Gibt es gute Solar-Ladegeräte?

BolbyM

Flashaholic*
16 Februar 2012
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Hallo,
um auch unterwegs etwas unabhängiger zu sein, aber auch, um zuhause das Sonnenlicht besser zu nutzen, frage ich mich, ob es gute, fähige Solar-Ladegeräte gibt.
Ich muss regelmäßig NiMH- (AA und AAA) sowie Li-Ion-Akkus (18650, 14500, vllt auch bald 21700) laden.
Die NiMH lade ich mit einem BC700, die anderen mit einem Xtar.
Habt ihr bereits Erfahrungen damit sammeln können, Ladegeräte direkt über Solar zu betreiben? Gibt es da Konzepte?
Mir geht es in erster Linie nicht um Stromersparnis, denn das rechnet sich wahrscheinlich nie, sondern um Unabhängigkeit.
 

Tiberius

Flashaholic*
26 März 2019
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Erfurt
Wenn Deine Ladegeräte über USB mit Strom versorgt werden, dann wäre sowas hier interessant: IMars-SP-B21
Der Versand wäre hier aus der Tschechischen Republik. Von den Scherzartikeln - Ladegeräte mit eingebauten winzigen Solarzellen - würde ich jedenfalls abraten.
 
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steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
Von den Scherzartikeln - Ladegeräte mit eingebauten winzigen Solarzellen - würde ich jedenfalls abraten.
Dem kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen!

Ich sehe es auch wie @Tiberius und würde zu einem gängigen ordentlichen Ladegerät mit USB-Eingangsbuchse raten, so etwas wie z.B. das Nitecore UM2/UMS2 oder UM4/UMS4. Auch viele Ladegeräte von Xtar werden über einen gängigen USB-Anschluss versorgt und da gibt es noch viele andere Geräte mehr.

So etwas lässt sich dann flexibel nutzen und bei Bedarf mit einem handelsüblichen USB-Solarpanel betreiben.
Man sollte sich aber nicht blenden lassen: Die angegebene Maximalleistung solcher Panele lässt sich nur unter optimalen Bedingungen erreichen, die real erzielbaren Leistungen liegen üblicherweise deutlich darunter.
 

BolbyM

Flashaholic*
16 Februar 2012
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Danke für den Tipp mit dem USB-Lader.
Ein Gerät mit eingebauten Solarzellen soll es nicht werden, denn das so etwas nichts taugt, ist mir klar.
Bei dem Solarpanel darf es gerne etwas hochpreisiger (und potenter) sein, 21W scheint mir arg unterdimensioniert.
Ich war aber auch etwas ungenau mit meinen Angaben, denn mit unterwegs meinte ich keine Wanderausflüge, sondern Autofahrten. Es kommt mir also nicht darauf an, dass das Panel möglichst klein und leicht ist. Und gerade, weil ich es auch zuhause betreiben möchte, darf es gerne größer sein, man will ja auch mal fertig geladen haben ;)
 

Trabireiter

Flashaholic**
5 April 2012
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Realistisch betrachtet ist das in dieser Form zum Scheitern verurteilt.

Schon eine kurze Verschattung wird zum Abbruch der Ladung führen, es sei denn du hast ein Ladegerät, welches automatisch startet und den Ladevorgang beginnt. Selbst wenn du richtig Sonne hast kannst du dir so nicht sicher sein, ob nach paar Stunden die Akkus voll sind.
Das heißt also, du musst puffern und erst an den Puffer kommt dein Ladegerät. Das könnte zum Beispiel eine Powerbank sein, die muss aber auch wieder solarladefähig sein, was der Großteil nicht ist.

Oft ist die Ladeelektronik so ausgelegt, dass mit schwankendem Strom die Ladeleistung reduziert wird, aber sie erhöht sich nicht wieder, auch wenn mehr Strom zur Verfügung steht.

Wenn du nun nur begrenzte Panelfläche hast, dann willst du natürlich auch, dass die Leistung optimal genutzt wird. Hier ist eine MPPT (Maximum Power Point Tracking) Ladelektronik wünschenswert.

Viele der kommerziell erhältlichen Ladestationen haben sowas an Board, aber die sind groß und schwer und teuer. Dafür sind aber gleich USB (PD) Out, 12V out und oft auch 220V an Board.

Ich hab mir dafür selber was gebaut, aber das ist nicht jedermanns Sache, gerade wenn man keine passenden Akkus zum Puffern besitzt.
Normal häng ich da meinen 222Wh Feldakku dran, der kann dann in Ruhe laden.

Der weiße Kasten enthält einen MPPT Laderegler und ein 4S BMS (Battery Management System). Da kann ich dann irgendeinen meiner 4S Akkus dran hängen und muss keine Sorge haben, dass der Akku überladen wird oder, wenn keine Sonne scheint, dass der Akku langsam entladen wird.
Egal ob wenige mA oder 3A, es wird das geladen was die Sonne liefert.
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BolbyM

Flashaholic*
16 Februar 2012
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Okay, ich hatte gehofft, dass ich ohne Pufferbatterie auskomme, denn solche Geräte sind in der Anschaffung sehr kostspielig und dann doch eher richtig groß und schwer. Aber Deine Analyse kann ich nachvollziehen... leider :(
 

Tiberius

Flashaholic*
26 März 2019
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Erfurt
Bei dem Solarpanel darf es gerne etwas hochpreisiger (und potenter) sein, 21W scheint mir arg unterdimensioniert.
Da fehlten in Deinen Ausführungen ein paar Informationen. Ich selbst benutze das 135W-Panel des gleichen Herstellers. Das hat dann auch genug Reserve, wenn mal ein Wölkchen vorübertreibt. Handy-Schnellladen funktioniert über USB-C auch problemlos. Wenn man Angst hat, dass der Ladevorgang unterbrochen wird, kann man eine normale Powerbank zwischenschalten. Mann muß nur darauf achten, dass sie laden und entladen gleichzeitig kann. Die Edellösung ist dann so ein Solargenerator mit Akku und Wechselrichter zum Betrieb von 220V-Verbrauchern... Aber eigentlich braucht man den Akku nur, wenn man auch noch nachts Strom haben möchte.
 

Trabireiter

Flashaholic**
5 April 2012
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Wenn die Sonne ordentlich scheint brauchst du keine große Pufferbatterie. Kurzzeitige Abschattung musst du aber puffern, weil sonst eben jedes Mal das Laden beendet. Wenn du deine Ladegeräte so wählst, dass sie sofort automatisch starten, dann könnte das aber trotzdem klappen.

Große Puffer brauchst du nur, wenn du tagsüber Energie "sammeln" willst um deine Geräte dann zu laden, wenn es dir passt. Lädst du immer direkt, dann bammelt die ganze Technik zwangsweise in der Nähe des Solarpanels, dafür reicht aber auch ein kleiner Puffer.

Manche Solarpanels können direkt 12V Autobatterien laden (meins auf dem Bild kann das). Dort könnte man eine kleine Blei-Geld Batterie als Puffer nutzen. Aber mit Bleiakkus biste dann eher bei stationären Geschichten, weil die schwer sind.

/edit
der Einwand von Tiberius ist auch legitim, soviel Overhead beim Panel zu haben, dass du sicher immer den nötigen Strom für deine Applikation hast.

Ich persönlich konfektioniere aber lieber so, dass ich zu jedem Zeitpunkt die maximal mögliche Leistung dem Panel ziehen kann. Alles was nicht direkt verbraucht wird, wird gebunkert. So kann man auch mit kürzerer Sonnenzeit genug Energie für das Aufladen der Akkus gewinnen
 
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Trabireiter

Flashaholic**
5 April 2012
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Das ist das was ich meinte :)
Wenn du dein Panel so stark überdimensionierst, dann hast du keine Probleme mit Abschattung. Wenn dein Panel real 100W liefert, dann bist du bei 2% Auslastung - die wirst du immer locker ziehen können. Bei Sonne auch deutlich mehr, selbst mit Abschattung.

Meine Ausführung bzgl Puffer oben sind nur unter der Annahme korrekt, dass man das Maximum aus dem Panel kitzeln will.
 

BolbyM

Flashaholic*
16 Februar 2012
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Dann klingt so eine Edel-Variante ganz gut, dann kann ich meine beiden Ladegeräte weiterhin nutzen und kann auch andere Verbraucher (meine Kompressor-Kühlbox) damit betreiben. Mal schauen, wie teuer sowas ist.
 

Trabireiter

Flashaholic**
5 April 2012
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achte darauf eine Version mit LiFePo4 Akkus, also Lithiumeisenphosphat zu bekommen. Die wird mehr kosten, aber länger halten und sie ist viel(!!!) sicherer in Bezug auf die Zellchemie.

Irgend einen Billo-China-Bomber würde ich keinesfalls kaufen, auch wenn der Preis attraktiv ist.
 

Tiberius

Flashaholic*
26 März 2019
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Erfurt
Naja, die Teile kommen eigentlich alle aus China, die guten wie die schlechten, ist wie bei Taschenlampen. Die Zeitschrift ct (heise-Verlag) hat einen hanz guten Test dieser Geräte gemacht. Dabei wurde auch die genannte Kapazität getestet. Daran kann man ja meist Qualitäts- von Fake-Akkus unterscheiden.
 
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Trabireiter

Flashaholic**
5 April 2012
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Darum schrieb ich ja Billo-China-Bomber. Die gibt es zu Hauf bei BG, Ali und Co. und das impliziert das Versprechungen von ähnlichen Features zum günstigst möglichen Preis.

Gerade bei mobilen Geräten mit hohem Energiegehalt ist nicht nur die Kapazität wichtig, sondern vor allem auch der innere mechanische Aufbau und natürlich auch die verwendeten elektronischen Bauteile, so wie eben die Zellchemie.

Soll es lange halten und stets bedenkenlos seinen Dienst verrichten, dann empfehle ich LiFePo4 Zellen. Die sind inherent sicher und halten aberwitzig viele Zyklen aus.
 

helicoil

Flashaholic**
16 Dezember 2017
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BolbyM

Flashaholic*
16 Februar 2012
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Das ganze muss ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen, scheint alles wieder mehr Aufwand (und höhere Kosten) zu werden, als ursprünglich gedacht.
Aber wenn, dann richtig.
 

undercover

Erleuchteter
7 Oktober 2022
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12 Oktober 2022
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Danke für den Link, Sunnybag hab ich noch nie gehört! Da ich von Elektronik überhaupt keine Ahnung habe und mir absolut reicht wenn sie funktioniert habe ich eine Frage zu der Powerbank in Verbindung mit Lampe laden. Wäre die og. Sunnybag denn fähig eine 18650 in einer Armytek bzw Baton 3 Pro zu laden mit deren zugehörigen Ladekabel/Ausstattung ?
 

undercover

Erleuchteter
7 Oktober 2022
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Also auf das spezielle Modell habe ich keine Antwort, aber ich habe schon die Sunnybag Powerbank per USB Kabel mit meinem Nitecore UMS4 Ladegerät verbunden und konnte damit tadellos 18650 Akkus laden.
Du brauchst nur ein Kabel mit einem USB A Stecker. Der Ausgang der Powerbank hat nämlich einen USB A Anschluss. Der Eingang dagegen einen USB C Anschluss.

Edit: du kannst auch mal nach dem Ladegerät "Soshine E4S" suchen, das könnte für deine Zwecke auch taugen. Allerdings habe ich damit noch nicht viel Erfahrung, habe es erst seit Kurzem.
Das Laden der Sunnybag Powerbank am Solarpanel funktioniert sehr gut! Das habe ich nun einige Tage hintereinander ausprobiert.
 
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LightintheNight

Flashaholic**
30 Juli 2017
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Danke für den Link, Sunnybag hab ich noch nie gehört! Da ich von Elektronik überhaupt keine Ahnung habe und mir absolut reicht wenn sie funktioniert habe ich eine Frage zu der Powerbank in Verbindung mit Lampe laden. Wäre die og. Sunnybag denn fähig eine 18650 in einer Armytek bzw Baton 3 Pro zu laden mit deren zugehörigen Ladekabel/Ausstattung ?
Die Baton3Pro von Olight sollte damit geladen werden können … ebenso die Armyteks mit dem USB oder Magnetlader. Die Kapazität liegt deutlich über den der Akkus in den TaLa und der Ausgang der Powerbank ist ja auf 5v geregelt. kann es heute Abend gerne mal probieren …

Edit: die sunnybag lädt die Baton3Pro mit dem Olight Magnetladekabel …
 
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12 Oktober 2022
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Die Baton3Pro von Olight sollte damit geladen werden können … ebenso die Armyteks mit dem USB oder Magnetlader. Die Kapazität liegt deutlich über den der Akkus in den TaLa und der Ausgang der Powerbank ist ja auf 5v geregelt. kann es heute Abend gerne mal probieren …
Das wäre nett, danke. Die Sunnybag Sachen scheinen ja sehr gut aufeinander abgestimmt zu sein…bei Anker steige ich schon nicht mehr durch8|
 

undercover

Erleuchteter
7 Oktober 2022
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Ich nutze als Solarpanel ein BigBlue 28W, das gibt es bei Amazon und ist manchmal im Angebot für ca. 60€. Es gibt eine Variante mit eingebautem Amperemeter, was sehr nützlich ist, um das Panel bestmöglich auszurichten.
Bei geschlossener Wolkendecke und heller Bewölkung schafft das Panel bis zu 0,4A, also 5V*0,4A = 2W. Bei Sonnenschein sind es in der Regel zwischen 1A und 2A. Allerdings kann ich das Panel auf der Fensterbank nicht direkt in Richtung Sonne ausrichten, da ich nur Fenster in Ost- und Westrichtung habe.
Ich vermute, dass ich zur Mittagszeit bei perfekter Ausrichtung durchaus die maximal möglichen 20W erreichen würde. Dazu braucht man aber dann zwei Geräte, die geladen werden, da auf einem USB Port maximal 10W Leistung bereitgestellt werden.
 
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nightlight

Flashaholic**
20 August 2010
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In der Mitte von Hessen
Ich habe eine solche Anlage aufgebaut zum Akku laden mit dem MC3000, USB-Geräte mit dem Multi-USB Lader

MPPT Laderegler: https://www.solarversand.de/solar-pwm-laderegler-12/24v/30a/
Zellen: 2x https://www.tlb-klima.de/130-Watt-Solarmodul-Monokristallin-in-Schwarz/BTS-MO130MB1
USB Lader: https://www.ebay.de/itm/265376435956?
Als Akku eine alte Autobatterie 12V/80Ah

Dann habe ich wir noch 2 step-up-Wandler einstellbar von 12-60V mit 80W für E-Scooter und Notebooks.
Damit wird im Haushalt alles mit Akku geladen.
Verkabelt habe ich alles mit XT60 Stecker / Kupplungen.
Der MC3000 hat eine 12V Eingang, der hängt am Ausgang des Ladereglers ebenso der Multi-USB Lader.
Der Schaltwandler mit 200W (Scooter) und der 80W Wandler hängen direkt am Akku über eine Sicherung.
Die Zellen liefern bei Sonnenschein etwa 17,5V und etwa 12A

Gruß Steph