher nicht bewußt.


Diesmal gestaltet sich der auszupackende Inhalt als sehr übersichtlich, denn eine Bedienungsanleitung ist lediglich auf der Packung aufgedruckt, auch ein Holster sucht man vergebens, lediglich jeweils 2 Ersatz - O - Ringe und je eine Reserveschalterkappe befinden sich, außer der Lampe selbst, an Bord.




Die Anfassqualität ist jedenfalls schon einmal sehr gut, die Lampengehäuse machen einen sehr robusten Eindruck.



Dieser setzt sich beim Auseinanderschrauben fort:

Hier die A11 in Einzelteilen:


Head der A11:


Headseitiges Gewinde der A11, beeindruckende Materialstärke des Tubus:


Die Einzelteile der P11:







Die Keenwin A11 en detail:

Alubody, Typ III-Anodisierung, jeweils einfach durch O-Ring abgedichtete und vorgefettete Schraubgewinde.
Wasserdicht nach IPX 8

Länge: 100,5mm,
Headdurchmesser: 25,5mm
Tubusdurchmesser: 21,5mm

Gewicht (ohne Batterien): 58,3g

Stromversorgung: 1xAA
Arbeitsspannungsbereich: 1,2 - 3,6V
Arbeitsstromfluß: zwischen 0,5 und 1A

LED: Cree XP-G R5
Reflektor: smooth


Bedienung:

Die Mignonzelle, wahlweise auch Akku, mit dem + Pol headwärts in die Lampe einschieben, zuschrauben und am Tailswitch einschalten.
Kein Momentlicht.
Über schnelles Auf- und Zudrehen des heads können insgesamt 4 modes angewählt werden: low, mid, high, SOS, low!

Die letzte Einschaltstufe wird gespeichert, außer, die Lampe wird unmittelbar nach erfolgtem Ausschalten direkt wieder eingeschaltet, dann wechselt sie in den nächsten mode.

Tailstandfähig!


Interessant ist die Laufzeit auf high (150lm lt. Herstellerangabe):
Mit einem frisch geladenen Ansmann MAXe+ 2500mAh erreicht sie zwar nicht ganz die angegebenen 2 Stunden Laufzeit, aber 1,7 Stdn. (102min.) schafft sie damit mühelos.
Dabei kann sie das am Stück und ohne Unterbrechung, da sie nie mehr als gut handwarm wird.
Der Akku übrigens auch nicht, was für einen sehr schonenden Betrieb spricht.
Die Keenwin A11 beginnt nach diesen 102 min. kontinuierlich dunkler zu werden, was den anstehenden Akkuwechsel signalisiert, schließlich wollen wir unsere guten Akkus ja nicht tiefentladen.

Die 3 Helligkeitsstufen der A11 in unserem völlig abgedunkelten Kellerflur auf 6m Distanz zur Wand:

low


mid


high


Fenix LD20R4 turbo


Spot der A11 links, LD20 rechts, Distanz zum Boden = 2,5m


Die Herstellerangabe von 150lm auf max für die Keenwin A11 ist für mich angesichts des Vergleichs der Helligkeit mit der Fenix LD20 R4 (205lm, kein ANSI!) glaubhaft.

Der Übergang von spot zu spill ist recht weich, die Lampe bietet meines Erachtens einen guten Kompromiss zwischen throw und flood und ist damit für viele Anwendungen, bei ordentlicher Laufzeit, gut - sehr gut geeignet, gerade auch als EDC.
Befände sich ein passendes Holster im Lieferumfang, wär' sie für mich perfekt.
Sie passt aber auch so in jede Hosen - oder Jackentasche und stört dort nicht im geringsten.
Hell, robust und handlich, was will man mehr?


Die Keenwin P11 en detail:

Alubody, Typ III-Anodisierung, jeweils einfach durch O-Ring abgedichtete und vorgefettete Schraubgewinde.
Wasserdicht nach IPX 8


Länge: 136mm,
Headdurchmesser: 34,5mm
Tubusdurchmesser: 25,5mm

Gewicht (ohne Batterien): 160g

Stromversorgung: 1x 18650 oder 2x CR123
Arbeitsspannungsbereich: 2,5 - 6V
Arbeitsstromfluß: zwischen 0,5 und 1A

LED: Cree XP-G R5
Reflektor: smooth


Bedienung:

Den18650er, oder die 2 CR123, mit dem + Pol headwärts in die Lampe einschieben, zuschrauben und am Tailswitch einschalten.
Momentlicht! Morsefähigkeit!
Über Auf- und Zudrehen des heads kann zwischen insgesamt 2 modes umgeschaltet werden: low und high!
Angezogener head = high
gelöster head = low

Das geht zur Not aufgrund der Größe des heads auch ganz bequem mit einer Hand, da dafür nicht allzuviel Kraft aufgewendet werden muß.

Für mich persönlich sehr angenehm: Kein Geblinke!

Nicht tailstandfähig!



Die angegebene Laufzeit auf high von 2,5Stdn bei 280lm halte ich für minimal zu hoch angesetzt, zumindest für die weit verbreiteten 18650er mit 2400mAh.
Nach 85-minütigem Dauerbetrieb auf max betrug die Leerlaufspannung des von mir zum Laufzeittest verwendeten Solarforce 18650 2400mAh 3,74V, nach 95min. immer noch 3,70V.
Nach 108min. waren wir bei 3,64 angelangt, nach 111min. bei 3,62.
Bis auf 3,5V reize ich ungern aus.

Ich betrachte einen Li-Ion Akku bei einer Leerlaufspannung von 3,5V zwar als im grünen Bereich entladen. Bewegt sich diese Spannung immer zwischen 4,2V nach Aufladung und 3,5V nach Gebrauch, kann der Akku viele Jahre problemlos treue Dienste tun.
Je eher man aber den Akku wieder lädt, um so mehr Ladezyklen werden eben auch möglich, warum also ohne Not weit entladen?

Man kann aber schon mit einem 2400er 18650er locker 2 Stden Dauerbetrieb realisieren, mit einem 3100er (2900mAh realistisch) dürften die 2,5 Stden dann risikolos möglich sein.

Auch die Keenwin P11 erwärmt sich auf max. nie mehr als gut handwarm, ebensowenig der Akku, den ich nach spätestens 2-stündigem Dauerbetrieb auf max wechseln würde.

Die 2 Helligkeitsstufen der Keenwin P11 in unserem völlig abgedunkelten Kellerflur auf 6m Distanz zur Wand:

low


max


Fenix LD20 R4 turbo


P11 links, LD20 rechts


Auch hier ist der Übergang von spot zu spill weich gehalten, aber die Lampe hat das Zeug zu einem guten thrower.
Knallhell im spot, wird sie ordentliche Reichweiten erreichen können, ich schätze mal so bis zu praxisgerechten 150m maximal.
Reflektoren kann sie natürlich in noch viel größeren Entfernungen aufleuchten lassen, da dürften wohl locker 300m drin sein, vllt. auch mehr.

Fazit:

Mit der P11 ist dem chinesischen newcomer Keenwin meines Erachtens ein großer Wurf gelungen.
Vor allem die Bedienung gestaltet sich aufgrund ihrer Einfachheit sehr angenehm, ebenso der Verzicht auf alles, was blinkt.
In der Energieversorgung zeigt sich die Keenwin P11 recht flexibel, die Laufzeiten sind aus meiner Sicht praxisgerecht.
Die Lampe ist außerordentlich handlich und liegt sehr gut in der Hand.
Übrigens ist der Ring am Ende des Batterietubus abschraubbar. Ich persönlich würde ihn dranlassen, da er einen ordentlichen Halt bietet, wenn man die Lampe in Cigar-grip - Technik hält.

Tailstand wäre zwar auch schön gewesen, aber die Möglichkeit des Momentlichts bei leichtem Antasten des Tailswitch und die bequeme Erreichbarkeit desselbigen machen das in meinen Augen wieder wett. :)

Gruß
Roland :)
 

amaretto

Moderator
Teammitglied
12 August 2010
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27.460
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NRW
Die grüne Farbe macht mich wahnsinnig, aber der Rest ist schön zu lesen.
Danke für die Infos.
 

archangel

Flashaholic**
7 April 2011
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Danke für die Review dieser Exoten!

Und noch ein besonderes Danke für's Runterschrauben der Bildauflösung - ich gehöre zu den Usern die davon eindeutig profitieren! Dein Beispiel sollte Schule machen!! :thumbup:
 

lightbeam

Flashaholic**
22 Dezember 2010
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'Hätte noch gelb in petto!:D

@archangel: Ich dachte immer, mit den großen Bildern tue ich Euch was Gutes! :eek:
Allerdings, muß ich sagen, reicht diese Größe auch vollkommen aus.:)
Und da die Vorteile wohl überwiegen....:)

Gruß

Roland :)
 
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lightbeam

Flashaholic**
22 Dezember 2010
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Nun,

ich schätze mal, dass neben der äußerst robusten Bauweise und der super einfachen Bedienung die Laufzeit ein schlagendes Argument für so eine Lampe darstellen könnte.

Zumindest für den praktischen Einsatz dürfte die Lichtleistung locker ausreichen, wenn's natürlich in dieser Größe auch hellere Lampen gibt. :)
Die gibt's allerdings immer, es sei denn, man besitzt die Hellste!;)

Die größere Keenwin erreicht zudem eine sehr gute Reichweite, da sie aufgrud der verbauten LED einen sehr spottigen beam aufweist.
Wenn ich das nächste Mal beamshooten gehe, nehme ich die Lampe auf unsere 140m - Strecke mit, dann wird man sehen! :)

Gruß

Roland :)
 

Lichtinsdunkel

Flashaholic**
2 Juni 2010
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Witten
taschenlampen-tests.de
Danke fürs Review.
Allerdings frage ich mich immer wieder, welche Existenzberechtigung solche Lampen haben.
10 bzw. 12 cm lang, im Falle des grösseren Exemplares mehr als 150gr. schwer und dann nur so wenig Lichtleistung.
Das schafft meine Maxtoch ED5R-1 bei 28 Gramm und 6,5 cm Länge mit 280 Lumen locker und ist dabei noch eine vollwertige EDC.
Ganz zu schweigen von meiner Zebralight H 600 mit weniger als 10cm Länge und nur 39 Gramm, die aber satte 750 Lumen liefert.
Beim Gewicht der grösseren Keenwin gibt es schon mit praktisch identischer Grösse eine MTE mit annähernd 1000 Lumen und sinnvoller Lichtleistungsstaffelung.

Ist es nur der Preis, der solche Lämpchen wie die beiden Keenwin interessant macht oder warum kauft man sich solche leistungsschwachen "Funzeln" (sorry, etwas provokativ, aber im Kern der Sache doch richtig, oder?).
Grüße
Vielleicht sind wir einfach zu verwöhnt... Warum muss aus immer kleineren Lampen immer noch mehr Licht kommen? Das, was die Lampen leisten, reicht doch völlig für alle praktischen Anwendungen aus. Die Laufzeit ist okay, die Dinger sind robust - also alles im grünen Bereich.

Gruß
Walter