Kombi [Review] XTAR MX4 Ladegerät

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
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113
Celle
www.sammyshp.de
Kleines Review des neuen XTAR MX4 Ladegeräts für NiMH, Li-Ion, LiFePO₄ und 1,5 V Li-Ion Akkus.


Ein ausführlicheres Review mit ein paar mehr Begleitworten findet ihr auf meiner Webseite. Hier im TLF fasse ich die entscheidenden Punkte kurz zusammen, um euch lange Texte zu ersparen.

Review des XTAR MX4 auf sammyshp.de

Mit meiner Seite verdiene ich kein Geld, es ist keine Werbung eingebunden und Affiliate-Links nutze ich auch nicht. Es gibt dort aber teilweise etwas ausführlichere Beschreibungen zu den Lampen sowie Reviews, die hier nicht zu finden sind.


Das Ladegerät wurde mir vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt, vielen Dank!


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Überblick​

Das MX4 lädt NiMH, Li-Ion, LiFePO₄ und 1,5 V Li-Ion Akkus.

Größe: 100 × 97 × 27 mm
Gewicht: 95 g

Die Anleitung umfasst 11 Sprachen (CN, DE, IT, EL, EN, FR, TR, PL, RU, SP, JA).


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Es können bis zu vier Akkus gleichzeitig geladen werden. Die Schächte nehmen Akkus mit eine Länge von 32 bis 71 mm auf. Ungeschützte flat-top 21700 Akkus passen, bei button-top hängt es von dem jeweiligen Modell ab, bei geschützten 21700 ist aber Schluss. Die beiden mittleren Schächte haben eine Breite von 21 mm, in die beiden äußeren passen auch 26650 Akkus.


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Beide Kontaktflächen stehen leicht hervor. Für die meisten Akkus reicht das völlig aus, Probleme hatte ich nur mit einigen AAA Akkus mit hervorstehendem Wrapper und einigen flat-top Akkus mit vertieftem Pluspol.

Die Schlitten sind zwar etwas kratzig, klemmen allerdings nicht, sodass sich Akkus auch im steilen Winkel noch recht gut einlegen lassen.


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Jeder Schacht hat eine Status LED:

FarbeBedeutung
Grün:Bereitschaft / vollständig geladen
Rot:Ladevorgang Li-Ion/NiMH/1,5 V
Orange:Ladevorgang LiFePO₄
Rot, langsam blinkend:Erkennung des Akku-Typs bzw. Aktivierungsmodus
Rot, schnell blinkend:Fehler

Im Aktivierungsmodus werden die Akkus vorsichtig geladen, um eine ausgelöste Schutzschaltung zurückzusetzen oder einen tiefentladenen Akku zu „wiederzubeleben“.

Die Stromversorgung erfolgt über einen USB-C Port auf der Rückseite. Einfaches 5 V mit 2 A, also relativ anspruchslos.


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Das schlichte Design wird etwas von dem hervorstehenden Schalter an der rechten Seite unterbrochen. Darüber lässt sich zwischen LiFePO₄ und 4,2 V Li-Ion wählen.


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Da man diesen Schalter vermutlich nicht allzu oft umschaltet, hätte man ihn ruhig bündig mit dem Gehäuse abschließen lassen können.


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Ladevorgang​

Li-Ion Akkus werden entweder mit 1 A (zwei Akkus) oder 0,5 A (vier Akkus) geladen. Der Ladestrom lässt sich nicht manuell einstellen. Für manch kleine Akkus ist er vielleicht etwas hoch, für die meisten Akkus allerdings schonend gering – nur dauert der Ladevorgang entsprechend lange. Der Terminierungsstrom wurde sehr niedrig angesetzt, sodass die Status-LED erst sehr spät auf grün schaltet. Energie wird von den Akkus in dieser Zeit kaum noch aufgenommen. Der Ladestrom ist etwas verrauscht bzw. ist ständig am schwanken, allerdings sollte das keine negativen Auswirkungen auf den Ladevorgang haben. Nach Abschluss des Ladens werden die Akkus langsam mit einem kurzen 3 mA Puls alle zwei Sekunden entladen.


XTAR_MX4_Li-ion_02.png


NiMH Akkus werden anfangs in der Erkennungsphase langsam mit etwa 180 mA für bis zu zehn Minuten geladen. Der normale Ladestrom beträgt anschließend 500 mA und lässt sich nicht ändern. Wieder für manche Akkus etwas hoch, für andere OK.

Wie die Terminierung genau entschieden wird, konnte ich nicht herausfinden. Der Ladevorgang terminiert zwar minimal zu früh, aber der Akku wird trotzdem noch gut voll. Ist in diesem Fall aber nur eine Stichprobe und das Ergebnis kann mit anderen Akkus anders aussehen. Nach der Terminierung findet ein Erhaltungsladen mit durchschnittlich 50 mA statt (gepulst). Für moderne LSD Akkus ist das unnötig und kann im schlimmsten Fall die Lebenszeit der Akkus verkürzen. Also am besten die Akkus möglichst schnell entnehmen, nachdem die LED grün geworden ist.


XTAR_MX4_NiMH_01.png


Beim Laden von 1,5 V Li-Ion Akkus spielt das MX4 keine große Rolle, da es nur eine ausreichend hohe Spannung bereitstellen muss. Der Ladecontroller sitzt in den Akkus selbst. Am Ende schaltet das MX4 die Spannung ab, sodass die 1,5 V vom Akku anliegen.


XTAR_AAA_blue-white_charging_01.png


Da ich keine LiFePO₄ Akkus habe, konnte ich keine Tests mit diesem Lademodus machen. Ich gehe jedoch davon aus, dass dabei lediglich die Endspannung von 4,2 V auf etwa 3,6 V abgesenkt wird. Vielleicht interessant, um es als eine Art Storage Mode zu nutzen?

Trennt man das MX4 von der Stromversorgung, werden eingelegte Li-Ion mit etwa 4 mA entladen (bei NiMH findet keine Entladung statt). Akkus sollten daher besser nicht im Ladegerät gelagert werden.


Fazit​

Das MX4 ist ein einfaches, kompaktes (Reise-)Ladegerät mit Unterstützung für NiMH, Li-Ion, LiFePO₄ und 1,5 V Li-Ion Akkus. Die Bedienung ist super einfach, da sich (fast) nichts einstellen lässt: Akkus einlegen und warten, bis die Status-LED grün leuchtet.
 

budgetlampenfan

Flashaholic**
30 September 2019
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die Nachladung bei NiMH in Höhe von 50 mA ist auf zwei Stunden begrenzt ... :thumbup:

es fließen also nochmal 100 mAh in den Akku, was bei dieser Ladeschlussmethode, wie sie im Diagramm zu sehen ist, aber zum Konzept dazu gehören würde :

der Hauptladevorgang wird schon vor einem minus Delta U Spannungsabfall beendet und auch schon vor einem Spannungs - "Peak" ... um dem Akku den Stress der allerletzten Ladephase zu ersparen ...

dafür werden dann nochmal 1 oder 2 Stunden Nachladung mit geringem Strom spendiert, um den Akku trotzdem ganz "voll" zu machen ...

der Lader, der dieses Prinzip vor vielen Jahren mal bekannt gemacht hatte, war der Ende der 2000er Jahre erschienene Maha Powerex MH-C9000 "WizardOne"

so gesehen bräuchte man sich hier also doch nicht so sehr zu beeilen, die NiMH aus dem Lader zu entnehmen ... ;)

Panasonic spendiert bei seinen Ladern BQ-CC55 und 65 eine einstündige Nachladung von 140 bis 150 mAh, obwohl der Ladeschluss beim BQ-CC55 sogar meist nach -dV aussieht ...

also "keine Panik" ... ;)


beim Sanyo 18650 Li-Ion hat der Lader hier im Review einen niedrigen Ladeschlussstrom angewendet ...

in den Technischen Daten heißt es "≤ 100 mA", in einem Diagramm von TimMc sieht es nach ca. gut 70 mA aus : MX4 Sanyo 18650

hier im Review sieht es beim 18650 eher nach 25 mA aus ...

da dauert der Ladevorgang natürlich entsprechend länger ... in der letzten Stunde kommt aber von der Kapazität her kaum noch was dazu ...

lag vielleicht an diesem Exemplar ...?

beim 1,5V Li-Ion hat alles geklappt ... :thumbup: Ladeschlusstrom ca. 50 mA ... (wird in dem Fall aber auch von den Akkus gesteuert ...)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Danke
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Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
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Danke für das Review. :)

Schade, da hätte Xtar mehr Raus machen können!

Was mich wirklich stört...keine geschützten 21700er Button Top!
Ich habe mehrere Lampen von Fenix, die eben genau damit ausgestattet werden müssen...zumal sie ja noch zu den Standardakkus gehören.

Die geringen Ladeströme kann man verkraften, schön ist auch die Möglichkeit mit den 1,5V-LiIo-Akkus und den LiFePO4. :)
 

0815

Flashaholic**
9 Dezember 2013
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Ruhrgebiet
Woran merkt das Ladegerät wohl, wenn es mit einem 1.5V-LiIon-Akku zu tun hat und konstante 5V anlegen muss? Bei allen anderen Akkutypen darf das ja auf keinen Fall passieren.